Was bedeutet „Schönheit“ für mich

Hallo,

heute habe ich keinen durchstrukturierten Post für Euch, sondern eher ein paar Gedanken zum Thema Beauty.

„Hübsch“ und „schön“

In den letzten Jahren hat sich bei mir die Unterscheidung entwickelt zwischen „hübsch“ und „schön“. Es gibt Menschen, die sind für mich (alles subjektiv!) hübsch – vielleicht, weil sie dem gängigen Schönheitsempfinden entsprechen. Dennoch finde ich nicht alle dieser hübschen Menschen automatisch schön. (Ich hoffe, dies klingt nicht arrogant, denn mit welchem Recht nehme ich mir heraus, das Aussehen von Menschen zu beurteilen?)

Also, Schönheit ist für mich etwas anderes als „Hübsch sein“. Ich bin manchmal erstaunt, wie schön jemand ist und wenn ich ihn/sie mir dann genauer ansehe, merke ich, dass es da vielleicht einzelne Merkmale gibt, die nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen. Das ist vollkommen egal, weil das Gesamtbild stimmt! Das heißt, die Leute selber sind vielleicht mit ihrer Nase, ihrem Mund, ihrer Haut oder sonst was nicht zufrieden, aber ich finde sie wunderschön. Was macht denn dann für mich anscheinend den Unterschied? Sei es nun die Ausstrahlung, ein Funkeln in den Augen, ein Grübchen, charmante Sommersprossen etc. – ich kann es manchmal gar nicht benennen. Es gibt bei vielen Menschen Etwas, was im Gesamtbild alle vermeintlichen „Makel“ regelrecht überstrahlt. Und das finde ich persönlich schön.

Braucht man Make-up, um schön zu sein?

Wenn ich mir meine Freunde ansehe und sage, dass ich sie ehrlich schön finde, dann sind da Menschen dabei, die sich schminken und welche, die es nicht tun. Also, von außen betrachtet, ist es irgendwie unerheblich.

Wieso schminke ich mich dann denn überhaupt?

Ich nutze Make-up, um mich hübscher zu fühlen, um bestimmte Regionen zu betonen etc. Aber: Es gibt Tage, da fühle ich mich ohne Make-up hübsch/schön und Tage, da würde die dickste Spachtelschicht nicht ausreichen. Daher denke ich, dass es auch hier eher die Ausstrahlung ausmacht: Fühle ich mich wohl? So, wie ich bin?

Muss man etwas „aus sich machen“?

Gestern erst habe ich mich bei folgendem Gedankengang ertappt und er war der Auslöser für diesen Post: Ich habe eine Frau kennengelernt, bei der ich dachte „Ach Mensch, wenn sie doch nur etwas aus sich machen würde!“ Ich fand sie ehrlich sehr schön, aber der Haarschnitt war ausgewachsen, die Haare wirkten so, dass sie etwas Pflege gebrauchen könnten, sie war komplett ungeschminkt und glänzte stark.

Nun meine Frage: Ist es nichtvermessen/arrogant, seine eigenen Ansprüche, also das, was man selber für sich macht (für sich machen muss), um sich schön zu fühlen, auf andere zu übertragen? Sie strahlte ja eine Zufriedenheit aus, wieso kommt mir dann überhaupt der Gedanke „Ach, hier etwas abpudern, da etwas Haare kürzen“? Ich fand sie doch so, wie sie war mit ihrer Ausstrahlung schön – wieso noch dieser vermessene „Optimierungsgedanke“? Wisst ihr, was ich meine? „Darf“ man so denken?

Grübelnde Grüße von der heute (fast) ungeschminkten zaz ;o)

68 Kommentare
Alle zeigen Sehr hilfreich Höchste Wertung Niedrigste Bewertung Kommentieren
  1. Ich glaube, wir denken manchmal leider automatisch so verbessernd, einfach weil wir überall mit so viel vermeintlicher Perfektion konfrontiert werden… ?:-)

    Für mich macht eine schöne Persönlichkeit einen Menschen schön. Für meine Ansichten „schönes Aussehen“ kann mich maximal kurze Zeit begeistern.

  2. mir ist es selber schon einläse mal passiert, dass ich dachte, noch einlast Veränderungen und sie wäre noch schöner. jedoch empfinde ich es nicht als negatitiv.ichglaubeeinfach nur,wenn man sich mitdemthema Kosmetik beschäftigt, fängt man an „Fehler“ zu korrigieren. egal wie banal sie erscheinen für eine andere person. solang man keinem schadet, finde ich es auch nicht verwerflich. meine Mutter und schwester profitieren regelmäßig davon, den eine Verkäuferin ist nicht immer die beste Hilfe.

    • Das stimmt, für Freundinnen und Verwandte haben die Schmink-Ideen bestimmt viele Vorteile, da traue ich mich – auf Anfrage – auch was zu sagen :o)

  3. Ich finde es nur vermessen, wenn du es der Person auch wirklich ungefragt geraten hättest. Ich denke, das kennt ja jeder von YouTube: offenbar denken so etwas ALLE, viele darunter auch ohne zu reflektieren, dass viele der „Ratschläge“ sehr geschmacksorientiert sind – andere, die nicht machbar sind. z.B. der typische Dougletten-Satz, der heutzutage wohl nicht mehr fallen würde, aber das war ja früher Klischee: Sie sind so blass – nehmen Sie das Makeup doch 2 Nuancen dunkler / gehen Sie doch mal auf die Sonnenbank . Wenn eine Person mich aber fragen würde, wie sie vielleicht ihre Augen noch strahlender machen würde, dann ist das natürlich legitim.

    Das ist auf Blogs zwar nicht so schlimm, aber fällt ja auch häufig mal: man zeig ein Bild von einem Look – sofort mault wer, dass Blau hässlich an einem ist und wenn man sagt, man möge es, heißt es, man sei nicht kritikfähig. Die Frage ist, wann ist solch eine „Beratschlagung“ wirklich angemessen, erwünscht oder überhaupt notwendig?

    Also ich bin mir sicher, dass jemand, der sich nie schminkt und auch selten unter geschminkten Menschen ist, bei der besagten Person nicht das gesehen hätte, was du gesehen hast. Es ist ja stets irgendwie ein Vergleichsprozess, den wir allmorgentlich morgens wohl auch durchführen. Ein Vergleich zum Vortag, zu nem Foto, zu einer Person, zu einer Vorstellung wie eine Farbe an uns aussehen sollte. Und ich denke, das ist normal und somit nicht vermessen so etwas bei anderen auch zu DENKEN.

    Ich glaube, wir, die uns hier treffen, kennen das Gefühl, wenn man mal einen gelungenen Look kreiert hat bis hin zum kaum wiedererkennen und das macht ja auch happy. Wie eine gut sitzende Jeans. Also warum nicht. Die Wandelbarkeit ist auch so ein Aspekt, den ich am Schminken nicht missen möchte.

    Aber sehr guter Ansatz mit der Schönheit. Ich glaube, ab sofort finde ich den Oberbegriff BEAUTY für unser Genre völlig verfehlt.

    Ich muss sagen, ich finde Menschen, die ich mag immer schönER und unausstehliche Ziegen – da sehe ich auch das hübsche Antlitz und finde sie in der Tat auf Teufel komm raus nicht toll. Aber mit mir persönlich sehe ich das wieder ein wenig anders. Zwiegespaltener. Ich mag Charakterzüge an mir – andere nicht – aber alles in allem ist’s OK und dennoch fühle ich mich nicht wirklich schön. Auch nicht wirklich hübsch. Ich bin zwar in der Lage ungeschminkt rauszugehen und habe nicht das Bedürfnis immer gefallen zu müssen, aber ich persönlich muss sagen, dass ich mir in aller Öffentlich keit nie vorstellen kann, dass mich jemand weder hübsch noch schön finden würde. Hier auf dem Blog sind’s ja immer die Schokoseiten. Das zählt nicht 😛

    • Ich glaube, das nicht-immer-gefallen-wollen ist echt eine Altersfrage.

      Es ist auch verbunden damit, dass man realisiert, dass man nicht der Nabel der Welt ist. Nicht jeder auf der Straße schaut einen an, so ziemlich allen Leuten ist es einfach egal, wie man aussieht. Es ist eigentlich nun mal so.

      Wobei ich gepflegt aussehen, auch wichtig für den Beruf finde. Das sind einfach die Spielregeln, denen ich mich auch beuge. Adrett soll’s sein. ;o)

    • Schönheit bedeutet für mich Natürlichkeit, die mit kleinen Hilfsmitteln – wie einem dezenten Mascarauftrag oder das Vedecken von Unebenheiten, noch besser zur Geltung kommt.

      Kurz vor dem Eisprung verzichte ich sogar auf Blush, weil meine Haut zu diesem Zeitpunkt besonders prall und gut druchblutet ist und meine Augen strahlen.Natürlich eingerichte Signale für die Männerwelt 🙂 Der Körper signalisiert Empfängnisbereitschaft :clap:

      Oftmals schaue ich mir AMU-Videos an und denke mir,das die Wimpern vor dem Mascaraauftrag viel schöner aussahen. Wenn ich Schönheit im Alltag begegne, auf die ich besonders aufmerksam werde- dann in natürlichster Form überhaupt.

      Ich weiß nicht auf welches Video ich gerade bezug nehme, aber liebe Magi, ich finde deine natürliche Schönheit viel schöner. Bitte nicht falsch verstehen, du denkst dir jetzt bestimmt, was macht Juliana hier, wenn sie die meisten AMU’s zu dick aufgetragen findet:

      Um ehrlich zu sein, habe ich bis jetzt keiner deiner AMU’s nachgeschminkt,allerdings gefällt es mir, wie du über einzelne Texturen urteilst und wie du mit ihnen umgehst.

      In meiner Umgebung beobachte ich den Trend zum radikalen Nude-Look, d.h kein Make-up, nur punktuell Concealer, etwas Masacara oder auch nicht und einen Hauch von Blush. Die Männerwelt unterscheidet sehr stark zwischen geschminkter Schönheit und natürlicher Schönheit.

      Vor kurzem war ich mit meinem Freund beim Douglas, Parfüm kaufen. Als er all die dekorative Kosmetik sah, drückte er mich in seine Arme, und meinte, dass er gücklich sei, eine natürliche Schönheit als Freundin zu haben. Der Anblick der Schminkprodukte würde ihn an eine Malerwerkstatt erinnern und das sei total unsexy.

      Als ich 90 kg wog, habe ich genauso viele Komplinente, wie heute mit 60 Kg auf den Rippen, bekommen. Je glücklicher man ist, desto mehr Schönheit strahlt man aus.

      Ich weiß nicht, ob meine Einstelllung ‚zurück zur natürlichen Schönheit ‚ auch unter den ‚Optimierungsgedanken‘ fällt.

      • Ich erlebe es oft, dass viele den Grund für’s Schminken missverstehen. Als würde man es gegen seinen Willen machen und einzig, um anderen oder gar sich selbst zu gefallen. Es mag ja solche Leute geben, aber das klingt nach einem viel tiefergehendem Problem. Da meine Makeups, bei denen ich in den Farbtopf falle, vielleicht gerade mal 10% von Menschen und wohl 0,0000001% von Männern gefallen, kann man nicht wirklich davon sprechen, dass ich es tun, um anderen zugefallen – wenn dann eher rebellisch nicht-gefallen, was sicher of in Szenen die Absicht ist.

        Für hat Schminken viele Wurzeln und mein einziger Anspruch ist, dass es mir gefällt. Manchmal ist die Liste an Produkten ellenlang – andere sind sehr minimalistisch, und das ist einer der Aspekte daran: das man völlig die Wahl hat, sich austoben kann, wie man ag, in welcher Stimmung man ist. Und da gibt es eigentlich auch nicht viel zu diskutieren, ob man es nötig hat. Letztendlich kann man ja auch eben von innen Schönheit her ausstrahlen und trotzdem vollgekleistert sein. Die Rechnung geht auch rückwärts auf.

      • PS: Aber zu beneiden bist Du irgendwie schon; 60kg wären mein absoluter Traum, und wenn ich einen Einsprung hab, krieg ich statt eines rosigen Teints Krämpfe… :reallyangry:

      • Das sehe ich teils ähnlich, teils aber auch anders. Ich denke, daß das ästhetische Empfinden, nicht nur, aber zum Teil doch auch einfach eine subjektive Geschmacksfrage ist. Mir gefällt das Natürliche, das Du beschreibst, an Anderen mitunter auch gut. Ich selber bin aber eher von der Fraktion „Malerwerkstatt“, wie Dein Freund das nannte 🙂 Also nicht gerade dragqueenmäßig, aber so eine gewisse Künstlichkeit gefällt mir für mich selbst beim Makeup gerade gut. Das ist eben mein persönliches, subjektives Schönheitsempfinden. Worin ich Dir aber total zustimme, ist eben das mit der Ausstrahlung. Gerade auch am Beispiel Gewichtsschwankungen kann ich das total bestätigen. Ich war nie wirklich schlank, aber früher, als Teenager doch etwas dünner. Trotzdem hat sich da männertechnisch nicht allzu viel getan bei mir. Das kam irgendwann dann zwar, sogar ganz schön massiv, aber erst deutlich später, als ich selbstbewußter war, und ja, um dieses Wort einmal mehr zu bemühen, mehr oder überhaupt erst Ausstrsahlung hatte. Und das obwohl ich, wie gesagt, eben mittlerweile noch ein „gutes“ Stück übergewichtiger bin, als früher. Das scheint damit aber nicht primär, oder jedenfalls nur bedingt zu tun zu haben; was mich eigentlich immer wieder total überrascht, aber es ist unzweifelhaft. Es gibt ja auch diese schöne Weisheit, je mehr Sex man hat, desto mehr bekommt man ihn von allen Seiten angeboten. Da ist wirklich was dran, und ich denke, das verdeutlicht und veranschaulicht auch den springenden Punkt mit der Ausstrahlung recht gut.

    • Das finde ich einen ganz wichtigen Punkt – daß man nicht zwanghaft das Gefühl hat, sich gefallen zu müssen. Wenn man genügend in sich selbst ruht, und auch genügend Selbstbewußtsein hat, zu sagen, ich muß nicht immer maximal gut aussehen, ist das, denke ich, eine sehr gesunde Einstellung und auch eine gute Voraussetzung dafür, grundsätzlich eine gewisse Schönheit und Attraktivität auszustrahlen. Ich denke, eine wirkliche Anziehungskraft, das was man eben Attraktivität nennt, das ist niemals nur eine Frage der Optik. Und damit meine ich jetzt nicht die abgegriffen sprichwörtliche „innere Schönheit“, sondern das, was man vordergründig im ersten Moment tatsächlich doch als rein optische Attraktivität empfindet. Auch und gerade die muß, zumindest teilweise, irgendwie von innen kommen. Die schönste, hübscheste, gestylteste, best angezogene Frau ist doch irgendwie nicht wirklich attraktiv, wenn sie mit einem angepissten Gesichtsausdruck irgendwo zusammengesackt in einer Ecke sitzt, und weder Muh noch Mäh sagt. Ich denke, um wirklich attraktiv und schön zu sein, muß man im wahrsten Sinne des Wortes, sich selbst ausstrahlen. Ein bißchen Unterstützung dazu, kann man schminken; aber eben nicht mehr.

      • Ich glaube, so richtig entsteht dieser Sog erst, wenn man wen vom Herzen hat lachen sehen oder? Das entscheidet für mich letztendlich immer alles. Inkl. Zeitpunkt und Ursache des Lachens und dessen Intensität…

        Letztendlich ist ja auch die Frage, wer einen attraktiv findet. Alle sind es ja eh nie – und ich muss sagen, ich habe keinerlei Ansporn von Lüstlingen oder Ziegen für hübsch oder schön befunden zu werden – aber wenn ich jemanden mag, ist es mir ungemein wichtig… Und wenn wir dann die gleiche Vorstellung davon haben, was an mir gut wirkt, dann umso beser.

  4. Den Unterschied zwischen hübsch und schön kann ich gut verstehen! Geht mir ganz genauso. Manche Menschen sind so unglaublich schön, ohne den gängigen Schönheitsidealen zu entsprechen.
    Und gleichzeitig ertappe ich mich auch, dass ich jemanden etwas empfehle, um „etwas aus sich zu machen“. Aber mir ist dabei wichtig, dass es demjenigen Spaß machen sollte, etwas auszuprobieren; es also nicht nur zu tun, um anderen besser zu gefallen.
    Im Sommer-Urlaub bin ich übrigens sehr gern ungeschminkt, und gefalle mir (wahrscheinlich durch meine entspannte Miene) sogar besser sonst … Paradox.

    • Ich habe echt automatisch den Gedanken, dass es schade sei, dass jemand sein „Potential“ nicht ganz ausschöpft – aber ihm das sagen, würde ich nie, ist ja auch nur meine persönliche Auffassung.

    • Ich denke dieses Verbesserungsdenken hängt damit zusammen, dass man sich gewissermaßen in die Person hineindenkt. „Wenn ich so aussehen würde, würde ich noch dies, das oder jenes machen“.
      Damit will ich sagen, dass eventuell gar nicht die tatsächliche Person verändern will, sondern einfach überlegt, was sie eventuell noch „schöner“ machen könnte.
      Ich finde solche Gedanken nicht verkehrt und denke, dass es normal ist. Allerdings finde ich es nicht richtig diese Gedanken auszusprechen, da man damit Leute verletzen kann oder es als lästern aufgefasst wird.

      LG

      • Danke, nein, aussprechen würde ich das nie, es ist ja echt nur meine Meinung. Ich würde ja auch Leuten erzählen, die mich pausenlos verbessern wollen.

  5. Über genau dasselbe Thema habe ich mit vielen Menschen diskutiert.
    Aber mir fiel es wirklich schwer in Worte zu fassen was ich denn überhaupt meine…

    Mal ein Beispiel (natürlich nur meine Meinung):

    Eine Gina-Lisa Lohfink oder meinetwegen auch eine Daniela Katzenberger ist meiner Meinung nach ganz hübsch, nett anzusehen und der Männerwelt würde sicherlich auch das Wort „geil“ herausrutschen.

    Eine ganz andere Liga wären für mich eine Angelina Jolie oder auch Megan Fox.
    Wirkliche Schönheiten wie ich finde.

    Ich denke die Ausstrahlung machts einfach….

    Das ganze ist Gott sei Dank Geschmackssache 😉

    • Das kenne ich, anderes Beispiel: Freundinnen von mir finden Cameron Diaz umwerfend schön – ich kann das nicht mal ansatzweise nachvollziehen. Aber das ist doch auch das Tolle, dass jeder Mensch schön gefunden wird. Wenn wir uns alle auf nur ein paar konzentrieren würden, gingen ja alle anderen leer aus – neee, das hat die Natur schon gut so eingerichtet. 😀

  6. Ich finde daß dieses ganze „man darf sich nicht anmaßen über jemanden zu urteilen…“ ein ziemlich überbewerteter und irgendwie auch müßiger Gedankengang ist, der wahrscheinlich aus der sich ständig selbst katalysierenden, gesamtgesellschaftlichen Tendenz herrührt, sich nur immer ja noch korrekter zu verhalten. Es ist doch ganz logisch, ganz natürlich, ja fast unausweichlich, würd ich sagen, daß man sich ein Urteil bildet über jemanden, in dem Moment, wo man sich ein bißchen mit ihm befaßt, oder sich gar in irgendeiner Weise für ihn interessiert. Statt, man bildet sich ein Urteil, könnte man auch sagen, man bildet sich eine Meinung. Denn eine Meinung darf man ja wohl haben, auch in Bezug auf andere Menschen; ein Urteil wird irgendwie immer gleich mit einer gewissen Respektlosigkeit und Anmaßung assoziiert, obwohl es in diesem Fall genau gleichbedeutend ist mit „Meinung“. Und daß man für die Bildung dieser Meinung von seiner eigenen Perspektive ausgeht, ist doch auch logisch, denn das ist naturgemäß nunmal die einzige, die man hat. Natürlich macht man sich differenzierte Gedanken, versucht die Dinge von verschiedenen Seiten zu beleuchten, und sich in andere Positionen hineinzuverstezen, aber eine Meinung ist immer etwas subjektives, weil es eben auch die Kriterien sind, die ihr zugrunde liegen. Ich finde da gar nichts dabei; das ist eben Interesse an anderen Menschen; und egal ob es im Einzefall positives oder negatives Interesse ist – letztlich ist es immer irgendwie gut, denn es ist schließlich das Gegenteil von Gleichgültigkeit. Daß man dabei dann in einem gewissen Maß auch urteilt, wenn man das so nennen will, liegt für mein Empfinden in der Natur der Sache, und ist insofern vollkommen in Ordnung. Ich bilde mir Meinungen über Menschen in meiner Umgebung, für die ich ein gewisses Interesse habe, und ich weiß daß diese das umgekehrt auch tun, und es ist ok für mich, ich habe damit überhaupt kein Problem; weil ich weiß daß es ein Interesse ihrerseits widerspiegelt, und daß ich selber es genauso mache. Und da schließt sich der Kreis dann irgendwie auch wieder.

    Zu der Frage, was Schönheit eigentlich ist, und was Makeup damit zu tun hat: ich denke, Schönheitsidealen zu entsprechen ist eine Sache; da kommt es, denke ich, nicht nur drauf an volle Lippen, eine gerade Nase, einen schönen Busen oder eine gute Figur zu haben. Sondern auch auf eine gewisse Gesamtstimmigkeit. Darauf daß alles zu einander paßt, schön miteinander harmoniert, und nichts irgendwie heraussticht. Das ist dann das, was ich hübsch nennen würde. Andererseits kann ein Mensch auch wirklich schön (was gemeinhin ja wohl noch als eine Steigerung von hübsch angesehen wird) sein, der irgendein oder mehrere, eigentlich negativ hervorstechende Attribute hat, denn für Schönheit, für Anziehungskraft ist das innere Strahlen, also im wahrsten Sinne des Wortes, die Ausstrahlung, ausschlaggebend. Und das wiederum, so denke ich, hat ganz viel damit zu tun, wie man mich sich selbst im Reinen ist, wie überzeugt man von sich selbst ist, und wie man sich selbst sieht. Und auch wie man sich selbst sehen möchte. Und das ist genau der Punkt, in dem dann Kosmetik ansetzt und eine positive Wirkung entfalten kann. Denn dieses, wie man sich selbst sehen will, ist ja meist einfach eine etwas positivere Version der tatsächlichen Wirkichkeit. Und da auch Makeup etwas ist, das uns irgendwie ein bißchen wie eine positivere Version unserer eigentlichen, tatsächlichen Wirklichkeit erscheinen läßt, kann es helfen uns eben etwas mehr wirklich so zu fühlen, wie wir uns sehen wollen. Das freut uns, das euporisiert uns, das strahlen wir dann auch aus, und so wirken wir automatisch schöner und attraktiver. Daß das Makeup Hautunreinheiten verschwinden läßt und unsere Gesichtskonturen positiv betont, spielt dabei natürlich auch eine Rolle, aber wohl eher eine zweitrangige. Vorrangig, denke ich, macht Makeup uns mittelbar schön; weil wir uns damit schöner fühlen, und das eben dann ausstrahlen.

    • Danke,
      ja, durch die Kommentare ist mir bewusst geworden, dass es einfach den Unterschied gibt zwischen dem „automatischen Verbesserungsgedanken“ und dem Aussprechen desselben. Die Gedanken sind für mich nun okay – sie hängen wahrscheinlich auch mit dem Make-up-Fokus-Spleen zusammen – nur würde ich meine Meinung nur auf Anfrage rausgeben. Das fände ich – fernab des Gutmenschentums und der PC – wirklich unangemessen.

  7. so ist das bei mir auch.
    hübsch ist oberflächlich und nur die fassade.

    schön sind menschen von innen. und darauf achte ich bei meiner partnerwahl. nicht auf hübsch aber schön!

  8. Ich finde, man darf so denken! Solange du sie nicht mit nem Schmink-Gewehr überfällst…

  9. Ich finde auch, eine Meinung darf man haben, aber sagen sollte man sie nur, wenn die Person dies auch möchte oder vielleicht auch bei sehr nahestehenden Menschen. Aber erstens ist es eben nur eine Meinung, und wenn die Person das anders sieht ist es auch ok und zweitens finde ich ungefragt anderen Menschen sowas zu sagen einfach unhöflich. Ich will das nämlich auch nicht wissen, von mir aus sollen sie hinter mir reden, das belastet mich wenigstens nicht.

    • Danke – ja, die Unterscheidung war mir vorher nicht bewusst.

      Im Endeffekt werden wahrscheinlich ganz wenige Leute darauf achten, ob man selber alles „aus sich rausholt“ oder nicht. 1., weil nicht alle so eine „Makeup-Brille“ aufhaben und 2., weil man dann doch nicht so wichtig ist, dass sie alle Anderen Gedanken über einen machen. :clown:

  10. Was Schönheit ist, liegt doch immer im Auge des Betrachters ?! Was für den einen schön ist, muss es für den anderen nicht sein. Dagegen ist für mich hübsch eine Bezeichnung, die landläufig dann doch schon die meisten auch so gleich benutzen. Also ein hübsches Gesicht, würden alle oder die meisten hübsch nennen aber nicht unbedingt schön. Dafür käme .M. nach auch, wie hier schon mehrfach gesagt, die Ausstrahlung dazu, auch die Haltung und die Bewegung .
    Wer sich mit Kosmetik beschäftigt, wird das sicher immer auch bei anderen beurteilen, ob man da etwas „veränderungswürdiges“ findet. Genauso, wie ein Arzt im Alltag sofort eine Schilddrüsenvergrößerung oder glänzende Augen oder Neurodermitis erkennen würde.Oder ein Schuster, schaut eben zuerst auf die Schuhe der anderen und macht sich so seine Gedanken :-):-) Aber ansprechen, ist eben eine andere Sache. Es zu bemerken und zu denken….man könnte…….. ist .M. nach normal und auch legitim.

    Bei der Fragestellung fällt mir aber gleich wieder ein, was mich immer aufregt :-):-)
    und zwar, wenn jemand sagt: für ihr Alter sieht sie noch ganz gut/ hübsch aus oder: Für ihr Alter sieht sie gut aus. (ohne das noch)…. (nat. gleiches auch bei Männern ;-))….
    Das sagt man doch nur zu Menschen, die eine gewisse Altersgrenze schon überschritten haben. Und anders herum sagt man das aber nie zu einer 20-jährigen ?! Ich frag mich immer, warum das so sein muss. Entweder sieht man gut aus oder nicht, egal ob 20, 50 oder 70.?!:-D)

    • Das ist ein guter Vergleich mit den Ärzten, die auch so eine Art Brille aufhaben und damit im Alltag Personen beruteilen, danke!

      Dass mit dem „sieht jünger aus“, soll wahrscheinlich einfach ein Kompliemnt sein? Ist mri vorher noch nicht so unangenehm aufgefallen. Aber werde ich wahrscheinlich in den nächsten Jahren eher so empfinden – faaaalls es denn jemand zu mir sagen wird :rotfl:

    • Vielleicht liegt es ja auch ein wenig mit der Fruchtbarkeit zusammen? Ob es sich vielleicht so eingebürgert nur in dieser Phase den Bedarf zu haben möglichst vielen Männern zusagen zu können, um den besten Erzeuger abzugreifen?

      Andererseits gibt es ja auch unbestreitbar den Punkt, ab dem alles rückläufig ist.

      Last but not least denke ich, dass man oft die Tendenz hat einerseits gleichaltrige in den Vergleich ins Boot zu holen + denen, die vielleicht so sind, wie man gern wäre. Die Zeit rast ja immer schneller und das was in der Zukunft passiert, weiß man dennoch nicht. Man sieht sich ja selbst nie älter…

      Zum ersten Teil: hat man nicht auch stets ein wenig den Hang die Extrema zu suchen, sprich einerseits die Dinge, die man selbst gern hätte zuerst anzuvisieren – unzufrieden mit dem Po, also gleich schauen, ob die andere auch einen solchen hat. So bissi Masochismus 🙂

      • zum 2. Teil:….. ja mag sein 🙂 mir fällt aber auf, dass kreativ/künstlerisch tätige Leute, anders urteilen. Da findet man u.a. z.B. Maler, die ein 70-jähriges Gesicht malen und es schön finden. Das machen wir im „normalen“, alltäglichen Leben eher weniger ?!….. möglich, dass es aus den Gründen so ist, wie Du sie nennst…………..?!

        zum 1. Teil: das ist sicher so, wie Du es sagst. Da bin ich eher nur von mir aus gegangen und habe es von der Tätigkeit her/dem Beruf gesehen. Wenn man z.B. tagein, tagaus mit Details zu tun hat, Einzelheiten sehen muss und sich auf bestimmte Dinge am Menschen konzentriert, dann sieht man auf der Straße oder anderswo, außerhalb des Berufes, dann zuerst DIESE Dinge (geht mir zumindest so) und deshalb hab ich die Schlussfolgerung gezogen, dass es, wenn man sich intensiv mit Schminkerei beschäftigt und es auch selbst praktiziert (ob nun berufsmäßig oder nicht)…einem bei anderen auffällt, was sie hätte anders machen können, um vorteilhafter auszusehen, z.B.
        Was natürlich nicht heißt, dass man nicht auch Vergleiche ziehen kann……. 🙂

  11. sehr schwieriges thema, aber mir fällt dazu eins vor allem ein:
    ist dir schonmal aufgefallen, dass JEDER mensch wenn er richtig herzhaft lacht oder stahlend lächelt in diesem moment wunderschön ist!?
    im ernst: versuche mal drauf zu achten und du wirst es merken und das finde ich persönlich wundervoll, denn es regt einen immer an mitlachen oder lächeln zu wollen – das ist für mich pure schönheit, wenn das positive nach aussen strahlt!
    in diesem sinne: :rotfl:

    • Das stimmt wirklich, aber es gilt wirklich nur für die ehrischen, herzhaften Lachen. Aufgesetztes bewirkt bei mir eher das Gegenteil – aber ich glaube, das meintest du auch. :rotfl: :rotfl: :rotfl:

  12. Das ist ein wirklich guter Gedanke, der zum nachdenken anregt 😉
    Als „hübsch“ bezeichne ich Menschen, die man so oberflächlich sieht, im vorbeigehen.
    Schön, ist das was jemand für mich ausstrahlt. Etwas, wofür ich „stehen bleibe“ und es mir genauer ansehen will. Ich finde Intelligenz oder Humor z.b. machen einen Menschen für mich schön.
    Jemandem Tipps zu geben, sich in irgendeiner Weise zu verändern, sollte man mit Vorsicht, als Ratschlag. Wobei man das nicht unbedingt als anmassend hinstellen sollte, denn man will ja helfen und nicht niedermachen…
    Aber, das ist so ein Thema wo jeder seine Meinung hat.

    • Danke, also, Aussprechen würde ich meine „Verbesserungsvorschläge“ nur, wenn ich danach gefragt werde, und dann auch nur sehr vorsichtig formuliert. Ich würde es immer so sagen, wie ich selber gerne Tipps bekommen würde.

  13. Ich denke vor allem wenn man sich mit Kosmetik beschäftigt möche man andere an seinem Wissen teilhaben lassen. Ich wenn ich z.B. zu einer Bekannten ( die viel zu dunkle Foundation trägt) sage: Es ist wichtig eine Foundation zu finden, die zu seinem Hauttyp passt. Weil man sonst schnell fleckig und alt aussieht. Oder du bist ehr ein kühler Typ. Oder so etwas.
    Nicht das sie hässlich wäre aber warum nicht besser machen was man besser machen kann?

    Ich denke so lange es sich noch in Grenzen hält ist das auch in Ordnung. Wenn Menschen nicht mehr ungeschminkt das Haus verlassen können geht das zu weit.

    • Danke – ich muss sagen, da ich unter der Woche immer geschminkt bin, genieße ich es momentan an den Wochenenden, fast ungeschminkt aus dem Haus zu gehen – und: Es ändert nix! das muss ich mir – gerade als Schmink-Trulla – echt öfter noch mal vor Augen halten. Ich weiß das natürlich schon länger, aber man muss es halt echt häufiger durchziehen.

  14. Ich habe erst gestern in der Bahn wieder eine Frau gesehen, die wirklich einem meiner Schönheitsideale entspricht, wobei ich bei diesem Schönheitsideal nicht mal einzelne Aspekte aufzählen kann, die einen schönen Menschen ausmachen. Es ist eher eine Aneinanderkettung positiv auffallender Merkmale. Charme, Ausstrahlung, eben das Gesamtpaket.

    Mit offenen Augen halte ich oft Ausschau nach schönen Menschen und beurteile gedanklich die Passierenden. Wenn ich mit anderen darüber rede, gerade mit Männern, fällt auf, dass nicht jeder ein Schönheitsempfinden hat und es manchen schlichtweg egal ist. Dabei kann ein Mensch mit Ausstrahlung einen fesseln, in den Bann ziehen. Meine Blicke bleiben an ihm oder ihr kleben und nicht selten würde ich den Betroffenen gern sagen, wie wunderhübsch sie sind. Sollte man das? Oder könnte es den Leuten unangenehm sein? Gerade gegenüber dem anderen Geschlecht könnte es für Missverständnisse sorgen – leider. Wir sind da wohl nicht offen genug in unserer Gesellschaft.

    Oft sehe ich aber auch hübsche Menschen, denen das gewisse Etwas zur Schönheit, zum perfekten Aussehen fehlt. Eine unpassende Brille, ein farblich nicht passender Schal, der dem Gesicht die Ausstrahlung nimmt. Und im Gegensatz dazu wirkt eine Narbe, eine krumme Nase oder eine Zahnlücke für gewöhnlich nicht so negativ, weil es etwas Natürliches ist, etwas Individuelles.

    Außerdem ist es nicht verwerflich auch festzustellen, dass es weniger hübsche Menschen gibt. Wenn der Charakter augenscheinlich hässlich ist, verblasst auch das Schönheitsempfinden demjenigen gegenüber.

    Fazit: Es gibt keine hässlichen Menschen … Es gibt nur solche, die nicht wissen, wie sie ihre Schönheit sichtbar machen können!

    • Da sprichst du was an: Ich mache gerne Komplimente. Wirklich nur, wenn mir etwas auffällt – es gibt ja auch einige Leute, die inflationär Komplimente machen, warum auch immer. Jedenfalls: Ganz wenige Menschen können Komplimente gut annehmen. Manche sind verschämt, manche skeptisch. Was ist denn dabei, einer Kollegin aus einer anderen Abteilung im Vorbeigehen zum tollen Rock zu gratulieren oder ihr zu sagen, dass sie total schön strahlt? ?:-)

  15. Ich stimme dir bei denen Definitionen von „hübsch“ und „schön“ vollkommen zu. „Hübsch“ beschränkt sich eben irgendwie nur auf das Äußere und Schönheit kommt -Achtung, breitgelatschter Spruch- von innen.
    Und ob man solche „Optimierungsgedanken“ haben darf…nun ja, Gedanken kann man sich über alles und jeden machen, -schon wieder ein breitgelatschter „Spruch“- die Gedanken sind ja bekanntlich frei.
    Derjenigen dann aber seine Ansichten unter die Nase zu reiben und sie womöglich noch dazu drängen zu wollen, „mehr aus sich zu machen“, fände ich schon eher arrogant.
    Die eigenen, subjektiven Maßstäbe bleiben eben das, was sie sind; subjektiv. Man sollte nie davon ausgehen, dass sie das Ideal schlechthin sind.
    Ob man positiv oder negativ auf solche Ratschläge reagiert hängt sicherlich stark von der Persönlichkeit ab. Einige wären vlt sehr dankbar, weil sie sich selber einfach nicht mit dem ganzen Beautykram auskennen, andere (zu denen ich mich persönlich zähle) fänden es sicherlich anmaßend und wöllten sich ungern Tipps von Leuten geben lassen, deren Aufmachung ihnen auch nicht 100%ig zusagt. Ich finde ein „man kann, wenn man sich damit wohlfühlt“ immer besser als ein „das ist ein absolutes must, ohne ist man nur halb so schön“.

  16. Solange sich alles in Deinem Kopf abspielt finde ich es weder vermessen, noch arrogant sondern ziemlich normal. Es liegt doch auf der Hand, daß man – wenn man sich für „Beaty“ interessiert bzw. in der Szene unterwegs ist – solche Dinge anders, intensiver wahrnimmt und bewertet.

    Und solange Du soviel Selbstreflektion und Wachsamkeit an den Tag legst, wie es dieser Post vermuten lässt, würde ich an Deiner Stelle die Gedankenspielereien eher genießen. Würdest Du Deine Mitmenschen alleine nach ihrem Äußeren bewerten und auf all jene herabblicken, die wenig Wert auf Styling und Makeup legen, DANN wärest Du in meine Augen arrogant und oberflächlich.

    Deiner Argumentation bzgl. hübsch und schön kann ich mich nur anschließen.

  17. für mich ist schönheit schlicht ein sympathiefaktor wie für fast jeden der nicht oberflächlich ist und jemanden auf sein äusseres reduziert. hübsch ist für mich wiederum nur eine abstufung von schön („joa schaut ganz hübsch aus“) und kann alles bedeuten aber auch nichts.

    ich hab vor *grübel* ca 15 jahren mal zufällig gehört wie ein freund von mir (der in mich verknallt war sollt ich dazu sagen) mit einer klassenkameradin von mir das thema hatte.
    das weiß ich nicht weil ich ein gradioses gedächnis hab sondern weil die beiden mich als beispiel genomme hatten (ich stand weiter weg) mein „freund“ beteuerte vehement das ich schön sei (verknallt halt 😉 und meine freundin bestritt das („sie ist vielleicht süß aber nicht schön“)
    ist sie jetzt ne neidische ziege gewesen? oberflächlich? hat einen andern geschmack? mocht mich schlicht nicht oder hat mich ganz anders wahrgenommen weil wir einfach unterschiedliche charactere waren?

    über geschmack läßt sich bekanntermaßen nicht streiten 😉

    lg
    andrea

    • SO eine Diskussion hätte ich auch für immer abgespeichert. Sie war wahrscheinlich selber in ihn verknallt – oder hab ich etwas zu viele Soaps gesehen?

      • hehe ne zuviel seifen oper geht gar nicht 😉
        aber verknallt war sie auch nicht ihn ihn. ich denke das ist einfach wirklich ihr empfinden gewesen weil sie andere visuelle vorlieben oder ideale hatte.
        aber schon witzig wenn man andere meinung über einen mitbekommt und man sich diese auch merkt.
        lg andrea

  18. Ganz platt und reduziert gesagt empfinde ich es so: Hübsch kann man sich machen, schön aber ist man oder ist es nicht. Jemand, der in meinen Augen eine wirkliche Schönheit ist, hat es meist gar nicht nötig, irgendwie mit kosmetik nachzuhelfen, sondern sieht aus so gut aus …tja, leider gehöre ich nicht zu dieser Gruppe 🙁
    Meist empfinden wir symmetrische Gesichter als schön (Stichwort „goldener Schnitt“) und Gesichter, die Merkmale aufweisen, die dem „Kindchen-Schema“ entsprechen. Interessantes Thema übrigens.

    Schönen Samstagabend noch!
    LG
    Meike

    • Ich muss zugeben den Gedanken, dass es Menschen geben soll, die „keine Schönheit besitzen“ geben soll, irgendwie nicht wirklich realistisch finde. Ich kann es mir nicht vorstellen. Es wird wohl einfach nur eine Frage der zwischenmenschlichen Chemie sein.

      Am Ende ist es doch so, dass wir uns ja auch oft in Menschen täuschen können. Ist die sympatische, hübsche UND schöne Schauspielerin, die in einem Interview charmant ist, lächelt, über die jeder sagt, sie sei auch schön wirklich auch als Mensch so oder ist es nun einmal ihr Job? In 99% der Fälle erfahren wir letztendlich doch nicht, ob wir es „richtig“ gesehen haben.

      • Ich meine auch nicht, dass es Menschen gibt, die GAR keine Schönheit besitzen, letztlich ist es ja oft so, dass jemand, der mit sich und der Welt im reinen ist, ein ausgeglichenes Wesen besitzt und völlig in sich ruht, als schöner Mensch gilt, da er/sie vielleicht über schöne Augen oder ein nettes Lächeln oder niedliche Grübchen oderoderoder verfügt und somit eine tolle Ausstrahlung hat. Ich definiere aber ekne gute Ausstrahlung durchaus als somit im Gesamtbild attraktiv, aber Schönheit ist für mich gleichbedeutend mit Perfektion. Jemand, der eine echte Schönheit ist, ist das für mich immer, und zwar ganz egal ob und wie zurecht gemacht. Deswegen für mich die Unterscheidung zwischen hübsch/ attraktiv/ schön.

        • Ich werfe noch ein Argument in die „Diskussion“ (leider etwas spät, sorry!): Ich glaube, es gibt noch Faktoren, warum wir jemanden schön finden, deren wir uns gar nicht bewusst sind: z.B. Geruch, Ähnlichkeit zu uns, Zeitpunkt unseres weiblichen Zyklus etc. Von der Evolution ist es schon so eingefädelt, dass jeder Mensch von anderen als attraktiv/schön empfunden wird. Das glaube ich als Laien-Evolutions-Biologin *g*. :rose:

  19. Ich finde mich schön.

    Ja, schmeisst mit Ziegelsteinen 😉 😛 es geht darum dass ich denke dass ich ein schöner Mensch bin.

    Sonst: Hübsch bin ich allerdings (rein äusserlich) bestenfalls – weil ich Schönheit durchaus als Schnittmenge von Äußerlichkeiten und Charakter sehe. Es gibt schöne Menschen, und es gibt hässliche Menschen (die aber durchaus ein Topmodel sein können, aber alles verspielen sobald man ihnen in den Augen sieht).

    Ein schöner Mensch ist ein guter, warmherziger Mensch mit Charakter und moralischen Grundsätzen und Empathie. Hübsch dazu kann nicht schaden.

    Übrigens habe ich die Erfahrung gemacht dass solche Tipps sehr gerne gehört werden – man muss es nur sehr vorsichtig und nett sagen. Die meisten würden gerne etwas ändern/besser aussehen, wissen nur nicht genau wie oder was. Man sieht von außerhalb eben auch mehr/besser als das, was einem der Spiegel sagt. Es geht ja auch nicht darum einen Menschen zu kritisieren, sondern mit der Person vielleicht auch etwas Spaß zu haben beim reden, beraten, stylen. bei mir gehen die oft davon und kehren wieder um mir ihren ersten Gloss/Nagellackoder neuen Haarschnitt zu zeigen. Mich freut meistens dass sie sich freuen und toll finden. DAS macht schön – mich und sie. Und man bekommt ja auch immer etwas von seinem Gegenüber.

    Ästhetik, Schönheit und Hübsch sein sind drei paar Schuhe – und alle einer Diskussion wert.

    • Ich bin auch sehr überrascht, wie viele letztendlich durch dieses Hobby von mir überhaupt ein wenig in der Richtung aufgeblüht waren. Vorher war es nie Thema und sobald sie sehen, was ich hier so treibe, fragen sie doch. Aber ich finde, um die Initiative zu ergreifen, muss ein gewisser Grad an Intimität erreicht sein.

      • Ja, das stimmt, zumindest sollten da gewisse Vibes sein 🙂

        • Danke! Ich gebe gerne Komplimente und Tipps – letztere aber nur auf Anfrage. Beide jedoch stets so, wie ich sie selber gerne bekäme: Ehrlich, aber nie verletztend, sondern eher vorsichtig.

  20. Das ist eine wunderbare Gedankenanregung.

    Ich weiß nicht, was ich wirklich schön finde an einem anderern Menschen. Meist sind es jedoch gerade die Dinge, die eben genau jene Person gar nicht mag und manchmal auch als störend empfindet.

    Ich glaube, kein Mensch kan guten Gewissens sagen, das er sich nicht schon mal solche Gedanken um jemand anderes Gemacht hat. Und sei es nur eine Kleinigkeit. Deshalb versuche ich aber immer das Gesamtbild des Menschen vor mir zu sehen. Es mag ziemlich abgedroschen klingen, aber auch eine „schiefe Nase“, kann einen wunderschönen Charakter haben und das macht diese Person dann in meinen Augen eben schön.

    Hübsch, das ist für mich heut zu Tage keine aussagekräftige Wortwahl mehr. Eine Blume kann hübsch sein, genau so wie ein Lidschatten oder einfach nur ein Pullover.

    • Danke für den Hinweis, stimmt – hübsch ist irgendwie beliebig geworden. Vielleicht wäre attraktiv eine bessere Wahl? Ich muss mal überlegen…

  21. Hmm, sehr interessantes Thema, hab ich oft schon drüber nachgedacht.

    Und ich finde: Ja, man darf sich andere optimierter wünschen. Solange man weiß, dass sie es sich vielleicht nicht selbst wünschen und man bedenkt, dass deren Meinung die ist, die im Endeffekt zählt.

    Aber das heißt ja nicht, dass man nicht eine andere Meinung über andere Menschen haben darf. Ich hab da auch kein schlechtes Gewissen, so „überheblich“ zu denken, schließlich weiß ich ja auch dass es andere über mich auch tun und find das nicht schlimm. Bei guten Freunden sag ich dann auch zB manchmal „Mensch dir tät ich gern mal die Augenbrauen zupfen, das würd dir so gut passen!“ und hab ebenso schon mal ein „ma ich mag rote Pullis zwar auch, aber bei dir geht dann irgendwie die Haarfarbe flöten“ eingesteckt und unbeleidigt zur Kenntnis genommen.

    Ich finds gut, wenn sich Menschen die Mühe machen mich optimierter zu denken 🙂 und das konstruktiv äußern.

    • Das ist eine gute Ergänzung, dass man natürlich, wenn man selber gerne Tipps gibt, diese auch annehmen können muss. Das fällt, so wie ich es sehe, vielen Leuten eher schwer. *g*

  22. Schönheit ist ganz einfach Lebensfreude, die man/frau ausstrahlt!

    Und es passiert mir oft, dass Menschen, die man kennenlernt und die nicht dem allgemeinen Schönheitsideal entsprechen, mit der Zeit an Schönheit gewinnen, weil man sie immer mehr lieb hat.

  23. Hübsche Menschen sehen äußerlich für mich ansprechend aus,
    schöne Menschen sind es von innen heraus durch ihre Art und Weise, ihren Charakter, wie sie sprechen, denken, fühlen…
    Und so oft passiert es, dass der Charakter (auch sehr hübsche!) Menschen so hässlich macht!

  24. Ich halte mich da an Immanuel Kant und unterscheide das Schöne und das Angenehme: Schönheit wird immer objektiv betrachtet (wie bei dir hübsch) und das Angenehme mit Interesse (wie bei dir schön).

    Aber wenn man mal von diesen verwirrenden Vokabeln ablässt bleibt doch folgendes übrig: Für die Menschen die uns lieben sind wir schön. Ob wir nun einen Schminktick haben, oder nicht.^^ (Beim gemeinsamen abendlichen Kuscheln im Schlafanzug auf dem Sofa fühle ich mich eh am schönsten. Und das Ungeschminkt…) Mich mit irgendwelchen Idealen zu messen habe ich mit dem Ende der Pubertät glücklicherweise abgelegt.

    Das Schminken selbst bedeutet für mich nur bewusst mit mir umzugehen und einfach mein inneres Mädchen zu verhätscheln. :heart:

    • Och, verwirrend fand ich jetzt gar nicht – finde es eher sehr nett, dass du meine paar Zeilen in Verbindung zu Aussagen von Kant setzt. :kissed:
      Ich bin wirklich kein Philosophie-kenner, aber ich versuche schon lange, mein Leben basierend auf seinem kategorischen Imperativ, zu leben. DAS habe ich vom Philosophie-Unterricht der Oberstufe immerhin noch behalten. *g*

  25. Da hat sich sicher jede Frau schonmal bei ertappt und danach ein bisschen geschämt :-((
    Aber es stimmt, da kann man schon unterscheiden. Es gibt ja Leute, die sowas wirklich boshaft meinen, wenn man sich dann verteidigt. Als ich 13 oder 14 war, war ich mal auf einem totalen Khaki-Trip und hab fast nur Armee-grünen Lidschatten getragen und dazu allerdings noch rosa Lipgloss (:D). Da hat mich auch mal eine „Freundin“ drauf angesprochen und erst recht nett gemeint, mir würde rosa Lipgloss nicht stehen und das würde auch nicht zum Lidschatten passen. Ich hab dann entgegnet, dass mir die Kombi gefällt und dann wurde sie regelrecht aufdringlich und hat mich mit ihren 14 Lenzen schon zugeschwallt, dass sich in der „Bravo“ und „Mädchen“ keiner mehr so schminken würde und dass sie mich mal schminken muss und wurde dann wirklich recht verletzend :/
    Da denkt man dann eher, dass solche Personen ein Problem mit ihrer eigenen Schönheit haben.
    Bei der Verletzung von Gefühlen hört der Spaß wirklich auf finde ich. Es gibt so vieles, was heut zu Tage als „schön“ und „hübsch“ bezeichnet wird, da kann man doch nie alles richtig machen. Wobei es ein „richtig“ ja nicht gibt :lashes:, das muss wohl jeder für sich selbst entschieden und die Entscheidung eines Anderen genauso akzeptieren! Und schließlich sinds ja die Extravaganten, (noch) individuellen und aus der Masse stechenden Dinge, die kopiert werden und die dann irgendwann mal in einer Frauenzeitschrift als Trendsetter landen ^

    • Danke, das ist ein wirklich einleuchtendes Beispiel mit deiner Freundin.
      Und. Der letzte Gedankengang ist sehr wichtig, finde ich, den habe ich noch nicht beachtet: Im Endeffekt kann es nur Mode/Innovation geben, wenn Menschen vom Mainstream abweichen!

  26. da genau diese ‚tips‘ und beratenden dinge mein job -friseurin- sind, finde ich es recht schwer, diese frage zu beantworten.
    du glaubst gar nicht,wie oft kunden hereinkommen, die ein komplett falsches bild von sich haben -rein objektiv!
    da kommen dann so dinge zutage wie „ich möchte nicht,dass mein gesicht so rund wirkt,deswegen bestehe ich darauf, dass du mir einen vollen, geraden pony schneidest“
    oder auch „ich bin dicker und möchte gern victoria beckhams bob haben, da sie mir ähnlich sieht“ oder „ich möchte eine komplettveränderung, aber bitte schneide nur überall einen zentimeter ab“.
    oder sie haben superfeine haare und bringen ein bild von einer latina mit -mit mehr haaren auf dem kopf als alle im salon zusammen. oder sind asiatin und würden gern so aussehen wie pamela anderson.oder sagen „mach, was du willst“ und meinene damit, dass sie gern genauso aussehen wollen wie vorher. oder wollen den verrücktesten style haben -aber bitte ohne,was dafür zu tun, das „solll von allein fallen“.

    gerade wenn man einen job hat, der mit typberatung, kleinen verbesserungen im schönheitsbild (kann man das so sagen?) usw zu tun hat, muss man ja gewisse vorstellungen haben,sich auf kunden verschiedener typen einstellen und ihnen deine ‚vision‘
    klarmachen können.
    genauso frustrierend ist es, wenn jemand da sitzt, der absolut beratungsresistent ist und somit in dei nen augen verhunzt den laden verlässt.

    ich bin durch meinen beruf gezwungen, so kritisierend zu denken, verbesserungsvorschläge zu machen und kunden durchaus an mir und meinem ’schönheitsaufwand‘ zu messen.
    manchmal fühlt man sich gut dabei -und manchmal total mies. und manchmal hatman einfach keine lust mehr drauf und macht einfach,was die kundin sagt, nicht,was man für richtig findet.

    -und da meine tastatur gerade komplett spinnt,hab ich den faden verloren *lol*

    • Danke Nadine – das ist wirklich etwas Anderes, als wenn ich aus meiner Laien-Sicht die Menschen um mich herum in Gedanken umstyle.

      Gerade diese Schwierigkeit, Menschen zu beraten und in deren „Veränderungskorridor“ (dürfen nur 1 cm ab oder wäre Kurzhaarschnitt auch okay?) die besten Ergebnisse zu erhalten, finde ich super spannend. Habe dazu schon einige Friseurinnen ausgequetscht. Eben, weil ich den Job sehr spannend und verantwortungsvoll finde. Ich glaube, die richtige Balance zwischen Kreativität, realen Voraussetzungen und Wunsch des Kunden zu finden, ist ehrlich schwer?

      Habe einmal beobachtet, wie zwei Friseurinnen ein Mädel um die 18 Jahre ausgiebig beraten haben, ihr einen (aus meiner Sicht) wirklich tollen Schnitt verpasst haben und die Kundin sich dann aber wieder ihren alten Schnitt hat herrichten lassen. Als sie sich dann gestylt hat, wie sie es schön fand (die ohrlangen Haare mit Haarspray ganz hart und glatt herunterhängend), hab ich in den Gesichtern der Friseurinnen den Frust ganz offen gesehen. Das Mädel ging aber happy aus dem Laden. Wenn sie dann begeistert von dem Friseur erzählt, denken andere vielleicht „Was?! Mit diesen harten, platten Haaren kommt man da raus? Da gehe ich nie hin!“ DAS finde ich echt schwierig.

Kommentare

MAGIMANIA
Logo