Mein Pseudo-Visagisten-Einsatz am Freitag

mit Ausblick über Bremen

Am Donnerstag erreichte mich ein Notruf via Facebook: die Visagistin für ein Mode-Shooting der Design-Studentinnen sei abgesprungen, ob ich nicht aushelfen könne. Da kein Ersatz immer noch schlimmer wäre als meine Unerfahrenheit (sich selbst zu schminken ist ja nun wirklich nicht damit vergleichbar), packte ich den Koffer und düste bei Regenergüssen am Freitag morgen hin. Geplant waren 2-3 Locations im Hafenviertel von Bremen. Für die Bremer: wir waren im Kranhaus, im obersten Stockerk des Weser Towers und auf dem Dach der Eduscho Rösterei. Für mich durchaus aufregend.

Viel hatte ich eigentlich nicht zu tun und dennoch war es ohne Vorkenntnisse nicht einfach. Ich bin mit den Ergebnissen eigentlich nicht zufrieden – wenn es an Erfahrung mangelt, wäre ein gewisser (mentaler) Vorbereitungspuffer schon notwendig gewesen. Aber das Notwendigste war getan – allem voran die Haare.

3 Aushilfs-Models waren dabei – eine davon hatten die Designerin und die Fotografin sogar auf der Straße angequatscht und Glück gehabt.

Es gab immerwieder kleine Fenster, in denen es nicht regnete und die wurden für Außenaufnahmen genutzt. Ich weiß nicht, ob ich diese zeigen darf, sobald sie entwickelt sind. Das werden wir gegebenfalls noch bequatschen. So lange das nicht klar ist, belasse ich die Gesichter verfremdet.

Es ist immernoch kein Job, den ich machen wollen würde, aber solche Gelegenheiten sind der Erfahrung wegen sehr cool. Ein paar Zusagen für kommende Diplomprojekte habe ich schon gemacht, falls die Mädels keine erfahrenere Visa abbekommen. Das dauert aber noch ein Weilchen. Ob ich nun Anrecht auf ne MAC Pro Card habe :p ?

Hier die Bilder aus dem 21. Stock des Weser Towers – leider mit Reflektion – ich hatte nur meine olle, kleine Taschen-Cam dabei.

Kommentare

19 Kommentare
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  1. Ich komme nicht aus Bremen und finde die Stadt bzw. den Hafen sehr schön. Bestimmt mal ein Wochenendtrip wert… danke dafür 😉

  2. Wie spannend! Das erinnert mich daran, dass ich auch mal nach Bremen fahren muss

  3. Du hast das bestimmt toll gemacht 🙂
    Aber ich kann dich verstehen, ich kenne das Gefühl. Ein Freund von mir hat sich selbst ein Fotostudio in den Keller gebaut, wo er inzwischen immer professioneller Hobby-Shootings macht und ich durfte dafür schon ein paar mal die Models schminken, obwohl ich weder Ausbildung habe noch einen Kurs gemacht habe etc. Aber die Ergebnisse sind immer gut geworden. Ich denke man muss da einfach selbstbewusst rangehen. 🙂

    • Klar muss man das – da ich kein Typ für Fishing for Compliments bin, bin ich mir aber auch der Grenzen meiner Fähigkeiten bewusst. Ich denke, für die Bedürfnisse war es OK, hätte aber nach meinem Anspruch besser sein können. Aber es war eben auch eine seltsame Situation – ich kannte sie alle nicht, ich wusste nicht, was sie sich genau gewünscht hat – darüber war sie sich ja selbst nicht ganz im Klaren und ich hätte eigentlich mehr austoben, experimentieren können. Die ständigen Location-Wechsel waren zudem auch nicht gerade förderlich, weil das Licht immer anders war. Aber ich bin dennoch gespannt auf die Bilder. Katastrophal wird es sicher nicht.

      • Ja stimmt, wenn man so ins kalte Wasser geschmissen wird, ist das nich so einfach. Aber sei nich so streng mit dir selbst, bin mir sicher, dass es toll geworden ist und dass die anderen zufrieden waren. Hinterher ist man immer schlauer, aber so als Übung wars bestimmt super. Freu mich schon, wenn du die Fotos veröffentlichen darfst 🙂

  4. Die Einblicke sind sehr schön 🙂 ! Sicherlich hast du deine Arbeit gut gemacht :yes:

  5. wow, das war bestimmt eine tolle Erfahrung! mich würde interessieren wie leicht/schwer es ist aus seinem eingefahrenen make-up Schema auszubrechen, wenn man plötzlich andere Leute schminkt.
    man hat sich ja doch über die Jahre eine bestimmte Technik angewohnt, die für die eigenen Gesichtsformen besonders schmeichelhaft ist. Wie war das für dich?

    • Ehrlich gesagt gar nicht. Also bis auf das, dass ich schon gewisse Schritte, die mir wichtig sind, abarbeite, ist das mit den Gesichtsformen etc. überhaupt nicht der Fall. Im Gegenteil – man freut sich, dass man endlich Dinge machen kann, die an einem nicht funktionieren.

      Es ist total anders am Gegenüber, weil man ja nix fühlt – nicht wo man ansetzt und streicht – wie doll oder wie zart.

      Ich finde viel schwieriger den Spagat von zugekleistert zu kaschiert zu meistern. Die ersten Versuche, wenn auch nicht an diesem Tag, endeten in einer viel zu dicken Schicht.

  6. Das hört sich spannend an! Und die Location sieht toll aus. Ich war noch nie in Bremen, muss ich echt mal hin!

  7. Echt schön die Bilder zu sehen, da Ich seit Mittwoch für’n Jahr in Liverpool bin 🙂 Danke!!

  8. das mit der mac pro card is ja eh richtig fies. mir würde ja eine zustehn, bzw. ich könnte mir eine holen. aber ich habe kein mac store in meiner nähe und über den shop geht es nicht, nur wenn ich in einem mac store telefonisch bestellen würde…. und die kostet glaube ca. 40 euro im jahr.. da müsst ich schon richtig viel kaufen damit sich das lohnt 😐

    • 40% auf 40€ verteilen geht, denke ich, recht schnell. Da rentiert sich ggf. auch der Versand aus dem Shop. Ich habe aktuell „nur“ 15%, aber gerade darum nutze ich das fast nie – das lohnt sich nämlich wirklich nicht mit Versand.

      Wobei, ich war so frei bei dir zu schauen, als Kosmetikerin bekommt man dann ja auch nicht die ganzen 40%, daher lohnt sich das wohl wirklich nicht. Da gibt es ja nur 10 oder 20%…

      • nja, mein profil in meinem blog ist nich so vollständig 😀 ich nehm mir die freiheit und behalte manche einzelheiten doch noch gern für mich.. Aber ich hab ja zum glück das Glück und bestelle eigentlich immer in den usa 🙂

  9. Das war sicher ne coole Erfahrung! Ich finde es immer extrem bereichernd, wenn ich in meinem Job plötzlich in eine Situation geworfen bin, in der ich irgendwas organisieren muß, mit dem nicht gerechnet hab, und mit dem ich mich auch nicht oder nur bedingt auskenne; was bei mir durchaus auch häufiger mal vorkommt, und ich denke oft sind es gerade diese Situationen, die man zwar fürchtet, in denen man dann aber auch am meisten lernt. Nun MUSSTEST Du das hier zwar nicht machen, sondern hast Dich freiwillig dafür entschieden, aber vergleichbar ist es vielleicht trotzdem ein wenig. Ich hoffe, Du hattst Spaß dabei, und hast den auch bei den weiteren Projekten dieser Art, die noch auf Dich zukommen. Und vielleicht kannst Du dann auch die Erfahrungen von diesem Mal dahingehend nutzen, zu wissen, was Du anders machen mußt, um mit dem Ergebnis beim nächsten mal zufriedener zu sein.

  10. ich mache das manchmal auch bei Videodreharbeiten für Musikvideos und bis jetzt leider nur mit jungen Männern 😀

MAGIMANIA
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