Ich dachte, aus gegebenem Anlass schreibe ich auch mal etwas zu diesem Thema. Es ist leider, leider ein Teil meines Lebens und das schon nun seit 15 Jahren – und ich merke erst jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, dass die Zeit mit Migräne der ohne überwiegt 🙁

Im Prinzip kann man dazu ja nun nicht wirklich etwas Gutes schreiben – einzig vielleicht, dass es genug Menschen gibt, die wissen, was es bedeutet daran zu leiden. Und ich denke, der Begriff umschreibt es gut entgegen dem allgemeinen Ruf von Migräne, der mich auch manchmal ziemlich verärgert.

Im Prinzip haken viele nicht Betroffene Migräne als „starke Kopfschmerzen“ ab oder? Tablette rein und gut is heißt es… Da muss man schon fast lachen, denn die Tablette käme binnen Sekunden wie aus der Pistole geschossen wieder rauskommen.

Die Symptome und Leiden sind ja doch sehr breit gefächert – jeder leidet anders und ich für meinen Teil habe auch verschieden starke Attaken. Bei mir sind allerdings die Kopfschmerzen völlig nebensächlich.

Als das „Zentrum meines Schmerzes“ bezeichne ich bei leichten Anfällen meinen Nacken. Es ist immer nur eine Seite, meist die rechte, aber nicht immer. Neben den Halswirbeln entwickelt sich weniger ein Schmerz als einheftiges Ziehen, dass ich nur unterbinden kann, indem ich ihn mit seinen eigenen Waffen schlage und ihm wehtue. Ich lege mich dabei gern auf eine hochkant gestellte Fernbedienung oder presse eine Tasse mitvoller Kraft dran. Oder, wenn ich ihn genug besülzt habe, drückt mein Mann seinen Daumen gegen den Bereich, bis er nicht mehr kann. Ein Linderung verschafft mir dabei auch die Fantasie ich würde mir mit einem Hammer einen riesengroßen Nagel da reinhauen.

Begleitet werden solche Anfälle dann auch mit Übelkeit. Die Sinne sind irgendwie auf Hochtouren – man riecht Dinge, die man sonst nicht bemerken würde und die reizen die Übelkeit noch mehr. Dazu dann der Lärm und die Lichtempfindlichkeit. Im Alltag ist es zwar noch irgendwie erträglich, aber Konzentration und Leistungsfähigkeit sind dahin.

Bei einer schlimmen Attake, die nun wirklich sehr selten vorkommt, ist mindestens ein Tag im Eimer – oder in der Schüssel. Ich kauere mich dann ins Bettchen und hoffe über Stunden hinweg, dass ich einschlafen kann. Gelingt aber kaum, weil ich mit jedem Tropfen Speichel, den ich schlucke und dessen Produktion weger der Übelkeit auf Hochtouren ist, diesen Tropen binnen Sekunden samt einem Becher voll Magensaft wieder in die Muschel abgeben muss. In diesen, wenigen Minuten des Übergebens und ca. 30 Sekunden danach, geht es mir gut. Eine kleine Oase, die aber fix wieder zu einem Albtraum wird.

Bei diesen schwachen Attaken ist das Gute, dass es meist bei der Übelkeit bleibt und es nicht zum Erbrechen kommt und somit Medikamente mit etwas Vorbereitung den Magen überstehen und wirken. Ich nehme hier immer eine Portion IBEROGAST, einem pflanzlichem Extrakt, der den Magen beruhigt und ich nach 20 Minuten dann eine Schmerztablette nehmen kann. Diese hilft dann aber in der Tat nur gegen das Aua. Die Übelkeit und die Hypersensibilität der Sinne bleibt. Der Tag ist hin, aber dennoch erträglich. Diese Variante hilft aber nicht an den schlimmen Tagen. Kommt ja sofort wieder raus. Erst gegen Abend, wenn alles sich beruhigt, kommt ein Moment, in dem der Magen etwas Inhalt akzeptiert. Mit das Schlimmste dabei ist der Durst, den man nicht löschen kann, weil das Zeug nicht einmal bis zum Magen durchdringt. Und umso schöner ist es, wenn man dann trinken kann. Am besten tut mir in dem Moment dann wirklich eine Pizza.

Man muss schon ein wenig vorsichtig bei der Wahl sein. Der Magen ist ja dann schon etwas angegriffen – Obst, Milch und sowas würden dann alles kaputtmachen. Vollkornbrot wäre zu heftig. Eine Pizza ist ein guter Kompromiss, denn es hat von allem etwas: leicht verdauliches Weizenmehl, gut „durches“ Gemüse, Käse und Gewürze, um den Mineralstoffhaushalt etwas zu puffern.

Inzwischen nehme ich gelegentlich ein Triptan, wobei mein Hausarzt das nicht so dolle findet, weil er meint, man kann nach 5 Jahren einfach nicht die Spätfolgen erkennen. Wo er sicher Recht hat. Allerdings muss ich sagen, dass in dem Moment, wo ich eine Attake habe und nicht weiß, wohin mit dem Kopf und all den Reizen, es mir in der Tat piep egal ist, ob ich ein Jahr kürzer lebe. Umso besser – vegetieren will ich eh nicht später.

Kommentare

18 Kommentare
Alle zeigen Sehr hilfreich Höchste Wertung Niedrigste Bewertung Kommentieren
  1. Ich kann Deine Zeilen so gut nachfühlen! Migräne ist v.a. im Job einfach die Hölle 🙁

  2. meine mama hat das auch so schlimm, dass ist echt furchtbar. man ist ja als aussehenstehender machtlos und kann nicht wirklich helfen. ich wünsche dir und all den anderen die unter migräne leiden, dass die medizin euch irgendwann mal lanfristig helfen und euch so ein verbessertes lebensgefühl geben kann. migräne schränkt im akuten zustand den betroffenen so sehr ein, ich wünsche sowas keinem. magi ich wünsche dir gute besserung….

  3. Danke ihr Lieben.

    Also es ist echt fies in puncto Job und bange auch ein wenig vor der Zukunft – heutzutage kann man sich ja keines Jobs sicher sein und dann sowas 🙁

    Gute Nacht

  4. Wir kennen uns zwar nicht, aber da ich seit einiger Zeit deinen Blog regelmäßig lese und du mir sehr sympathisch bist, mag ich dir mein Mitgefühl schicken.

    Ich hatte in einer Phase meines Lebens auch sehr oft Migräne. Ich kann die Symptome, die du beschreibst, gut nachfühlen; besonders das mit den Sinnen, die so sehr geschärft sind und jedes kleinste Detail wahrnehmen und dadurch bewirken, dass es einem noch schlechter geht…

    Bei mir hat sich das seit einigen Jahren nun sehr stark verbessert (hing stark mit meiner Umgebung zusammen und mit der Pille, mit ’nem schlechen Schlaf, Verkrampfungen usw. usf.) – Kotzmigräne hab ich schon lange nicht mehr gehabt und bin heilfroh drum…

    Ich wünsch dir, dass sich der Krampf bei dir irgendwann auch komplett löst. 🙂

    *blumereich*

  5. Danke, das ist sehr lieb…

    Also ich muss dazu sagen, dass ich schon einmal Akupunktur bekommen habe, aber eine wesentliche Verbesserung ist nicht eingetreten. Ich finde aber, dass es in der Tat wirklich OK ist. Es betrifft mich so ein-, zweimal im Monat. Das ist human und man lernt ja auch damit umzugehen.

    Mit der Pille hing es bei mir defintiv nicht zusammen. Als ich sie schon vor Jahren absetzte, änderte sich nichts.

    Auch war ich früher extrem sportlich und achtete auch sehr auf die Schultermuskulatur – die Migräne war nicht seltener da. Einzig die schlimmen Attaken sind im Schnitt weniger geworden.

    Ich denke, das hängt auch damit zusammen, dass man 1. weiß, was eine Attake auslösen kann (bei mir sind es einige, wenige Grüche und ein paar Lebensmittel – aber nicht immer) und 2. habe ich inzwischen, was früher nciht so war, dieses Aura-Symptom. Dass ich schon ein, zwei Tage im Vorraus merke, dass da was kommen wird. Da kann man dann gut vorbeugen und schon einmal Tabletten nehmen. Nur bin ich noch etwas unsicher im Umgang damit. Ich rede es immer etwas schön und möchte Medis vermeiden… Aber es ist eigentlich völliger Humbug. Denn dem Körper bewusst einer Attake auszusetzen, was ab und an auch mal als „kleiner Schlaganfall“ beschrieben wird, kann nicht deutlich besser sein, als eine Portion Medikamente.

  6. Antwort
    Sahne Kitsch Couture 21. Mai 2009 in 17:28

    Armes Magi *kuss*

    Ich hab das auch – recht häufig. Aber zumindest die Tabletten kann ich gut schlucken – Übelkeit ist das geringste der Symptome (zum Glück)

  7. Bei Medikamenten, die über Paracetamol & Co hinausgehen, kann ich gar nicht mitreden… ich hab's damals meistens ausgehalten (Paracetamol hat ja mal echt gar nix gebracht bei mir) und einmal bin ich Nachts schier "ausgeflippt" vor Wut und hab ganze 3 Aspirin auf einmal mit einer Flasche Spezi runtergekippt… dann ging's plötzlich. Ein entfernter Bekannter, der auch regelmäßig ziemlich heftige Anfälle hatte, meinte mal, ihm würde Kaffee in Kombination mit Kippen ganz gut helfen… was an sich ja eigentlich schon recht widerlich klingt. 😉

    Hmmm… wirklich schwierig. Letzens meinte ein Arzt zu mir, Migräne würde durch zu viel Wasser im Kopf entstehen… er klang da ziemlich sicher, im Vergleich zu den anderen Ärzten, die mir eigentlich nie einen Grund nennen konnten, wieso so eine Migräne überhaupt entsteht.

    Irgendwie ist das Gefühl ohne Migräne doch so ein Gefühl, als würde sich ein Vorhang lüften, die Sicht, die plötzlich wieder klar und weit wird… um das mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Ich war zu Migränehochzeiten ein sehr viel denkender & grübelnder Mensch. Du kennst das vielleicht… bei einer Migräne, der Versuch zu entspannen und die Gedanken an "Entspannung" & dass die jetzt doch dann mal einsetzen müsste, was dann alles noch mal schlimmer macht. Ja, ja…

    Es gibt einfach so viel zu erzählen. 😉

    Wie gesagt, ich wünsch dir die totale Entkrampfung! 🙂

  8. Leider kann man in diesem Falle nur selten gute Besserung wünsche…zumindest ist mir in meinem Leben noch keiner begegnet der die ominöse Krankheit „Migräne“ in irgendeiner Weise besiegt hat.

    Meine Mutter hat seit ich mich erinnern kann 2-4mal schlimme Anfälle. Dies drücken sich aber bei Ihr vorallem in extremer Sinneswahrnehmung beim hören und sehen aus. Übelkeit spielt keine Rolle. Aber dadurch leidet sie an massiven erdrückenden Schmerzen.

    Bei mir treten diese sehr starken Symptome immer mal wieder auf, und immer dann wenn es mir psychisch sehr schlecht geht und vorrallem in instabilen Phasen meines Lebens….dann geht es mir wie dir, gepaart mit unterträglichen Kopfschmerzen die mcih erbrechen lassen.

    Was die Medis angeht, so helfen bei mir in schlimme Phasen weder Diclo, Ibuprofen oder Naproxen…in leichten Phasen kann ich damit gut leben und den Tag überstehen.

    Was in starken Phasen bei mir am besten hilft sind Zäpfchen präperate. Eben weil sie nicht durch den super nervösen Magen müssen.

    Was allerdings einschlägige Migräne Medis angeht, so habe ich davon bisher immer die Finger gelassen, dies aufgrund von Berichten von Freunden die sich unter diesen Mitteln wie unter Drogen fühlen. Wie im Nebel, abgeschirmt von jeglicher Empfindung für 24 Stunde im Schnitt. Und das ist mir dann doch zu übel und ich lebe lieber mit Schmerzen….

    Ähm ja…:)….und deshalb, ich kann dich gut verstehen und viele dadraußen werden es immer als die Ausrede der Frauen sehen die keinen Sex haben wollen ;)…

  9. Über Zäpfchen habe ich auch schon nachgedacht, aber ich muss sagen, es mildert halt den Schmerz in leichten Phasen, aber der Rest bleibt. Das ist dann bei mir auch nix Halbes, nix Ganzes. Ich werde es mir gewiss mal zulegen, aber meist greife ich eh nur zu, wenn ich unterwegs bin.

    Bei starker hilft es halt gar nicht. Ich hatte tw. schon aus Verzweiflung gut 1200mg Ibu auf einmal genommen und es änderte sich nix. Das ist nämlich dann so die größte Angst: dass man vergebens hofft. Am schlimmsten halt, wenn es am nächsten morgen noch da ist. Weltuntergang 🙁

    Ich bin absolut begeistert von FORMIGRAN. Ich hatte echt Schiss davor, aber es bekämpft JEDES meiner Symptome. Ich bin nach rund 2 Stunden absolut fit und gut gelaunt. Nebenwirkungen habe ich keine. Aber ich muss sagen, Autofarhen würde ich z.B. dennoch nicht, weil ich dem dann doch nicht vertraue 😛

    Also mein Gesichtssinn ist, wie ich finde, am meisten davon betroffen. So äußert sich die Aura am Vortag nämlich bereits durch mangelnde Fokussierung und leichtes Flimmern. Bei Migräne selbst scheint irgendwie die 3D-Sicht deaktiviert. Ich kann Distanzen nicht mehr richtig einschätzen und eben nix richtig anfokussieren.

    Gestern gab es Gewitter und eine Luftfeuchtigkeit gefühlt wie im Dschungel – lustigerweise war ich mit Mama im botansichen Garten verabredet *lol* Man fühlte sich wie im Amazonas. Auf solche Klimata reagiere ich absolut. Diese schwülen Wetterwechsel. URGS!

    Ansonsten synthetische Zitrusdüfte, geschmorte Zwiebeln (allein der Duft, aber auch gegessen), ich meide auch TK-Pizzen, Wein und Weinsaucen, einige Würste (ich weiß leider nicht 100%ig, ob es der Darm ist oder die Füllung, v.a. aber leicht Geräuchertes).

  10. oh man das es so schlimm ist wußt ich gar nicht 🙁
    warst du mal bei einem neurologen?
    ich bin bei einem in der vahr. der ist ganz gut. vorallem nimmt der einen ernst und ist bemüht.
    ich hab seit 15 jahren kopfschmerzen. vom nacken hochkommend wie du und ebenfalls mit dem ständigen bedürfniss da gegen zu hauen. ich drück mir dann immer die hände an die stelle. was diese reflexe angeht sind krankengymnasten übrigens wahre feen. die drücken nämlcih auch imemr schön an den richtigen stellen rum, ziehen am hals etc…. das ist herlich 😉 seit zweo oder drei jahren, nach einer stirnhölen vereiterung, sind ide schmerzen in die stirn gewandert und da geblieben. laut kopfschmerztagebuch bin ich ca. 10 tage schmerzfrei im monat…. ich arbeite dran das es mehr wird 😉 aber diese schlimmen atacken wie du sie beschreibst hab ich nicht. vor allem das mit den geschäften sinnen/übelkeit. mir ist es nur ca. ein halbes dutzend mal passiert das die schmerzen so hoch sind das ich nur noch am heulen bin und sogar das kissen am kopfweh tut. gott da will ich gar nicht dran denken…. schnell weg damit. wünsch dir das du irgendwann was dagegen findest. wenn ich dir die nummer vom doc geben soll gib bescheid. lg

  11. Boah dea, das wusste ich gar nicht 😮 Das klingt echt krass 🙁 Aber ist keine Migräne, nicht wahr? Das, was du beschreibst, ist so meine Angst. Dass man nicht mehr diese Hoffnung hat MORGEN IST´S VORBEI 🙁 Dass es weniger geworden ist, ist ja klasse. Ich drücke die Däumchen.

    Beim Neurologen war ich noch nicht. Ich glaube, weil ich das irgendwie schon abgehakt habe. Ich weiß, sie kommt wieder, geht aber auch und die Häufigkeit ist halt zurückgegangen über die Jahre. Ich war beim Orthopäden und hatte auch auch Gymnastik. Die Massagen waren natürlich der Wahnsinn. Ich glaube, das sollte ich mir in der Tat ab und an gönnen.

    Ich muss sagen, die beiläufigen Anfälle sind um gut 80% zurückgegangen, seitdem ich keine Schultertaschen mehr trage. Nur noch so kleine, meist an der Hand oder für die linke Schulter. Ist zwar schade, aber ich kriege echt schon von ner 500g befüllten Tasche aua da. Und Schmu motzt zwar noch und hat nicht viel ausdauer, aber er massiert mich, wenn ich bitte. Er hat auch schon recht gut raus, wo er drücken muss. Aber die 2 Minuten sind halt bissi wenig 😛

  12. ach deswegen immer diese witzgen minitaschen 🙂
    bei diesem mc geiz, oder wie der heißt, gegenüber beim jonny b. goods haben die auch ab und an welche im schaufenster.

    krankengymnastik ist echt ne feine sache. auch wenns komischwerweise nix mit gymnastik zu tun hat sondern mehr ne massage ist. warum auch immer. aber auf jedenfall besser als beim masseur. das hab ich auch schon durch. im badehaus neulich hatte ich nen massagegutschein und wußt sofort das sie gelernte krankengymnastin ist. die hat große augen gemacht 😉
    wie gesagt probiers ruhig mal beim neurologen doc. der macht ein eeg und so weiter und kann dir vtl. besser bei deinen gegenmaßnahmen helfen.

    zum thema männer und massage: ha…… 😉

    lg und schönes we

  13. Ja, unter anderem… Hihi. Habe mir heute eine gekauft bei PRIMARK.

    Beim nächsten Treffen können wir ja einfach mal Röntgenbilder austauschen oder einfach Doc-Nummern 😛

  14. jup statt rezepte 😉

  15. och nöö du arme maus =(
    leide auch seit 11 jahren unter dem dreck…
    und jetzt im sommer ist es noch 1000 mal unerträglicher. bei der hitze und grellen helligkeit rausgehen und spass haben geht garnicht weil die ersten symptome dann schon nach 5-10 minuten auftreten.
    da häng ich manchmal schon heulend zuhaus weil alle draussen sind, sachen unternehmen und ich darf zuhaushängen weil vor der haustür die gefahr lauert sozusagen *g* wenn ich etwas mit freunden/bekannten unternehmen will und mir kurzfristig ne attake dazwischenkommt verstehen die das nicht sorecht und nennen mich dann noch simulant hintenrum und dass man eh nichts mit mir anfangen könnte was ich persönlich ne frechheit finde. diese leute kann man dann aber auch nicht wirklich freunde nennen, nochnichtmal im entferntesten.
    ich hab momentan gut jeden tag leichte bis mittelstarke kopfschmerzen und mindestens 3 mal in der woche migräneanfälle, die bei mir auch im nackenbereich anfangen und sich dann beim ersten anfall in der woche auf die rechte hälfte vom kopf verlagern, am zweiten dann auf die linke und beim dritten ist dann der stirnbereich dran und das alles auchnoch plus die übelkeit die alles noch 100 mal schlimmer macht. diese links-rechts-stirn geschichte is dann auch meistens direkt 3 tage hintereinander, danach schweb ich nurnoch über mir selbst und existiere eigentlich garnichtmehr, das is jedenfalls mein gefühl…oO
    ich schlucke momentan iwas mit 2 1/2 tabletten am tag, an schlimmen schonmal bis 8 tabletten (+ eine triptan von denen man (jedenfalls ich) vom arzt ja eh nich mehr als 12 stk. im monat verschrieben bekommt) bin ja nu selbst nich begeistert von meinem "medikamentenmissbrauch" aber den schmerz aushalten kann und will ich ja nu auchnicht…

  16. ich kenne das leider auch sehr gut, wobei ich unglaubliches glück habe, nicht an erbrechen als nebenwirkung zu leiden. bei mir ist es ein einseitiges ziehen vom nacken bis in die stirn, das je nach schwere unerträglicher wird…mein augenlid fängt dann auch an zu zucken, mein haut ist total berührungsempfindlich und jede sinnesempfindung tut weh…auch kann ich den kopf dann nicht mehr bewegen, weils höllisch schmerzt…bei mir sind zum einen die hormone schuld, so dass ich moment eine pille probiere, die man nur 4 tage aussetzt….ansonsten habe ich vom neurologen maxalt bekommen, als schmelztablette (ist vielleicht auch was für dich, wenn du dann nichts runterbekommen würdest)…damit wirds ert etwas schlimmer, aber nach 40 minuten etwa ist man schmerzfrei, allerdings auch total müde und fertig

    es ist schon schwer, es leuten, die nicht unter migräne leiden, verständlich zu machen, dass es eben nicht nur bissl kopfschmerzen sind, wo man ne aspirin schluckt und dann heiter weiter machen kann 🙁

  17. Hallo! 🙂

    Ich hab‘ auch Migräne seitdem ich eigentlich denken kann. Mittlerweile übergeb ich mich nichtmal mehr, obwohl ich das gern tun würde. Wenn ich Migräne hab, kommt vorher eine Aura, ich krieg Sehstörungen und meine Hände werden taub. Früher hatte ich das alle viertel Jahr so ein Mal. Mittlerweile zum Glück nur noch höchstens ein Mal im Jahr. Ich leg mich dann in mein Bett, Rolladen runter, kalten Waschlappen an die Stirn. Außerdem hab ich dann auch immer Gliederschmerzen. Meine Zunge wird taub, mein Kiefer auch. Einmal war’s so schlimm dass ich zum Arzt musste und da eine Infusion bekommen hab, weil bei mir auch nix im Magen blieb. Manchmal würd ich auch gern vor Schmerz schreien.

    Also, bei mir in der Nähe gibt’s ne Migräneklinik, vielleicht ist sowas das Richtige für dich.

    • Nein, ich denke nicht. Da bin ich nicht der Typ für. Ich denke, da muss zunächst grundlegend etwas geändert werden und ich zweifle so langsam, dass Schulmedizin das richtige für mich ist.

      Wünsche dir seltene Anfälle und alles Gute.

MAGIMANIA
Logo