Kevin James Bennett auf der Makeup Artist Design Show 2012

So waren wir beide zwei kleine Pechvögel: ich, weil mein Kameraakku leer war und ich den Ersatz in der Garderobe gelassen habe, und Kevin James Bennett, zweifacher Emmy-Gewinner, weil das Model für seine Show sich um 25 Minuten verspätete.

Miss Universe UK erschien nicht nur zu spät zur eigentlichenDemonstration. Da Kevin sie vorher aber noch nicht persönlich getroffen hatte, musste er sehr spontan etwas aus dem Ärmel zaubern, was zu ihr und ihrer Haut passen würde. Und das hat er prächtig geschafft.

Kevin James Bennett wurde für die Makeup Artist Design Show von KRYOLAN eingeladen und das Thema seines Vortrags an dem Tag war „Catwalk Conversion – Trends vom Laufsteg für den Alltag“. Darüber hinaus war er am Charles Fox / Kryolan Stand anzutreffen und beriet und verkaufte auch die Produkte. Des weiteren wurde er auch mit einer goldenen Maske auf der BEAUTY INTERNTIONAL geehrt.

Kevin James Bennett - Makeup Artist Design Show 2012

Er erzählte später, dass er selten bei einem Vortrag so wenig erklärt habe, weil er nichts vorbereiten konnte und so in Momenten wie dem Wimpernankleben einfach still sein musste. Man merkt ihm an, dass er unglaublich gerne redet. Dabei nimmt er auch kein Blatt vor den Mund. Das zurückhaltende, deutsche Publikum weigerte sich auf seine euphorischen Fragen einzugehen und so mussten sie hinnehmen, dass er sie auf die Schippe nahm, dass offenbar keine Makeup Artists anwesend seien. Zurecht, wie ich finde. Dabei sind solche Demos doch Gold wert. Wann kann man schon einem weitgereistem, erfolgreichem, erfahrenem Artist Fragen stellen und sie sich gleich vorführen lassen?

Er zauberte dem Model passend zum Kleid ein „Ombre-Makeup“ in Orange bis Braun, verwendete Cream-Produkte für die Wangen und zauberte ihr zuvor noch einen ebenen Teint.

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etwas gemeines Bild, aber hier sieht man nun einmal das Makeup gut

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Karina und ich hatten die Freude uns noch am Sonntag mit ihm zu unterhalten. Da wir bereits zuvor persönlich von KRYOLAN vorgestellt wurden, war das Eis gebrochen und wir kitzelten noch ein wenig aus ihm heraus. Wie gesagt: er redet gern. Ein richtiger Sunnyboy. Klar, ein wenig aufgesetzt, ein wenig gekünstelt – und dennoch konnte er auch über sich selbst lachen.

So traf ich binnen einer Woche gleich 2 Stars der Branche. Die Erfahrung mit Kevin James Bennett hatte mich überhaupt erst so richtig „heiß“ darauf gemacht zu Billy Bs Tour zu fahren. Ein wahres Kontrastprogramm – die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein.

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So habe ich zwar kein Video von seiner Vorführung drehen können, dafür den Ton brav auf mein Handy aufgenommen. Das muss aber noch einmal durchgehört werden und ich schnipple die Essenz heraus. Ich kann nur sagen, ich habe in dieser einen Stunde mehr gelernt als in 4 Jahren YouTube-Schauen. Er brachte es auf den Punkt. Ich hoffe, alles noch zusammenzukriegen.

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Kommentare

36 Kommentare
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  1. Das erste Bild vom Make-up gefällt mir, schön zu sehen das auch die schönsten Frauen des Universums keine aalglatte Haut haben. Nicht böse gemeint, doch ich wundere mich immer wie man alles komlpett wegschminken kann.

    Das Foto mit den Rougebäckchen ist ja mal richtig süß 🙂
    Sehr schöner Bericht, vielen lieben Dank!

    • Haha, das war auch mein erster Gedanke!!! Sie mag dünner sein, aber eine bessere Haut als ich hat sie auch nicht… Ich glaub, wenn man nicht manchmal die Gelegenheit hat, sich sowas zu denken, dann wird man verrückt, im Angesicht (im wahrsten Sinne des Wortes) all dieser perfekten Schönheiten in Fernsehen, Kino und Printmedien.

  2. Danke für den Bericht, ich bin schon auf den Nachschlg gespannt.
    Inwiefern unterscheiden sich Billy B. und Kevin Bennett, von der Persönlichkeit her oder bezieht sich das auf ihren Arbeitsstil?
    Von wem hast du mehr gelernt und von welchem der beiden würdest du dich lieber einmal selbst schminken lassen?

    • Von keinem :rotfl: Ich lasse mich nicht gern schminken. In dem Falle wäre es mir daher egal.

      Ich finde irgendwie beide sowohl vom Typ unterschiedlich – extrovertiert gegen ruhig – aber auch vom Arbeiten her, wobei es wohl auch ein wenig Hand in Hand geht. KJ geht mehr auf die Produkte ein, wo ich bei Billy B das Gefühl hatte, es sei ihm völlig egal, was er da benutze…

      • High five…. geht mir immer genau so, besonders an den Augen und Brauen kann es mir keiner recht
        machen.
        Doch wenn ich wüsste es ist nur „zum Spaß“ und ich darf mich im Anschluß selber noch einmal schminken…kein Problem.
        Schon echt spleenig :-*

        • Also wenn, dann so ein richtig krasses Ding. Leider sind viele MUAs ja gewohnt diese eher schlichten, dezenten Makeups zu machen. Die finde ich irgendwie nie schön von Fremden an mir

  3. mich haut das makeup jetzt nicht so richtig vom hocker, aber vielleicht irre ich mich auch

    • geht mir genauso, aber ich muss sagen bei „miss universe“ hab ich eine andere vorstellung, so hübsch finde ich sie hier auf den Fotos nicht

      Das Make-Up selbst trifft nur einfach nicht meinen Geschmack

      • Das Make up trifft nicht meinen Geschmack. Zu viel Orange. Aber Geschmäcker sind ja nun mal verschieden. Glückwunsch, dass du dabei sein konntest. Der Herr Bennet ist mir leider gar nicht sympathisch.

      • Ich fand sie in natura total hübsch. Und ich finde, dass sie auf den professionellen Bildern im Netz bezaubernd aussieht. Ich finde nicht, dass sie „nicht hübsch genug“ für einen Miss-Titel ist. Was genau ist Deiner Meinung nach des Titels nicht würdig?

      • na ja, es gibt noch viel „hässlichere“ missen, wobei hässlich ja das falsche wort ist

        aber recht hast du, ich frag mich nämlich öfters, ob es denn nicht schönere mädels gibt, aber bei misswahlen kommt es ja auf das gesamtpaket an, also auch die weltfriedens-reden und so 😀

        ich finde sie hübsch (:

      • Mis Universe UK war natürlich gemeint, sorry!

  4. Antwort
    Jacqueline-Angelina 7. April 2012 in 13:22

    Du bist so süß mit deiner Brille Magi!

  5. Ich find das Makeup ganz schön, v.a. wenn ichs mir mit ein wenig anderen Farbtönen vorstelle, aber die Erleuchtung des Jahrhunderts ist es für mich nun auch wieder nicht. Ich denk aber, es macht in so einem Fall einen riesen Unterschied, entweder nur das fertige Ergebnis zu sehen, so wie wir eben jetzt, oder auch den Weg dorthin zu beobachten. Insofern bin ich auf das Interview schon sehr gespannt! Daß Du sagst, man kann sooo viel von dem Mann lernen, macht mich auf jeden Fall extrem neugierig!

    Und auch wenn Du es ein weing kritisierst, muß ich sagen – ich mag solche pseudo euphorisiert euphorisierenden Referent-Publikums-Interaktions-Aufforderungen überhaupt nicht. Mich nervt sowas einfach nur, und das nicht zu knapp. Und zwar nicht, weil ich introvertiert, verschlossen, langweilig und lostlos wäre, sondern weil ichs einfach irgendwie tumb find. Obwohl ich auch selber durchaus gern und sehr viel rede, und so von der Grundeinstellung eigentlich schon auch fröhlich und gut drauf bin. Daher denke ich, das ist keine Frage der Laune, sondern der Mentalität. Für Manche, gerade oftmals Amerikaner bzw. amerikanisch geprägte Menschen, muß Begeisterung immer mit einem kleinen, aber spürbaren Sturm einhergehen. Egal wie eigentlich bedeutungslos und schnell wieder vergessen der dann ist. Etwas, das eigentlich nur ein Vortrag oder eine Demonstration ist, wird krampfhaft zur „Performance“ gepimpt, und das Publikum wird genötigt, seine Wahrnehmung von dem Ganzen nicht einfach nur selber zu erleben, sondern sie zu extrovertieren und v.a. sie maximal zu visualisieren; was bezeichnenderweise auch dem grundsätzlichen Prinzip von Pornos entspricht. Also nix dagegen, wer das schön findet, und Spaß dran hat sich auf so einer Stimmungswelle mittragen zu lassen, aber ich mag sowas halt einfach nicht. Und hab somit Verständnis dafür, wenn in so einer Situation der Funke nicht überspringt. Auch wenn das dann immer ein wenig peinlich ist.

    • PS: also dieses „Ich sag hey und du sagst ho“ kann ich auch nicht leiden. Aber wenn er aufruft Fragen zu stellen auf eine mitreißende Art, dann ist das echt schade, wenn alle so tun, als würden sie sich verirrt haben.

      Am Ende aber ist ja nicht er der Leidtragende sondern die angeblichen Profis im Publikum, die sich so eine Chance entgehen lassen sich etwas Nützliches demonstrieren zu lassen.

      • Ja natürlich, es kommt immer auf die Art und Weise an, in der jemand das Publikum mitzureißen und zu begeistern versucht. Und auch ich habs schon erlebt, daß ich es nicht blöd fand, und mich auch tatsächlich davon mit ergriffen gefühlt hab. Das war dann aber immer auch ein etwas nachhaltigeres Erlebnis für mich, von dem ich länger gezehrt hab. Was bei Dir in diesem Fall in der Tat ja auch so zu sein scheint. Insofern kanns schon sein, daß einfach das Publikum sich komisch verhalten hat. Derlei positive Erlebnisse sind aber doch eher selten. Jedenfalls für mein Empfinden.

        Und ja, natürlich hast Du recht, was das Augenmakeup betrifft. Das ist aber halt gerade auf Durchschnittsfotos der Aspekt, der sich am besten transportiert. Ich finde, das Teint Makeup läßt sich auf solchen Aufnahmen nicht wirklich beurteilen. Leider.

    • Ich finde es doch stets sehr schade, dass die Arbeit eines Makeup Artists stets am Augen-Makeup bemessen wird bzw. überhaupt an den farbigen Produkten. Für mich sind AMus die geringste Kunst am Visagismus. Ein Konditor wird ja hoffentlich auch nicht nur an der Garnitur der Torte beurteilt sondern am Geschmack.

      Ich verstehe ja solche Demos schon so, dass es um das „wie“ und nicht das „was“ geht. Und dennoch denke ich, dass es gut ist, dass er dieses Ombre-Thema samt Panton „Farbe des Jahres“ aufgegriffen hat. Für mich stimmte da schon alles, auch wenn ich das so nie schminken würde.

  6. mein gott, ich kommer immernoch nicht damit klar, dass du nicht mehr in meinem das bord bist. Umstellung ist alles.

  7. hmmm also ich finde es ist immer sehr schade, dass das Publikum nicht „mitgeht“ bei sowas. Wenn man auf der Bühne steht(egal wie viel Erfahrung man hat) ist es ultra schwer gut zu arbeiten wenn dich nur „tote Gesichter“ anstarren.

    Natürlich ist die Mentalität in Deutschland anders als in den USA usw. trotzdem finde ich diesen Teil deines Berichtes sehr traurig(es hat mich auch total an die Diskussion erinnert warum QVC in den USA funzt und bei uns nicht so). Und dass das Model (das kann unmöglich die hübscheste Frau in UK sein :pain: ) zu spät kam, ist auch für mich ein ultra NoGo. Da hätte ich mir direkt mal eine der Zuschauerinnen geschnappt an Kevins Stelle.

    Ich bins sehr gespannt auf die Audio-Aufzeichnung, vielleicht können wir da ja auch noch was tolles lernen.

  8. Die Lippenfarbe gefällt mir gar nicht : /
    Aber der Mann wirkt sympathisch auf den Bildern : )

  9. In 1h mehr als in 4 Jahren Youtube gelernt? Jetzt bin ich echt neugierig ohne Ende! :laugh:
    Mich haut der Look jetzt zwar nicht unbedingt von den Socken, aber man sieht, dass es gut geschminkt ist und für ein Spontan-Make Up kann sich das auch durchaus sehen lassen.
    Ich an seiner Stelle hätte mir aber auch einfach eine Dame aus dem Publikum geschnappt…

    • Ich muss aber zugeben, dass ich mittlerweile so wenige Videos schaue, dass ich nicht garantieren kann, dass das nicht alles auch irgendwo erzählt wurde. Aber es wird halt so viel mehr erzählt, über Wäsche, über Einkäufe, über Reisen, über Schwangerschaften, dass ich keinen Nerv habe mir all das mit anzuschauen, nur um etwas Sinnvolles darunter zu finden.

  10. Das ist jetzt sicher Off Topic aber:
    Ich finde den Mann um einiges heißer als George Clooney… :-))
    Freu mich auf den Mittschnitt!

    • Haha, stimmt, es gibt Parallelen. Aber da beide irgendwie diesen Nerv so gar nicht tangieren – eher den des netten Onkels – merk ich sowas gar nicht.

      • Ich finde George (eig. allgemein ältere Herren ;D) eigentlich überhaupt nicht sexy, aber er hier hats mir ein bisschen angetan. Er sieht jedenfalls sehr lebensfroh aus, ein Mann dem man noch den wilden Jungen im Inneren anmerkt 😉

    • Das erste Foto ist aber auch ein Schätzchen :giggle:

    • Das dachte ich auf den ersten Blick auch. Hab dann seine Website besucht, und da gefiel er mir dann leider nicht mehr ganz so gut…

  11. Oh, toll!! Und schon wieder was, was ich auf der Messe verpasst habe 😉 Wirklich beeindruckend, da wär ich gern bei gewesen 🙂

    Liebe Grüße
    Karmesin

    • Die Vorträge hätte ich mir auch gern alle angeschaut, merke ich so rückblickend. Aber das war mein erstes Jahr mit Messen – in der zweiten Runde werde ich hoffentlich etwas ruhiger 🙂

  12. Ich hab mich gefreut, durch Deine Vorstellung ihn überhaupt „kennengelernt“ zu haben, weil mir allein schon sein Video:“ Makeup Tip – Cream Blush“ (was ich danach gefunden hatte) ein Aha-Erlebnis bescherte.

  13. Ahhh super Zusammenfassung 😀

    Fand den Vortrag auch richtig toll. Hat mich sehr beflügelt, wass Kevin James Bennett so erzählt hat.
    Besonders gefiel mir die Idee, dass man keine Angst haben soll Fehler zu machen, weil man sonst nicht lernt. Mich hat das sehr motiviert! :nerd:

    Miss Universe UK fand ich auch ganz bezaubernd!

MAGIMANIA
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