Des Codecheck Checks erster Teil

Vitamin C als Feindbild der Haut

Viele erkennen hoffentlich im Titel die Anspielung auf die Tragödie, wie Codecheck Panikmache und absichtliches Missverständnis fördert.

Die Ivy hat die Blogosphäre mit der Aufzählung von einigen Punkten bereichert, weshalb sie von Codecheck abrät. Vier Punkte zählt Ivy auf.

  • Keine Qualitätsgarantie wie Wartung
  • Unbelegte Behauptungen zu Inhaltsstoffen
  • Hautschädigende Inhaltsstoffe (Allergene) werden positiv bewertet
  • Meinungsbildende Blog-Artikel

Gerne würde ich ebenfalls darauf eingehen, weshalb Codecheck kritisch zu bewerten ist.
Diese kleine Serie beginnt mit dem Fokus auf die zwar vorhandene, aber trotzdem zu oft missverstandene (und somit ungenügend separierte) negative Deklarierung von umweltkritischen Inhaltsstoffen.

Umweltkritisch ist nicht hautschädlich

Als Beispiel dient die minimalistische Formulierung des L’Occitane Reinigungsöls. Vor dem Release des Balea Reinigungsöls war dieses mein klarer Favorit, da es selbst reizloser als das von mir damals favorisierte MAC Reinigungsöl ist.

Im Ampelsystem von Codecheck werden Bestandteile der Ölpalme „rot“ (schlecht) markiert, ebenfalls bei Vermutungen. Wenn man sich somit die Erklärungen nicht genau durchliest, wird angenommen, man würde sich für ein hautschädigendes Produkt entscheiden.

Beim L’Occitane Reinigungsöl wird Caprylic/Capric Triglyceride zu einer negativen Bewertung annektiert, da dieses Palmöl enthalten kann.

Dabei ist dieses Neutralöl ideal für eine Reinigung, da es zusammen mit dem Sonnenblumenöl weit sanfter Haut reinigt als Tenside, hochverträglich ist und als einzigen Nachteil hat, dass dieses nicht Antioxidantien wie ein Pflanzenöl enthält – welche bei einer Reinigung allerdings eh im Abfluss laden würden.

 

Codecheck L'Occitane Reinigungsöl

Codecheck.info Screenshot vom L’Occitane Reinigungsöl

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L'OCCITANE Karité Cleansing Oil

L’OCCITANE Karité Cleansing Oil

L'OCCITANE Karité Cleansing Oil

L’OCCITANE Karité Cleansing Oil

Problemhaut versus Umweltschutz

Dieses überdurchschnittlich verträgliche Produkt wird also nicht als solches dargestellt.
Dieses empfinde ich als unangemessen gegenüber Personen, die es sich zeitlich nicht leisten können, viel zu recherchieren und nach Produkten suchen, die ihre Problemhaut minimieren.

Nun kann ich verstehen, dass nicht jeder Problemhaut hat und stattdessen seine Pflege mit Umweltschutz-Hintergrund wählt.
Als jemand, der jedoch weit mehr als mit Palmöl Verzicht gegen die Regenwald Rodung vorgeht, will ich eine umweltbedingt negative Einschätzung gesondert bei Codecheck gelistet sehen. Besonders, wenn reizender Alkohol und allergene Duftstoffe als positiv bewertet werden, bloß, da diese umweltbewusst sind!

Codecheck bewertet in erster Linie nach Umwelt,
Hautverträglichkeit spielt kaum bis keine Rolle.

Vitamin C ist einer der besten Inhaltsstoffe für die Haut. Nicht bei Codecheck.

Dieses verzerrte Ampelsystem hat ebenfalls dazu geführt, dass ich darauf angesprochen wurde, dass man ein Produkt nicht benutzen wolle, da dieses ein rot markiertes Vitamin C enthielte.

Es handelt sich hierbei um Ascorbyl Palmitate, welches Vitamin C in Palmöl gekapselt ist. Wir wissen, dass Vitamin C stark licht- und luftempfindlich ist, weshalb gerne stabilisierte Derivate wie diese gekapselte Form benutzt werden. Mittlerweile gibt es viel innovativere Derivate in der Hautpflege, sodass dieses hauptsächlich nur noch in Kosmetik verwendet wird wie dem e.l.f. Makeup Mist.

Sehr begeistert war ich von dem hohen Anteil von Ascorbyl Palmitate in der Yves Saint Laurent Le Teint Touche Éclat Foundation und habe sie als perfekte Fusion von Pflege und Kosmetik gesehen.

Ebenfalls auszunutzen wusste M. Asam die wertvolle Kombination von den Antioxidantien Vitamin E und C in seinem Vitamin E Serum.

 

Codecheck M.Asam Vitamin E Serum

Codecheck.info Screenshot vom M.Asam Vitamin E Serum

  • Product
  • Fotos

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Vitamin E Vitamin E

Ascorbyl Palmitate ist selbst als gekapseltes Vitamin C kollagenanregend, nach Sonnenschäden DNA reparierend, ein wertvoller Antioxidant, entzündunsgehemmend und Hyperpigmentierung reduzierend und dabei weder hautschädigend noch reizend. Codecheck markiert diesen Inhaltsstoff trotzdem negativ.

Es gibt nur eine Inhaltsstoffgruppe in der Hautpflege, welche noch mehr als Vitamin C in der Hautpflege bewirkt: Retinoide. Doch selbst bei diesem König der Inhaltsstoffe wird das gekapselte Retinyl Palmitate Derivat bei Codecheck kritisch markiert.

Codecheck markiert nicht nur reizende Inhaltsstoffe als gut, sondern auch sehr vorteilhafte Inhaltsstoffe als schlecht. Hier im noch akzeptablen Hintergrund der Umwelt zuliebe, im nächsten Teil nur des Marketing wegen.

Ich verteidige gerne in Verruf geratene INCI (ob von der Werbeindustrie auferlegt oder durch Gruppendynamik entstanden), sehe ungern Trademarks von altbekannten Wirkstoffen ("Pro-Retinol") und liebe das Thema Irritation!

30 Kommentare
  1. Reply
    Ivy 8. April 2016 at 16:44

    Liebe Agata
    Danke fürs Verlinken und für deine Ausführungen.
    Ich werde den Artikel gleich in meinem verlinken.
    Und ich freue mich auf die Beiträge, die noch folgen werden. Ich hätte auch ein halbes (oder ganzes? 🙂 ) Buch schreiben könne.n
    Liebe Grüsse
    Ivy

    • Reply
      Agata 8. April 2016 at 16:51

      Danke für den grandiosen Anfang! Ivy Skincare Bashing Made Simple Book confirmed :>

  2. Reply
    Lila 8. April 2016 at 17:49

    Endlich spricht mir mal jemand aus der Seele! Ich benutze Codecheck nur um meinen Allergien aus dem Weg zu gehen und ignoriere die Ampel. Viele Personen nehmen diese Ampel für bare Münze statt mal selbst darüber nachzudenken warum es rot geschrieben ist oder warum sie es vermeiden. Mich regt bei Codecheck auch die Bezeichnung „Kann Allergien hervorrufen“ auf. Man gegen fast jeden Stoff Allergien entwickeln und nicht nur gegen Duftstoffe.

    Es können mir noch so viele Personen Vorträge über das Massensterben von Palmen erzählen, aber ich werde nicht aufhören Palmöl zu benutzen, weil ich es im Gegensatz zu vielen anderen Kakaobutteräquivalenten sehr gut vertrage. Da Palmöl aufgrund dieser Debatte nun auch bei Lebensmitteln durch Sheabutter ersetzt wird, kann ich vieles nicht mehr essen, weil ich auf letzteres hochgradig allergisch reagiere. Ich kann verstehen wieso manche Personen Stoffe aus politischen Gründen boykottieren, aber ich hasse es, wenn man es mir vorschreibt, was ich konsumieren soll und was nicht.

    Und nochmal danke fü den Link von Ivy. Der ist sehr aufschlussreich!

    • Reply
      Daniela 3. Mai 2016 at 20:07

      „Es können mir noch so viele Personen Vorträge über das Massensterben von Palmen erzählen, aber ich werde nicht aufhören Palmöl zu benutzen, weil ich es im Gegensatz zu vielen anderen Kakaobutteräquivalenten sehr gut vertrage.“ – Ich finde dieses Denken richtüg übel … nach mir die Sintflut, oder was?! Es geht in erster Linie um Tierarten, die allesamt aussterben werden,nur damit ihr eine schöne Haut haben könnt! Und das, obwohl es Alternativen auf dem Markt gibt. Ich versteh’s nicht. Ich WILL es auch nicht verstehen!

    • Reply
      Susanne 12. April 2016 at 01:35

      Ich möchte Codecheck nicht unbedingt verteidigen, da ich auch lieber Makeupalley lese oder mir die INCIs von den Herstellerseiten hole, und ich fände es okay, zwischen „gut für die Haut“ und „gut für die Umwelt – oder zumindestens nicht schädigend“ zu unterscheiden.

      Aber es geht überhaupt nicht um das „Massensterben von Palmen“, sondern es ist genau andersherum, für Monokultur-Palmölplantagen wird Regenwald abgeholzt, der in dieser Form auch nicht mehr so nachwächst, jedenfalls nicht in nur einigen Jahrzehnten.

      Natürlich gibt es Monokulturen überall in der Landwirtschaft, für fast alles, was wir essen, aber nur, weil es auch Kartoffel-Monokulturen gibt, heißt das ja nicht, daß dadurch andere Probleme weniger schwerwiegend sind.

      Zu den Lebensmittelunverträglichkeiten möchte ich noch ergänzen, daß ich davon auch einige habe, und es hat mir geholfen, möglichst viel selbst zu kochen und vorzubereiten, auch die Verpflegung für unterwegs / zur Arbeit; so kann ich möglichst viel vermeiden, was ich nicht vertrage.

  3. Reply
    Shenja 8. April 2016 at 18:25

    Gott sei Dank kann man sich mittlerweile auch auf den Webseiten der Hersteller nach der Zusammensetzung von Produkten informieren. Denn mich nervt das Ampelsystem sehr bei Codecheck und ich will das auch irgendwie nicht unterstützen Eine bessere Alternative ist da doch die Beautypedia von Paula’s Choice ☺

    • Reply
      Violetta 9. April 2016 at 18:59

      Das Dumme bei Beautypedia/MakeupAlley ist natürlich, dass sie die amerikanischen Inhaltsstofflisten zeigen. In durchaus zahlreichen Fällen unterscheiden sich jedoch EU- und U.S.-Versionen der gleichen Produkte (bspw. in den Konservierungsstoffen). Ich benutze Beautypedia gerne aber im zweiten Schritt immer Codecheck, da dort meist die deutschen INCI zu finden sind. Außer natürlich es hat mal wieder jemand blind Beautypedia reinkopiert.

      • Reply
        Agata 9. April 2016 at 23:34

        Ja – Beautypedias Stärke sehe ich in erster Linie beim Lesen der „Expertenmeinung“ und mit dieser dann zu verstehen lernen, was wichtig ist in Inhaltsstofflisten und was man übersehen kann.

        Beispielsweise hat mich immer gestört, dass man eine grandiose Creme wie die Cleanance K schlecht reden konnte, bloß da sie 1) in den Staaten teuer ist (wieder das, was Du erwähnt hast!) und 2) wenig Antioxidantien hat. Mittlerweile finde ich es gut, da man weiß, auf was man gefälligst in einer Creme achten sollte 🙂

        • Katja 10. April 2016 at 19:06

          Ja, da hast du denk ich absolut recht. Das Problem ist vielleicht (oder war für mich eins), dass Beautypedia durch das Ratingsystem mit den Sternen den Eindruck eines Bewertungsportals macht. An sich find‘ ich Beautypedia und Paula’s Choice allgemein aber (z.b. auch diese Livechats) sehr hilfreich und wirklich super und benutz es auch wirklich gerne.

          Ja, das hatte ich damals auch überlegt, dass ich gerne bzw. lieber einen Sonnenschutz hab‘, der schon allein durch die Filter auf gute Werte kommt. AOX zusätzlich dazunehmen kann man ja immer noch, aber einen Sonnenschutz mit mittelmäßigen Filtern/geringem Schutzfaktor durch AOX allein hochboosten erscheint mir weniger ideal. (Wobei ich mir vorstellen könnte, dass PC als US-Marke auch deshalb bei Sonnenschutz soviel Wert auf die AOX legt, weil sie mit den in den USA zugelassenen Filtern alleine anders eventuell auf keine so guten Werte kommen würden.)

        • Katja 10. April 2016 at 13:57

          Ja, das ist wahr, wobei ich finde… ich hab‘ z. B. mal bei Beautypedia nach den Bioderma Sonnenschutzprodukten (der gelben Photoderm-Reihe) geschaut und da standen ein paar Sachen, die ich nicht so wirklich überzeugend fand. Laut Beautypedia enthalten die Produkte z.b. Alcohol denat., was aber nicht stimmt (hab‘ damals extra auf den verschiedenen nationalen Bioderma-Seiten nachgeschaut). Dann schreiben sie auch, dass chemischer Sonnenschutz irritierender ist als mineralischer, was ich an sich vielleicht noch unterschreiben würde, aber gerade Tinosorb hat (von dem, was ich so gelesen hab‘) ein sehr geringes Irritationspotenzial und kommt gleichzeitig auf bessere/höhere UVA-Schutzwerte als Zink und Titaniumoxid. Deshalb hat’s mich irgendwie ein bisschen gestört, dass Beautypedia an der Stelle so ein bisschen versucht hat, Leute eher für mineralischen Sonnenschutz zu gewinnen. Ich finde, sie hätten da ruhig mal die UVA-Werte der Bioderma-Produkte mitauflisten können, weil die doch ein sehr starkes Argument für die Produkte sein dürften. (und ganz off-topic, ich frage mich, warum Paula’s Choice selbst die UVA-Werte der eigenen Produkte nicht veröffentlicht, das lässt mich bezweifeln, dass sie sonderlich hoch sind.) Oh und zusätzlich sagen sie auch noch, dass man auch den Bioderma-Sonnenschutz regelmäßig alle paar Stunden neu auftragen muss, was ja (dank der stabilen Filter) aber nicht der Fall ist.

          Ich hoffe, das war jetzt nicht zu off-topic oder zu viel Beschwerde. Ich mag Beautypedia eigentlich auch sehr gern, aber das war so ein Beispiel, wo ich fand, dass Beautypedia 1. nicht immer die Inhaltsstoffe 100% richtig hat, 2. auch nicht die neueren Forschungsergebnisse zwangsläufig miteinkalkuliert und 3. auch irgendwo voreingenommen ist.

          Sie bemängelten hier z.b. auch das Fehlen von ausreichend Antioxidantien, aber dann denk‘ ich mir, es ist ja ein Sonnenschutzprodukt, und wenn es diese Aufgabe gut erfüllt (eventuell besser, als die AOX-reichen PC-Sonnenschutzprodukte), dann ist es auch trotz fehlender AOX diesen in seiner grundsätzlichen Aufgabe überlegen und sollte daher die fehlenden AOX nicht so doll angekreidet bekommen.

        • Agata 10. April 2016 at 15:34

          Ich stimme zu! Da ist sehr viel opportunistisch und nicht auf Europa (stabiler Sonnenschutz!) angepasst. Jedoch empfinde ich eh (s.o.), dass man dieses ebenfalls nicht als Bewertungsportal verstehen sollte, sondern für die anfängliche Lektüre „wie lernt man, Inhaltsstoffe zu lesen“, um dann selbst dieses besser zu können. Blöd ist es dann, wenn man gerade auf diese Ausnahmen und Cherry Picking Bewertungen stößt beim lernen 🙁

          Bei Sonnenschutz finde ich es sogar idealer, wenn er weniger Antioxidantien hat, da diese ja den SPF dynamisch heben. Allerdings ist es mir lieber, nur den Schutz der Filtern zu kennen, da AOX ja weniger absorbieren, als DNA direkt beim Schaden reparieren zu wollen. Natürlich sind AOX auch wegen IR Schutz mit dabei – aber wie gesagt: Höhere Filterkonzentration wäre uns allen wohl lieber!

  4. Reply
    Mercury 8. April 2016 at 19:17

    Meine erste Berührung hatte ich mit Codecheck mit einem acetonhaltigen Nagellackentferner. Und Aceton wird auch heute noch von Codecheck als empfehlenswerter Inhaltsstoff angepriesen. Auch ich bevorzuge Aceton gegenüber Essigester, aaaaber… trotzdem ist Aceton für mich ein notwendiges Übel und kein empfehlenswerter Inhaltsstoff. Sehr irritierend und gleich verschissen ;P
    Die Beschreibung, warum Tartrazin böse sei, ist auch haarsträubend.

  5. Reply
    Dani Riotschminke 8. April 2016 at 20:59

    Super! Ich glaube ja, die Crux liegt darin begraben, dass die meisten Menschen annehmen, umweltverträglichkeit und hautverträglichkeit seien identisch. Weil Natur und so… Zumindest ist meine Erfahrung, dass es den meisten Menschen es gar nicht in den Sinn kommt da zu unterscheiden. Es ist wie ein festgefahrenes Paradigma.

    • Reply
      Agata 10. April 2016 at 00:07

      Festgefahren trifft es gut!
      Ich kann es durchaus verstehen, wenn man möglichst konsequent sein will beim Umweltschutz (obwohl es effektiv besser wäre, wenn man diese Konsequenz auf andere Gebiete wie Nahrung durchsetzt) und statt beispielsweise das beste für die Feuchtigkeit (Petrolatum) doch zu einem Pflanzenöl greift und dann das Minus an Feuchtigkeit akzeptiert. Vollstes Verständnis meinerseits.
      Doch meistens trifft man nur auf Unverständnis, dass ein nicht hochwertiges(!), günstiges(!!), synthetisches(!!!) Produkt besser sein soll.

  6. Reply
    Beautybaerchi 8. April 2016 at 23:39

    Tja für noch ist Codecheck nur noch eine praktische Seite wo ich nir schnell mal die INCI ansehen kann. Ohne auf deren Bewertungen zu achten. Manchmal findet man die im Netz namlicht nicht. Zu mehr will ich die Seitebgar nicht mehr nutzen da sie so irreführend ist wenn man nicht nach Umweltaspekt geht.

  7. Reply
    shalely 9. April 2016 at 00:56

    Ich benutze Codecheck wirklich nur um eine Übersicht über die Inhaltsstoffe bestimmter Produkte zu bekommen. Auf die Positiv/Negativ Abstimmung achte ich da nicht. Im Grunde ist es aber schon ärgerlich, dass die Nutzer so in die Irre geführt werden. Erst recht wenn es dann um Marketing-Zwecke geht.

  8. Reply
    DLA 9. April 2016 at 16:23

    eigentlich ist codecheck der letzte schrott und gehört abgeschafft. und eigentlich auch nicht so ganz, weil die seite hin und wieder halbwegs nützlich sein kann (schliesse mich in dieser hinsicht z.b. meinen vorrednerinnen an, überblick über INCI bekommen).

  9. Reply
    kunterdunkle 9. April 2016 at 17:34

    Ich bin ja noch in meinen Anfängen als Inci-Versteher und finde Codecheck ganz hilfreich, ab und an, bis ich gemerkt habe, dass Alkohol grundsätzlich gut und Palmöl schlecht bewertet wird.
    Dank deines Beitrags weiß ich ja nun auch warum, dankeschön 🙂

  10. Reply
    Maria 9. April 2016 at 21:05

    Hallo zusammen, vielleicht kann mir ja jemand helfen, ich versuche mich gerade in das ganze Thema Inhaltsstoffe in Kosmetika einzulesen und zurechtzufinden, aber es ist doch sehr umfangreich. Daher habe ich nach einer Seite gesucht, die Inhaltsstoffe bewertet und bin auf http://www.kosmetik-check.de/incisucheohnename_de.php?nr= gestoßen. Kennt die jemand und kann mir sagen, ob man der Seite trauen kann bzw. ob die Angaben hilfreich sind?

    Gruß Maria

    • Reply
      Agata 9. April 2016 at 23:29

      Wird von Rita Stiens geleitet, welche auf der Logocos Gehaltsliste steht. Das heißt, es wird wieder vermehrt auf „natürlich = hautverträglich“ Marketing gesetzt.
      Wenn man jedoch mit kritischem Auge mitliest, mag ich die Blogposts sehr gerne, da sie besonders zu Tenside und Aluminium sehr interessante Sichtweisen hat, welche durchaus objektiv sind.

  11. Reply
    Katja 10. April 2016 at 14:11

    Ich hatte meine erste Codecheck-Erfahrung vor ein paar Jahren, als ich angefangen hab‘ Reviews für Skincare-Produkte bei ciao.de zu lesen. Da wurde (und wird glaub ich noch) Codecheck sehr oft benutzt und leider auch oft für bare Münze genommen (was jetzt nicht verurteilend klingen soll, ich hab‘ mich lange auch darauf verlassen). Damals fand ich die Seite auch echt genial, weil sie auf mich einen sehr unparteiischen Eindruck machte und da ich (auch u.a. wegen ciao.de) damals nur NK verwendet hab‘, hat sie auch ganz gut gepasst. Im Nachhinein ärgere ich mich aber drüber. An sich finde ich es wirklich gut, dass es solche Seiten gibt, die auch den Umweltaspekt miteinkalkulieren, aber gleichzeitig finde ich, dass das nicht der einzige wichtige Aspekt ist und dass all deine Kritikpunkte absolut auf Codecheck zutreffen, was schade ist.

  12. Reply
    Lizzy 10. April 2016 at 14:47

    Ich hätte ja gerne eine schwarz-weiß Version der Seite 😉
    Denn Codecheck kann schon ganz nützlich sein, wenn man die Ampel und die Bewertungen ignoriert. Eigentlich nutze ich es ja ganz gerne um Produkte ohne allergene Duftstoffe zu finden. Allerdings sind ausgerechnet die dann meist grün markiert… Aber nur weil sie gut für die Umwelt sind, sind sie noch lange nicht gut für meine Haut.
    Schade ist dann, dass auf Blogs etc. oft zu lesen ist, Codecheck bewertet x mal grün und y mal rot, also ist das Produkt gut/schlecht für die Haut. Vielen ist einfach nicht klar, dass Codecheck nur nach Umweltschutzkriterien bewertet, wobei die Seite da ja teils auch gezielt Fehlinformation verbreitet, damit öko Produkte als bessere Hautpflege dastehen.

    • Reply
      Agata 10. April 2016 at 15:28

      Ja, genauso oft findet man Leute, die das Ökotest Siegel bei Produkten mit einer besseren Wirksamkeit gleichsetzen 🙁

  13. Reply
    Marie 16. April 2016 at 22:13

    Danke für diesen Klasse Artikel. Der Artikel spiegelt mal eine ganz neue Seite wieder und öffnet einem die Augen. Bis dato habe ich mich immer auf die Meinung von Codecheck verlassen, doch dank dir werde ich das mal genauer prüfen demnächst. Viele Grüße Marie

  14. Reply
    Daniela 3. Mai 2016 at 20:03

    Tut mir leid, liebe Maggi, aber dein Beitrag hat mich nicht überzeugt. Speziell als ich das hier las: „Beim L’Occitane Reinigungsöl wird Caprylic/Capric Triglyceride zu einer negativen Bewertung annektiert, da dieses Palmöl enthalten kann. Dabei ist dieses Neutralöl ideal für eine Reinigung, da es zusammen mit dem Sonnenblumenöl weit sanfter Haut reinigt als Tenside, hochverträglich ist und als einzigen Nachteil hat, dass dieses nicht Antioxidantien wie ein Pflanzenöl enthält – welche bei einer Reinigung allerdings eh im Abfluss laden würden.“
    Das ist NICHT der einzige Nachteil beim Palmöl. Der – für mich – größte Nachteil liegt in der Art des Anbaus! Und ich bezweifle stark, dass die Kosmetikhersteller nachhaltig angebautes Palmöl verwenden. Einige vielleicht, ich weiß es nicht. Der WWF bringt es auf den Punkt: „Doch mit dem Einkauf von Margarine, Pizza, Schokoriegel, Waschmittel, CREMES oder LIPPENSTIFT entscheiden wir auch über das Schicksal bedrohter Arten wie Orang-Utan oder Tiger – und des Regenwaldes.“ Deswegen find ich es absolut richtig, dass bei Codecheck dieser Inhaltsstoff als No-Go deklariert wird! LG

    • Reply
      Agata 7. Mai 2016 at 19:05

      Hi, die Magi hat den Artikel nicht geschrieben 🙂

      Du hast nichts zusätzlich gesagt, was ebenfalls nicht im Artikel zu Palmöl steht. Ebenfalls im Artikel steht, dass Mündigkeit wichtig sein sollte.
      Aus falschen Gründen kommt etwas Gutes: Weniger Palmöl Produkte werden gekauft. Trotzdem ist es wichtiger, dass man dieses doch mündig macht, statt aus Unwissenheit oder weil eine Firma weiter mit Panikmache ihr Geld verdienen will. Ich denke, da sind wir uns einig.
      Eine andere Deklaration ist somit in meinen Augen weiter angebracht, da gerade Missverständnisse provoziert werden.

    • Reply
      prinzessin_paprika 4. Mai 2016 at 13:30

      Hm, ich fände es einfach auch besser (wie bereits erwähnt), wenn objektiv für und wider abgewogen werden würde.
      Und zwar immer mit der Einschränkung nach heutigem Stand der Forschung.
      Also den Verbraucher als mündigen Bürger erklären, der sich nach dem Sammeln der Informationen entscheiden kann, was er möchte und was nicht.
      Denn es steht wirklich jedem frei, sich reizende ätherische Öle auf die Haut zu schmieren und sei es nur für den duftenden Wohlfühleffekt oder Hyaluron aus Hahnenkämmen in seiner Creme zu nutzen – wer das nicht möchte, sollte zumindest die Chance haben, diesen Inhaltsstoff zu vermeiden oder z.B. veganes Hyaluron zu bekommen.
      Das gilt natürlich für alle anderen Inhaltsstoffe genauso – meiner Meinung nach ist die Transparenz viel wichtiger und seien wir mal ehrlich – Kosmetik ist nichts was man zum Überleben braucht – zum schöner leben vielleicht schon 😉

  15. Reply
    semiologe 5. Juni 2016 at 22:13

    Da gibt es noch ein Problem bei codecheck:
    Manchmal stimmen die angegebenen Inhaltsstoffe nicht !
    Ich habe mal mit den Inhaltsstoffen auf der Verpackung meiner Creme verglichen…….

  16. Reply
    Mirnesa 13. Juni 2016 at 10:21

    Was ist mit der App ToxFox? Ich benutze diese sehr gerne…kann leider kein Vergleich machen, da ich die Produkte nicht habe…kann jemand vergleichen? Danke…

  17. Reply
    Irina77 14. September 2016 at 09:06

    Hallo Agata,

    seit kurzem lese ich begeistert deine Beiträge und versuche mich in Sachen Hautpflege weiterzubilden. Leider ist das Thema so umfangreich, das man wohl ewig lesen könnte und es dennoch nie überblicken kann. Seit Jahren habe ich unreine Haut und vergeblich so ziemlich alles durchprobiert, was einem überall so empfohlen wird. Dank deiner Beiträge habe ich meine komplette Pflege umgestellt und bereits Resultate erzielt! (Auf PC, Bioderma etc). Vielen Dank dafür! :):)

    Da ich, was Handcremes etc angeht, ein Fan von Loccitane bin, würde mich unheimlich interessieren, was du von deren Gesichtspflege hälst. Die meisten Sachen, auch die Karite Milch etc und vor allem die Gesichtscremes duften ja immer sehr stark. Ist von diesen Produkten wegen Parfümstoffen eher abzuraten? Neu ist wohl eine kleine Linie gegen unreine Haut. Ich will mich jedoch noch von der Verpackung leiten lassen und etwas kaufen, das mich zwar vom Aussehen und Auftrag erfreut.. Jedoch nichts bringt oder meine andere Routine vielleicht noch erschwert. Könntest du da einen Rat geben?

    Liebe Grüße

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