Ma(gi)rotten II

Die Fortsetzung des Grauens

1. Eigentlich damals Ausschlag für so einen Post gegeben und trotzdem vergessen: ich fürchte mich vor Google Maps.

Wobei es zu spezifizieren gilt: Satellitenaufnahmen eines großzügigen Maßstabs zaubern mir ein panikartges Gefühl im Magen – insbesondere der Ozean. Wenn ich aus Versehen über einem Landkartenabschnitt lade, der fast nur Wasser anzeigt, klicke ich auch schon einmal den Tab weg. Passiert z.B., wenn man in Küstenregionen zu weiter raus-scrollt. Aber auch wenn ich mich über Wüsten oder Ackerflächen befinde – es ist ein ganz schreckliches Gefühl. Ich bin erst wieder völlig „normal“, wenn ich auf einem Maßstab bin, der Gebäude und Straßen erkennen lässt. Das Ganze betrifft zwar hauptsächlich die Fotos, aber auch manch schematische Darstellung ist nicht nicht ohne, z.B. wenn ein Globus genau mit der Atlanik-Seite zu mir zeigt – keine Chance…

2. Ich vermeide es, wie es nur geht, bei geschlossenem Fenster zu schlafen.

Die Heizung mag ausfallen und mir die empfindliche Nase abfrieren, aber wenn unser Dachfenster nicht zumindest auf „Klick“-Kipp ist, habe ich gleich klaustrophobische Gefühlswallungen. Wenn ich irgendwo zu Gast schlafe, ist es ganz schlimm, weil man sich ja nicht aufdrängen möchte. Wenn ich es unterlasse, sind Kopfschmerzen vorprogrammiert – und ich kann nicht beschwören, dass sie unter keinen Umständen psychosomatisch sind.
Mit Schmu hab ich da auch gern mal Zickereien, weil er bei laufender Heizung natürlich ungern Energie verschwendet… Immerhin versteht mich einer:

3. Ich bin Übriglasser…

Es fiel mir kürzlich erst auf, dass es eventuell einen Zusammenhang geben könnte zwischen meiner „Leidenschaft“ einen Teller selten leer zu hinterlassen und der Unfähigkeit Posts wie mein einstiges Aufgebraucht-Nachgekauft oder Zaz wundervolle, konsequente Ab-&Zugänge-Reihe fortzusätzen. Ich kann vor allem Kleinkramkosmetik nicht aufbrauchen. Bevor eine Flasche leer ist, habe ich meist längst eine neue angebrochen – und das nicht unbedingt aus Neugier auf die neue. Ich mag es einfach nicht, wenn Dinge leer werden. So horte ich ja auch von dem ein oder anderen Produkt ein Backup, obwohl das Original erst grobe Gebrauchsspuren hat. Und ja, mit dem Essen: es muss schon fantastisch schmecken, dass ich nichts übrig lasse. Vor allem mit Soßenresten kann man mich nahezu jagen. Zu Schmus Freude: ich glaube, er verputzt ganz gerne meine

Reste…

Das Bild im Übrigen auch symbolisch, denn ich freue mich sehr diese junge Dame morgen endlich wieder zu treffen – erkennt ihr sie?

Ich verabschiede mich daher schon einmal. Wenn ich zurück bin, gibt es dann auch endlich das angekündigte Blog TV, denn Dank eurer lieben Genesungswünsche bin ich fast schon wieder gesund. Was haltet ihr von Dienstag Nachmittag?

PS: nachdem ihr euch so cool bei der Wahl zum beliebsten Concealer 2011 beteiligt, geht es in die 2. Runde: auf Twitter und Facebook könnt ihr Lidschatten-Bases nominieren.

>> Ma(gi)rotten – Teil 1

42 Kommentare
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  1. 🙂 schönes Bild 🙂

  2. tatsächlich atmet man bei geschlossenem fenster in einer nacht die gesamte luft auf und ist kurz vor morgengrauen jämmerlich erstickt!
    ich bin pro kalte-nase-aber-fenster-uff! :giggle:

  3. Ich könnt im Winter nie bei offenem Fenster schlafen. Ich gehöre da wohl eher zur Hradcore-warm-Fraktion. Ab Novemer schlafe ich nur in langen Pyjamahosen, T-Shirt mit Schlafstrickjacke, 2 Zudecken + IMMER Wärmflasche…und ähm Heizung an :shame:
    Mit Essen ist es bei mir so, dass ich Essensreste total ekelig finde und die bloß nicht meine Haut berühren dürfen, auch keine frischen. Da krieg ich Gänsehaut und muss mich sofort waschen. Bio-Mülleimer leeren und Sachen in die Spülmaschiene räumen sind daher für mich ein graus.

  4. also das mit dem google maps ist ja schon eine sehr interessante marotte =)))

  5. Ich schlaf auch sehr ungern bei geschlossenem Fenster, allerdings nicht wegen klaustrophobischer Anwandlungen, sodern eher, weil ich einen Frischlufttick hab… Mein Mann glücklicherweise auch, das paßt also :heart:

    Und – das Übriglassproblem hab ich auch. Nicht unbedingt mit Essen (leider…), sondern zum einen mit Getränken, aber nur wenn ich aus der Flasche trinke. Aus dem Glas trinke ich immer auf. Unerklärlich, und schon ziemlich gaga, wenn man so drüber nachdenkt… Und zum anderen hab ich das auch mit Gemüse und Obst. Aber auch nicht beim Verzehren derselben, sondern beim Schälen oder Waschen. Immer bleibt eine Kartoffel, eine Karotte, eine Zucchini, eine Erdbeere, ein Apfel oder was auch immer im Abtropfsieb oder in der Schale zurück, und irgendwann, wenn der ganze Rest dann schon im Ofen, schon im Topf, oder auch sogar schon gegessen ist, bemerke ich es dann. Das sind meine Marotten, die an die hier geschilderten anknüpfen; unglücklicherweise machen diese aber nur einen kleinen Teil der Gesamtsumme meiner Marotten aus, fürchte ich…

  6. Also bei „ich fürchte mich vor Google Maps“ musste ich doch breit grinsen. 😉
    Sehr interessante Marotte.
    Fenster auf ist bei uns so schlecht, denn gegenüber ist ein Bäcker und da kommen um 6 Uhr schon die ersten Kunden und stören meinen Schlaf und im Winter ist es mir auch zu kalt.
    Gute Reise und bis bald!
    LG, dee

  7. Ich gehöre eindeutig zur Fraktion Fenster auf in der Nacht… Fenster zu geht ja mal gar nicht… Nee Nee Nee… Da hab ich das Gefühl ich ersticke oder sonst irgendwas…

    LG Jessie

  8. hach ja :kissed: das mit den backups kenne ich. Einmal aufgetragen „wow“Effekt gehabt, noch eins haben MÜSSEN, wie ein Zwang… Suchtis eben 😀

  9. müssten wir in einem Zimmer schlafen, hätten wir beide ein Problem. :rotfl:
    Ich bin ein „egal wie heiß es ist, Fenster zu, Rolläden/Fensterläden zu“ Mensch und kann komme was wolle bei offenem Fenster, tickenden Uhren (egal wie klein, ich höre die Dinger IMMER) einfach nicht schlafen

  10. Ich musste gerade soooo schmunzeln beim ersten Punkt!
    Denn mir geht es ganz genau so! Ich kriege ein richtig schlechtes, ja sogar panisches Gefühl, wenn ich auf Google Maps mal aus Versehen auf den offenen Ozeanen lande. Das klingt total bescheuert und ich dachte echt, ich wäre so ziemlich die einzige Person, die sowas komisch findet. Aber danke, liebe Magi, dass du mit mir diese Macke teilst :giggle:

  11. Apropos Google Maps: Hast du auch im wirklichen Leben Angst vor Wasser, Magi? Also schwimmen im offenen Meer usw..?

    Ich z.B. finde nichts ekliger, als meine Haare in der Dusche „ganz normal“ zu waschen. Ich habe unglaublichen Ekel vor Haaren, die an Orten sind, wo sie nicht hingehören – auch wenn es meine eigenen in der Po-Ritze sind, was ja leider manchmal zwangsläufig beim Duschen passiert, wenn man unter dem Wasserstrahl die Haare ausspült. Das finde ich sowas von eklig!! Also Haarewaschen bei mir nur über Kopf, separat nach dem Duschen. Haare im Essen, wenn es Fremdhaar ist, wird mir regelrecht schlecht. Bin ich ein Freak?! Erleichternd zu hören, dass auch andere ihre kleine Ma(gi)rotten haben 😀

    • Ne, gar nicht. Im Gegenteil – je höher die Wellen umso mehr reizt es mich rein. Kann Schwimmbädern so gar nix abgewinnen – bin am Meer aufgewachsen… Ich unterschätze auf gern mal die Gefahr, daher eher das Gegenteil…

      Ich wasche mein Haar auch 1000mal lieber separat. Aber gehen tut beides…

  12. Ha, immerhin kann dich einer verstehen :cat: typisch Katze/Kater!

  13. Ein :yes: für Schlafen bei offenem Fenster. Egal wie kalt es ist. Ich fühle mich sonst morgens total verquollen.
    Im Sommer sind alle drei Dachfenster weit offen, im Winter zum Schluss nur noch eines. Aber wenigstens das ist einen Spalt geöffnet. Glücklicherweise tickt mein Mann genauso. :heart:

  14. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man mit aufgedrehter Heizung schlafen kann. In meinem Schlafzimmer ist die Heizung IMMER aus + mindestens gekipptes Fenster, egal wie kalt es ist. Dafür bin ich bei kalten Temperaturen dann sehr dick eingemümmelt, wenn es sein muss sogar mit Schal.
    Aber wenn das Fenster zu ist oder sogar die Heizung an, kann man drauf zählen, dass ich am nächsten Tag total gerädert und verquollen bin.
    Ist immer etwas unschön, wenn ich wo anders übernachte und dort die Heizung an ist..

  15. Auf BlogTv freue ich mich. Dienstag Nachmittag gefällt mir zeitlich auch ganz gut.

    Mit offenem Fenster schlafe ich auch nicht gern. Ich habe immer Angst, mir dann nen Husten zu holen oder ähnliches.
    Übriglasser – bin ich gar nicht. Ich kratze eher noch die letzten Reste raus. Auch bei Joghurtbechern oder ähnlichen Behältnissen ^.^

  16. Ich bin wohl ein Exot, dass ich selbst im Sommer bei geschlossenem Fenster schlafe! 😉 Dafür habe ich gewisse Rituale, vor dem Zu-Bett-Gehen und nach dem Aufstehen MUSS gelüftet werden. Ansonsten habe ich Erstickungsfantasien.

    Vielleicht sollte ich es mal mit gekipptem Fenster probieren? Vielleicht könnte das was gegen meine unseeligen Augenringe ausrichten? :-/

  17. Ich bin da genauso! Ich kann nur schlafen wenn das Fenster offen und das Zimmer kühl/kalt ist. Auch wenns draußen Minusgrade hat…
    Das hat mir meine Oma schon eingetrichtert, dass man immer in gut gelüfteten Zimmern schlafen soll.
    Ich hab mal bei einer Freundin übernachtet und die hatte die Heizung die ganze Nacht laufen; Ich bin morgens aufgewacht mit Kopfschmerzen und einem richtig ekligen Körpergefühl, weil es so heiß und stickig war…
    Nene, lieber Näschen abfrieren, es aber warm unter der Decke haben :heart:

  18. Google Maps…hat mich bislang nicht verängstigt…nutze es wohl nicht intensiv genug 😉

    Hab früher immer bei offenem Fenster geschlafen. Mit Baby am Bett musste ich das aufgeben…aber dank Be- und Entlüftungsanlage ist es erträglich…die ersten Nächte führten aber auch zu Kopfschmerzen am morgen.

    Essensreste gibt’s bei mir aus erziehungsgründen nicht. Das Zeug klebt daher alles auf meiner Hüfte*yeah* ein dank geht an dieser stelle an meine Eltern 😕

    Die back- up Macke hab ich auch. Allein eyeshadowbase liegt tubenweise rum. Und der ein oder andere Pinsel ist auch als Reserve vorhanden. Und ich würde mich niemals davon trennen. Hab mir schon mal überlegt,ob ich etwas außerhalb des Hauses Lagern sollte für den fall eines Brandes. Ein bisschen psycho, ich weiß :shame:

  19. Deine erste Marotte finde ich megainteressant! Da könnte man bestimmt so einigen philosophischen Kram hineininterpretieren. :search: :nerd:
    Meine Macken habe ich einfach mal fix als Blogpost verfasst. 😉

  20. Hihi, ich liebe solche Geschichten und Marotten :laugh:
    Was das Fenster angeht, bin ich genau das Gegenteil. Es muss immer zu sein. Auch im Sommer. Und sei es noch so heiss. Ich nehme es dann lieber hin, dass ein Body Spray auf meinem Nachttisch steht, mit dem ich mich regelmässig in der Nacht abkühlen muss.
    Was das Essen angeht, habe ich ein anderes Problem:
    Manchmal kocht man sich ja zuviel, bewahrt das Essen dann über Nacht im Kühlschrank auf und möchte es sich dann wieder aufwärmen. Und genau das ist ekelhaft. Ich hasse es, wie warmes Essen sich verändert, wenn es abkühlt. Manchmal kann ich mich fast nicht überwinden, es nochmal aufzuwärmen (obwohl es dann wieder genau so gut aussieht, wie am Tag zuvor), weil ich den Anblick so ekelerregend finde. Wuhahaha… :clown:

  21. Schlagende Türen, dunkel, uaaah! Aber das wiklrich schlimme ist dass ich meinen Tee nie, nie, nie austrinke. Ich bin berüchtigt für meine Tassen die überall mit einem Rest in der ganzen Bude rumstehen. Treibt IHN zum Wahnsinn 😀

  22. ich MUSS auch mit offenem Fenster schlafen! und ich esse immer die Reste auf, die mein Freund auf seinem Teller lässt 😀

  23. Ich hab nicht genau verstanden warum du Angst vor google maps hast – erklärst dus mir nochmal ?:-) 🙂 ?

    Ich lebe zurzeit in einer WG in Fronkreisch und man kann das Fenster hier nicht kippen, das ist so eines, bei dem beide Hälften zur Seite aufklappen, falls du weißt was ich meine ;)! Das wär nix für dich hihi! Aber man kanns ja auch ganz aufmachen :nerd:

    lg lisa

  24. OMG, das Bild, haha . Ich froi (wie du es immer sagst) auch sehr auf morgen :clap: und natürlich können wir dann gerne das Fenster auflassen… :giggle:

  25. Ich gehöre ebenfalls zur Fenster-auf-Fraktion. Zum Leidwesen meines Freundes, der Heizung und Socken (Wie kann man zur Hölle mit Socken schlafen?) bevorzugt.

    Eine schlimme Marotte von mir: Ich trinke Wasser aus Flaschen, die irgendwie überall rumstehen. Ja, ich brauche 12 Flaschen, damit ich immer eine in greifbarer Nähe habe. Außerdem mag ich die Reste nicht gern trinken, weshalb nochmal gefühlte 20 Flaschen mit Neigen herumstehen. Öhm, ja.

    Ich wünsche dir viel Spaß bei deinem Date.

  26. Essen übrig lassen – kenn ich auch. Ich tue mir auch schwer, Dinge aufzubrauchen. Das liegt daran, dass sie mich irgendwann so langweilen, dass ich nicht mehr drangehe 😕
    Ich würde jetzt auch noch am liebsten mit offenen Fenster schlafen, aber dazu ist es inzwischen einfach zu kalt. Dafür haben wir abends vor dem Einschlafen das Fenster nochmal weit offen und nachts dann die Schlafzimmertür – so staut sich die Luft nicht. Und Socken und Heizung des nachts machen mir auch Kopfschmerzen. :sick:
    Ich fühle also mit dir!

  27. Mein Freund ist auch so der Fenster-zu-und-Heizung-auf-mindestens-4-Einschläfer, ich könnte auch bei zweistelligen Minustemperaturen noch mit weit aufgerissenem Fenster nackt und Sommerdecke schlafen.

    Und jedes Mal einigen wir uns drauf, dass erst das Fenster auf ist zum Lüften, er es aber später zumachen kann. Sobald er das tut, dauert es höchstens 5 Minuten, bis er anfängt zu Fluchen und sich umständlich aus der zu heißen Bettdecke (mit Biberbezug, natürlich ist das heiß!) zu schälen und mich dabei zu treten, bis ich wach werde. Wir SIND Sid und Manni. :heart:

    Und bei Landkarten allgemein bin ich genau umgekehrt. Ich zeig Leuten auch gerne den Marianengraben und halte Kurzreferate darüber und so. :einnerdigerBrillensmileywärhiergut:

  28. Mir geht es genauso: Ich kann meinen Teller einfach nicht aufessen. Und wenn ich einmal denke, dass ich brav aufgegessen hätte, findet mein Freund, dass man damit eine ganze Region in Afrika satt machen könnte. Seufz…

  29. Ich bin auch absoluter Frischluftfanatiker. Selbst im kältesten Winter muss das Fenster auf Kipp sein, sonst habe ich das Gefühl, ich würde in meinem eigenen Mief ersticken. Glücklicherweise tickt mein Mann genauso. Nur unsere Katze mag die Kälte nicht und verzieht sich dann unter die Decke und kuschelt sich an uns. 🙂

  30. Ich kann auch nicht bei geschlossenem Fenster schlafen, sonst bin ich morgens gerädert. Wobei ich dummerweise auch verdammt gute Ohren habe – aber na ja, die Hälfte des Krachs kommt eh aus den eigenen vier Wänden…

  31. Und was ist, wenn Schmu nicht da ist? Wirfst du das Essen dann weg?
    Und die ganze Energie, die bei offenem Fenster und angeschaltener Heizung flöten geht. Schön, dass sich die Welt solche Marotten leisten kann. :-/

  32. Oha, vielleicht ist Punkt 3 die Erklärung, warum mein Mann seine Duschbäder nie leer macht und ich die Reste immer aufbrauchen muss *grübel* Punkt 2 ist mir sympathisch sympathischer am sympathischsten hihi

  33. ich schlafe das ganze jahr über bei offenem fenster. gefroren habe ich noch nie, dank wasserbett. da genügt dann auch im winter ein t-shirt :yes:
    wenn ich bei geschlossenem fenster schlafen muss, selbst ohne heizung bekomm ich dermassen kopfschmerzen….nein danke.

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