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Deutschland braucht mehr als Douglas und dm

Beauty-Umschwung erwünscht

Heute morgen habe ich einen interessanten Artikel in der Washington Post online entdeckt. Die Headline: wie SEPHORA und ULTA es geschafft haben sollen die Beauty-Industrie (US) umzukrempeln.

Der Beitrag selbst animierte mich nach langer Zeit wieder einmal über den status quo in Deutschland zu reflektieren. Bei all der Beauty-Globalisierung vergisst man recht schnell, dass wir „Online-Hobby-Schminker“ eine Nischengruppe darstellen und dass man theoretisch auch im „Real Life“ einen Ort zum Frönen der Leidenschaft haben könnte.

Der Kern des Artikels für mich ist der, dass beide Beauty-Ketten es geschafft haben etwas am Markt zu stopfen, das bei uns in Germany nicht dominanter sein könnte:

die Lücke zwischen den Drogerien und den Parfümerien

Während man sich in den Gängen von dm, Rossmann & Co. oft im Weg stehend fühlt, wenig qualifizierte Beratung erfährt und nach dem Fast-Food-Prinzip möglichst schnell raus sein soll, schaffen es Douglas, Pieper & Co. sowie auch Counter in großen Kaufhäusern stets einem das Gefühl zu geben zunächst einen „bist Du gut genug“-Check überstehen zu müssen. Viele (sehr viele) von euch haben einst in einem Kümmerkasten-Post bestätigt, dass sie sich in Parfümerien oft unwohl fühlen und deutlich seltener hineingehen, als ihre Freude an Beauty-Produkten es eigentlich triggern würde.

Aber es sind nicht nur diese Gegebenheiten in Deutschland sondern auch der Mangel an Marken, die sowohl das Preisfenster zwischen Low-Budget und Prestige schließen sondern auch ein „hippes“ Image mit sich bringen, mit dem Beauty-Enthusiasten sich identifizieren könnten. Mir fallen da ad hoc nur MAC, Benefit und nun endlich auch URBAN DECAY ein. Der Artikel trifft den Nagel auf den Kopf, was unerfüllt verbleibt:

ein Ladengeschäft mit Marken, die die Begeisterung eines kleinen Mädchens teilen, die nach Herzenslust mit Mamas Beauty-Etui spielen darf

Es gibt nur wenige Geschäfte, die so etwas in Deutschland auch nur ansatzweise erfüllen. Mir fallen eigentlich nur Stores mit Profi-Bedarf wie die KRYOLAN City oder Maske Berlin ein (die ich nur von der Messe her kenne). Und auch da fühlt man sich als Laie nicht 100%ig richtig aufgehoben. Es fehlt an attraktiven Verpackungen und endanwenderorientierten Kampagnen. Durch den Artikel wurde mir erst so richtig bewusst:

Ja, im Sephora habe ich mich genau richtig aufgehoben gefühlt – unter Gleichgesinnten und als Kundenzielgruppe.

Immer wieder merke ich, welche „Wunde“ NARS‘ Rückzug aus Deutschland bei mir hinterlassen hat. Damit meine ich nicht, dass ich die Produkte vermisse, sondern das Signal, dass sie damit gesendet haben: Der deutsche Beauty-Markt ist nicht interessant für „coole“ Marken. Und nun frage ich mich, ob es wirklich nur wir deutschen Kunden sind, die hier anders ticken, oder hat auch der Platzhirsch DOUGLAS die Nachfrage so modelliert, dass Kundinnen gar nicht erst auf die Idee kommen, dass es da draußen mehr gibt als das Leaping Bunny, Schnäppchen und große Markennamen. Denn das scheinen mir

die drei dominanten, typisch deutschen Nachfragepunkte in Deutschland zu sein

  • möglichst reines Gewissen
  • möglichst kleiner Preis
  • oder möglichst image-trächtiges Label

Der Artikel gibt mir Hoffnung, dass es auch im Beauty-Wunderland USA einmal anders war – dass es auch da eine unbediente 4. Zielgruppe gab:

Die verspielten, experimentierfreudingen Tuschkastenpatscherinnen, die Makeup als das Instrument gewählt haben, um sich selbst auszudrücken.

MAC macht mit ihren Countern vor, was mit SEPHORA flächendeckend erfüllt wird. Es steht einem eine gleichgesinnte und ausgebildete BEAUTY-Fachkraft zur Seite. Und natürlich hat sie viele, bunte Smarties MACies zum Spielen dabei. Bei Parfümerieangestellten hat man eher das Gefühl von einer waschechten Verkäuferin bedient zu werden. Der Eindruck, den die meisten Parfümerieverkäuferinnen auf mich hinterlassen, ist ein nicht zeitgemäßes Makeup (samt entsprechenden Tipps wie dunklere Foundation, um „gesünder“ auszusehen) und ein selektiver Blick: „Bist Du wirklich CHANEL genug?“. Ich fühle mich meist deutlich zu jung, um Zielkundschaft zu sein.

Gemeinsam haben die Angestellten gewiss alle, dass sie uns etwas verkaufen wollen und auch in einem Sephora (gehört übrigens zu LVMH) muss es nicht zwangsläufig immer die beste Beratung für uns sein. Jungen Artists fehlt eben auch die Erfahrung – talentierte und gute Artists bleiben vermutlich nicht gern lange Verkäuferin. Wenn aber die Kundin Spaß am Ausprobieren hat, sich willkommen fühlt und häufig vorbeischaut, wird sie schnell selbst lernen, was sie mag, was ihr steht und was ein Produkt mitbringen kann und was nur Show ist.

Sephora New York

SEPHORA 5th Ave, New York City

Meine Sehnsucht nach SEPHORA in Deutschland war eigentlich schon erloschen – mangels Hoffnung. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich mein Glück online finde. Aber es tut sich was… URBAN DECAYs Ankunft ist immerhin schon ein  positives Zeichen.

Auch bei Douglas hat sich in letzter Zeit einiges geändert: die Holding hat kürzlich CHRIST und HUSSEL abgestoßen. Die Filialen wurden in den letzten Jahren gemütlicher und das online Sortiment wächst und wächst – von Deko über Schmuck & Accessoires bis zu immer wieder neuen Marken. Man munkelt ANASTASIA Beverly Hills würde wiederkommen (bisher z.B. bei Niche Beauty und QVC in Deutschland – aber auch bei Douglas Niederlande). Dass diese Maßnahmen damit einhergehen, dass man ausschließlich eine neue Zielgruppe begrüßten möchte, will ich jedoch anzweifeln.

Der DOUGLAS Beauty Blog ist eigentlich ein begrüßenswerter Schritt. Die Besetzung der Redaktion durch Fashion Blogger zeigt jedoch, dass man Lifestyle und nicht Kreativität verkaufen möchte. Ist aber dieser erlesene Kreis von Designer-Brand-Nutzerinnen mit austauschbaren klassischen Makeups genau das, was viele Frauen vom Betreten der Filialen hindert? Kunterbunte Makeups und exzentrische Techniken könnten die Red-Carpet-Illusion womöglich stören.

Es gibt da natürlich noch „die anderen“ Parfümerien, Pieper, Akzente, Parfümerien mit Persönlichkeit. Leider kenne ich von diesen nur wenige, hatte aber bis auf die andere Einrichtung nicht das Gefühl, dass es wesentlich anders sei als Douglas.

Einzig MÜLLER schafft es meinem Eindruck bisher eine gewisse Lücke einzunehmen. Doch anstatt dem besten beider Konzepte verkörpert es eher das Gegenteil – von sexy Ambiente und Animation zum Spielen keine Spur. Immerhin geht es zu Gunsten der Preise. Es kann doch aber nicht sein, dass „Preisbewusstsein“ das einzige ist, was die deutsche Kundin laut Klischee antreibt?

Konkurrenz belebt das Geschäft – vom Wettbewerb der Anbieter können wir profitieren. Vielleicht würde sich dann auch endlich etwas an der seltsamen Preispolitik für Beauty-Produkte in Deutschland ändern. Denn dieses Ausschließen von Beauty Brands aus Rabattaktionen und wenigen Sales im Vergleich zu anderen Ländern empfinde ich als sehr „unnatürlich“.

Zugegeben agieren wir Online „Beauties“ in einem eigenen Mikrokosmos. Aber wenn wir so viel Freude an dem haben, was wir tun, gibt es da draußen auch sicherlich genug „Offline-Mädels“, die Freude an dieser 4. Fassette des Shopping-Erlebnisses hätten. Ich bin mir sicher, wir alle würden von der Erschließung profitieren, wie es der Artikel es für die USA auch bezeugt. Ob sich ein mutiger findet, der diesen risikoreichen Weg einschlägt, bleibt abzuwarten. Schön wäre es natürlich wenn SEPHORA wiederkommen würde (ja, sie waren schon hier). Ich habe einzig Gerüchte aufgeschnappt, man habe sich sich auf einen Rückzug geeinigt im Gegenzug dafür, dass eine gewisse Parfümeriegröße sich dafür nicht im europäischen Ausland breit macht. Klingt logisch, ist aber nicht offiziell. Als Laie kann ich natürlich nur spekulieren, aber würden solche Gerüchte ein Abkommen dieser Art nicht zu unserem Gunsten hinfällig machen :-P ?

Was würde also so ein auf mich zugeschnittener Shop erfüllen

  • die besten traditionellen Marken, die eine große Altersgruppe abdecken wie Lancome, Guerlain, Dior, YSL etc.
  • vorzugsweise keine „Kinderschminke“ oder arg angestaubte Brands wie L.A. Girl (der klägliche Versuch mit einer drittklassigen Girlband als Testimonials im Douglas – erinnert sich wer?) und auch kein Helena Rubinstein und 500€-Hautcremes bitte
  • Trendmarken im Fokus a la MAC, Make Up For Ever, Tarte und Urban Decay
  • ausländische Kultmarken wie Etude House, Paul & Joe, Make Up Store etc.
  • Nischenmarken – gerne verwerfen, was nicht klappt, wie einst LIME CRIME bei Zalando, aber eben auch OCC, Sugarpill, Colour Pop etc.
  • Pinsel Pinsel Pinsel – damit frau lernt, dass Ebelin nicht die Spitze des Eisbergs ist
  • ein modernes Ambiente mit kreativen Makeups als Magnet und nicht durch Photoshop verzerrte Schönheitsideale für die Frau jenseits der 50 in nude nude nude…
  • Kundentreueprogramme, Goodies und Abfüllungen von Foundations (ist doch kein Ding die INCI mal schnell auszudrucken)
  • Schminkkurse und junges, gut ausgebildetes Personal
  • eine enge Verknüpfung mit dem Online-Angebot, was sicherlich die Finanzierbarkeit des Ganzen unterstützt
  • zentrale Location – bitte nicht nur in Randviertel-Malls
  • ach, und vieles, vieles mehr…

Es ist zu kurz gedacht, sich einfach nur einige Marken in Deutschland zu wünschen. Wir dürfen ruhig großspuriger denken und uns ein Umkrempeln der Landschaft erhoffen. Der Wandel könnte erfreulich sein. Wie sind eure Visionen? Seht ihr Anbieter, die das Potenzial hätte eine deutsche Version von Sephora und Ulta zu sein oder gibt es sie schon und ich übersehe sie? Wo fühlt ihr euch ehrlich wohl beim Beauty-Shopping?

VG

Mother of Pearl, Shimmer & Magimania
graublau | ∫∫∫ braun & fein | Ω sehr hell & gelblich | Sommertyp | leichte Mischhaut | Haardesaster

143 Kommentare
  1. Reply
    Joanamarit 14. März 2015 at 17:23

    Ich fliege seit ein paar Jahreb mindestens zwei Mal im Jahr in die USA. (Habe da auch 10 Monate gelebt). Jedesmal renne ich wie eine bekloppte in sämtliche Sephoras, Ultas usw. und bin restlos begeistert. Die Mädels (und Jungs) wissen was sie verkaufen. Ich hab noch kein scheiss den ich nicht wollte angedreht bekommen, noch nie kam ich mir nicht gut genug vor (selbst ungeschminkt im schlabbermodus) und jedesmal hatte ich das Gefühl, die versteht was von Makeup und Co. Jedesmal lasse ich auch ordentlich Geld liegen. In Deutschland ist das circa noch nie passiert. In den drei Städten in denen ich mich am meisten aufhalte hat es mindestens einen riesen Douglas und riesen Müller. Und trotzdem besorg ich mir das meiste Online weil die Damen fürchterlich sind. Der einzige Ort der regelmäßig mein Studentenbudget in Deutschland bekommt ist der Breuninger in Stuttgart, hier bekomme ich mit meiner Breuningerkarte oft Rabatte oder sonst irgendwas. Selbst am Chanelcounter werde ich zuckersüß bedient und behandelt. Trotzdem fehlt mir Sephora & Ultra extrem. Ich glaube, die die da am ehesten was machen können sind Blogger. Die haben mittlerweile einen nicht ganz ungeringen Einfluss (glaube ich zumindest :D) und kommen besser an die großen Konzerne ran.
    Und wenn Douglas endlich mal vernünftige Konkurrenz bekommen würde, wäre das grandios.
    Toller Beitrag und hoffentlich tut sich mal langsam was!

  2. Reply
    Han 14. März 2015 at 17:33

    Wundervoll geschrieben!!!

    Und spricht sicher vielen aus der Seele.
    Ich kaufe tatsächlich Make up fast nur online und ab und zu mal in der Drogerie ein. Zu Douglas (oder ins KaDeWe oder Lafayette) gehe ich wirklich nur, wenn ich etwas unbedingt live sehen will, und das passiert bei den angebotenen Marken wirklich selten.
    Und ich bezweifle, dass Douglas groß was an seinem Sortiment ändern wird.
    Man müsste vielleicht Kaufhäuser wie Galeria Kaufhof oder Karstadt dazu bringen, neue Marken ins Sortiment aufzunehmen. Das Angebot ist jaähnlich wie bei Müller, nur mit weniger Drogerie-Ambiente. Die Verteilung der Filialen ist recht gut, und Filialen, die bspw. Mac oder Benefit anbieten, haben ja bereits gut ausgebildetes Persinal vor Ort.

    • Reply
      Magi 14. März 2015 at 17:42

      Irgendwas scheint Douglas ja zu ändern. Wenn’s aber in Richtung Börse gehen soll, dann wird Umsatz an oberster Stelle stehen und ob das über Nischenmarken klappt… Hm. Das gilt, glaube ich, erst recht für Kaufhäuser, bei denen Beauty ja nur eine Sparte ist. Zumindest in den nächsten paar Jahren wird vermutlich nichts Krasses passieren.

      • Reply
        Marymurs 15. März 2015 at 14:41

        wenn wir irgendwann alte omis sind und die augenlieder so weit hängen dass man keinen lidschatten mehr druter sieht, wird sephora wiederkommen xD und wir ärgern uns noch ca 40 jahre und müssen im ausland unseren durst stillen.
        douglas finde ich so steif und oft ist das personal so ungebildet dass ich oft dachte ob die dame denn wüsste was sie verkaufen würde, denn meist ist deren eigenes makeup ein otisches „um gottes willen, so will ich nicht aussehn“-chaos.

        ich würde mich auch sehnlichst wünschen dass sich die leute auch ein bisschen in den inhaltstoffen auskennen würden, denn das ist eine katasrophe, die leute wissen nicht was sie verkaufen.

        zu müller : bei uns in düsseldorf gibt es keinen mehr! :( die hatten unter anderem die beste henna überhaupt. :cry:

      • Reply
        Han 14. März 2015 at 18:11

        Ja das stimmt wohl….
        Was mir grad noch eingefallen ist: Shades of Pink!
        Neben dem Online Shop gibt es ja noch einen kleinen Laden in Berlin.
        So was in größer und als Kette…. ein Träumchen!

        • Sandra 14. März 2015 at 21:26

          Stimmt! Wenns mich irgendwann mal wieder nach Berlin verschlägt, muss ich da unbedingt hin! (Meine Schwester wird mich für bescheuert erklären …) :-P

  3. Reply
    anni 14. März 2015 at 17:36

    Tolle Gedanken Magi! Ich bin da ganz bei dir – es gibt ganz sicher „interne“ Marktaufteilungen. D ist einer der größten Kosmetikmärkte weltweit, 2014 waren es über 13 MRD Euro Umsatz. Es gibt definitiv auch Absprachen in Russland zwischen Rive Gauche (russ. Pendant zu Sephora) und Douglas – oder ist Douglas da nicht sogar aufgekauft worden? Bin mir gerade nicht sicher…

    Ich bin auch jedes Mal baff erstaunt, dass es sich Douglas offensichtlich zum Prinzip gemacht hat, ihre Produkte so gut und so weit wie möglich vor dem Kunden abzuschirmen. Nur nix anfassen, lautet die Devis! Abschminktücher, Wattepads, deutlich gekennzeichnete und volle, saubere Tester, ja sogar einfache Kosmetiktücher muss man regelrecht suchen – der Gegensatz zu Sephora oder auch zur Deko-Abteilung bei &other Stories könnte nicht größer sein! Selbst die können es besser!
    Dafür hockt an jeder Ecke eine mehr oder weniger gut getunte Verkäuferin, die einem – leider – im Normalfall gerade mal die Beschreibung auf der Verpackung herunterbetet. Scheint mir zudem ein Kreislauf zu sein, da auch die motivierteste Verkäuferin nicht vor Freude überschnappt, das 5. La Vie est belle oder Light Blue am Tag zu verkaufen… die Kreativität und das Fachwissen der deutschen Durchschnittskundin hat definitiv Grenzen, auf die sich auch eine Verkäuferin einstellen kann.

    • Reply
      Magi 14. März 2015 at 17:45

      Das mir den Abschminkutensilien war mir bis dato gar nicht so bewusst :shock: das stimmt ja total! Wobei die letzten Neugestaltungen der Filialen ja diese Nagellackstationen mit sich brachten und auch die Spiegelplätze nun bei uns z.B. präsenter sind. Dennoch meine ich, dass beides nur für die Mitarbeiter ist und man die nicht „ohne Aufsicht“ nutzen soll. Aber gerade die Unsicherheit bezeugt den Mangel an Kommunikation und die vermutlich doch ganz bewusst gewählten Signale. Aber wirklich: das letzte, worauf man im Douglas Bock hat, ist herumzuprobieren.

  4. Reply
    schokoblume 14. März 2015 at 17:36

    Dieses „Untermensch“-Gefühl, das einem Douglas-Verkäuferinnen vermitteln, kenne ich nur allzu gut – und ich frage mich, womit sie das rechtfertigen. Viele meiner Freundinnen empfinden es aber auch so; mir scheint, dass die dortigen Verkäuferinnen Studentinnen generell nicht als „echte“ Kundinnen betrachtet. Eine Bekannte meinte letztens zu mir, wie dumm das doch eigentlich von ihnen sei, weil die Studentinnen, die sie jetzt schlecht behandeln, (im Idealfall) später einmal gut verdienen und somit die zukünftige Kundin wären. Zumindest ist mir schon immer extrem aufgefallen, wie unterschiedlich ich von den Verkäuferinnen behandelt werde, wenn ich alleine oder mit einer Freundin da bin oder – alternativ – mit meiner Mutter bzw mit meinem Freund. In letzteren beiden Fällen nämlich behandelt man mich normal, wie man mich in jedem anderen Geschäft auch behandeln würde. Ich sage mal besser nicht, was ich davon halte.

    Ich muss aber gestehen, dass meine Sephora-Erfahrungen mal so, mal so waren. In Italien habe ich mich nett behandelt gefühlt, da war ich allerdings auch in den Touristengegenden und vielleicht spekuliert man auch darauf, dass der deutsche Tourist gern viel ausgibt. In Paris (wo ich fünf Monate gelebt habe) war es eher das Gegenteil; ich habe mich da ähnlich behandelt gefühlt wie hier bei Douglas. Oft habe ich auch bemerkt, dass die französische Kundin vor mir an der Kasse bei einem 5€-Einkauf Pröbchen bekommen hat; ich bei meinem 40€-Einkauf habe nicht einmal ein Lächeln bekommen. Nicht, dass ich jetzt sonderlich scharf auf die Pröbchen wäre; es geht mir da eher um die Behandlung an sich. Ich habe mich in den Sephora-Filialen im Großraum Paris absolut nicht wohlgefühlt und trauere dem jetzt ehrlich gesagt auch nicht hinterher (einzige Ausnahme war für mich die Filiale in La Défense, aber das zählt wohl auch eher als Touristen-Filiale).

    Ich wäre aber durchaus nicht böse, wenn es einige der genannten Marken mal in Deutschland gäbe, gleich, bei welchem Geschäft.

    • Reply
      Nic 14. März 2015 at 18:36

      Ja, Du sprichst mir aus dem Herzen. Danke

    • Reply
      Magi 14. März 2015 at 17:53

      Ich glaube, das liegt an den Parisern / Franzosen selbst. Ein Wunder, dass man als Tourist überhaupt rein darf :giggle: Aber das ist natürlich dann die Frage: ist’s am Ende nicht der Laden sondern das örtliche Personal? Ist die offene, quirlige Sephora-Art doch nur dem US-Standard geschuldet? Wäre ein Sephora hier am Ende auch nur ein schwarz ausgekleideter Douglas? Oder ist’s doch ein Generationsding, wie der Washington Post Artikel ja beschreibt: dass man heute eben nicht dieses traditionelle, markentreue Konsumieren mehr praktiziert. Vermutlich müssen einfach alle mitspielen: Geschäpftsleitung, Personal und eben auch Kunden. Eine Ko-Existenz mit Läden wie Douglas.

      Die Sache mit dem Aberwerten hinterlässt mich oft ein wenig unsicher in meinem Eindruck. Je älter ich wurde, umso besser wurde es – gleichzeitig aber konnte es ja nicht nur an meinem Alter liegen, vielleicht aber eben an meinem Auftritt. Je sicherer mein Auftritt, umso anders wurde ich bisher behandelt. Ob nun ungeschminkt oder aufgetakelt. Ob man also eine gewisse Unsicherheit signalisiert? Aber Kritik würde auch dann bleiben: wäre es nicht die Aufgabe der Verkäuferinnen einem diese zu nehmen, sodass sie lockerer ist? Vielleicht gibt es ja auch einen Zusammenhang mit der Fachkompetenz. Es sind ja nicht nur die MAC-Damen, die meist gut sind. Auch die Marken-Counter sind oft gut besetzt – wiederum die „allgemein“ verantwortlichen Damen in Parfümerien, die kennen nur, was nötig ist, so hat man das Gefühl. Es wäre nun interessant zu wissen, wie Douglas das Personal auswählt. Vielleicht kommt mit der neuen Generation auch eine andere Einstellung, aber das dauert mir alles zu lange.

      • Reply
        schokoblume 14. März 2015 at 18:44

        Du hast schon recht, das ist auch Mentalitätssache: So sehr ich Frankreich liebe – ich habe da teilweise wirklich schon grob unhöfliche Menschen getroffen. In den USA war ich leider noch nicht, aber man liest und hört ja des Öfteren, dass dort der Kunde anders behandelt wird als hierzulande. Mich würde auch interessieren, wie genau da Douglas-Verkäuferinnen geschult werden; ich habe bei vielen Ketten den Eindruck, dass es so eine Art „Profil“ gibt, wie man sich als Verkäufer dem Kunden gegenüber zu verhalten hat. In Lush-Läden wird man ja auch immer geduzt (und mir kommen die Verkäufer dort auch immer sehr offen und sympathisch vor); das sind ja sicher auch Anweisungen von oben.

        Wobei mir gerade etwas einfällt – ich glaube, du hast letztens auch mal irgendwo erwähnt, dass du dich früher nicht in Mac-Läden getraut hast und dein Freund meinte, es sei doch auch nur ein Laden? (ich hoffe mal, ich schmeiße dich gerade mit niemandem durcheinander) Das Gefühl kenne ich nur zu gut, war dann aber von meinem ersten Besuch am Mac-Counter – übrigens innerhalb einer Douglas-Filiale – positiv überrascht, weil das Personal dort wirklich sympathisch war, so, wie ich mir die „normalen“ Douglas-Verkäuferinnen wünschen würde.

        • Magi 14. März 2015 at 19:21

          Es hat natürlich alles zwei Seiten. Die entgegenkommende Freundlichkeit – aber gewiss nicht ausnahmslos – verschleiert ja auch gerne fehlende Kompetenz, ehrliche Einschätzung eines Resultats und animiert auch mehr zu kaufen, als man will. Dennoch ist es ja leider so, dass man hierzulande leider nix dafür bekommt, dass man manche Verkäuferinnen „über sich ergehen lässt“. Am Ende geht das Optimum in Fachwissen auch mit einer ausgeglicheneren Persönlichkeit einher. Da kommt aber eben dem angemessener Lohn ins Spiel und dann wird’s heikel.

          Stimmt, LUSH kam mir auch in den Sinn, wenn es um die freundliche Art und Weise geht. Das Duzen pauschal finde ich mal so mal so. So lange es nicht einer Kumpelart einer 16-jährigen einhergeht, ist’s okay. Wenn’s aber zum Betriebskredo wie bei IKEA wird, finde ich es affig.

          Die MAC Story war auf jeden Fall ich. Das weiß ich noch zu gut. Das macht MAC aber auch echt gut. Ich denke, da war ich bisher nur selten wirklich enttäuscht. Nicht immer beeindruckt aber genau diese Atmosphäre ist es…

      • Reply
        Nic 14. März 2015 at 18:40

        Ich habe den Eindruck, Douglas ist einfach „altbacken“. Egal, wie oft sie die Filialen umbauen.
        Ich weiß, dass Douglas ungern bis gar nicht Mädels einstellt, die vorher keine Ausbildung bei denen absolviert hat.

  5. Reply
    Paphiopedilum 14. März 2015 at 17:47

    Hört hört… Gut gebrüllt, Löwe! Du sprichst mir – wenig überraschend – aus der Seele.

    In Uk besetzen diese Nische, so wie ich das sehe, v.a. Boots (Müller ist mittlerweile zwar echt nicht schlecht, kann Boots aber natürlich dennoch nicht das Wasser reichen) und ausladende, teils echt sehr durchmischt besetzte Parfumerie Abteilungen in Kaufhäusern. Wenngleich man auch da zu dem Schluß kommen muß, daß die Nische nicht 100%ig besetzt ist. Jedenfalls nicht, wenn man den Maßstab von Sephora und Ulta als Nulllinie heranzieht.

    Auch ich glaube, daß ein Markt dafür hier in Deutschland durchaus vorhanden wäre. Wenn auch vielleicht nicht so ausgeprägt wie in den USA. Tatsächlich gab es hier in Regensburg früher mal eine Parfumerie, die in diese Richtung tendiert hat. In bester Lage sogar, mitten in der Stadt. Das Interieur war ziemlich angestaubt, die Chefin alt (jenseits des klassischen Rentenalters), aber absolut makeupverrückt und immer bestens geschminkt. Und mit bestens meine ich nicht das stereotype „die schönste Version von Dir selbst“, sondern eher so Iris Apfel – nur eben in ihrem persönlichen eigenen Stil. Und genau diesen makeupverrückten Spirit konnte man dort auch spüren! Es gab neben ALLEN High End Stammmarken auch einige Nischen- bzw. einfach etwas seltenere Marken. Dianne Brill beispielsweise. Das Personal war gut ausgebildet, freundlich, aber nicht aufdringlich, und die Kunden waren absolut gemischt. Ältere Damen mit Fuchspelz um die Schultern gingen kurz mal rein um sich eine der sprichwörtlichen 500EUR Cremes zu kaufen, und jüngere Frauen, teilweise auch Schülerinnen, standen stundenlang drin und patschten in bunten Lidschatten herum. Auch auffallend viele Männer verkehrten dort, erinnere ich mich. Viel mehr als beispielsweise jetzt bei Douglas. Das ist aber viele Jahre her. Die Inhaberhin starb irgendwann ganz plötzlich (zweifellos bestens gestylt), und die neuen Eigentümer machten in Null Komma Nix einen Douglas-Klon aus dem Laden. Nur teuerer.

    Wobei ich glaube, daß auch im Bestand der derzeitigen, deutschen Drogerie- und Parfumerielandschaft schon viel, SEHR VIEL, gewonnen wäre, wenn es eine grundlegend andere Geisteshaltung beim Personal gäbe. Also sowohl in Bezug darauf was für Leute überhaupt eigestellt werden, als auch beim Verkaufspersonal selber. Denn auch wenn es ein alter Hut ist – DEUTSCHLAND IST UND BLEIBT EINE SERVICEWÜSTE! Wenn ich das mit anderen Ländern vergleiche … treibts mir echt die Tränen in die Augen. Und damit meine ich ausdrücklich nicht, daß unsere Verkäufer hier mehr Freundlichkeitsschulungen bräuchten. Sie bräuchten schlicht eine andere Einstellung zu ihrer Kundschaft. Ich bin fest überzeugt, daß man in anderen Ländern einfach eine positivere Einstellung zu – naja, einfach anderen Menschen hat. Denn daß Verkaufspersonal anderswo freundlich und entgegenkommend ist, in Deutschland aber pampig, aufgesetzt und mit auswendig gelernten Freundlichkeitsphrasen daherkommt, das kann nicht nur an vielen oder wenigen Schulungen liegen. Das MUSS für mein Dafürhalten auch einfach an der grundsätzlichen Einstellung liegen. Auch dieser unerklärliche und absolut lächerliche Dünkel, den manche Douglas-Mitarbeiter zu haben scheinen… Der ist ja so paradox, daß man sich beinah darüber totlachen könnte, wenns nicht so ärgerlich und anmaßend wäre. Deutschland bräuchte ganz grundsätzlich einfach eine menschenfreundlichere Kultur im Dienstleistungssektor. Das ist jedoch ein generelles Problem, das sich meiner Meinung nach über ganz viele Branchen erstreckt. Daß das Personal von all dem abgesehen tatsächlich auch fachlich oft SO GUT ausgebildet ist, daß sie einem mit der gleichen Ausblildung auch Insektenvernichtungsmittel verkaufen könnten, das ist freilich unzweifelhaft, und logischerweise nicht deren Schuld, sondern halt der jeweilige Konzernpolitik.

    Ein wichtiger und schlüssiger Punkt, den Du ansprichst, und den ich für absolut zutreffend halte, auch wenn ich ihn selber noch nicht so bedacht hatte, sind diese Wechselwirkungen zwischen scheiß Angebot und scheiß Nachfrage. Ist ja irgendwo naheliegend, daß Generationen von Frauen in Deutschland, für die Douglas das alleinige Nonplusultra in Bezug auf Kosmetikksonsum war, sich daran anpassen und danach ausrichten. Einfach weil das viele Jahre lang DER HORIZONT war, und dieser sich erst jetzt durch das Internet langsam erweitert.

    Was seitens der Kunden natürlich auch ein Problem ist: daß Nix was kosten darf… Ich weiß, ich rede mich da leicht, trotzdem bin ich so frei das anzusprechen. Daß es Viele gibt, die sich tatsächlich keine etwas teuereren oder richtig teuere Kosmetika leisten können, auch nicht mal ausnahmsweise, weil sie aus welchen Gründen auch immer einfach sehr wenig Geld zur Verfügung haben, das steht außer Frage, und darauf beziehe ich mich auch ausdrücklich nicht! Tatsache ist aber auch, die deutschen Konsumenten haben im europa- und auch weltweiten Vergleich im Durchschnitt gut Geld zur Verfügung – knausern aber an allen Ecken und Enden. Und zwar nicht etwa weil sie sparsam wären, sondern weil sie vielfach einfach geizig sind. Eklatanter, ja sogar moralisch fragwürdig ist diese Haltung zwar in anderen Bereichen des Konsums (v.a. bei Lebensmitteln und Kleidung), sicher aber dennoch bis zu einem gewissen Grad auch auf den Kosmetiksektor übertragbar. Unmittelbar ist die Folge, daß man für geringeres Geld (klar, nicht immer, aber eben oftmals) geringer Qualität zu erwarten hat; mittelfristig verändert diese Haltung jedoch die komplette Angebotskultur in einem Land. Bzw. verhindert Veränderungen hin zu einer größeren Vielfalt. Nun ist das, was Du anprangerst, teilweise zwar sogar gerade die Nicht-Verfügbarkeit günstiger Marktsegmente, aber wenn in einem bestimmten Bereich allgemein nicht so viel Geld ausgegeben wird, bzw. der Hauptteil dessen wiederum im echt billigen Bereich, dann ist die Nachfrage halt auch schneller und einfacher befriedigt. Und etwaiger Lücken ist man sich in einem solchen Konsumklima, meine ich, sowohl seitens der Nachfrager als auch der Anbieter dann von vornherein weniger und schwieriger überhaupt bewußt. Ich glaube tatsächlich daß das so auf Kundenseite einen entscheidenden Punkt für diesen so extrem lamen Kosmetikmarkt hier in Deutschland darstellt. Wir kennen zwar nur ganz Wenig, wollen aber eigentlich auch gar nicht Mehr kennenlernen, weil wir eh nicht gewillt sind über den Billigsektor hinaus zu schauen oder gar Geld auszugeben.

    Meine – ganz persönliche – Idealvision von Kosmetikshopping: ein schön eingerichteter Laden für dekorative Kosmetik, Parfums und Pflege mit freundlichem, gut ausgebildetem Personal beiderlei Geschlechts, verschiedener Ethnien und Altersgruppen, in dem Indiemarken neben den etablierten (und auch neben seltener anzutreffenden) Highendmarken, und ja, vielleicht auch neben wirklich guten, ggf, ebenfalls selteneren Drogeriemarken stehen. UND – an das ein romantisches, verspieltes Café in der Art von Ladurée angeschlossen ist :cake:

    • Reply
      Nic 14. März 2015 at 18:49

      Toll be- und geschrieben! Lese Deinen Text und sage an vielen Stellen innerlich laut JA!

    • Reply
      Magi 14. März 2015 at 18:05

      Dank Deinem Kommentar erinnere ich mich an einen anderen Post von mir, in dem es um Beauty-Werbung im Fernsehen ging und da macht es auf einmal auch ein wenig Klick und der Kreis schließt sich. Werbe Spots (online wie TV) und auch Beauty Edits – all das, was diesen Horizont erweitern könnte, ist hier so eingefahren, dass es sich kaum ändern kann. Darum hatte ich die Spots damals auch so begrüßt, weil sie anders waren als die gefake-ten Maybelline Marktschreier-Clips.

      Wenn ich bedenke, wie sich DOUGLAS zum Beispiel auch im Douglas TV präsentierte, verstehe ich auch total, warum da keine Flammen in den Frauen auflodern. Das ist alles so instrumentalisiert und ich kann niemandem verdenken, der für null Effekt einen Mehrpreis ausgeben möchte.

      Was Du beschreibst, klingt sehr gut. Die Parfümerie und was aus ihr wurde, bezeichnet irgendwie total, was hier so abläuft. Und das mit der Mentalität wird wohl wirklich Bestandteil dessen sein. Grundsätzlich gelten die Deutschen ja als unzufrieden (je reicher eine Nation…) und das lässt sich natürlich super transportieren, um andere ebenso unzufrieden zurückzulassen :hypnotized: Wenn etwas gern aus Übersee hierher herüberschwappen darf, dann ist es die offene Freundlichkeit inkl. anderen etwas gönnen zu können.

  6. Reply
    Nina 14. März 2015 at 18:06

    Ich würde mich so sehr über einen Sephora in Deutschland freuen! Ich liebe zwar DM, aber Douglas meide ich wenn ich es vermeiden kann, aufgrund der oft schon angesprochenen Dougletten und ihren Blicken :D

    Ich bin zurzeit in England und da fällt es mir immer direkt auf, dass es öfter so ein Mittelding zwischen Drogerie und „schickeren“ Geschäften gibt. Z.B hat mein Boots hier auch einen Lancome, Smashbox, Benefit und Clinique Counter, direkt neben den Regalen von Rimmel, Revlon, Barry M, MAybelline usw. Diese Auswahl allgemein ist natürlich auch super interessant. An der Kasse stehen immer diese kleinen Probegrößen von Benefit, sowas würde ich auch in Deutschland begrüßen. Meinetwegen sogar im Douglas, wenn es nicht anders geht :D

    Und besonders deinen Punkt mit dem jungen (!!!), gut ausgebildetem (!!!!!!!!) Personal kann ich unterschreiben. Wenn es mich dann mal doch in einen Douglas verschlägt, und es tatsächlich so weit kommt, dass ich angesprochen werde und mir versucht wird zu helfen, fühle ich mich trotzdem oft nicht verstanden, weil die Person einfach keine Ahnung hat.
    Zum Beispiel mit der von dir beschriebenen Geschichte mit der dunkleren Foundation, weil man „ja viel gesünder aussieht!“.
    Mir fehlen bei sowas oft die Worte, ich weiß gar nicht wie ich darauf antworten soll. Da muss man ja bei 0 anfangen.. :D Dazu fehlt mir dann einfach die Lust und Energie, besonders wenn das Gegenüber auch felsenfest von sich überzeugt ist.

    An Marken würde ich mir vor allem Nars und Make Up For Ever wünschen…ich bin mir nicht sicher, aber konnte man Make Up For Ever nicht mal bei Müller bestellen?
    Vllt wäre Müller auch ein Anfang. Die haben ja auch verschiedene Marken, auch Catrice :)

    Ansonsten würde ich sagen, dass es vielleicht auch ein Kulturphänomen ist. Ich habe jetzt mehrere Male im Ausland gewohnt, dabei ist mir jedes Mal aufgefallen dass die Leute in England, Irland und zb den Niederlanden einfach viel mehr Makeup tragen, mehr sowohl von der Anzahl an Produkten im Gesicht (falsche Wimpern zb), als auch mehr Intensität. Man fühlt sich hier auch nicht komisch beobachtet, wenn man viel Makeup trägt :)
    Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich in Deutschland auf dem Land gewohnt habe, da wird man ja auch schief angeguckt wenn man mal 5 cm Absätze trägt. In den größeren Städten ist das aber bestimmt (hoffentlich!) anders :)
    Und wenn es wirklich eine kulturelle Sache ist, geht das natürlich nicht einfach von heute auf morgen. Kultur ändert man ja nicht schlagartig, das dauert eben. Aber wie du schon bemerkt hast, man macht kleine Schritte.

    Oh, was ich mir auch so gerne wünsche, wären diese herrlichen Angebote a la 3 for 2! Oder Rabatte. Das gibt es hier auch ständig :)

    Ansonsten ein super interessanter Beitrag, vielen DAnk!

    • Reply
      Magi 14. März 2015 at 18:18

      Boots ist natürlich auch ein schönes Beispiel. Das dürfte dann so mehr Ulta als Sephora sein, kann das sein? Ich habe halt noch nie einen ULTA gesehen. Ich muss zugeben, BOOTS hat mir etwas zu viel von diesem Pharmacy-Charm, ist so steril wie auch MÜLLER, darum wäre es zumindest für mich wirklich nur auf’s Sortiment und vielleicht auf die Personalausstattung ein Vorbild. Aber man nimmt, was man kriegen kann :-)

      Interessant wäre es mal zu erfahren, wie das in Skandinavien aussieht. Da ist das Schönheitsideal ja auch eher sehr natürlich bis no makeup. Ob sich das in einer extremeren Variante als in Deutschland spiegelt? Muss mal hin :-P Dennoch habe ich auch das Gefühl, dass es nicht das fehlende Interesse an schönem, intensiven Makeup ist, di ehier vorherrscht. Man hört halt oft „das kann ich selbst nicht“ und die Orte, an denen man das mit gutem Feeling ändern könnte,

      • Reply
        Andrea 23. März 2015 at 17:05

        Ich habe vor einer Weile eine zeitlang in Schweden gelebt. Es mag sein, dass sich da etwas geändert hat, aber vor ca 7. gab es außer vereinzelten KICKS Filialen keine Drogerien oder Parfümerien. Das hat mich sehr verwundert, weil ich es aus Deutschland ja so kannte. Vor allem weil die Stockholmerinnen immer sehr gut gestylt sind. Ich habe mal nachgefragt bei den Schweden selbst, denen war das Konzept eines Ladens ausschließlich für Kosmetik und Pflege gänzlich fremd. Man hat alles was man braucht einfach in der jeweiligen Ecke im H&M, Topshop, Urban Outfitters oder den Departmentstores wie Åhlens oder NK gekauft. Da gab es allerdings auch immer eine recht große Auswahl, bei H&M z.B. nicht nur die Eigenmarke. Meine Kicks-Filiale in STockholm war übrigens einergermaaßen groß und gut ausgestattet, es gab auch Accesoires. Natürlich ist da auch alles teurer als hier. Was mich interessieren würde ist, wie viel kaufen die Skandinavier im Internet ein. Ist der Onlinemarkt vielleich wegen des fehlenden vor Ort Angebots größer?

        LG

      • Reply
        Nadine 15. März 2015 at 01:22

        Ich war vor kurzem in Finnland und dort gibt es eine Ladenkette KICKS was wie ein kleiner Douglas ist. Es gibt ein paar High End Marken wie Bare Minerals, Dior, Lancome, Anastasia Beverly Hills, OPI, Shiseido wenn ich mich recht erinnere und dann eben auch Max Factor, Loreal, Lumene (finnische Marke), Mavala, Maybelline, Rimmel etc. Was mich aber besonders interessierte war der Make Up Store Counter was ja eine schwedische High End Marke ist und die KICKS Eigenmarke die oft 20% Rabatt Aktionen hat und sehr solide Produkte fast vergleichbar mit der Sephora Eigenmarke. Die Verkäuferinnen waren nach meiner Erfahrung sehr nett und eher zurückhaltend, wenn ich mich allein umschauen wollte war das kein Problem. Aber trotzdem war der Laden eher klein. Parfüm und Pflege gab es auch. Generell sind aber gerade bekannte Marken sehr teuer in Finnland oder Nischenmarken. Dior oder Bare Minerals 10€ teurer als in Deutschland oder Batiste Trockenschampoo für 7-8€. So viel zu meiner Finnland Erfahrung :)

        • Martina 17. März 2015 at 20:11

          :shock: Anastasia BH in Finnland? :-D
          Darf ich fragen wo? Konnte online leider nicht wirklich viel auf der Kicks Seite von Finnland finden und mag meinen Freund nicht wild durch die Stadt und Landkreis jagen :giggle:

        • Nadine 15. März 2015 at 08:45

          Ach und ich muss auch sagen dass ich in Finnland auch viele junge Frauen mit blauen Haaren oder dunkellilanen Lippenstift gesehen habe es gibt also auch so einige experimentierfreudige Damen :D Aber Mascara scheint riesig beliebt zu sein die Makeup Regale der Marken hatten unglaubliche Mengen auf Vorrat im Verhältnis.

        • Magi 15. März 2015 at 16:15

          Auf der KICKS Seite war ich kürzlich, weil die auch ne Super-Fluid Fondation haben und habe mich schon gefragt, wie der Laden wohl ist.

  7. Reply
    Bella Snow 14. März 2015 at 18:12

    Ohhhhhja ich kann deinen Post zu 100% unterschreiben! Eine bessere Auswahl an Marken wäre einfach toll. Und ich glaube wenn das Verhalten von Parfumerie Mitarbeiterinnen sich endlich mal grundlegend ändern würde und einige Punkte aus deinem schon vorgegebenen Konzept übernommen werden würden würde es schon besser laufen. (Sagt schon mal brav Danke liebe Firmen für so tolle Vorschläge!!!)

  8. Reply
    Sandra 14. März 2015 at 18:17

    Oh. Gott. JA. Unterschreib ich Dir so, und kann man das bitte als Unterschriftensammlung irgendwo hin schicken? An Sephora? An unsere Kanzlerin?

    Mir fehlt auch so ein Zwischending. Die Drogerien sind klein, eng, zum Teil ramschig, und oft ist die dekorative Kosmetik angegrabbelt – und das Personal kennt sich da oft nicht mit aus, schon so oft habe ich Fragen mitbekommen nach z.B. Eyeshadow Base, auf die dann die Antwort kam: „Sowas haben wir leider nicht.“

    In den Parfümerien fühle ich mich nicht wirklich wohl, zu viel Schickimicki-Volk da, und ich empfinde sie als einfach nur spießig und altbacken. Immerhin hat Douglas jetzt mal die Zoeva Pinsel vor Ort …

    Ich bestelle eigentlich fast nur Online, würde aber viel lieber im Laden kaufen, weil man da direkt swatchen und vergleichen kann, abwarten, ob die Foundation oxidiert oder nicht, wie dieses und jenes den von der Konsistenz her ist …

    Dann wieder so ein Ding, bei Makeup Revolution zum Beispiel habe ich den Eindruck, dass sie gerne expandieren würden, auch nach Deutschland, aber wo sollen die denn hin? Für Douglas nicht edel genug, die Drogerien haben keinen Platz – in den Edeka, wie Wet N Wild?! *kopfschüttel*

    Hm, Marken, die ich hier gerne sehen würde sind in der Tat MR außerdem Sleek, Kat Von D, Tarte, Rouge Bunny Rouge, Colourpop, Revlon, Milani, Coastal Scents … Ich hab da sicher noch etliche vergessen, hahah.

    Und, wo wir schon beim wünschen sind, BITTE das VOLLSTÄNDIGE Sortiment von Marken wie z.B. Maybelline. Ich weiß, daran können die Läden hier nichts, aber ich erblasse jedes Mal vor Neid, wenn ich sehe, wie viele Nuancen der Foundation es in den USA gibt, und vom „Löscher“ Concealer, von den Colour Tattoos … Ich hör jetzt auf zu schreiben, grad komm ich nämlich ziemlich in Rage. :devil:

    LG, Sandra

  9. Reply
    Caroline 14. März 2015 at 18:20

    Wunderbar geschrieben. Es gibt so viele spannende Marken, die im Ausland so erfolgreich sind. Warum sollte das in Deutschland anders sein? Ich glaube dadurch, dass der deutsche Kunde eben nur billig oder teuer angeboten bekommt hat er ja gar keine Chance andere Produkte auszuprobieren und anderes zu sehen. Wie soll ein Produkt nachgefragt werden, wenn der Kunde es gar nicht kennt (außer er hat sich vorher informiert). Schon oft habe ich mir Artikel oder Videos von tollen Produkten angeschaut und mich danach gefragt wo soll ich das kaufen? Oder wo kann ich das mal in Live anschauen und ausprobieren? Ich finde es so wahnsinnig schade, dass gerade der Platzhirsch Douglas sich nicht mal den Themen annimmt und endlich Marken unterbringt, die spannend sind. Die auch die Mittzwanziger aufwärts anspricht, ohne gleich in die „Oma“-Schiene zu fallen. Und, da muss ich dir absolut recht geben, ich wünsche mir auch endlich kompetente Verkäuferinnen/Visagistinnen die einem ehrlich beraten, mir unterschiedliche Produkte anbieten können und auch mal ehrlich sind wenn ein Produkt ihrer Meinung nichts taugt.

    Caroline

  10. Reply
    Nic 14. März 2015 at 18:27

    Am besten aufgehoben fühle ich mich derzeit nur bei Kryolan City in Hamburg und hin und wieder im Makeup Store in Berlin.
    Und ja, ich kann deinem Beitrag nur zustimmen.
    Es geht nicht allein um die fehlenden Marken, sondern eben auch um das spannende, aufregende Kauferlebnis. Verkäufer/innen die den eigenen Enthusiasmus teilen und noch mehr aus einem heraus kitzeln.
    Leider war ich bisher weder in Amerika noch in England… ich befürchte, dass ich mich hochgradig verschulde. Denn meine Makeups sind laut, schrill und unangepasst. Es gibt einiges, was ich mir natürlich beim Schminken zu Herzen nehme, z. B. verblenden, aber eben auch mein eigenes „Ding“ mache.
    Mir bleibt bisher auch nicht viel, ausser der online Handel. Bisher…
    Vielleicht tut sich endlich mal was am Beauty Markt… ?:-)

  11. Reply
    Leni83 14. März 2015 at 18:37

    Super Artikel! Danke Magi :yes:

  12. Reply
    Janine 14. März 2015 at 18:41

    Oh Gott Magie,
    ich bin da voll bei Dir! Die Auswahl bei uns treibt mir die Tränen in die Augen! LE’s kommen entweder gar nicht oder werden nicht aufgefüllt. Alles wirkt schmudelig und wird alle Jubeljahre aufgefüllt und die Produkte sind so lieblos und fantasielos. Mein Douglas hier ist unterirdisch und die Parfümerie verstaubt, denen bin ich nicht alt genug. Mir blutet hier einfach mein Beautyherz. :(

  13. Reply
    Anni 14. März 2015 at 18:46

    Ich kann deine Worte so hundertprozentig nachvollziehen und finde es gut, dass du einen solchen Post veröffentlichst.
    Ob Sephora allerdings die Lücke wird schließen können, wage ich nicht zu hoffen. Wie viele meiner „Vorschreiberinnen“ auch, denke ich, dass es doch eher an der Servicelandschaft in unserem Land liegt. Dies ist ja durchaus nicht nur im Parfümeriebereich, sondern in vielen anderen Dienstleistungsunternehmen zu finden. Dabei ist dies doch unser größter und am meisten boomender Wirtschaftssektor. Wenn dies nicht so bleiben soll, muss sich etwas ändern.
    Wenn die Absprache zwischen Douglas und Sephora aber tatsächlich stattgefunden hat, finde ich das rein kartellrechtlich doch auch sehr bedenklich. Der Markt sollte sich hier doch eigentlich selber regulieren. Und Douglas hat ja schon fast eine Monopolstellung. Ich bin da doch deutlich mehr für Marktregulierung durch Wettbewerb. Dann würden sich die teils unverschämten Preise auch wieder relativieren.
    Das Gefühl beim Betreten einer Douglasfiliale finde ich übrigens so abartig unangenehm. Häufig wird man dann ja doch positiv von den Mitarbeiterinnen überrascht, aber so oft, muss man ja fast um Bedienung betteln. Noch besser, wenn einem „unauffällig“ der Sicherheitstyp folgt!!! Das trägt natürlich sehr zum Wohlempfinden bei – nicht! Und ich glaube von mir behaupten zu können, dass ich nicht aussehe, als würde ich den Laden im nächsten Moment ausräumen wollen.
    Ich hoffe, dass sich durch die zahlreichen Meinungen hier etwas ändern kann.

    • Reply
      Magi 14. März 2015 at 19:31

      IIch habe mich auch immer gefragt, ob und wie so etwas vom Kartellamt abgesegnet sein kann. Da es ja schon ne Weile her ist, ist’s eventuell nicht zuständig gewesen? Oder es wurde übersehen? Naja, da es ja nicht offiziell ist, werden wir es wohl nie erfahren. Wenn SEPHORA hier nicht „lief“, wird’s vielleicht ja auch nur ein Aspekt gewesen sein.

      Wobei die Preise ja scheinbar doch sehr stark von den Marken selbst durchgedrückt werden, aber da fehlt dann eben auch Druck, denke ich.

  14. Reply
    teddyelfe 14. März 2015 at 19:02

    Ach Magi, du sprichst mir aus dem Herzen.
    Sephora ist einfach ein Wunderland für mich, dort einzukaufen war regelrecht ein Erlebnis als ich die Chance dazu hatte, denn bislang war ich eben den deutschen Douglas gewöhnt… an dem ich leider immer wieder kein allzu gutes Haar lassen kann. Man fühlt sich dort eben einfach nicht wohl, entweder wird man umschwärmt (fast schon, als ob kontrolliert wird, dass man nichts mitgehen lässt) oder ignoriert von den Verkäuferinnen. Und so richtig Ahnung haben die leider eben auch nicht – ‚Lidschattenbase brauchen Sie doch nicht‘.
    Ein toller Post. Ich hoffe, dass im erzkonservativen Deutschland endlich mal umgedacht wird. Es kann doch nicht sein, dass wir mit einer solchen Meinung allein sind?!

  15. Reply
    Marina 14. März 2015 at 19:04

    100%ige Zustimmung.

    Ich persönlich habe hier noch einen Brief von der Geschäftsleitung von Douglas liegen (wo der Douglasschriftzug in Gold eingelassen ist, richtig edel!!) wo ich mich über die fehlende Freundlichkeit und das Herabstuften von potentiellen Käufern geht.
    In 5 Jahren hat sich beim MAC Counter im Douglas in Dortmund NICHTS geändert. Letztens habe ich einfach selber die Schubladen geöffnet und meine Produkte rausgesucht, unter strengen Blicken der Security.
    Jedenfalls hat sich der Geschäftsführer entschuldigt, sagte es würde sich bessern, hat mir nen riesigen Blumenstrauß geschickt und in meiner Stammfiliale durfte ich mir einen Präsentkorb abholen.
    Ich habe ihm in dem Brief offen gesagt, dass es mich ankotzt nicht beachtet zu werden, wenn man nach der Uni in bequemen Klamotten und UNGESCHMINKT zum Counter geht, weil man ja das MakeUp testen will. Außerdem bekommt man bei einem Filialkauf wenn man Glück hat 1 Pröbchen vom Alien Parfüm oder irgendeinem anderen „trendigen Duft“ und das wars. Online kann ich immer einen 5 Euro Gutschein und 2389723 Pröbchen-Gutscheine (DANKE FRAU SHOPPING!) einlösen, und daheim empfangen und auspacken. (Ich finde diese Douglas Tüten übrigens doof, da wurde mir mal was draus geklaut in der Innenstadt… und selbst wenn man sagt man will sie nicht, bekommt man sie doch!)

    An dem Tag wo ich mir die Proukte einfach aus den Schubladen nahm, stand an der Kasse eine weitere Kundin die kein Deutsch sprach und hatte ihren Sohn dabei. Aus irgendwelchen Gründen musste ich die Kasse wechseln und mich quasi vor die Kundin drängeln. Ihr Sohn stand quasi neben mir und konnte sehen wie ich meinen PIN in das Kartenlesegerät eintippte. Das gefiel der Douglette nicht und sie sagte bissig „Nehmen Sie ihren Sohn da weg!! Haben Sie keine Manieren???“ daraufhin fragte die Frau „Are you talking to me?“ und die Douglette „No its ok“…. habe dann natürlich im perfekten Englisch die Kundin aufgeklärt, die hat ihre Produkte auf die Theke geschmissen und ist abgezogen. Die Douglette hats nicht verstanden – konnte wohl kein Englisch….

  16. Reply
    Sterndli98 14. März 2015 at 19:15

    Ich weiss so was du meinst. Aber ich muss dir auch noch etwas sagen bezüglich Nars. In der Schweiz hat ja in Zürich ein NARS Counter aufgemacht, jetzt habe ich Ende Dezember dort eine Nars Sheer Glow vorbestellt in meiner Farbe, die ist immernoch nicht gekommen, so wird es nix mit Nars in der Schweiz. Und dass immernoch nicht geliefert wurde weiss ich weil die Countermanagerin eine sehr gute Kollegin von mir geworden ist.

    • Reply
      Karrie 14. März 2015 at 19:59

      Wenn das nicht klappt, dann bestellt man besser gleich online… macht auch keinen Sinn.

    • Reply
      Magi 14. März 2015 at 19:24

      Solche Liefergeschichten waren es wohl einst auch, warum URBAN DECAY bei Douglas „rausgeflogen“ war. Vielleicht hatte NARS ja ähnlich agiert und sie waren es nicht selbst, die sich zurückziehen wollten sondern keiner wollte mit ihnen kooperieren. Diese Option wirft ein völlig neues Bild auf die Story damals… Ist natürlich nur Spekulation, wäre aber gar nicht so abwegig.

  17. Reply
    Krissii 14. März 2015 at 19:24

    Magi wie wärs wenn wir eine neue Kette gründen und die dann als erfahrene Makeupprofis perfekt machen :’D :’D

    • Reply
      Magi 14. März 2015 at 19:32

      Ohne Witz, ich denke schon die ganze Zeit, wie wie irgendwas selbst in die Hand nehmen könnten. Vielleicht nicht direkt ne Kette, aber halt irgendwas, um auch offline mehr Fun zu haben.

      • Reply
        Conny 15. März 2015 at 03:19

        Crowdfunding für ein neues kleines entsprechendes Unternehmen in einer deutschen Großstadt?! ;)
        Expandieren kann man später immer noch, wenns läuft :D
        Wäre so der Hammer wenn eine Community sowas leisten könnte.

      • Reply
        Gwen 14. März 2015 at 23:23

        Das wäre ja der totale Knaller!
        Toller Post von dir. Ich war leider noch nie in einem Sephora, daher weiss ich nicht wie toll sie sind. Ich selbst bestelle sehr ungern „blind“ und würde mir vieles gern mal vor Ort ansehen.

        In London gibt es ja den einen oder anderen großen Boots, da könnte ich mich dann ewig drin aufhalten, meisten sind die großen Filialen nämlich sehr ordentlich und gut mit Marken und Mitarbeitern ausgestattet. Der eine oder andere kleine Boots ist aber leider vor allem bei der (Drogerie) Kosmetik auch mal grabbelig und eher ramschig.

        Wie gut der Servicegedanken dort gelebt wird ist mir in UK mehrmals aufgefallen – eigentlich fast überall wo es es um Service und Dienstleitung ging. Dass, dies so gut funktioniert ist aber sicher auch der Strukturierung geschuldet – zumindest in den Drogerien.
        Allein die Menge an gleichzeitig im Laden zur Verfügung stehenden Personal sowie ganz konkrete Aufgabenteilung sorgt dafür, dass der Service in der Form stattfinden kann.

        Beispiel großer Boots Oxfordstreet: quasi fast pro Gang! – ein Mitarbeiter zur Verfügung, der auch aktiv fragt ob er weiter helfen kann – ein anderer Mitarbeiter der Waren auffüllt (und nur das) – dazu noch das Kassensystem – finde ich in UK sowieso besser… das „1 Schlange zum Anstehen Prinzip“ anstatt – 10 Kassen wo geht es schneller (mein Vater hat nicht nur einmal entnervt einen Laden wieder verlassen)

        Selfrigdes im Vergleich (kann man das vielleicht mit Sephora vergleichen?) ist ja von der Vielfalt der Marken dann ein echtes Paradies… überfordert mich aber auch – da einfach so viel dabei ist was man (ich) nicht kenne. Ich spüre teilweise in mir auch das schüchterne Douglas Prinzip, gerade bei hochpreisigen Marken – aber ich bin sowohl bei Charlotte Tilbury als auch bei Illamasqua so nett, geduldig und ausführlich beraten worden – der Wahnsinn. Und ich war beide Male nicht top gestylt. Bei Illamasqua war ich besonders beeindruckt, da wirklich jede/r einzelne MUA am Counter einfach perfekt geschminkt war. Nicht zu hell nicht zu dunkel, viele auch individuell und ausgefallen aber einfach richtig richtig gut gemacht. Das Erlebnis am dortigen Counter hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt.

        Die Einstellung zum Kunden ja – da habe ich noch ein schönes deutsches negativ Beispiel – den Kiko Counter in Frankfurt. Online schaue ich mir Kiko gerne an, bei Reviews finde ich die Artikel spannend. Hier im Store ist auch ausreichend Personal da – diese Voraussetzung für guten Service ist also vorhanden – dennoch ist die Präsentation der Ware oft ramisch – Tester nicht benutzbar weil leer oder ungespitzt. Ich habe einmal die beiden sich an der Kasse unterhaltenden schwatzenden (sowieso ein Unding) Mitarbeiterinnen angesprochen – ob sie den Tester nicht anspitzen könnten – woraufhin die eine erwiderte sie hätten an den Spiegeln einen Spitzer das könnte ich ja selbst tun! Danach hat sie ihrer Kollegin weiter von ihrem Mega Wochenende berichtet. Da blieb mir wirklich die Spucke weg – in einem Laden wo doch soviel nicht zu tun ist – sich so zu verhalten– boah. (Ich arbeite selbst im Handel und kann mir daher erlauben den Arbeitsaufwand einschätzen zu können).

        Um zurück zu deinem Artikel zu kommen, ich bin jedenfalls ganz deiner Meinung, dass der deutschen Beautylandschaft eine Veränderung ganz sicher gut tun würde. Und wenn wir da irgendwie einen Beitrag leisten könnten wäre das doch wirklich genial.

        • Magi 15. März 2015 at 16:21

          Ganz unbeabsichtigt vermittelt der Post einem ja schon ein bisschen, SEPHORA sei perfekt und ausnahmslos toll. Das finde ich dann natürlich nicht. Ich würde sogar sagen, dass sowohl BOOTS und erst recht SELFRIDGES in diversen Punkten besser sind. Ich mag SEPHORA insofern lieber als BOOTS; weil es wirklich auf das konzentriert ist, was ich mag – keine Drogerie und keine Apotheke drin und dabei vom Styling eher mein Fall. So stylish wie SELFRIDGES aber nicht. Und auch hat da nicht jede Marke ihren „Abgesandten“. Das können sich nun einmal nur solche Kaufhäuser leisten, weil entsprechend Umsatz zusammenkommt. SELFRIDGES ist schon mega-cool, aber ich finde – mal abgesehen vom Mangel an Lieblingsmarken – ist es nicht anders als KaDeWe, Alsterhaus etc.

          Und dennoch wäre das SEPHORA-Prinzip eine enorme Steigerung zu den hiesigen „Zuständen“.

  18. Reply
    Charline 14. März 2015 at 19:25

    AMEN!!!! Magi Du sprichst mir aus der Seele! :yes:

    Von den seltsamen Blicken der Verkäuferinnen im Douglas bis zu dem immergleichen Schnarchprodukten und -marken. Es kommt irgendwie kein frisches Blut rein. Alle machen den gleichen Einheitsbrei, bloß nicht auffallen, bloß nichts Neues wagen. Und das manche Marke Deutschland wieder verlässt, liegt meiner Meinung nach auch zu großen Teilen an falschem „Marketing“. Werbung ist alles und wenn Person XYZ nichts von der Marke weiß, wird sie diese auch nicht kaufen. Ich hoffe man versteht was ich sagen will…

    Auch das Fashion Bloggerinnen Beauty Blogs von Parfümerien oder dergleichen schreiben sehe ich eher mit gemischten Gefühlen. Klar, die schminken sich auch und das auch meist recht gut, aber doch eher in immer dem gleichen Muster. Deren Augenmerk liegt halt doch eher woanders. Vielleicht sollte man da eher mischen, mehrere Bloggerinnen ins Boot holen um einen weiter gefächerten Bereich und Interessen abzudecken.

    • Reply
      Magi 14. März 2015 at 19:36

      Dass sich Prestige Brands Fashion Blogger als Testimonals suchen, finde ich absolut nachvollziehbar. Dass es ein Shop tut, der nun einmal ein gemischtes Angebot hat, dann tatsächlich weniger. Ich finde es zwar wichtig, dass nicht nur typische Beauty Blogger so etwas befüllen, weil es sehr einseitig und doch eben „nischig“ ist, aber komplett ohne führt es irgendwie eine Linie fort, die dieses altbackene, nur halbkompetente fortführt. Das Ziel des Blogs dürfte aber nicht wirklich Aufklärung und Hilfestellung sondern SEO und Image-Pflege sein, daher naja…

  19. Reply
    Rea 14. März 2015 at 19:38

    Sei froh, dass dir der Sicherheitstyp nur unauffällig folgt – im KIKO im Limbecker Platz hat sich einer der Sicherheitsmänner schon an Beratung versucht *lol* (Und ja, es war definitiv der Sicherheitsmann und kein normaler Verkäufer :D)

    Die Atmosphäre im Pieper in selbigem Einkaufszentrum finde ich übrigens extrem angenehm. Leider ist’s auch dort die Markenauswahl, die mich sehr unbefriedigt zurücklässt. Für Chanel und Co. bin ich dann doch zu arm – aber mehr als essence und Co. erlaubt das Budget oft doch. Hm.

    Ich frage mich aber, ob die „Kultmarken“ aus den USA hier so erfolgreich wären – zum einen müsste man den Damen hier erst mal vermitteln, dass es Kultmarken sind (und woraus soll der Kult eigentlich bestehen?), denn in Deutschland hat Schminke auch kein besonders gutes Image. Es steht dann doch eher für Oberflächlichkeit und Arroganz… (Zumindest mal bei den Menschen, mit denen ich täglich zu tun habe – niemand von denen hält Schminke für ein Mittel, sich auszudrücken, oder gar Entspannung o.Ä.)
    Von daher finde ich die Farbauswahl bei Foundations und sowas tatsächlich wesentlich unverständlicher als die Marken- und Ladenauswahl in D.

    Bei KIKO fühle ich mich aber tatsächlich recht wohl – zumindest, wenn keine aufdringlichen Damen im Laden sind. :D Die Farbauswahl, überall genügend Abschmink- und Testkram… joa, könnte gerne überall so sein. Wenn die jetzt noch lernen, dass viel Makeup im Gesicht nicht unbedingt gutes Makeup ist, wäre da auch noch eine Baustelle behoben… :D (Sich das Zeug ins Gesicht zu klatschen, nur um des ins Gesicht klatschens willen, hat man ja auch nichts erreicht…)

    • Reply
      Jenny 15. März 2015 at 01:39

      oh mein Gott :’D das mit dem securitymann hab ich im Limbecker auch schon mitbekommen. Ich dachte ich hör und seh nicht recht

      • Reply
        Rea 15. März 2015 at 13:23

        Jaa, heftig, ne? Ich finds ja an sich cool, dass die sich auch ein bisschen einschalten – ich mein, der Typ kann ja schlecht den ganzen Tag voll unauffällig in der Ecke stehen – aber dann hätten sie ihn doch irgendwie besser verkleiden sollen, damit er eben nicht so aus der Rolle fällt… :D

    • Reply
      Magi 14. März 2015 at 20:11

      „Kultmarke“ ist ja eh so ein abgegrabbeltes Wort, das gerade Läden wie Douglas so inflationär gebraucht, dass es keine Wert hat. Es ist ja nur eine Sparte, die abgedeckt werden könnte. Ich denke auch, es wäre nicht einfach zu etablieren, aber das wäre eben auch eine Investition. Schneller Erfolg und Profit sieht sicherlich anders aus. Da müsste schon an der Spitze Leidenschaft dabei sein.

      • Reply
        Rea 15. März 2015 at 13:23

        Auf jeden Fall. Der Geiz liegt sicherlich nicht nur auf der Konsumentenseite als Problem auf der Waage :) Fürchte nur, gerade Leidenschaft ist in Deutschland sehr schwer zu finden – hier herrscht ja eh eine Kultur der Missgunst für jeden, der sich nicht bedingungslos dem System ergibt und traditionell über jeden Montag jammert. ;D

  20. Reply
    Karrie 14. März 2015 at 19:40

    Lustig, ich habe gerade auch wieder über das Thema nachgedacht (für einen kommenden Post auf dem Blog). Müller ist für mich noch ein gutes Mittelding aus Parfümerie und Drogerie. Vor allem kann man da in Ruhe schauen ohne dass sich Verkäuferinnen aufdrängen. Ich hasse es wenn sie die ganze Zeit neben mir stehen während ich versuche Farben zu swatchen und zu vergleichen :-D Es ist aber ein Laden der mich nicht so zum Kauf anregt… wie du schon sagst, keine schöne Atmosphäre.
    Aber bei Müller fehlen die attraktiven Aktionen, Goodies usw. (in Österreich ist Müller so teuer wie Parfümerien). Ein Sephora wäre auch mein Traum! Wobei ich Douglas an sich schon nicht schlecht finde, aber die meisten Läden sind sehr klein und haben nicht alles was es auch im Online-Shop gibt, sodass man sich die Sachen wieder nicht ansehen kann. Neulich wollte ich mir den GHD Föhn anschauen und die wussten nicht was GHD ist! Immerhin haben sie mir dafür einen Gutschein für den OS in die Hände gedrückt :D
    Die unfähigen Verkäuferinnen gehen mir oft auf die Nerven, nur Nischenparfümerien die eher auf gut betuchte Kunden ausgerichtet sind haben einen guten Service. Mein Freund meint dann meistens scherzhaft die sollen mal bei mir in Schulung gehen :-D

    Anderes Thema: Weißt du wieso NARS damals ging? Hat es sich nicht verkauft?

    • Reply
      Magi 14. März 2015 at 20:06

      Nein, keine Ahnung. Ich glaube, das hätten sie auch nie kommuniziert.

  21. Reply
    Jenny 14. März 2015 at 19:45

    Ach ja, jedesmal wenn ich sehe was in Amerika beautytechnisch geht, erblasse ich ein bisschen vor Neid. Wir hinken wirklich sehr hinterher, alleine schon beim Service. Ich HASSE HASSE HASSE es, wenn ich bei Douglas bin und erstmal die Prüfung, ob ich einer Begrüßung oder gar Beratung würdig bin.
    Wie oft bin ich durch die Filiale gelaufen und habe einer der Dougletten gesucht oder gefragt und bin dann angepisst gegangen, weil man von obenherab behandelt wurde oder eben unsichtbar für die Damen war.

    Und ich muss dir auch Recht geben, viele der Verkäuferinnen sind wirklich sowas von old school. Sie sind soooo unfassbar schlecht geschminkt, dass ich mich von denen wirklich nicht beraten lassen möchte.

    Thema Goodies, Proben etc. auch hier können wir uns viel bei den Amis abgucken. Hier bekommt man sehr selten was und wenn, dann Dinge die keiner brauch.

    Am Ende des Tages, gebe ich dir in allen Punkten Recht. Außer bei Helena Rubinstein :D die hat „meine“ Maskara ohne die, ohne mich ;)

    Viele Grüße
    Jenny

  22. Reply
    berit 14. März 2015 at 19:54

    Deinen Artikel kann ich so nur unterschreiben, aber wieso soll dein Personal unbedingt jung sein? Solange man mit Leidenschaft bei der Arbeit ist und die von Paphio beschriebene Freude am Service mitbringt, ist es doch boogie ob jmd 16 oder 60 ist. Das wäre doch nur von Vorteil wenn Menschen verschiedensten Alters eingestellt werden, weil es eben den älteren Damen und Herren vielleicht auch die Scheu nimmt die perfekte Parfümerie zu betreten ;)

    • Reply
      Rea 14. März 2015 at 19:58

      Das sehe ich genauso – gerne Personen jeden Alters – die bringen doch auch gleich ganz andere Erfahrungen mit sich und ihrem Körper und dem besten Makeup dafür mit…

    • Reply
      Magi 14. März 2015 at 19:58

      Ich zitiere einfach mal mich selbst, falls Du’s übersehen hast

      Was würde also so ein auf mich zugeschnittener Shop erfüllen

      Ansonsten kann man ja auch „jung“ so oder so interpretieren. Lass es „junggeblieben“ sein. Ich halte die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es so viele solcher Exoten wie in Paphios Geschichte bei uns gibt, für sehr, sehr gering. Nicht zuletzt war es keine Angestellte sondern die Besitzerin. Ob Exzentriker eine Karriere in der Branche über so viele Jahre ertragen, kann ich mir kaum vorstellen. Würden dann vermutlich Quereinsteiger sein. Ich kenne zwar durchaus kompetente und freundliche Verkäuferin jenseits der 50, aber keine davon hätte Bock auf „Statement Cheeks“ oder roten Blocklidschatten. Die wären doch bis heute eingegangen vor Langeweile.

  23. Reply
    Marleen 14. März 2015 at 20:18

    Ich bin eigentlich eine stille Leserin deines Blogs, aber zu diesem Thema habe auch ich mal was zu sagen.
    In den meisten Douglas-Filialen wird man als junge Frau (ich bin 22) meist wie ein Teenager behandelt, der sich ein Markenprodukt über 30€ wohl niemals leisten können wird, was mich persönlich auch oft davon abhält, ein Produkt zu kaufen, obwohl es mich wirklich interessiert und ich durchaus in der Lage bin, diese Summe zu zahlen. So etwas wie Sephora, wo man als Interessierte gesehen wird und nicht nur in eine Schublade gesteckt wird fehlt hier völlig und auch die Möglichkeit, andere Marken über das Internet auch bei uns in Deutschland beziehen zu können ist für mich keine permanente Alternative, da ich wissen möchte, was ich da kaufe, wie die Farbe in Realität aussieht und ob mir der Auftrag/die Textur gefällt.
    Ich glaube auch, dass es immer mehr Menschen gibt, die mit MakeUp mehr rumprobieren und „spielen“ wollen, was aber kaum möglich ist, wenn dann nur markenbezogen wie du schon sagtest bei MAC und Benefit.
    Du hast durch diesen Beitrag vielen Lesern und auch „Offline-Nutzerinnen“ aus der Seele gesprochen denke ich und dafür möchte ich dir danken, denn eine so magere Marken-& Produktvielfalt wie hier in Deutschland habe ich bis dato wirklich in keinem anderen europäischen Land so beocbachten können.

  24. Reply
    Anonymiss 14. März 2015 at 20:27

    Unrecht hast du natürlich absolut nicht. Leider wird sich das nicht so schnell ändern, wie man sich das wünscht. Das beste Beispiel ist doch der Bedarf hellen Foundationnuancen – man wird von Firmen und Marken konsequent ignoriert, als gäbe es keine Menschen, die heller sind als NC/NW 25 -.-
    Der Wandel von Douglas, liegt meiner Meinung nach daran, dass die Firma jetzt in amerikanischer Hand ist und sie nach und nach versuchen die Marken einzuführen, die es in den USA an jeder Ecke gibt.
    Schade, dass das Kundenziel nicht neu überdacht wird – aber so ist das, bei 80Mio Einwohnern sind weniger junge Leute, als in Amerika.

    Aber ja, du hast vollkommen Recht. Es bleibt einem nichts übrig – mangelhafte Beratung bei dm, die einem nicht sagt: eeh die Foundation würde ich nicht unbedingt kaufen, es sei denn, du willst ein Oompa Loompa sein und Dougletten, die einen entweder ignorieren, oder einfach das Falsche (und das Teuerste vom Teuersten) aufquatschen, weil sie Verkäufer sind.
    Ich erinnere mich an mein 19-jähriges ich, suchend nach einer Augencreme. Da wollte mir die gute Dame ein anti-aging Gel von Anayake für 120 Euro andrehen. Danke für nichts aber auch!

  25. Reply
    Blush & Sugar 14. März 2015 at 20:34

    Toller Beitrag. Bin da gedanklich voll und ganz mit dir :yes:

    Ich bin regelmäßig in Strasbourg und Sephora steht natürlich immer auf meiner Tourliste, egal was ich alles zu tun habe. Ich fühle mich im Laden wohl und auch willkommen. Ich habe schon oft erlebt, dass ich vor der NARS oder auch Urban Decay Theke mit anderen Mädels ins Gespräch über die Produkte kam. Oftmals hat sich auch ein oder gar zwei Verkäuferinnen eingeklingt. Das ginge war auf einer super netten Basis, in der jede das Gefühl hatte „du bist willkommen, du hast eine Meinung, wie sind alle gleich“. Sowas habe ich bei Douglas noch nie erlebt, egal in welcher Stadt.

    In Douglas gehe ich im Grunde nur noch rein, wenn ich weiß was ich will. Ich geh direkt zum Regal, zur Kasse und dann raus. Müller gleiches Schema. Ist man nicht genug „High End“ kann man auf Beratung lange warten. Und wenn man mal eine Verkäuferin anspricht und eine kurze Frage hat, wird man erstmal von oben nach unten abgecheckt. Und das ich mich vor einem Douglasbesuch erstmal so zurecht mache, als ob ich einen Auftritt auf dem Red Carpet in Hollywood hätte….Sorry, aber sowas hab ich echt nicht nötig :smug:

    Was die Markenauswahl ausgeht, finde ich auch, dass wieder etwas mehr Schwung reinkommen könnte. Marken wie Tarte, Charlotte Tilbury oder Marc Jacobs könnten mal frischen Wind in die Läden bringen. YSL, Estee lauder und Co. sind natürlich schön und gut als klassische Marken, die ich nirgends fehlen sollten, aber mal was frisches internationales würde die Beautyrange deutlich aufwerten.

    Hach, ein Thema worüber ich stundenlang philosophieren könnte, da ich erst vor ein paar Tagen auch ähnliche Gedankengänge wie du hatte :nerd:

  26. Reply
    Anika 14. März 2015 at 20:59

    Also ich sehe es auch ganz ganz ähnlich. Leider hängt Deutschland bei manchen Sachen immer sehr hinter her, was ich absolut schade finde.
    Die Auswahl wächst ja momentan stetig, gerade bei Douglas gibt es immer mehr Marken die man Online bestellen kann.
    Ich habe mittlerweile gar keine Probleme damit, mich beraten zu lassen, und habe keine Angst was andere denken (in diesem Fall die Verkäufer).
    Liegt aber auch vllt. daran das ich selbst Verkäuferin bin.
    Ich glaube das manche Mädels einfach mit einem zu schlechten Gefühl an die Counter gehen, oder viel zu viel in Dinge hinein interpretieren.
    Wenn man natürlich wirklich herablassend „beraten“ wird, empfehle ich jeden einfach sich zu beschweren & zwar nicht auf Blogs, Foren oder auch auf YT, sondern bei der Firma bzw. der Filiale, denn nur so kann man etwas verändern.
    Ist einfach so…
    Mir würde es aber auch sehr gefallen, hier vor Ort einen Sephora zu haben, einfach um dort Marken kennen zu lernen und sich eher anzuschauen als Online.

  27. Reply
    Weny 14. März 2015 at 21:09

    Liebe Magi,
    du sprichst mir aus dem Herzen! Der deutsche Beautymarkt ist doch ein Witz! Als Schülerin fühle ich mich im Douglas unglaublich unwohl. Wenn ich da an den amerikanischen Sephora denke! :shock: :shock:

  28. Reply
    Mercury 14. März 2015 at 21:51

    Ich habe mir nie Gedanken darum gemacht, dass es auch etwas anderes als „mach deinen scheiß alleine!“-drogerie und „was wollen SIE denn hier?“-parfümerie geben könnte. Der einzige Laden dazwischen ist der örtliche Naturkosmetikladen, wo Freundlichkeit, Vertrautheit und großes Wissen aufeinander treffen.
    Aber wenn man so bedenkt, warum gibts das nur in dem Laden? Ich habe schon öfter an einem Drogeriecounter ratlose Leute stehen sehen. Und welche, die ratlos ihre Begleitung fragen, die aber auch nicht weiter wusste. Meine Aktivierungsbarriere ist aber zu hoch, um dann etwas dazu zu sagen. Ein „sie sind ein herbsttyp, wie wärs mit kupfer?“ bekam ich nicht raus. Genau da hätte man im naturkosmetikladen sofort unterstützung bekommen.

    Ich war im Sephora Groningen und kann trotzdem nicht nachvollziehen, was da so anders und toll sein soll. Die Preise waren so hoch wie bei Douglas, das Licht war derbst beschissen (so dunkel!), die kosmetik war irgendwie auch in einem Durchgangsbereich und eine Beratung habe ich nicht ausmachen können. Es wirkte kalt, laut, dunkel und man hätte mit allem vor die tür gemusst zum swatchen. Vielleicht war der Laden sehr unglücklich, aber bevor ich da nochmal rein gehe, gehts für mich dann doch lieber zu dem Douglas, wo die Verkäuferinnen rote Zähne haben.

    • Reply
      Sunnivah 14. März 2015 at 21:59

      Ich habe deinen Kommentar erst nach meinem gelesen, aber: :yes: Und: :rotfl:
      Sehe ich alles genauso. Außer, das ich die Leute bei dm sofort anquatsche, wenn sie nur ansatzweise ratlos kucken und ihnen eine ungewollte Beratung überhelfe. Mögen mittelalte Damen sehr gern, Teenies kucken verstört wie ‚was will die Alte?‘ Aber: keine Sorge, ich bin Beautyblogger, das muss so. Probiers mal aus ;-)

  29. Reply
    Sunnivah 14. März 2015 at 21:55

    Ich war bisher nur in einem Douglas, in dem ich mich nicht beobachtet fühlte, weil tatsächlich mehr Kunden als Verkäuferinnen drin waren und letzter mich deswegen nicht verfolgen konnten: am Taunetzien in Berlin, eine der wenigen Filialen, die UD in live parat haben.
    Sephora in Riesen-Ausmassen kenne ich nur aus Frankreich, ob aus Paris oder anderen Großstädten: es ist schön, es ist groß.. aber brauchen tu ich es nicht. Ich empfinde die Atmosphäre bei dm als gut (okay, auf dem Dorf und immer viel Platz und volle Aufsteller) und kann mir auch dort gute Artikel zusammensuchen. Ich brauche kein Lancôme und kein tarte.. ich hab schon so alles in jeder Farbe ^.^

    Was den Wohlfühlfaktor angeht, habe ich in einem großen Reformhaus oder selbst kleinenm Bioladen mehr Ruhe vor den NK-Kosmetik-Theken als woanders, aber das liegt an den Verkäufern und der Stimmung; und ich kann mich auch mit Hauschka-Lippenstiften und Mascara ein bißchen luxuriös fühlen. Obwohl ich keine NK-Fanatikerin bin, würde ich also lieber meine knapp 20€ für deren schwere Metallhülsen ausgeben als in einem MAC-Store, eben weil ich mich dort sehr unwohl fühlte. Schief abgeschnittene Pinsel, keiner, der mich auch nur mit dem Po ankuckte und staubige Lidschatten für ein Höllengeld? Warum mögen das alle so???

    Ich bin ganz zufrieden mit dem, was ich habe, aber ich lebe auch ein bißchen, was Wayne Goss sagt: Who cares? It’s just makeup. :) ich würde im Urlaub im Ausland also lieber an den Strand gehen oder Sightseeing machen als Schminke zu shoppen.

    LG!

  30. Reply
    Caroline 14. März 2015 at 22:45

    Es wäre sooo tolle, wenn sich Sephora wieder in Deutschland ansiedeln würde. Ich war nur ein Mal im Sephora (in Miami) und fühlte mich dort sehr gut beraten und konnte nach Herzenslust stöbern. :yes:

  31. Reply
    Jasmin 14. März 2015 at 22:52

    Wow, toller Artikel, super Denkanstoß!!!!
    Ich selbst hatte leider noch nie das Glück, SEPHORA zu betreten, aber der nächste Frankreich-Urlaub kommt bestimmt. :-D

    Ich arbeite als Fotografin in einem Unternehmen, wo wir zu den Shootings auch Make-up anbieten (was ich immer viel lieber mache, als das eigentliche Shooting…was sagt mir das? :-D). Das macht keine ausgebildete Fachkraft, sondern wir Fotografen und ich erlebe es immer wieder, dass die Kundinnen gar nicht wissen, was ihnen steht und was sie alles machen können. Viele erhoffen und wünschen sich von uns dann tatsächlich eine Beratung, die viele Fotografen bei uns kaum oder gar nicht geben können, weil sie nur einen Tag geschult wurden und eben nicht zu dem Kreis der Blogger und Make-up-Suchtis gehören. Das zeigt ja, dass der Bedarf schon irgendwo da ist und ich finde es schade, dass der für die meisten zur Zeit einfach nicht gedeckt wird.

    Ich würde mir einfach wünschen, dass Frauen ein Selbstverständnis für Make-up entwickeln, sich auch mal etwas trauen jenseits von austauschbaren und todlangweiligen Looks.

    Die Monopolstellung von Douglas nervt mich auch gewaltig, mal abgesehen davon, dass wohl einige von uns das Sortiment besser kennen, als manch Angestellte.
    Den Wohlfühlfaktor beim Beautyshopping konnte ich ehrlich gesagt noch nie richtig finden. Bei Douglas habe ich immer das Gefühl, dass man mir auf die Finger schaut, bei Kiko sind mir meist zu viele Menschen, zu laute Musik und mieses Licht und DM ist halt ’ne Drogerie. Allerdings kann ich das meiste um mich herum ausblenden, wenn ich eine nigelnagelneue LE entdecke oder Neuheiten im Sortiment. Dann heißt es erstmal alles abchecken und hoffentlich im Beautyhimmel schweben. Wenn die Produkte stimmen, könnte es mir fast egal sein, wo ich mich befinde. :-)

    Liebe Grüße,
    Jasmin

  32. Reply
    Nina 15. März 2015 at 01:19

    Richtig cooler und kreativer Artikel!

    Der Artikel beantwortet auch gleich einige Fragen, die du gestellt hast, sodass ich zu dem Schluss komme: Heimisch und willkommen fühle ich mich in gut geschriebenen Beautyblogs (lese außer deinem noch zwei weitere; drei Blogs sind nicht viel, dafür sind das meine Stamm-URLs, die ich täglich aufrufe). Diese decken vollkommen mein Schminkbedürfnis ab.
    Es gibt für mich nichts, was eine reale ParfÜmerie erfüllen könnte, damit ich mich wirklich wohl fühle. Das liegt jedoch an mir. Müller finde ich ganz ok, weil man in aller Ruhe Parfum austesten kann. Vor kurzem hat mich ein kleiner, dünner Ladendetektiv in einem Douglas regelrecht verfolgt. Ich finde es furchtbar, wenn man in so einer Örtlichkeit als potenzieller Dieb empfangen wird. Da schüttelt mich gleich. Zumal ich den dünnen Hänfling hätte plattwalzen können xD Zu dem Zeitpunkt fand ichs natürlich nicht lustig.

    Auch wenn ich bei MAC bereits Plaudereien mit den Damen hatte: Ich hatte nie das Gefühl, auch mal etwas Schmink-Tiefgründiges mitzubekommen. Am Ende ist alles nur Kosmetik, dennoch fühle ich am besten aufgehoben in Blogs, die sich auch mal Gedanken machen. Da bin ich wunschlos glücklich :giggle:

  33. Reply
    Nicole 15. März 2015 at 01:48

    Ach das wäre wirklich zu schön :-D Genau so wünsche ich mir das auch schon so lange :-(

  34. Reply
    Conny 15. März 2015 at 02:56

    Douglas könnte wirklich mal einen Konkurrenten gebrauchen. Oder eben wieder.
    Es ist nie gesund, wenn ein Unternehmen ein Monopol inne hat – es kann sich ja praktisch alles erlauben.
    Du sagst es ja selbst – ein bisschen Ankurblung vom Wettbewerb wäre doch mal wünschenswert und würde der Servicewüste in entsprechenden eingestaubten deutschen Parfümerien gut tun.
    Mal ein Sephora live von Innen zu sehen und sich autoben zu können, ist ja auch irgenwie noch ein Herzenswusch von mir und sicher auch von vielen anderen.

    So eine Vision wie deine ist ein toller Traum, aber zu fern von der Realität, als dass ich mich darin verlieren könnte. Mein Schminkherz weint immer ein bisschen, wenn man nahezu täglich daran erinnert wird, was andere Länder haben und von wo wir noch so weit entfernt zu seien scheinen.
    Danke für deinen tollen Beitrag. Regt eine schöne Diskussion an.
    LG

    • Reply
      Magi 15. März 2015 at 16:24

      Nun, ein Monopol hat DOUGLAS eindeutig nicht. Sie sind halt Platzhirsch, aber die Summe der Alternativen dürfte mindestens genau so viel Vertrieb „offline“ aufweisen. Nur eben keine Einzelinstanz. Zum Glück… Aber es wäre natürlich schön, wenn die anderen Läden nicht einfach nur das selbe in Grün wären. Es soll ja Geschäfte geben, wo Leute sich heimischer fühlen als in der Kette. Ich habe so einen Laden nicht. Einen, in den ich ab und an hingehe, ist schlimmer.

  35. Reply
    Chris 15. März 2015 at 06:38

    hmm, ich bin in Sachen Beauty definitiv eine Spätzünderin. Richtig auf den Geschmack gekommen (über Mascara, Kajal und Brauen hinaus) bin ich erst im letzten Jahr. In meinem Umfeld schminkt sich so gut wie keine regelmäßig. Erst mein derzeitiger Partner hat mir „beigebracht“ dass man Nagellack auch im Kühlschrank aufbewahrt und kannte Werkzeuge wie Wimpernzangen lange vor mir. Parfümerieabteilungen waren mir immer ein Graus. Ich konnte mit den Dingen dort nicht viel anfangen und obwohl ich die 40 bereits überschritten habe und vermutlich auch klamottentechnisch als potentielle Kundin erkennbar sein dürfte, kenne ich diese etwas bizarre Abschätzigkeit in den Blicken der Dougletten auch. Viele sind auch sehr nett, aber das Konsumklima ist tatsächlich nicht sehr einladend.
    Seit ich Magi-Mania, temptalia und lisa eldridge lese und schaue gehe ich auch freiwillig in die Parfümerie und lache mich innerlich kaputt, wenn ich mich da selbst rumswatchen sehe. Dabei stelle ich fest, dass die Verkäuferinnen wirklich nicht sonderlich kompetent sind. Gut dass ich selten Beratung suche. – Insofern teile ich Deine Überlegungen absolut, Magi.

    ABER, bei der Frage woran es denn liegt, da wird es glaube ich kompliziert. Da ich selbst erst entdeckt habe was und inwiefern mir „Farbkompositionen aus komplexen Puderprodukten“ (wie ich es gern nenne) Spaß machen, kann ich beide Seiten (die distanzierte und die interessierte)verstehen. Aber vor allem hat sich der Kosmetikmarkt auf der Basis eines Schönheitsideals entwickelt, dass sehr disziplinierend ist. Gerade wenn man die beiden Märkte USA und Japan, die ja besonders viele und interessante Marken und Produkte hervorbringen anschaut, dann ist der Mainstream doch – aus europäischer Warte betrachtet – augenscheinlich an (wenn auch verschiedenen) Vorstellungen von weiblicher Schönheit orientiert, die eher normierend als pluralisierend sind. Die oberflächige Gestaltung ist dann ja meist weniger Ausdruck des Inneren als Ausgangspunkt einer gewissen „Zurichtung“. Mit anti-aging wird die Haut versucht zu optimieren und wenn das nicht hilft, dann Spritzen und Schnippeln. Die Hemmschwelle diesbezüglich ist in beiden großen Beautynationen erheblich niedriger als in Europa – Was ich damit sagen will, ist dass die bunten, avantgardistischen, eigenwilligen Marken und auch Konsumentinnen sich vermutlich nur als Nische in einem Massenmarkt entwickeln können, der eine langweilige Perfektionierung verkauft…

    • Reply
      Magi 15. März 2015 at 16:33

      Ja, ich glaube, da ist die Mentalität schon sehr abweichend, aber das kann nicht nur an den Kontinenten liegen. Der europäische Osten, unsere westlichen Nachbarn und auch gen Süden – da ist Makeup selbstverständlicher als manchmal die Klamotten. Ich glaube schon, dass explizit Deutschland da eine ganz eigenwillige Einstellung hat, die aber auch oft auf nem Krampf basiert, der die potenziellen Konsumentinnen nicht wirklich happy macht. Das merkt man ja schon an den vielen Rechtfertigungen und spitzen Bemerkungen. Das hat ein zufriedener Mensch nicht nötig.

      Das Beste aus sich machen zu wollen – ob ungeschminkt, mit Minimal Makeup oder mit 17 fetten Schichten und OPs – ist ja so ein sensibles Thema. Ich habe oft den (sehr oberflächlichen) Eindruck, dass die deutsche Frau häufig lieber andere nieder macht als sich positiv hervorzuheben und es „besser“ zu machen. Ist bequemer. Aber sehr pauschalisiert – bitte nicht wörtlich nehmen.

      Aber definitiv ist der Markt schwierig. Vielleicht ist die Kundschaft hier einfach zu verkopft. Die Stärken sind eben auch irgendwie oft die Schwächen aus einer anderen Perspektive betrachtet. ich bin mir aber sicher, dass es in so vielen Frauen schlummert und einfach ein paar Trigger fehlen, zum einen die Shops, zum anderen die Werbung und andere Ideale… Es muss zunächst einfach Schluss damit sein, dass Makeup als eine Maske verstanden wird und als das genommen wird, was es ist: Schmuck!

      • Reply
        Chris 15. März 2015 at 17:43

        agree! :-)

  36. Reply
    Christina Dingens 15. März 2015 at 09:04

    Es gibt sie die kleinen Momente, in denen ich mich sogar in einem Douglas wohl aufgehoben fühle. Kürzlich in Westerland habe ich die neue by Terry Theke erspäht und bin an eine sehr gut geschulte Verkäuferin geraten, die sichtlich Spaß an ihrem Job hatte. Dazu noch eine Marke die ich schon lange mal live ansehen wollte. Das hat so viel Spaß gemacht. Sie hat mir sogar tolle Proben mit gegeben ;-) Außerdem habe ich mich vor einigen Wochen mal im Bikini Berlin im JACKS beauty Department umgesehen. Ich hatte fast Angst da rein zu gehen. Dieses perfekte Loft und dann hatten sie auch noch ein Shooting. Was soll ich sagen, ich wurde locker, unkompliziert und sehr nett angesprochen und beraten. Das Team war gut gelaunt und es kam sogar noch eine Artistin dazu die, wissen wollte wofür ich mich entschieden habe. So locker als würden wir uns kennen. Ganz großes Kino! Wenn ich das nächste Mal in Berlin bin, werde ich mich dort mal stylen lassen. Einfach weil die Stimmung so toll war und die Leute so motiviert. Sicherlich ist es immer schwierig für einen Konzern die Grätsche zwischen Massentauglicher Ware und den Nischen Artikeln zu finden. Allerdings sind die Leute die Nische wählen in der Regel, die die Trends setzen. Damit wird dann auch Nische mit unter Massentauglich. Urban Decay hat sicher von dem Blogger Hype profitiert und wäre ohne dies immer noch nicht in Deutschland zu bekommen. Wenn ich das als Konzern nicht forciere und im Auge behalte muss ich mich nicht wundern, wenn Kunden online wo anders kaufen.

    • Reply
      Magi 15. März 2015 at 16:37

      URBAN DECAY ist wegen L’OREAL endlich wieder zurück. Ohne einen so starken Partner, hätte v.a. Douglas sicher denen nicht so schnell eine Chance gegeben. Vertrieb scheint ja nicht deren Stärke gewesen zu sein.

      Ach, JACKS ist nun im Bikini? Da war ich sogar neulich, wusste es aber nicht. Hab mal an der alten Adresse nach denen gesucht – entsprechend erfolglos. Ich kenne sie von der Messe (hab hier auch mal Bilder gepostet) und war auch sehr angetan. GENAU SO! Bitte überall so’n Lädchen.

      • Reply
        Christina Dingens 16. März 2015 at 08:19

        Ist es denn vorstellbar das L’OREAL UD übernommen hätte, wenn der Hype forciert durch Blogger nicht so riesig gewesen wäre? Das Douglas dann bequemerweise sich da ran traut weil UD nun zu L’OREAL gehört glaube ich sehr gerne. Für mich ist Douglas einfach ein gutes Beispiel dafür, wenn Läden so eine Marktstärke haben, das sie bestimmen können was die Kunden wollen. Jahrzehnte lang haben sie bestimmt was zu haben ist und nicht der Kunde. Das prägt Geschmack und Wahrnehmung in der Masse. In Zeiten des Internets wird dieser Einfluss sicher weniger aber bis es sich so entwickelt, das wirklich die Nachfrage das Angebot regelt wird es wohl noch lange dauern. Danke für die tolle Diskussion Magi

  37. Reply
    Nanni 15. März 2015 at 09:37

    Sehr interessanter Beitrag. Bisher habe ich noch nie darüber nachgedacht, dass ich tatsächlich NUR noch online und fast immer aus dem Ausland bestelle: Die Marken und Produkte, die ich verwende oder ausprobieren möchte, GIBT ES NICHT in Geschäften in meiner Heimatstadt. Ab und zu probiere ich gerne mal aus, was die Cosnova, DM oder Rossmann-Marken so fabrizieren, aber abgesehen von diesen „Ausnahmen“, wüsste ich gar nicht, wo ich interessante Sachen bekommen sollte, die ich so verwende.
    Ich möchte auch gerne die Möglichkeit haben, wie aus Sephoras bekannt, alles zu testen und zu swatchen. Schon oft hat mich eine gute Textur und Farbe überzeugt, mir das Produkt zu kaufen, obwohl ich es gar nicht auf meinem Radar hatte. Fühlt sich ein Kunde beim Testen „eigeschränkt“, muss sich doch das Geschäft am Ende ins eigene Fleisch schneiden. Gerade in den höherpreisigen Regalen bei Douglas, Karstadt, Müller etc. habe ich als junge Frau das Gefühl, ich werde beobachtet sobald ich nur daneben stehe (Und ich bin jetzt Ende 20! Über mehrere Jahre habe ich als junge Studentin ich immer die Lancome Color Ideal Foundation benutzt und aus Überzeugung mein hart verdientes Geld dafür ausgegeben. Damals hatte ich den Eindruck, ich sei zu jung um mich in diesen Regalen überhaupt umschauen zu dürfen oder mir was leisten zu können – nur die Begeisterung von dieser Foundation hat mich immer wieder dorthin zurückgetrieben). Von „In Ruhe durchswatchen“ kann da nicht die Rede sein. Bei meinen seltenen Geschäftsbesuchen vor Ort sage ich heute den Verkäuferinnen freundlich, dass ich mich in Ruhe umsehen möchte – schon alleine weil ich inzwischen die INCI jedes Produktes lese und das Zeit braucht.

    Sehr zustimmen möchte ich dir beim Bedarf an „Abfüllungen von Foundations (ist doch kein Ding die INCI mal schnell auszudrucken)“.
    Es ist doch keine Überraschung, wenn eine Kundin die Farbe und Formulierung der Foundation mehrmals in Ruhe im Tageslicht und -verlauf testen möchte, sondern das einzig Sinnvolle. Es sollte Standard sein. Jedoch weiß ich aus dem Video https://www.youtube.com/watch?v=IDe7n4uY2L0 von LadiesFirstify, die selbst die Verkäuferinnensicht darlegt, dass bei Douglas keine Abfüllungen gemacht werden dürfen. WIE KANN DAS DENN INS KONZEPT EINER PARFÜMERIE GEHÖREN, DIE TEURE MARKEN VERKAUFT!?

    Ich möchte zuletzt noch Kiko erwähnen, da ich in deren Geschäften immer das Gefühl habe, Ausprobieren ist ausdrücklich erwünscht und die Verkäuferinnen sind auch vom Make Up begeistert und beraten gerne. Vielleicht könnten in Deutschland noch mehr Marken ihre eigenen kleinen Shops betreiben, wenn größere Ketten sich gegen eine Veränderung entscheiden. In Ingolstadt ist übrigens seit Kurzem ein Missha Shop, habe ich letzte Woche bei meinem Besuch dort entdeckt. :rose: :rose:

  38. Reply
    Sanni 15. März 2015 at 09:57

    Wenn ich mal aus einer vielleicht etwas außergewöhnlichen Perspektive für die durchschbittliche beautyverliebte Shopperin berichten darf: ich bin 28 Jahre alt, liebe Beauty und Kosmetik, bin kaufkräftig – und habe ein Baby. Das stellt mich in einem ganz normalen Douglas vor diverse Probleme. Zu allererst mal ist in den meisten Filialen die Belüftung unter aller Kritik. Es müffelt schon außen vor dem Eingangsbereich nach allen süßlichen Parfums gleichzeitig, was ganz eindeutig keine Umgebung ist, in die ich mein Kind zerren will. Dann wird man mit Kinderwagen prinzipiell als asseliger Ladendieb behandelt, selbst wenn man sich nur umschaut und nicht mal in die Nähe der Tester kommt. Ich hab es schon erlebt, dass mich in einem Zeitraum von maximal 3 Minuten ganze 6 Verkäuferinnen unfassbar herablassend fragten, ob sie mir „vielleicht mit IRGENDWAS helfen“ könnten. Manchmal hab ich das Gefühl, dass die Verkäuferinnen und auch einige Kiko-Sicherheitsmänner (die ja wirklich ganz eigenartige Exemplare der Gattung Mensch zu sein scheinen) denken, ich wollte den Kinderwagen nur als Tarnung benutzen, um auf einen großen Raubzug zu gehen.
    Dazu kommt, dass man es mit Kind einfach nicht jeden Tag schafft, sich zu schminken – nicht mal jede Woche, wenns schlecht läuft. Und da kann meine Handtasche noch so teuer sein, meine Klamotten (trage noch meinen Schwangerschaftsduffelcoat, weil ich noch ein bisschen fett bin ;)) noch so sauber und ordentlich, wenn ich nicht total trendig und zurechtgemacht daherkomme, bin ich von vornherein unten durch.

    Mein persönliches Highlight war zudem eine Verkäuferin, die im Spätsommer, als ich Sonnenschutz kaufen wollte, ernsthaft meinte „Sie könnten aber ein bisschen Sonne gut gebrauchen, damit Sie gesünder aussehen.“ Ja, herzlichen Dank für diesen Tipp; erstens bin ich blass, zweitens kann man mit einem Säugling nicht in die Sonne und drittens sah ich ein halbes Jahr krank aus, weil die Geburt sehr hart war und das Stillen den Mangelerscheinungen, die ich danach hatte, nicht unbedingt geholfen hat. Und, wie wir alle wissen, hat Sonnenschutz nicht unbedingt was mit fehlender Gesichtsfarbe zu tun… Auf solche „Beratung“ kann ich sehr gut verzichten.

    Was mir massiv aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass ich in einem bestimmten Douglas in Dortmund (wo ich leider nur hin und wieder zu Besuch bin) immer ganz hervorragend behandelt worden bin, obwohl er sich hauptsächlich an das ganz gehobene Publikum richtet. Da greift dann die Regel, dass man niemandem ansehen kann, wieviel Geld er ausgeben will…

    Also, um zu präzisieren: auch ich bin für Vielfalt auf dem Markt, schon alleine, damit sich die schabrackigen Dougletten, die sich für die Krone der Schöpfung halten, ein bisschen weiterentwickeln.

  39. Reply
    Carina 15. März 2015 at 10:52

    Wirklich klasse Post Magi!!

    Ich habe mir auch schon öfter darüber Gedanken gemacht und mir solche ähnlichen Fragen gestellt. Deshalb fand ich das super spannend deine Gedanken dazu zu lesen.

    Das Sephora und Douglas EVENTUELL eine Absprache haben sollen, war für mich ganz neu. News/Gossip den ich definitiv im Hinterkopf behalten werden.

    Kurzum: klasse Post! Mehr davon!! :)

  40. Reply
    mementomori 15. März 2015 at 11:06

    Generelle Zustimmung zu allem bisher gesagtem, ABER wir dürfen auch nicht vergessen, dass in den USA Sephora im Speziellen und viele Läden generell meines Wissens nach eine sehr liberale Retourenpolitik betreiben: alles, was nicht gefällt, kann, wenn man denn so möchte, zurückgebracht werden. Wenn man diese Option hat, ist man als Kunde doch automatisch experimentierfreudiger und lässt sich auch eher auf „Produktverführungen“ ein, als der ewige Gedanke im Hinterkopf, bei Nichtgefallen kriege man bestenfalls den Geldbeitrag als Plastikgutschein der jeweiligen Firma (ja, danke auch!) wieder, oder den eher mühevollen Weg des Weiterverkaufens etc., immer verbunden mit Wert- und Geldverlust.

    • Reply
      Magi 15. März 2015 at 16:40

      Oh, das wusste ich so genau gar nicht. Ich habe es hie und da mal gelesen – v.a. in den Reviews – konnte es aber nicht so recht fassen.

      Das ist schon echt Hammer. So viel Entgegenkommen muss es nicht einmal sein, aber ein Verhör bei Unverträglichkeit oder einfach falscher Beratung über sich ergehen lassen zu müssen, ist ja echt ein Ding hierzulande. Man man man…

  41. Reply
    Le Na 15. März 2015 at 11:30

    Auch ich wünsche mir eindeutig mehr Auswahl für Experimente, denn längst ist Make Up nicht mehr da um die eigenen Gesichtszüge zu betonen, sondern auch um die eigene Kreativität auszuleben. Dafür bedarf es einer breiten Palette an Möglichkeiten. In der Hinsicht bin ich mit dir völlig d’accord .
    Was allerdings das Wohlfühlen im Douglas/ MAC-Counter und Co. anbetrifft, so nehme ich das ganz anders war. Ich hatte noch nie das Gefühl, in keinem Laden, fehl am Platz zu sein. Da bin ich absolut resistent gegen. Im Gegenteil, ich fühle mich eher in preiswerteren Läden unwohl. Leider habe ich nicht selten die Erfahrung gemacht, dass Einfachheit, „jugendliche“ Leichtigkeit usw., so wie ich sie aus den amerikanischen Sephoras kenne, hierzulande oft auf Kosten der Ordnung geht. Sprich in besagten Läden finde ich oft aufgerissene Verpackungen, die Produkte stehen nicht an Ort und Stelle, wo ich sie vorfinden müsste, usw.
    Vielleicht bin ich maßlos selbstsicher :-D, kein Plan aber selbst wenn eine der Verkäuferinnen auf die Idee käme mich auch nur abwertend anzuschauen, hätte ich so zurück geguckt, dass es ihr im Null Komma nix vergehen würde, darauf kann sie Gift nehmen :-P.
    Ok, ich bin keine Studentin mehr, verdiene gut und habe eine Führungsposition. Sicher gibt mir so ein rascher beruflicher Aufstieg eine gewisse Sicherheit aber nur eine gewisse. Ich war schon immer sehr selbstsicher. Was ich damit sagen will ist nur, dass es tatsächlich von der Person abhängt, wie sie behandelt wird (ob ich das gut finde, ist eine ganz andere Geschichte). Nicht vom Status in der Gesellschaft, nicht vom Wohlstand oder ähnlichem, sondern einzig vom eigenen Empfinden. Wie sagt man so schön „die Menschen sehen dich so, wie du dich selber siehst“?!
    Deinen Gedankengang kann ich gleichwohl von unterschiedlichen Erzählungen meiner Freundinnen oder auch Schwester (auch sie, obwohl sie alles andere als „douglaskonform“ aussieht entwickelt irgendwelche Komplexe, sobald sie den Laden betritt) gut nachvollziehen.
    Hier ein Beispiel:
    Ich habe eine Freundin, die aus genau von dir genannten Gründen, sehr ungern im Douglas vorbei schaut. Ich musste aber bei Douglas von MAC was kaufen, so dass sie mich begleitete. Kurz zuvor sprach sie mich auf mein Parfüm an und hatte vor sich davon bei Douglas eine Abfüllung mitzunehmen. Als wir da ankamen ging ich erstmal zum MAC-Sortiment und meine Freundin zu den Parfüms. Als ich fertig war, sah ich meine Freundin bereits am Ausgang stehen und sie sah ziemlich verärgert aus. Warum? Der Laden war ziemlich leer., einzig die Mitarbeiter standen in Grüppchen und unterhielten sich. Als meine Freundin sich bei den Parfums umschaute, wurde sie von einer klassisch-altbackenen Douglasverkäuferin angequatscht. Als meine Freundin sie dann nach der Probe meines Parfüms fragte antwortete sie ihr (halt dich fest): „Ich hatte Sie eigentlich gefragt, ob ich Ihnen bei der Auswahl eines Parfums behilflich sein könnte. Einfach hierher kommen um kostenlose Proben mitgehen zu lassen, kostet Douglas ziemlich viel Geld“. Darüber hinaus sagte sie ihr, dass diese Probe eh nicht vorhanden wäre aber sie kann sich ja mit dem Tester von Kopf bis Fuß voll sprühen!!!! Meine Freundin drehte auf dem Absatz um und ging. Sie war nicht mal sauer, sondern irgendwie total verletzt. Sie hatte ohnehin Komplexe aufgrund ihres aktuellen finanziellen Status aber hier wurde ihr das noch vor die Nase gerieben.
    Ich für mein Teil konnte so eine Demütigung nicht hinnehmen. Ich habe den Filialleiter in den Laden zitiert und habe da ein Paar scharfe Worte verloren. Darüber hinaus habe ich dort eine Beschwerde an die Führung zur Niederschrift hinterlassen und mir vom Filialleiter eine Empfangsbestätigung aushändigen lassen. Das Ende des Liedes ist, dass mir Douglas als Entschädigung eine 100 ml Flasche des besagten Parfums hat zukommen lassen :-D.

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      da_lindchen 15. März 2015 at 17:51

      wow, du bist ja gut drauf! Respekt!

    • Reply
      Magi 15. März 2015 at 16:49

      Schade, dass ich keinen Applaus-Smiley habe. Super! Das müssten sich die Kunden echt häufiger trauen – inklusive mir. Denn Deine Beobachtung teile ich teilweise (irgendwo oben kommentiert), dass ich schon den Eindruck hatte, dass mit jedem Lebensjahr ich besser behandelt werde – ich aber nix optisch o.ä. geändert habe. Ich mache es halt ganz selbstverständlich. Und dennoch fällt einem der Unterschied auf – es geht eben doch anders. Und ob ich zu gern zu Douglas gehe oder nur, wenn ich „muss“, ist halt so ein großer Unterschied. Und wie bei Deiner Freundin: eigentlich sollte man sich stets am „Schwächsten“ Team-Mitglied orientieren. So sollte sich niemand bei Shoppen fühlen müssen. Unglaublich.

  42. Reply
    Le Na 15. März 2015 at 11:33

    zwischen „alles andere als“ und „douglaskonform“ hätte ein „nicht“ hingemusst)).

  43. Reply
    Le Na 15. März 2015 at 11:37

    Ach und nicht „vor die Nase“, sondern „unter die Nase“. Ich habe Unmengen an Fehlern entdeckt – sorry dafür aber jetzt höre ich auch auf meinen Aufsatz zu korrigieren))).

  44. Reply
    kirschbluetenschnee 15. März 2015 at 11:45

    Ein richtiger toller Artikel und du sprichst mir so aus der Seele!
    Auch, wenn „wir“ eine eher überschaubare Zielgruppe sind, merke ich doch immer, wenn ich mit Freundinnen unterwegs bin, dass das Interesse schon da ist, sie aber niemanden haben, der sie an die Hand nimmt.
    Inzwischen endet das damit, dass ich mit ihnen durch die Parfümerien gehe, meine Lieblingsprodukte zeige, erkläre, wofür man was benutzt etc. Dass das eigentlich die dortigen Verkäuferinnen können sollten, von diesem Irrglauben habe ich mich schon lange verabschiedet.
    Ich habe bis jetzt ein einziges Mal eine kompetente, junge Dame getroffen, die tatsächliche alle neuen Produkte und LEs kannte und wirklich fundierte Tipps geben konnte.
    Wenn ich eine Parfümerie betrete und nach der ersten Frage merke, dass ich mehr weiß, als das „Fachpersonal“, wo liegt dann der Mehrwert für mich?
    Ich hoffe so sehr, dass Sephora diesen Schritt in naher Zukunft geht und zurück nach Deutschland kommt.

    • Reply
      Magi 15. März 2015 at 16:42

      Ich hab neulich mal gesehen, dass es in einem der großen Kaufhäuser eine Private Shopperin gibt, die den Service anbietet. Vermutlich arbeitet sie auf Provisionsbasis, wie letztendlich Blogger indirekt auch. Wäre ja noch schöner, wenn das der Kunde blechen müsste, weil die eigentlichen Verkäuferinnen so wenig vertrauenswürdig sind :-/

  45. Reply
    jana 15. März 2015 at 14:17

    einerseits stimme ich dir und den kommentatorinnen zu – die ‚mitte‘ fehlt und für das, was geboten wird, haben viele parfumerien die nase viel zu hoch in der luft. bin schon nach langstreckenflügen, ungeschminkt, im jogginganzug und noch halb grün im gesicht, freundlicher und kompetenter beraten worden als in ‚ordentlichem‘ zustand in deutschland. auch die auswahl ist für meine interessen bestenfalls dürftig. das resultat: einfach mal stöbern fällt für mich hierzulande weg.

    allerdings habe ich das gefühl, dass es sich zumindest bei douglas in düsseldorf (schadowstr., flinger str., kö) langsam bessert. mein positiverer eindruck basiert in erster linie auf dem verbesserten angebot – urban decay, hochwertige duftkerzen, aber auch kleinkram wie von batiste oder eos. aber auch die verkäuferinnen versuchen es mittlerweile tatsächlich mal. damit meine ich keine beratung per se (die traue ich da weiterhin niemandem zu), aber das anreichen von körbchen, wenn man viel kleinkram hat, das anbieten und ausführen einer online-nachbestellung, wenn was ausverkauft ist. keine ahnung, ob das auch zur großen umwandlungs-offensive gehört oder ob ihnen nur der neu eröffnete, high end-beautytechnisch gut aufgestellte breuninger riesenangst eingejagt hat?

    trotz allem ist natürlich noch viel luft nach oben, was auswahl, freundlichkeit und vor allem beratung angeht – ob diese veränderungen allerdings je kommen werden, wage ich bei der einstellung vieler einzelhändler zu bezweifeln. man kann ja heutzutage alles in diesem grässlichen internet bestellen, da strecken sie lieber gleich lautstark lamentierend alle viere von sich und versuchen es erst gar nicht. auch das, leider, ist eben deutschland.

    • Reply
      Magi 15. März 2015 at 16:51

      Ich hoffe, dass sich solche intuitiven Beobachtungen bewahrheiten und nur der Anfang einer Entwicklung sind. Ich glaube einfach daran, dass sich das mit der Zeit ändern MUSS. Sei es wegen Generationswechseln, dem Online-Handel oder auch informierteren Kundinnen. Das kann ja nicht spurlos an Douglas-Mitarbeitern vorbeigehen.

  46. Reply
    Seyma 15. März 2015 at 14:21

    Liebe Magi,

    du sprichst mir aus der Seele. Der gesamte Beitrag ist fantastisch. Endlich spricht mal jemand öffentlich aus was viele von uns Beauties denken.

    Während dem lesen deines Artikels und der Kommentare ist mir sofort Kiko als positiv Beispiel eingefallen.
    Da fühle ich mich tatsächlich wohl. Man kann als Kundin probieren so lange und so oft man möchte. Die Ausstattung mit Wattepads, AMU Entfernern etc. ist ideal für lange Spielereien mit den Produkten.

    Hoffentlich machen viele weitere Blogger auf dieses Problem aufmerksam denn die Wahrscheinlichkeit dass es erhört wird ist größer als in irgendwelchen Foren.

    • Reply
      da_lindchen 15. März 2015 at 17:40

      das stimmt, bei Kiko fühlt man sich sehr eingeladen. :) Aber sowas kenne ich in Deutschland nur von one-brand Stores. So ein Konzept mit verschiedenen Marken gibt es leider wirklich nicht…

  47. Reply
    Barbara 15. März 2015 at 15:02

    Volle Zustimmung! :yes:

  48. Reply
    Bambi 15. März 2015 at 15:54

    Toller, inspirierender Artikel Magi. Ein Umschwung im deutschen Kosemtik-Fillialen Sektor wäre ober wünschenswert. Was mir am Sephora (in Miami) sehr gut gefallen hat, war auch, das der Focus tatsächlich auf Makeup-Marken und Skincare lag, irgendwo im hinteren Bereich gab es auch Parfum, aber das hab ich als zweitrangig empfunden. Das ich erstmal von Parfums und Deko-Kitisch erschlagen werde nervt mich persönlich am Douglas hier. Aber das ist natürlich die Sicht eines „Beautyjunkies“ ^^ … Die meisten Menschen gehen vermutlich in eine Parfümerie um Parfum zu kaufen. Auch die Schminkstationen, mit Abschminkzeug, Wattepads und Maskara-tester-Bürsten etc. fand ich einladend und die waren auch gut frequentiert (ja, auch von den Mitarbeiterinnen ^^).

    Beim Thema Personal wäre es bei Douglas in meinen Augen schon mal ein Fortschritt, würde man auf Augenhöhe beraten. Bei mir hapert es selten an Freundlichkeit oder das ich nicht als potenzieller Kunde wahr genommen werde, sondern daran, dass ich mich wenn ich überhaupt mal beraten werden will oder mir ein (kauf!)anregendes Gespräch wünsche, mir da noch nie ne Douglette wirklich weiterhelfen konnte und ich mich einfach nicht abgeholt fühlte, als jemand der schon relativ „Bescheid“ weiß (zu wissen glaubt :rotfl: ). Ich will gar nicht alle MitarbeiterInnen über einen Kamm scheren, aber meine Erfahrungen sind da einheitlich eher mau.

    • Reply
      Magi 15. März 2015 at 16:54

      Ich wollte den Post nicht noch mehr aufblasen, aber tatsächlich lag mir wie Dir auch diese „Parfumsucht“ der Deutschen auf der Zunge. Ob’s an dem erschwinglichen Luxus liegt? Mich interessiert das nämlich auch nur wenig. Und diese Entwicklung zum Klimperkram finde ich auch sehr bedauerlich. In 2 Jahren hat Douglas womöglich noch Klamotten online bei der Entwicklung. Taschen gibt’s ja nu auch ?:-)

  49. Reply
    Karolina 15. März 2015 at 16:49

    Magi du sprichst so vielen schminkbegeisterten Mädels aus der Seele. Überall wird man angefixt, ich schaue vor allem britische Youtuber und würde so gerne mal einen Real Technics Brush im DM hängen sehen, oder den passenden Farbton am Bourjois Counter suchen.
    Ich muss sagen, was die Auswahl angeht ist in Polen viel mehr zu finden. Es gibt viele verschiedenene Drogerieketten und mit Superpharm auch eine Art Boots, vorne bekommt man Bourjois, Revlon und Rimmel und hinten in der „Apotheke“ Avene, Nuxe, La Roche Posay… Aber vom Service ist es ähnlich wie in Deutschland. Teilweise fühlst du dich auch schon als potentieller Dieb, weil überall Securitymänner stehen und man nur zu lange einen Lippenstift in der Hand halten muss und sie einen beobachten. Das mag ich gar nicht. Schreckt ab.
    Letztens hatte ich eine Reklamation im C&A (ich weiß kein Beauty, aber Thema Service) und die Dame hat mir tatsächlich erstmal erklärt, dass sie ja nicht verpflichtet ist die Jacke wieder zurückzunehmen, sondern erst Nacherfüllen kann. Sie hat ohne Punkt und Komma auf mich eingeredet, als ob sie mir das Gefühl geben wollen würde mich schlecht fühlen zu müssen, weil ich meinen Rechten nachkomme. Ich studiere Jura, wusste über alles Bescheid was sie mir sagte, aber Kunden bekommt man mit sowas nicht, sondern mit Kulanz und Freundlichkeit. Kein Wunder, dass jeder im internet einkauft, Rabattcodes, Goodies, Cash Back. Geschäfte machen sich selbst kaputt.
    Ich habe im Einzelhandel nebenbei gearbeitet, einmal in einer Modekette. Fast nur Frauen als Mitarbeiter, dementsprechend wurde ständig gelästert. Schrecklich, ich würde nie wieder nur mit Frauen arbeiten wollen. Eine Kollegin meinte zu mir ich soll bloß nie was über mein Privatleben sagen, dass würde nur Gründe geben über mich zu sprechen…
    Ich habe auch in einer bekannten Parfümerie als Aushilfe im Weihnachtsgeschäft gearbeitet, eine Frau wollte mich mobben, meinte zu mir ich stinke nach Schweiß und solle doch mal zum nem Tester gehen und mich einsprühen, als ich eine Kollegin fragte, ob das stimmt meinte sie überhaupt nicht und das diese Frau eh immer seltsam war. Im Mitarbeiterraum waren Verkaufsstrategien an den Wänden befestigt, die Sprüche waren so lächerlich, dass ich mich fragte, ob die ihre Kunden verschrecken wollen oder glauben diese wären so doof, dass sie auf Sprüche nicht kapieren.
    Manchmal glaube ich, die Leute bekommen zu wenig Geld, haben dementsprechend wenig Bock oder es ist eine Provision vereinbart und deswegen wird wenn und aber ein Produkt an den Mann gebracht, obwohl es gar nicht passt.
    Bei Douglas kaufe ich gar nicht vor Ort. Online bekommt man Rabatt, Goodies… Im Laden wird man schräg angeschaut, weil man vllt grad nicht den reichsten Eindruck macht.
    Schade, schade. Ich frage mich, ob sich da irgendetwas dran ändern wird. Ein Laden wie Boots wäre der Wahnsinn.
    Ach, was ich noch in den Raum schmeißen wollte ist, dass ich glaube, dass Parfümerien sich immer weniger Mühe um Kunden machen werden, weil sowieso so viel Youtuber meist gratis Produktwerbung betreiben und man mit wenigen Klicks, oder einem Link schon im Onlineshop ist.
    Eine schöne Kundenbindung hat Pieper bei Facebook finde ich. Es sollte sich jedoch definitiv vor Ort in den Läden etwas ändern.
    :) liebste Grüße
    Karo

    • Reply
      Magi 15. März 2015 at 17:00

      Polen ist ja mit den Niederlanden, glaube ich, das einzige Land mit Douglas UND Sephora oder? Obwohl es da ja alles mega-teuer ggü dem Einkommen ist, läuft’s. Und wieso bitte nicht hier mit hohen Preisen und hohen Einkommen? Ich hatte schon häufiger das Gefühl, dass man bei Douglas vermittelt bekommt, Reklamationen würden sie bald in die Insolvenz zerren…

      Die Sache mit dem Gehalt ist aber gewiss nicht unwesentlich. Sich jetzt in den Einzelhandel zu stürzen – da muss man schon mutig sein. Daher mein wager Vorschlag der Verknüpfung mit einem Online-System. Schwierig, wenn man spielt, will man ja auch gern sofort mitnehmen. Aber warum nicht direkt im Laden bestellen, bei direkter Beratung bekommt man noch nen Code zugesteckt oder Pröbchen sofort.

      • Reply
        Owli 17. März 2015 at 11:45

        Nicht nur in Polen; auch in Prag gibt es Sephora und Douglas zum Beispiel.

        Und da war ich beim Douglas sehr begeistert! Ich habe ein bisschen am Bobbi Brown Counter geschaut und wurde nett angesprochen. Ich spreche kein tschechisch und die Mitarbeiterin konnte nur ein bisschen English, aber es war auf jeden Fall ok. Sie war sehr bemüht. Als sie gesehen hat, dass ich mich für die Foundations und Puder interessiere, hat sie mir angeboten ein Tagesmakeup zu schminken.

        Also wurde ich behutsam abgeschminkt; alles sah sehr sauber und hygienisch aus. Ich war sehr begeistert. Das Make Up sah klasse aus und sie sagte zu mir, ich soll doch mal schauen, wie es sich so im Tagesverlauf macht und wiederkommen, wenn ich es kaufen möchte. Dazu gab es noch ein Sachet von einer Bobbi Brown Feuchtigkeitspflege. Ich war restlos begeistert.

        Sie hat mir auch Schritt für Schritt erklärt, was sie macht und warum und welche Produkte sie benutzt. Auch die anderen im Douglas waren nett und meine Freundin, die mit mir dort war, hat eine tolle Beratung zu einem Duft bekommen und den dann auch gleich gekauft. Dazu gab es noch zwei Duftpröbchen.

        Bei Sephora in Prag wars auch super!

        Es geht also anders.

        Aber langfristig denke ich auch, dass Douglas hier mehr tun muss!

        LG

        Owli

      • Reply
        Karolina 15. März 2015 at 17:25

        Ja genau, in Polen gibt es neben Douglas auch Sephora, wobei Sephora nicht alle Produkte hat, die es z.B. in den USA, oder Frankreich gibt. Die Polen kaufen trotzdem irgendwie gerne Luxusprodukte ein, was sie ja dort tatsächlich sind. Die Preise sind 1:1 mit unseren Preisen vergleichbar, der Stundenlohn einer Mitarbeiterin im Verkauf bewegt sich bei 1/4 – 1/3 von unserem. Ja das Konsumverhalten der Polen ist ziemlich krass, die soziale Schere noch weiter als bei uns. Viele Leute nehmen Kredite auf um mithalten zu können. Für mich nicht nachvollziehbar, wird aber bestimmt auch viel mit der Geschichte des Landes zu tun haben. Frage mich manchmal auch, wenn ich dort bin, ob ich wirklich grad 20 Zl für einen Kaffee im Starbucks ausgeben möchte, dafür arbeitet man z.B. im Hostel an der Rezeption 4 Stunden!
        Mittlerweile bietet Polen ja auch Bath & Bodyworks, Victoria Secret Beauty etc., irgendwie wird da ziemlich viel in den Markt gepumpt und investiert.
        Da fragt man sich wirklich manchmal, warum in Deutschland jeder seinen Euro fünf mal umdreht, obwohl es uns wesentlich besser geht.
        Mein Freund ist gerade in Schottland, habe ihm eine kleine Liste für Boots mitgegeben, hoffentlich kann er alles bekommen :-D
        Ich wollte dir auch noch sagen, dass dein Blog einer der ersten war, die ich angefangen habe zu lesen und ich kehre immer wieder gerne zurück. Ich lese Blogs nicht mehr so regelmäßig, aber wenn ich Lust darauf habe fällt mir zuerst deiner ein :-)
        Liebe Grüße

        • Paula 16. März 2015 at 14:52

          In Polen sind die Frauen einfach offener, was Beauty angeht. Sie geben dafür auch mehr Geld aus als hier, obwohl sie meist ein wesentlich geringeres Einkommen haben. Das Interesse an der Materie ist erheblich höher. Deswegen bin ich auch überzeugt, dass der Zustand in unseren Drogerien/Parfümerien nichts mit Kaufkraft zu tun hat; davon haben die Deutschen genug.

          Ich habe den Eindruck, dass deutsche Frauen nicht so experimientierfreudig sind. Und mit Emperimentierfreude meine ich nicht unbedingt einen ausgefallenen Look… Viele trauen sich nicht mal an flüssige Foundation heran!

          Viele vergessen einfach, dass Make up abwaschbar ist. Sie bleiben lieber bei ihnen schon vertrauten Dingen, wie dem Puder aus der Drogerie oder mal einem neuen Nagellack. Wenn man sich mal etwas luxuriöses gönnen möchte, wird zu einem Parfüm gegriffen; damit kann man ja nichts falsch machen. Sich mit Make-up-Applikation zu beschäftigen kostet ja auch Zeit…

          Diese Mentalität bremst natürlich die Industrie. Das Angebot ist so wie es ist, weil ein Ausbau für die Firmen nicht lukrativ genug und/oder zu risikoreich ist. Freiwillig lässt sich ein Unternehmen keinen Gewinn entgehen.

          Leider sehe ich auch nur schwer einen Ausweg aus dieser Situation. Die Frauen in diesem Land werden ohne zusätzliches Angebot wohl kaum dazu veranlasst, neue Dinge auszuprobieren. Und ohne einer Veränderung der Mentalität und des Kaufverhaltens bleibt der deutsche Beautymarkt eher unattraktiv.

  50. Reply
    I. 15. März 2015 at 16:49

    Super Beitrag, da hast du absolut recht! Ich bin aus der Schweiz, und da ist es nochmals deutlich schwieriger, an gewisse Marken ranzukommen (z.B. gibt es Burberry Beauty nicht mal online zu bestellen, Sephora liefert nicht in die Schweiz, etc.). Natürlich ist der Markt klein, aber dafür ist die Zahlungskraft relativ hoch (was die Marken ja auch liebend gerne ausnützen…). Ich finde auch, dass Douglas nicht gerade sehr sympathisch ist (weder in D noch in CH), aber an den Countern in den grossen Warenhäusern fühle ich mich relativ gut aufgehoben und auch beraten (erstaunlicherweise sogar hinsichtlich Foundation-Farbe). In Düsseldorf ist mir die Parfümerie Schitzler sehr positiv aufgefallen. Obwohl sie eher gehobener wirkt, ist die Bedienung jedes Mal extrem freundlich und die haben dort auch Marken wie By Terry, Lipstick Queen u.ä., die sonst nicht so häufig zu finden sind. Aber es ist auf jeden Fall so, dass das aktuelle Angebot in D und CH nicht mit Sephora etc. mithalten kann… Ich unterstütze deshalb dein Votum voll und ganz!

  51. Reply
    Jen 15. März 2015 at 16:53

    Ich sehe das tatsächlich ähnlich wie du und vermisse Sephora hier in Europa sssseeeehr! Die französische Variante finde ich wenig attraktiv, bis auf die Marken, die wir hier nicht bekommen. Meist weigern sie sich dort, etwas anderes als französisch zu sprechen, und viel Interesse haben die Verkäuferinnen dort nicht, naja.

    Ein Laden wie Sephora, bei dem es so viele geniale Marken zum Vergleich und so ein tolles Bonusprogramm gibt, wäre einfach genial! Ich muss jetzt aber auch mal eine Lanze brechen für Douglas und Co.:

    Das Problem ist tatsächlich, dass immer noch die einzelnen Firmen entscheiden, wie sie ihre Ware präsentieren, welche Tester sie den Filialen schicken und wie viele Proben es gibt. Gerade gestern wieder erlebt: Unsere Deko Leitung verzweifelt über ein Telefonat mit Marke xyz, weil die nicht mehr Tester nachliefern wollen… von den Proben mal ganz zu schweigen. Abfüllen ist eigentlich auch so eine Sache, die ich persönlich schwierig finde. Ich glaube, wir als Beautyverrückte fänden das super, Tatsache ist aber, dass es eine Unmenge an Kunden gibt, die solche sachen abgraben, horten und nie kaufen. Man erlebt das täglich! Wer wirklich Interesse hat lässt sich das ganze auftragen. Und wir sind auch nicht böse, wenn man dann nicht direkt kauft, sondern erstmal schaut, wie das Ganze sich so macht ;)

    Interessant finde ich aber, dass ich, der nicht direkt bei Douglas angestellt bin, meist mehr über verschiedene marken aus dem Ausland oder neue Produkte weiß, Da müsste man die Mitarbeiter viel besser aufklären, welche Online Neuheiten es gibt. By Terry, Urban Decay … hab ich alles schon für Kunden bestellt, und andere wussten noch nicht mal, dass es das online gibt. Da besteht Aufholbedarf! Ansonsten sehe ich die Entwicklung aber positiv, gerade ist Sigma neu eingezogen und ich hoffe, es geht so weiter! Genial fände ich ja, wenn auch mal im Bereich Pflege etwas dazu kommt, was nicht nur aus extrem viel Chemie und Parfumstoffen besteht. Sowas findet man meist nur in der Apotheke!

    Und noch ein Wort zum Thema „abschätzig behandelt werden“: Ich denke das kommt leider vor, aber es ist ein schwieriger Punkt. Als Außenstehender weiß man gar nicht, wie viele anstrengende Kunden da am Tag kommen. Da ist man dann leider auch mal genervt und der nächste Kunde bekommt es ab. Sollte nicht so sein, ganz klar. Aber man muss eben auch beide Seiten sehen ;)

    Ich lasse dir liebe Grüße da
    Jen

    • Reply
      Magi 15. März 2015 at 17:08

      Ich glaube Dir die Sachen sehr gerne – sowohl das Ausnutzen des Service‘ als auch die Kunden, die die Laune verderben. Klar habe ich da auch Mitgefühl und erkläre es mir auch stets so – warum es so ist. Aaaber ich bin auch nicht bereit das auszubaden. Beim Auftragen vor Ort ist doch der Fehlkauf vorprogrammiert. Und nur, um Douglas Geld zu ersparen, möchte ich mir nicht mal nen Tag frei nehmen, um ungeschminkt hinzugehen, abzuwarten, draußen schauen… Mir ist schon klar, dass andere Frauen sowas nicht machen, aber die Laufen dann auch mit nem Rand herum – einem 50€ für 30ml-Rand.

      Das mit den Brands selbst glaube ich auch gern und bin mir sicher, dass das auch ein deutsches Phänomen ist. Darauf schließe ich einfach mal ganz frech vom PR-Alltag aus.

      • Reply
        Karolina 15. März 2015 at 17:35

        Das mit den frechen Kunden kann ich verstehen. Trotzdem es jeder potentielle Kunde kann durch Freundlichkeit gebunden werden. Meine negativen Erfahrungen schrecken mich doch um so mehr ab nochmal vorbeizuschauen. Jeder neuer Kunde ist eine neue Chance einen schlechten Tag in einen guten umzuwandeln. Wobei das mit der Kundenfreundlichkeit auch immer variiert, das muss man auch ehrlich sagen. Letztens habe ich mit einer Freundin etwas für 5 Euro gekauft und wir beide haben ein Pröbchen eines Parfüms dazubekommen. Super. Aber manchmal kommt man dort an, zahlt einen Haufen Geld an der Kasse und wenn man nach einem Pröbchen fragt wird man abgewiesen, dass das grad nicht da wäre. Okay, aber dann könnte man mir etwas anderes anbieten.

  52. Reply
    ania 15. März 2015 at 16:57

    Als ich gestern mit der Laura Mercier Verkäuferin im Lafayette sprach, sagte sie, es gäbe Gerüchte, Nars würde wieder zurück kommen. Ich habe direkt hyperventiliert und hoffe natürlich sehr, dass sie Recht behält. Leider sagte sie auch, dass der Burberry-Counter aus dem Lafayette verschwindet. Sehr, sehr schade.

    • Reply
      Magi 15. März 2015 at 17:10

      Da ist aber auch ne Fluktuation, kann das sein? :rotfl: Schaaade, warum denn Burberry? Ach, die sind ja auch bei Douglas mittlerweile oder? Den Counter fand ich ja mega-nett.

      Vor 1 1/2 Jahren hieß es bei SHISEIDO zumindest NICHT IN ABSEHBARER ZEIT, aber die Zeiten ändern sich doch. Ich bin mir sicher, NARS wird wiederkommen. Sie haben viel gut zu machen :devil:

      • Reply
        ania 16. März 2015 at 09:34

        Ja, ich mag den Burberry-Counter auch sehr, aber es gäbe dort wohl auch seit einem Jahr keine Fachkräfte mehr, die sich um den Counter kümmern. Dann ist es leider auch klar, dass die Kundschaft flöten geht und die Marke auf lange Sicht keine Chance hat zu überleben.
        Aber immerhin gibt es die Produkte (noch?) online, aber es geht natürlich nichts über das swatchen und rummantschen vor Ort.
        Für mich gibt es eigentlich keine Marke, die ich mir hier so sehr her wünschen würde wie Nars.
        Und so ein Sephora-artiges Geschäft, wie du es hier beschreibst wäre natürlich der absolute Oberhammer. Mein Gefühl sagt mir aber irgendwie, dass Deutschland dafür noch nicht bereit ist :giggle:

        • ania 16. März 2015 at 10:02

          PS: Mir fällt noch ein, dass ich in der Regel zu den Servicefachkräften eher Abstand nehme. Ich brauche keine Beratung, da es selten vorkommt, dass diese wirklich hilfreich ist. Bei Urban Decay bei Douglas, zum Beispiel, habe ich vor einiger Zeit nach einer Beratung eine Foundation gekauft. Zuhause angekommen habe ich leider gemerkt, dass sie zu pink/ dunkel ist. Wieder hingegangen und umgetauscht (Das ging problemlos). Die Umgetauschte ist diesmal schön gelblich aber immernoch zu dunkel…
          Ich habe es noch NIE erlebt, dass eine Fachkraft in der Lage ist die richtige Foundationfarbe für mich zu finden.
          Viele (nicht alle) stehen nur da und präsentieren einem die neueste Limited Edition mit Betonung darauf, wie limitiert doch alles ist. Fühle mich dann auch immer für blöd verkauft, als ob „limitiert“ die einzige Eigenschaft ist, die ein Kosmetikprodukt kaufenswert macht.

          So, jetzt ist der Dampf raus, danke fürs Zuhören :-D

  53. Reply
    da_lindchen 15. März 2015 at 17:25

    ein wirklich, wirklich toller Beitrag, der zum Nachdenken anregt. Du hast vollkommen Recht, dass ich Douglas aufgrund des von dir beschriebenen Images und der Erfahrung mit schlecht – oder zumindest nicht up to date – ausgebildeten Dougletten wirklich nicht gerne betrete. Bei manchen Filialen (nämlich jene, die sich mitten im Shopping Center befinden und eine große offene Front haben, anstatt eines kleinen Eingangs), geht es eigentlich. Manches wirkt ja doch recht frisch…
    Müller ist ein guter Punkt mit dem wirklich breiten Angebot- aber da fehlt eben auch die kompetente Beratung. Ich glaube, gerade die von dir vorgeschlagenen Schminkkurse würden in Deutschland viel bewegen. Gut, wenn ich mir viele junge Mädels ansehe, staune ich manchmal nicht schlecht, was sie schon drauf haben und führe das auf Youtube und Co. zurück. Aber die Altersgruppe zwischen 20 und 60 sage ich mal fällt irgendwie zum Großteil raus aus dem Raster. Und gerade da liegt so viel Kundenpotenzial!

    Was mir auch noch als Positivbeispiel einfällt, sind die Shops von Shades of Pink oder Kosmetik4Less, zumindest was die Zielgruppe angeht. Aber ich habe noch keinen der beiden von Innen gesehen, weil eben nur lokal… von daher kann ich das Feeling und den Service im Shop nicht beurteilen.

  54. Reply
    divna 15. März 2015 at 17:50

    unterschreib ich alles! österreich ist irgendwie noch trauriger unterwegs … wir haben zwar noch marionnaud – aber die versprühen genauso viel charme wie douglas :/

    • Reply
      Karin 15. März 2015 at 18:51

      Wie recht ich dir doch geben muss – ehrlich gesagt bin ich mega froh an der deutshen Granze zu wohnen und ab und zu mal in einen deutschen DM gehen zu können. Viel mehr auswahl und BILLIGER. Ich könnte mich so über die österreichische Preispolitik aufregen… *ommmm*
      Marionnaud… ohweh. Der bei uns im Ort ist mit sehr unsympatischen, forschen Verkäferinnen gesegnet dass ich da keinen Fuss mehr reinsetze. Einmal habe ich sogar ein Beschwerdemail an die Zentrale geschickt weil die Geschäftsführerin eine Angestellte mitten im Laden zurechtgewiesen hat. Da verstehe ich keinen Spass. Ausserdem haben die auch alles was mit der breiten Masse mitrennt.. *gääähn*

  55. Reply
    Karin 15. März 2015 at 18:26

    Ich schaue mir ja gerne auf youtube Videos von amerikanischen Kosmetikbloggerinnen an. Was ich dort zu sehen bekomme treibt mir jedesmal die Tränen in die Augen: die haben in jedem Walmart eine grössere Auswahl an Schminksachen als wir uns erträumen könnten. Und dazu verschiedene Marken… Und von den Ultas und Sephoras möchte ich erst gar nicht anfangen.
    Aber ich muss sagen: schaut euch bei uns um – wie viele schminkverrückte Frauen wie uns gibt es? Wenige. Und es erschreckt (…) mich immer wieder wie wenig die Frauenwelt überhaupt über Kosmetik/schminken/pflege wissen und auch keine Lust (?) haben sich damit zu beschäftigen. Bei uns ist halt immer noch die Devise „ja nicht auffallen“ und „die muss es ja echt nötig haben, viel Zeit haben um sich zu zu stylen“ – ich kenn es doch selber, alles schon erlebt. Hast du einen Beruf der dich zu einem angenehmen Äusseren „zwingt“ und du auch Freude daran hast, wirst du gleich angefeindet. Mamamia, haben die Leute keine anderen Probleme?
    Was ich bei uns SEHR vermisse sind die ganzen tollen Rabattaktionen wie es sie zB in England und den USA gibt: kauf eines, krieg eines gratis dazu, zum halben Preis etc. Das animiert mal was zu kaufen was du sonst nicht mitnehmen würdest! Manchmal veranstaltet DM Ö -25% auf Schminksachen-Aktionen, aber nur wenn du soundsoviele Punkte dafür von deiner Kundenkarte abdrückst. Beschiss, denn meist sind es 75 Punkte gegen Rabatt und die durftest du dir vorher mit 75 Euro teuer erkaufen. Ich frage mich auch, warum es zB auf Douglas online hin und wieder ausverkauf gibt, aber das gleiche Zeugs wird stur in den Geschäften zum gleichen Preis weiterverkauft (zumindest bei uns in Ö). Und wenn was abverkauft wird, sind es Ladenhüterparfüms und dazu immer die gleichen. Und die Douglas Card -5% Rabattt ist auch Augenauswischerei. Ich weiss, da ich selber in dieser Branche gearbeitet habe, dass die gegebenen Prozente vorher wieder auf den Preis draufgeschlagen wird.
    Es gäbe viel zu tun auf diesem Sektor,…

  56. Reply
    Ekiem 15. März 2015 at 18:55

    Super guter Artikel! Hab ihn wirklich gerne gelesen und kann dir nur recht geben!

  57. Reply
    Die Lackmamsell 15. März 2015 at 19:39

    Schöner Bericht!

    Douglas ist furchtbar, das ist so. Da kaufe ich eigentlich nur meine Tagescreme und meine Waschgel fürs Gesicht. Abundzu Parfüm, aber nur, weil ich in meiner Stadt keine andere Option habe (und meine Nachbarn mich schon hassen für die fünftausend Pakete jede Woche). Die Betreuung bei Douglas kommt wirklich auf den Laden an. In Stralsund wurde mir schon eine Tagescreme als „Parfümfrei“ verkauft obwohl sie Parfüm enthielt (Die Verkäuferin meinte doch, dass parabenfrei und parfümfrei gleich sind. Die wurde nur verbal abgefertigt.). In Neubrandenburg sind die Damen bisschen netter und ich fühl mich nicht so „Bin ich gut genug für Chanel & Co?“, weil die Kaufkraft der ganzen Stadt bisschen weit unten ist, aber wirkliche Fachkompetenz sucht man auch vergeblich.

    Bei Sephora war ich einmal in Paris – die Verkäuferinnen sprachen sogar freiwillig Englisch mit mir! Und das Sortiment. Hätte ich mehr Geld gehabt, hätte ich mehr gekauft (mein Freund hat mich angesehen als wär ich irre). Uns fehlt eindeutig eine Nische zwischen Drogerie und Parfümerie.

    Das mit Müller ist übrigens der typisch deutschen Einstellung „Geiz ist geil“ geschuldet. Wir Deutschen haben seit Jahren (die Saturn Werbung war das Sahnehäubchen) eine „Geiz ist geil“ – Einstellung entwickelt und kultivieren sie auch. Meine Professoren für Marketing finden es unheimlich schwierig in Deutschland Marketing zu betreiben, weil wir schlichtweg geizig sind. Einige von denen haben schon im Ausland gearbeitet und fanden es dort leichter die Zielgruppen zu bewegen, weil man weniger starr auf den Preis achtet als wir es tun.

    Persönlich würde ich gerne Sephora, Ulta, … (oder ähnliches) deutschlandweit haben (und nicht nur in Berlin, Köln, Hamburg, München, Stuttgart und Frankfurt). Ich trage zwar nicht jeden Tag buntes Make Up, aber es würde unwahrscheinlich helfen meinen Offline Freundinnen zu zeigen warum ich diesem Hobby fröne. Und das kann man bei Rossmann, DM, Müller und Douglas schlichtweg nicht. Da ist es entweder das reine „Fast Food“ Prinzip (was bin ich immer froh, wenn ich bei Rossmann mittags unter der Woche einkaufen kann, weil es dann leer ist und ich nicht fünf Leuten auf die Füße trete) oder eben „Bist du gut genug für Chanel & Co.?“.

  58. Reply
    kirschvogel 15. März 2015 at 20:14

    Ja, bitte! Wo kann ich unterschreiben? In meiner Kleinstadt gibt es gottlob zwei Parfümerien mit sehr freundlichem und interessiertem Personal, aber begrenztem Angebot. Douglas zähle ich nicht dazu. Da gehe ich nur rein, um Dinge nachzukaufen. Besonders häufig findet man mich im Müller, auch wenn dort die Auswahl begrenzt ist.

    „Beraten“ lasse ich mich schon lange nicht mehr. Austauschen kann ich mich nur beim Breuninger Stuttgart (MAC Counter) einigermaßen. Ansonsten kaufe ich online. Also ja, ein bisschen Konkurrenz für die Platzhirsche ist durchaus erwünscht. Sephora in Deutschland wäre natürlich ein Traum und hat ja auch ein sinnvolles Konzept. Etablierte Luxusmarken und Nischenprodukte ergänzen und tragen sich wunderbar.

  59. Reply
    Muddelchen 15. März 2015 at 20:40

    Ein toller Artikel und sehr gut auf den Punkt gebracht! Ich schmachte schon seit Jahren US-Kosmetik an, schon lange bevor ich gebloggt hatte, wenn so Sachen wie von Ulta in die deutschen Drogerien einziehen würden, würde ich Luftsprünge machen :) Auch wünsche ich mir Marken wie Tarte oder eben auch asiatische Kosmetik in unseren Läden – wo man das kaufen kann, ist mir eigentlich egal, Hauptsache, es geht.

    Viele schrecken vor Auslandsbestellungen zurück, sei es wegen zu erwartender Zollgebühren oder langen Lieferzeiten oder einfach dem Gefühl, die Produkte könnten nicht ankommen..ich selbst habe damit bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht, aber, es kommt immer wieder mal vor wie ich hörte.

    In der Tat haben wir hier in unserem Land aus Douglas als große Parfumierkette und dm, Rossmann und Müller nicht wirklich etwas zu bieten. Wobei Müller von den Marken her für mich keine typische Drogerie ist, sondern schon so ein Mittelding aus Drogerie und Parfumerie.

    Auch ich habe mich mal gefragt, woran es liegen mag, dass wir hier nicht interessant genug sind, um gehypte Auslandsmarken auch dauerhaft einzuführen. Ich habe keine Antwort gefunden.

    Aus Bloggersicht ist der Preis eher zweitrangig, für die normale Frau von nebenan wird der Preis immer das erste Kaufkriterium sein. Da unsere bekannten Drogeriemarken nach meiner Auffassung gerade in den letzten 2 Jahren qualitativ einen großen Sprung gemacht haben (vor allem Essence), besteht womöglich nicht wirklich Bedarf, Auslandsmarken – die oft teurer sind – hier am deutschen Markt fest zu etablieren. Auch hier muss man wieder differenzieren, was sich Beautybegeisterte Blogger und Youtuber, die insgesamt gesehen natürlich in der Minderheit sind, wünschen und was die „Standard-Frau“ sich wünscht, die auch gar nicht so das Anspruchsdenken hat wie unsereins.

    Alles in allem ist es immer eine Gratwanderung und hohes Risiko für ein Unternehmen, Auslandsstandorte zu gründen. Hier gilt es ja, viele Aspekte zu berücksichtigen und im Zweifelsfall dann vielleicht eher nicht. Letztlich ist Deutschland ein recht kleines Land, was man auch nicht vergessen sollte; auf europäischer Basis liesse sich da womöglich mehr erreichen; aber, in Gesamt-Europa gesehen haben innerhalb der EU so einige Länder bei weitem nicht die Kaufkraft wie hierzulande.

    Ich denke, dass das Thema an sich schwierig ist. Allerdings kann man gut beobachten, dass so einige Marken, von denen wir uns auch nicht vorgestellt haben, dass sie vielleicht den Weg über den großen Teich schaffen, durchaus hier gut eingeführt wurden; mir fällt da gerade NYX ein, obwohl die anfängliche Preispolitik ein böser Witz war und mittlerweile auf einem halbwegs angemessenen Niveau funktioniert. Allerdings kenne ich da keine prozentualen Werte, was sicherlich mal sehr interessant wäre, im Vergleich zu anderen Marken, die immer schon hier waren.

    Um Deine Frage zu beantworten, wo man sich wohlfühlt beim Shopping: Douglas ist für mich schon lange kein attraktives Unternehmen mehr; ich habe bereits im letzten Jahr die meine langjährige Douglas-Card, in der ich wenig bis keinen Nutzen mehr sah, gekündigt. Auch stört mich, dass dieses Unternehmen so marktführend ist, was ich gleichzeitig auch als langweilig empfinde.

    Ich fühle mich recht wohl bei den üblichen Drogeriemarken, aber meine heimlichen Lieben wie Zoeva und Sleek sowie die eine oder andere High End Marke (z.B. The Balm und Benefit) wären vor den Drogerieprodukten immer meine erste Wahl, sofern ich dort noch Sachen finde, die ich noch nicht habe oder haben möchte. Ansonsten finde ich unser aktuelles Drogerieangebot absolut ausreichend. Gerade auch dm hat seine Produktpalette stets angepasst und ist vielen Trends gefolgt, egal, ob es Konjac Sponge ist oder qualitativ gute Pinsel von Ebelin zum kleinen Preis. Auch finden sich im Drogeriebereich immer mehr Dupes zu High End Marken, mit denen ich persönlich gut leben kann.

    Alles in allem darf man wohl gespannt sein, wie die Entwicklung in den nächsten Jahren weiter vorangehen wird. Tatsächlich erinnere ich mich, dass es vor ca. 15 Jahren tatsächlich einen Sephora in Köln gab, der ungefähr 2 oder evtl. 3 Jahre, wenn überhaupt so lange, in der Kölner Innenstadt ansässig war und offensichtlich nicht gut funktionierte – die Produkte waren zu teuer. Sowas kann jederzeit wieder passieren und das wissen natürlich auch ausländische Kosmetikfirmen, die sich evtl. mit dem Gedanken tragen, Europa oder den deutschen Markt bereichern zu wollen.

  60. Reply
    Mrs.Vedder 15. März 2015 at 20:48

    Ich habe schon so oft überlegt , ob ich es wirklich so toll fände , wenn es in Deutschland gleich bei mir um die Ecke einen Boots gäbe , einen Selfridges oder einen Liberty etc.. Für mich ist das Besondere an Reisen ins Ausland gerade dieses Entdecken von neuen Sachen , die es hier nicht gibt und die Vorfreude aufs nächste „mal“, wenn ich mich wieder mit meinen Lieblingen eindecken kann… Wie wäre das , wenn ich meinen heissgeliebten Nars Concealer im Müller bekäme?wenn ich dort auch Urban Decay, Marc Jacobs , Anastasia BH, Tarte , Suqqu, Shue Uemura etc bekäme??? Worauf würde ich mich dann nich freuen können, wenn ich das nächste Mal z.B. In London bin???

    • Reply
      Mrs.Vedder 15. März 2015 at 20:54

      I Hört sich etwas gaga an , ist aber so

  61. Reply
    Mrs.Vedder 15. März 2015 at 20:55

    Ich kann nicht bestätigen , dass ich es wichtig finde , dass eine Verkäuferin jung ist oder älter, sie muss mir sympathisch sein und sie muss sich auskennen, wenn ich das Gefühl habe, sie schwatzt mir was auf , kaufe ich gar nichts, sie sollte mich auch in Ruhe lassen , und mir nicht ständig im Nacken hängen, mich aber auch nicht ignorieren…
    Allerdings kenne ich auch die andere “ SEITE“
    Ich arbeite in einer großen Apotheke , bei der Freundlichkeit und Beratung ganz fett auf der Fahne steht und ich weiß , dass das nicht überall so ist…
    Auch ich als Kundin musste schon das ein oder ander mal die Erfahrung machen , dass der Kunde nicht überall König ist, ABER ich kann Euch auch sagen , dass das Verhalten vieler Deutscher Kunden auch nicht gerade immer das allerbeste ist : da wird gefordert(Zugaben in Originalgröße), gemotzt, aufgemacht , umgetauscht , rumgefeilscht ,rumgebrüllt , angegrauteste , kaputtgemacht etc.
    das sollte man beim Thema Servicewüste auch nicht außer Acht lassen … So ein Kosmetikafusteller mit Testern kostet richtig viereckiges Geld und wie sehen die dann manchmal aus im Müller , Douglas ode DM? Wie

  62. Reply
    Mrs.Vedder 15. März 2015 at 21:00

    Wie S.au und das waren sicher nicht die Verkäufer…
    Sorry für die vielen einzelnen Beiträge, aber mit dem iPad klappt et nich so

    • Reply
      Conny 16. März 2015 at 01:38

      wobei meinst du, dass das in anderen Ländern anders wäre? Das also die US-Amerikaner durchgängig liebe, zurückhaltende, demütige Kunden sind?
      Das glaube ich nicht. Gute sowie schlechte Kundschaft in puncto Benehmen gibt es doch überall.
      Trotzdem ist das System gegnüber den Kunden in anderen Ländern ein anderes, wenn man die Erfahrungen hier alle so liest. Also lässt sich daraus schließen, dass entweder die deutsche Mentalität einer durchgängig freundlich-reagierenden Verkäuferin entgegen steht, weil sie sich falsches Verhalten von etwaigen Kunden vielleicht zu sehr zu Herzen nimmt und dann auf den nächsten Kunden überträgt oder aber, dass hier eben einfach nicht richtig geschult wird.
      Und ich würde auf Letzteres tippen, denn wir sind alle nur Menschen und jeder hat mal einen schlechten Tag, aber wenn du eine intensive, kundenbezogenen Schulung hinter dir hast, die auch regelmäßig aufgefrischt wird und dir permanent verinnerlicht wird, welche Bedeutung eine positive Kundenerfahrung auf Dauer für dein Unternehmen und deinen Job hat, dann gehst du sicher auch besser mit grober Kundschuft und schlechten Erfahrungen um, bzw. hast eben gelernt das irgendwie anders zu verarbeiten, durchzuatmen und beim nächsten Kunden wieder bei 0 anzufangen. Zeitweise schlechte Kundschaft sollte keine Entschuldigung für unsere deutsche Servicewüste sein :/
      LG

  63. Reply
    Paula 16. März 2015 at 15:23

    Die Geschichten, die man hier so hört, sind echt unglaublich. Ich verstehe einfach nicht, wieso die Mitarbeiterinnen sich so verhalten. Auch jüngere Kundinnen und Menschen, denen man auf den ersten Blick nicht unbedingt Wohlstand zuschreibt, haben eine nette, aufmerksame Bedienung verdient!

    Zudem fällt der Lohn im Handel nicht gerade üppig aus. Die Damen können sich die teuren Produkte, die sie verkaufen, oftmals also selbst nicht leisten. Deshalb verstehe ich einfach nicht, wieso sie andere Kunden von oben herab behandeln, sie gehören doch selbst eher zu der Gruppe der Geringverdiener, die sie mit Blicken strafen (oder zumindest jene Personen, die sie für Geringverdiener bzw. wenig zahlungsbereit halten).

    Das Phänomen, dass man in „richtigen“ Luxuskaufhäusern (z.B. KaDeWe oder das Alsterhaus) meist besser behandelt wird ist darauf zurückzuführen, dass das Personal dort weiß, dass man die Zahlungsbereitschaft dem Kunden schlecht ansehen kann. Eine Freundin arbeitet in solch einem Kaufhaus und sie meint, dass die Kunden, denen man es am wenigsten ansieht, das meiste Geld ausgeben. Mitarbeiter, die oberflächlich an die Sache herangehen, lassen sich oft so die fette Provision entgehen…

    • Reply
      Chris 16. März 2015 at 15:39

      @Paula: genau das hab ich mich eben auch gefragt: warum nun gerade die VerkäuferInnen sich so herablassend geben, wo sie doch selbst eher bescheiden verdienen…Früher war das vielleicht ein Zuverdienerjob, aber heute doch nicht mehr.

      • Reply
        Karin 16. März 2015 at 19:38

        Ich kann euch nur von meiner Erfahrung berichten (und ich habe 3,5 Jahre in dieser Branche gearbeitet): die meisten Frauen sind einfach frustrierte Zicken die sich an ihren Mitmenschen abreagieren müssen. Und bist du als Mitarbeiterin jünger, hübscher, schlanker,… dann hast du auch die A****karte gezogen. Ich bin zwar selber ne Frau aber ich verstehe dieses Verahlten nicht – wenn ich mit meinem Leben/Aussehen/whatever nicht zufrieden bin, dann muss ich was ändern. Und dann diese beknackten hinterm-Rücken-reden und Ausspielaktionen etc. Viele tun einiges dafür dass es hinter der „schönen Fassade“ ordentlich brodelt. Dazu kommen noch Druck den Leuten die Ware reinzudrücken damit die Provision bzw die Firmenvorgabe stimmt.
        Und dann stellt euch mal vor ihr arbeitet in einem Laden in dem nicht viel los ist. Tja, dann stimmen die Einnahmen nicht und es ist genug Zeit für üblen Tratsch. Nein, ich werde nie mehr wieder in diesem Beruf arbeiten wollen.
        Ach ja und von wegen: die meisten können sich die Sachen nicht mal leisten die sie verkaufen – du bekommst sehr viel Zeug von den Firmen geschenkt. Jedes Mal wenn ein neues Produkt herauskommt, gibt es dazu eine Schulung und dann bekommst du eine Originalgrösse geschenkt. Also an Geschenken mangelt es nicht.

  64. Reply
    sarah 16. März 2015 at 15:35

    Das klingt, als würdest dir KIKO gefallen können
    ist übrigens auch tierversuchsfrei und somit „gut fürs Gewissen“, voll lächerlich das als eigene Kategorie aufzumachen, die buntesten schmink Suchtis sind oft vegan oder tierversuchsfrei… ich persönlich bin immer abgeturnt wenn ich jemanden von Chanel make up o.ä. schwärmen sehe, yeah Tierleid is ja sooo chic

  65. Reply
    Tessa 16. März 2015 at 15:51

    Und genau wegen solcher Artikel ist das hier der beste Beautyblog Deutschlands für mich. :yes:

  66. Reply
    Elle 16. März 2015 at 15:59

    Ein Sephora oder ein Laden wie Boots? Wow, das wäre ein Traum! Dazu noch Personal,dass wirklich gerne und mit Leidenschaft arbeitet und Menschen aller Altersklassen mit Respekt begegnet.
    Problem: Ich glaube der Markt bei uns in Deutschland ist ein anderer als in Uk oder den USA. Dort ist scheinbar alles bunter, vielfältiger, es gibt mehr Möglichkeiten die eigene Individualität auszudrücken. Und das tun die Leute auch. Bei uns scheint es alles angepasster und viel zweckorientierter zu sein, nur ihr Blogger und Youtuber stecht da heraus und zwar positiv! Ich bin 35 Jahre alt und muss schon sehr aufpassen mit wem ich über meine Beauty Leidenschaft spreche. Denn leider, leider wird man sehr schnell für komplett übergeschnappt, realitätsfern und tussig gehalten. Und ich denke das spiegelt den Markt wieder: Es gibt Produkte, die ihren Zweck für eine breite Masse erfüllen. Da sticht wenig heraus, weil es von vielen einfach nicht gewollt ist. Für die meisten ist Lippenstift gleich Lippenstift und Lidschatten ist schon mutig. Waruuuum nur? Nun gut, das sei dahingestellt. Durch euch Blogger und YouTuber entsteht aber eine neue Bewegung. Aber der Markt entdeckt es erst jetzt und auch erst langsam. Ich würde mehr Vielfalt in jeglichen Bereichen begrüßen, nicht nur beim Thema Beauty.
    Liebe Grüße von einer Leserin, die ihre Freude an euch Bloggern hat!

  67. Reply
    Anna 16. März 2015 at 16:15

    Du sprichst mir total aus der Seele! So oft habe ich mich schon darüber geärgert was uns in Deutschland alles entgeht! Für mich sind die Sephoras in Frankreich leider kein hinreichender Ersatz. Obwohl es von meinem Wohnort bis Straßburg eigentlich eine akzeptable Strecke ist, kommt man dort doch nur eher selten vorbei. Zusätzlich bin ich jemand der länger über eine Anschaffung nachdenkt. Als Student hat mans halt nicht so Dicke. Und dann steh ich im französischen Sephora und hab eigentlich schon wieder vergessen was ich mir vorgenommen hatte anzuschauen und laufe zum Schluss doch wieder ohne was raus :cry: Den Douglas online shop mag ich mittlerweile eigentlich echt gerne. In meinem Umkreis gibt es nur einen kleinen Douglas, durch den ich maximal eine Runde drehe und ein neues Trockenshampoo mitnehme. Vor einigen Jahren war ich mit einer Freundin dort um eine Clinique Foundation zu kaufen. Wir waren damals beide vermutlich um die 15. Die Verkäuferin hatte uns tatsächlich angesprochen und testete die Foundation auf der Hand meiner Freundin. Wo man schon sehen konnte dass es vieeeel zu dunkel war. Der Verkäuferin war das leider nicht klar. Als ich sie bat, die Foundation doch bitte im Gesicht meiner Freundin auszuprobieren war sie sehr pikiert. Natürlich lässt sich keiner gerne von einer 15 -jährigen belehren, aber Foundation auf dem Handrücken zu matchen ist einfach für eine Ausgebildete total unmöglich. Und diese Inkompetenz erlebe ich dort einfach nach wie vor viel zu oft.

    Was ich zu MAC noch sagen wollte: Die Artists an meinem MAC Counter in der Nähe passen leider genauso ins Schema wie die Douglas Verkäuferinnen. Von oben herab und inkompetent. Und dazu noch gefühlte 10kg Schminke im Gesicht.

  68. Reply
    Mone 16. März 2015 at 18:33

    Wahnsinn, was für ein angebrachter Artikel, der den Nagel auf den Kopf trifft – die Reaktionen und die Kommentarzahl hier spricht ja Bände! :yes:
    So viel kann man ja gar nicht mehr hinzufügen, weil schon so viele konstruktive Anmerkungen hier kamen. Irgendwie glaube ich, das „Servicewüste“-Problem trifft auf diese „deutsche“ Einstellung zu Kosmetik, die schon öfters hier diskutiert wurde (Drogeriesortiment und so…besser schnell und praktisch und irgendwie rudimentär geschminkt sein, alles andere sei zu aufgebrezelt und auffällig und zeitaufwendig und teuer). Vielleicht scheinen die VerbraucherInnen als breite Masse hier keine besondere Zielgruppe für bunte, verspielte, quirky, auffällige, gewagte, etc. Sachen zu sein. Auch bei Klamotten kommt es mir so vor, dass es anderswo ein besseres, breiteres Angebot gibt (wenn man nicht online im Ausland stöbern will), erst recht, wenn man über Größe 42 hinweg ist. Warum scheint es in Großbritannien z.B. soooo tolle Plussize-Kleidung zu geben, und hier sieht vieles nach Zeltplane aus? Potenzielle Käuferinnen wären doch genug da.
    Es ist schon irgendwie doof, dass Kosmetik zu kaufen oft einen Touch hat, der entweder eher nüchtern/sparsam ist (Müller/Drogerie/…) oder diesen bist-du-gut-genug-Blick der Verkäuferin, aber dazwischen scheint es fernab vom Onlineshopping nicht viel zu geben. Die Mac-Ladies in meiner Stadt sind (vielleicht bis auf Aushilfen oder „Neue“, die nicht so Ahnung haben) alle wirklich toll und bewirken durch ihre Art (Umarmung, duzen, nettes Geplauder, Begeisterung für ihre Produkte), dass ich gerne dort einkaufe und dabei Spaß habe. Klar ist das einfach ihr Job, sie möchten doch auch ihre Provision, aber warum ist es dann weiter hinten in der Filiale bei Chanel und Co. gleich wieder so unspaßig und elitär?
    Bei Marken wie Nars oder Marc Jacobs verstehe ich nebenbei gar nicht, warum die nicht mal (wieder) einen Launch wagen. Bei Urban Decay hat es doch wunderbar geklappt.

  69. Reply
    Adelsblass und Kunterbunt 16. März 2015 at 20:33

    Also ich bin total froh, dass es Sephora und Co. nicht in Deutschland gibt! Sonst hätte ich überhaupt keine Ausrede mehr, regelmäßig nach Frankreich zu „müssen“ und jede/n, die/der ins Ausland reist, mit ellenlangen Mitbring-Listen auszustatten!

    ;-)

    Aber mal im Ernst: Ich fände ein wenig mehr Bewegung auf dem deutschen Kosmetikmarkt wirklich famos, schon alleine, damit das Feld nicht den wenigen Platzhirschen überlassen wird. Ich persönlich bin in der Beauty-Abteilung vom Breuninger in Stuttgart „ausgewachsen“ und wurde und werde dort stets hervorragend bedient und beraten; selbst als ich noch ein Teenager war. Einzige Ausnahme: Der MAC-Counter. Totale Katastrophe. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann bitte das volle Farbsortiment aller Foundations aller Marken *janeeisklar* und problemlose Abfüllung von Produkten, respektive kundenfreundliche Rückgabemodalitäten. Dazu noch nette Schminketten und Schminketteriche, mit denen sich nett plaudern lässt und die vielleicht ausnahmsweise so ein ganz klein wenig Ahnung haben? Wäre das zu viel verlangt?

    So, bin dann mal Einkaufszettel für Italien schreiben!

  70. Reply
    Blunia 17. März 2015 at 05:26

    Die Punkte, die Du aufgezählt hast, treffen es ziemlich genau. Das wäre schön, wenn man sich Marken, die es in D im Moment nicht gibt live anschauen könnte.
    Was die Sephora Läden anbetrifft, bin ich etwas zwiegespalten – oder sind es doch die Läden? In einigen Ländern fand ich die Sephoras sehr kalt und stark auf teuere Markenprodukte ausgerichtet. Die Atmosphäre auch entsprechend unterkühlt, erlebt in Polen und Griechenland. Andere Sephoras wie der in Luxenburg wirklich toll und ansprechend mit vielen Labels (leider dadurch etwas überlaufen).
    Also wenn es einen neuen Beautylanden in Deutschland gibt, wünsche ich mir eine offenen anprechenden Laden mit unterschiedlichen Preissegmenten und Promotions von in D unbekannten Marken.

  71. Reply
    Sam 17. März 2015 at 14:18

    es passt jetzt nicht so zum Thema. Ich musste daran denken dass ich neulich auf einem US Blog über den no make up trend gelesen habe. scheint der neue mainstream zu werden. Interessant wenn sich das in den Staaten durchsetzt obwohl oder mit der grossen Auswahl und Kundenorientierten Freundlichkeit in hippen Geschäften. Mal so am Rande bemerkt…Die Diskussion hier gefällt mir sehr, danke für den tollen Artikel!

    • Reply
      Magi 19. März 2015 at 12:38

      Ich denke, es gibt immer nen Trend und einen Gegen-Trend. Wenn also einerseits sehr intensives Makeup in Mode ist, ist garantiert eine entsprechende Gegenbewegung genau so groß. Dafür wäre vermutlich einmal wieder Zeit.

  72. Reply
    CuteyV 19. März 2015 at 22:34

    Sogar als Frischling im Beauty Umfeld muss ich dir absolut zustimmen.
    Ich schaue mit Freuden BeautyBloggern aus verschiedenen Ländern zu, lasse mich von ihnen inspirieren und bin immer wieder entgeistert wie schwer es ist aus Deutschland an die Produkte zu kommen (ohne das horrende Porto aus den USA).

    Ich kaufe auch gerne bei Budni oder DM ein (einen Müller haben wir in Hamburg leider nicht) und probiere Catrice, L’Oreal und die anderen Marken aus – ABER auch Schminke ist etwas, was ich auf der Haut trage – da kann man für einige tolle Produkte auch mal mehr ausgeben. Bei Douglas fühle ich mich leider auch selten gut beraten (die MAC Damen mal außen vor gelassen)

    Ich staune schon immer in UK wie es bei Boots / Superdrug aussieht – was für eine Auswahl & Beratung :inlove: . Letztes Jahr bin ich in Barcelona das erste Mal in einen Sephora gegangen … voll Sorge so wie bei Douglas abwertend betrachtet zu werden – aber falsch gedacht – super nette Beratung (kein Aufschwatzen, sondern Beratung!!) und ich bin mit tollen Produkten nach Hause geflogen. :yes:

    Es wäre wirklich toll mehr Auswahl an Marken + bessere Beratung in Deutschland zu finden. Wie kann es z.B. sein, dass ich auf der Suche nach einem gescheiten Pencil-Eyeshadow Pinsel in den Läden scheitere? Nichts in der Drogerie – nichts bei Douglas :-( also wieder online schauen. Ist das wirklich das Ziel?

    P.S: In meinem Umfeld sind die Anzahl an Makeup-Begeisterten zwar sehr klein, aber ich bilde mir ein – sie wächst. Ich hoffe wirklich dass dem so ist – dann würde es vielleicht helfen den Markt etwas umzukrempeln ;)
    Ich hoffe dein und ähnliche Artikel lassen vielleicht die richtigen Leute einmal nachdenken und etwas ändern.

  73. Reply
    MingKha 20. März 2015 at 16:12

    Toller Post! den ich jetzt aus Zeitgründen nicht zu Ende lesen kann, möchte aber dennoch schon jetzt was loswerden,
    und zwar zum Douglas Beauty-Blog
    das kann ich nur bestätigen, ich habe ein Beautya-Blog erwartet, wie ich sie von Enthusiastinen (wie Dir) im weiten Web her kenne, aber nein, Lifestyle pur, keine objektiven (kritischen) Produkttests, stattdessen reine Werbung
    da war ja selbst Douglas-TV mit Schminktipps früher besser LOL
    neuerdings lässt Douglas auch Endverbraucherinen testen, ihre Berichte sollen online gehen, allerdings ist die angekündigte Seite ( http://www.douglas.de/produkttester ) nicht aufrufbar, so viel da zu…
    (wieder ein LOL wert?)

    LG

    • Reply
      Magi 23. März 2015 at 13:30

      Das Projekt gibt es schon eine ganze Weile, mindestens ein Jahr, wenn ich mich nicht irre. Da die Bewerbungsphasen immer eine begrenzte Zeit gehen, vermute ich, dass die zwischenzeitlich dann offline ist. Eine etwas unlogische Art und Weise, allein aus SEO-Gründen, aber vielleicht wird’s ja eingestampft.

  74. Reply
    Lila 21. März 2015 at 21:16

    Go go go!
    Ich kann diese Ideen zu 100% unterschreiben. Ich find Marken deren Preisbereich so etwa bei 20€ pro Lippenstift oder 15€ pro Lidschatten liegen interessant. Da gibt es definitiv viel zu wenig Auswahl. Ich tue mich sehr sehr schwer etwas in dem Bereich zu finden, weil mich die Farbauswahl von MAC so was von gar nicht reizt und ich meine Farben eher bei Marken wie Bobbi Brown oder Shiseido finde. Die sind wiederum viel zu teuer für studentisches Portemonnaie. Gerade Make Up Forever, Kat von D und tarte wären interessant für mich, aber ich bestelle nix, was ich nicht vorher angesehen habe. Und was definitiv wichtig wäre ist mehr Auswahl an Teintprodukten. Ich bin zwar nicht so blass wie Papier, aber ich find meinen Unterton fast nur bei koreanischen Produkten.

    • Reply
      Lila 21. März 2015 at 21:19

      P.S. Die Beratung find ich an den meisten Countern und Parfümerien grottig. Ich hatte bislang nur zwei gute Beratungen. Das war bei Bobbi Brown und bei benefit.

  75. Reply
    MARINA 22. März 2015 at 14:56

    DU SPRICHST MIR AUS DER SEELE.
    ICH WOHNE IN GÖTTINGEN UND UND MIR FEHLT EIN GUTER KOSMETIKSHOP IN DEM ICH MICH WOHL FÜHLE. DOUGLAS (OHNE MAC UND BOBBI BROWN ANGEBOT!!!) MACHT MIR KEINEN SPASS. DIE VERKÄUFERINNEN SIND ÜBERSCHMINKT UND ALLE KURZ VOR DER RENTE.

    AUSSERDEM HÄTTE ICH AUCH GERNE EINE OPTION FÜR GEBRUCHTES MAKE UP. JEDER HAT ETLICHE SCHÄTZCHEN ZU HAUSE, DIE ER NICHT NUTZT.WAS IST MIT ALL DEN NUR-EINMAL-BENUTZT-PRODUKTEN.GEKAUFT WURDEN DIESE DINGE, WEIL WIR SCHLECHT ODER GAR NICHT BERATEN WURDEN.

  76. Reply
    Lizzy 30. März 2015 at 15:15

    Viele der ungewöhnlicheren Marken sind doch gerade so interessant, weil sie so schwer zu bekommen sind! Künstliche Verknappung ist ein typisches Marketinginstrument (man denke nur an LEs).

    Aber mehr ehrliche Beratung wäre schon super und auch für eine breitere Zielgruppe als nur Blogger interessant. Fragwürdig allerdings, ob die typische Kundin bereit wäre dafür einen Mehrpreis zu bezahlen? Die Zahlungsbereitschaft für Service ist sicherlich in manchen anderen Ländern wie z.B. USA höher.

  77. Reply
    Daniela 4. April 2015 at 21:24

    Wie wahr, wie wahr. Bei uns in Österreich schaut es da ja noch schlechter aus. Generell habe ich bei Douglas das Gefühl, dass leere Depots gar nicht mehr nachgefüllt werden. Der Nyx Counter war in meiner nahe liegenden Filiale sicherlich über Monate lang sehr gering bestückt.
    Die Damen sind zwar alle sehr freundlich und ich werde auch fast immer, wobei ich sehr sehr selten einen Douglas besuche, begrüßt. Wenn ich dann doch einmal eine Frage habe, kann ich mir diese rein theoretisch auch selbst beantworten da die Verkäuferinnen in den meisten Fällen kaum bis gar keine Ahnung haben wovon ich eigentlich spreche. Mein Besuch vor einer Woche wird auch sicherlich der letzte gewesen sein, da eine Dame nicht einmal wusste was „4711“ ist….blankes Entsetzen!
    Ich habe auch über zwei Jahre neben meiner Schulausbildung als Aushilfskraft in einer Müller-Filiale, in der Parfümerie, gearbeitet und musste mir auch Wissen selbst aneignen. Dies tat ich aber auch, weil mich die Produkte interessierten….bei Douglas-Verkäuferinnen habe ich leider den Eindruck, dass dies nicht der Fall ist.
    Ich kann nur hoffen, dass Deutschland ein guter Vorreiter in Sachen breiteres/tieferes Sortiment sein wird und davon vielleicht auch ein kleiner Teil nach Österreich kommen wird.

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