Danke für eure rege Teilnahme an der „Stehvermögen“-Diskussion. Ich hatte den Beitrag am Vorabend vorbereitet und hätte gern live mit euch diskutiert, aber leider machte mir Migräne einen Strich durch die Rechnung. Und wenn ich so recht überschaue, hatten schon viele Bloggerinnen bereits von ihrem Leiden berichtet.Ich vermute, der Austausch über das Internet hat zur Folge, das man das Gefühl hat, es würde immer mehr „Opfer“ geben, aber ich vermute, man hat einfach nur einen Kanal über den man sein Leid klagen kann. Und manchmal hilft ein wenig Jammern wirklich – insbesondere, wenn Mitbetroffene mitleiden. So auch ich in kurzen Worten:
- ich habe Migräne, seitdem ich 11 bin
- Oma und Tanten hatten es auch sehr, sehr schlimm
- ich gehöre zu den Glücklichen, die bis auf einmal nur einen Tag wirklich leiden
- mein „Migränezentrum“ ist der rechte Bereich zwischen Schulter und Nacken
- Kopfschmerzen spielen bei mir keine Rolle bei der Migräne (werden übertönt)
- meine Augen leiden besonders
- Geräusche weniger problematisch
- sobald ich sprechen muss (oder auch ne SMS tippe), muss ich mich übergeben (Sprachzentrum? Konzentration?)
- ich habe inzwischen eine recht zuverlässige Aura, die am Vortag via Blitzlichtmorsezeichen und Fokussierproblemen vorwarnt
- ich reagiere sofort auf den Duft von Weinsoße, gebratene Zwiebeln, synthetische Zitrusdüfte, Angekokeltes wie Zigarettenfilter
- ich reagiere am nächsten Tag auf Passivrauchen unter wenigen Personen (Diskos etc. machen mir nix aus)
- Akkupunktur hat minimal etwas gebracht
- zu meinen sehr sportlichen Zeiten hatte ich häufiger Migräne
- keine Veränderung bei Pilleneinnahme
- der die Größte Linderung, eine Revolution meines Lebens, brachte der Verzicht auf Schultertaschen-über-Kreuz und das Meiden von allgemein schweren Lasten wie Rucksäcken mit Büchern oder Notebook – meine Anfälle sind um ca. 75% zurückgegangen – sowohl die leichten als auch die Krassen
- früher war meine Migräne eher zyklusunabhängig – inzwischen sind die wenigen, eher leichten, medikamentös behandelbaren Anfälle zur PMS-Zeit
- Triptane haben alles verändert
- früher hatte ich häufiger starke bis unerträgliche Attacken – inzwischen habe ich ca. 1-2x pro Jahr eine starke – alle anderen sind eher leicht
- die Attacke am Donnerstag war bestimmt eine der schlimmsten, die ich je hatte und vom Kaliber „Speichelschluck? Dann spuck!“ – also 14 Stunden im 30-Minutentackt unter der Brille mit Nickerchenpausen
- aufgrund der seltenen, unbehandelbaren Attacken, habe ich noch keine Spritzen, Sprays oder Zäpchen versucht – mein Hausarzt steht nicht auf Triptane und bisher gab es keinen Grund mehr einen Spezi aufzusuchen
- man sagt, Migräne sei ein kleiner Schlaganfall – und da man auch gegen solche keine Homöopathie nimmt, kommt sie für mich nicht in Frage
- ich nehme lieber einmal pro Jahr so eine Attacke hin, als dass sich mein Alltag um Migräneprävention dreht
- ich empfinde das Erbrechen während der Attacke zwar schon als bäh, aber es ist wie eine Lichtung im Wald – die 30 Sekunden danach sind die erlösendsten am Tag – nur Schmu leidet unter dem K*** mehr als ich
- ich bin stur – ich würde NIE die wohl schon hunderten NIMM MAL DAS – VERSUCH MAL DAS-Tipps umsetzen. Ich lese mir gern Erfahrungsberichte durch, aber wer die Individualität einer Krankheit nicht einkalkuliert, hat sicher nicht das gleiche wie ich
- ich habe für mich Migräne in mein Leben eingeplant, und sollte sie nicht häufiger vorbeischauen, werde ich alles so belassen, wie es ist
- auch, wenn mein Arzt mir sagen würde, dass ich mit der Einnahme einer Triptantablette mein Leben um einen Monat verkürze, würde ich nie zögern einen Tag heute darauf zu verzichten
- Bullrichsalz im richtigen Augenblick ist der krönende Abschluss…
- am Tag nach der Migräne bin ich fertig, als hätte ich 3 Tage durchgefeiert
- ich HASSE das Migräneklischee
- meine Lieblingsanekdote ist, wie ich unter Aura Volleyball spielte und die Entfernung zum Ball dadurch stets falsch wahrnahm und ab und an nen Ball in die Fr*** bekam
- bei Migräne anders als bei Verspannungskopfschmerz ist Sport tabu (hätte ich gern früher gewusst)
- EDIT: Essenstrigger ist mir noch eingefallen: CHILI – bzw. ZU scharfes Essen, aber die Grenze ist hier sehr individuell aber wirkungsvoll. Leider.
Naja, soviele Fakten dazu. Für mich ist das Thema eigentlich ad acta und ich bin recht zufrieden mit dem Rhythmus, weil ich es auch deutlich schlimmer kenne. Leider war die Attacke am Donnerstag eine der heftigsten – und ein solches Kaliber hatte ich früher zwar ca. einmal im Jahr, aber mindestens drei Jahre schon gar nicht mehr. Darum war es etwas überraschend, da auch kein Trigger dagewesen.
Die Taschengeschichte und die Triptane haben alles von Grund auf verändert. Danke für’s Jammernlauschen – fühlt euch frei euch hier auszukotzen – Mitleid und Knuddeleien sind euch garantiert. Herunterspielen von Migräne sowie unerwünschte, halbweise Tipps sind weniger willkommen. Wer gerne Tipps lesen möchte, bitte in ein Medizinforum oder am besten direkt zu einem Sezialisten zu wechseln. Danke für’s Verständnis.


Ohje, das klingt nicht gut. Ich habe seit kurzem eine besondere Form von Migräne, bei der man Lähmiungen bekommt. :/ Leider habe ich keine Aura, von einem Moment auf den anderen bekomme ich heftige Sehstörungen, Lichtempfindlichkeit aund Augenschmerzen, nehme 1000 Gerüche war und muss mich übergeben. Und dann wird schon meine linke Körperhälfte taub. Nasensprays bringen bei mir gar nichts, genauso wenig wie Tabletten (da ich keine Aura habe un sofort breche). Nur Spritzen vom Arzt ODER schlafen hilft. ICh versuche immer krampfhaft einzuschlafen, denn wenn ich wieder aufwache gehts mir zwar ähnlich wie du wie nach „3 Tage wach & durchgefeiert“ aber die Migräne ist wenigstens weg. Vorher hatte ich eine Migräne, bei der es mir nach dem Schlafen BOMBE ging. Ich erinnere mich daran, dass mich meine Freundin mal angerufen hatte und geweckt hatte nach einer Attacke und ich auf die Frage, wies mir geht „sehr gut“ geantwortet hatte, obwohl ich eine Migräneattacke davor hatte, bei der ich meine Mutter gebeten hatte, meinem Freund zu sagen er solle herkommen, damit ich mich verabschieden kann. 😉 Mittlerweile ist die Lähmungs-Migräne echt heftig geworden, ich darf nicht mal Autofahren deshalb. Sie kommt aber so unregelmäßig, dass ich nicht permanent Medikamente bekomme. Es ist echt kein schönes Gefühl, so in seinem Körper eingeschlossen zu sein. Das erste Mal dachte ich, ich hätte einen Schlaganfall, weil ich auch so geredet habe (mit tauben Mund, kaum verständlich). Ich habe sie auch für mein Leben akzeptiert.. Und du hast recht: die 30 Sekunden nach dem Brechen ist echt so ENTSPANNEND. Bis es dann wieder losgeht, leider gehöre ich auch zu denen, die die gesamte Zeit über brechen. :/ Und genauso wie du wurde mir schon x-Mal etwas geraten, obwohl diese Krankheit so individuell verläuft und mir nichts gebracht hat. 🙁 Ich verstehe dein Leiden absolut.
Ich habe das mit dem taub Gefühl auch. Ich habe erst Sehstörungen, das geht ungefähr eine halbe stunde. Dann fängt an meine linke Mund und Rachen Seite taub zu werden, kann nicht trinken und sehr schlecht schlucken (Spucke), hatte auch schon paar mal das Problem das ich nicht richtig atmen kann. Spätestens da muss ich Eimer nebens Bett stellen und mich hin legen. Den dann wird meine ganze linke Seite taub. Kann nicht mehr laufen und hab keine Orientierung. Ich muss dann immer weinen weil es mir so schlecht geht, aller 5 min häng ich übern Eimer. Das ganze zieht sich bei mir sehr lange hin, manschmal fast 5 Stunden. Die Kopfschmerzen danach sind zwar schlimm aber wenn ich den 1. Teil überstanden habe is mir alles egal. Ich habe das immer so einmal aller 2-3 Monate.
Also ich kann gut mit fühlen
Oh man, das hört sich ja fürchterlich an! Wie häufig musst du grob damit rechnen? Ich übersende dir einen virtuellen Knuddler und Daumendrücken, dass es vielleicht so schnell geht, wie es gekommen war. Ich hoffe ja immer auf diese 7-Jahre-Regel. Aber bange natürlich auch davor, dass das vielleicht der Vorgeschmack auf die nächsten 7 sein wird 😮
Lähmungen hatte ich noch nie. Es klingt furchtbar!
Sprichst da auch was an: dieses ICH MUSS JETZT SCHLAFEN. Das ist wirklich so quälend, weil man es so unbedingt will…
Ich habe auch das Gefühl, dass mehr Menschen Migräne haben, als ich dachte – obwohl ich in meinem Umfeld eigentlich keine kenne (vielleicht weiß ich es einfach nicht…). Bin gerade ziemlich froh&dankbar, wenigstens von sowas verschont geblieben zu sein – könnte es mir gar nicht vorstellen, in meinem Alltag einfach so ausgeschaltet zu werden. Was, wenn ich arbeiten muss oder eine wichtige Klausur schreibe? Also: von mir ganz viel Mitleid&Knuddeleien für euch!
Also ich meine mal was von 10% der Deutschen gelesen, aber bitte nicht drauf festnageln. Das Ding ist, da zählt natürlich auch der 1x-pro-Jahr-Patient zu wie auch die chronisch kranken…
Natürlich wird man im Fall eines TErmins krankgeschrieben. Zumindest die Ärzte spielen das nicht herunter und die Vorgesetzten kennen meist selbst Betroffene, umzu wissen, dass es keine Ausrede ist. OK, ich habe schon auf Dozenten getroffen, die das anders sahen, aber die können ja nix machen. Man kann sich wirklich auf nichts konzentrieren. Es ist nicht wirklich vergleichbar mit Kopfschmerzen, wo es lästig ist. Das Gehirn funktioniert in dem Moment einfach völlig anders. Ein Phänemen, das man wirklich schwer in Worte fassen kann…
Arme Magi 🙁
Du willst ja eigentlich keine Tipps lesen.. ich hab auch keine Erfahrungen mit Migräne, aber als ich das mit der Taschenproblematik gelesen habe, ist mir eingefallen, dass du vllt noch etwas verbessern könntest, wenn du einen richtig toll passenden BH tragen würdest? Also, wenn „Lasten“ deine Migräne noch „katalysieren“.. kannst ja mal hier reinschauen http://busenfreundinnen.net
Will dich damit aber jetzt nicht nerven, oder so.. Vielleicht ist das jetzt auch total blöd von mir.. Sorry 🙁
Nein nein, so ist das nicht ganz gemeint. Ich bin nur allergisch gegen diese Imperative. Weil es sich auch so abwertend ankommt. Als würde man bei 15 Jahren Leidensgeschichte nicht schon einmal über vieles nachgedacht haben 😛
Ja, die BH-Sache. Das ist sicherlich nicht ohne. Hier in D wird man eh schwer fündig – insbesondere, wenn man nicht bereit ist dreistellige Beträge auszugeben für eine nicht gängige Größe. Ich schaue mich mal um. Vielleicht haben sie ja auch andere gute Shopping-Tipps für gute BHs 🙂 Danke
Hi Magi,
in diesem BH-Forum empfehlen sie ja hauptsächlich britische Online-Shops. Wenn man da keine Scheu hat im Ausland zu bestellen ist das durchaus testenswert. 🙂
…also ich kenne das mit den kopfschmerzen ebenfalls (fast jeden tag..aber eine andere ursache!)…kann aber von der stärke her glaube ich nicht bei euch mitreden..trotzdem würde ich euch gerne (keinen tip :)) eine empfehlung geben!
ich war auch mit meinem bh-problem bei einer bh-beratung – ja soetwas gibt es hier in meiner stadt – und die war auch noch umsonst….seit dem trage ich praktisch eine völlig andere größe und es ist als ob 100 sack kartoffeln von meinen schultern genommen wurden!
da diese bhs tatsächlich sehr teuer sind…habe ich aber auch gleich einen kleinen einkauftipp….da ich ja nicht genau weiß wo ihr so alle zuhause seit, aber im centro in oberhausen gibt es „change“ das ist ein laden für unterwäsche die solche größen führen aber nicht für hunderte von euros….die haben oft sachen reduziert und auch sehr schöne bikinis….!!also ich bin damit sehr glücklich und stelle nach und nach meine ganz unterwäsche um…alte bhs weg – neue passende bhs hin 🙂
gibts glaub ich auch ne internetseite von…
ich hoffe, das war jetzt nicht völlig wirsch?!
liebste grüße…und ein liebes knuddeln…das alles schnell wieder verschwindet…am besten für die nächsten hundert jahre! 🙂
Ich trage nur BHs aus dem UK, also dem stimme ich absolut zu. ABER ist immer es hat ewig gedauert da was Passendes zu finden. Teste da auch ungern rum. Konnte ja zum Glück vor Ort anprobieren und seither bleibe ich dabei. Dachte, es gäbe da Tipps für deutsche Shops, wo man direkt mal anprobieren könnte. Utopia!
Hast du dich denn mal größenbezüglich beraten lassen? Bei Ebay.uk kommt man immer ganz günstig an BHs oder bei Brastop.com.
Es besteht natürlich immer die Gefahr, dass ein BH mal inkompatibel ist oder dass er zu groß/klein ist.. damit muss man rechnen 🙁 Aber da gibts in dem Forum immer einige Abnehmer 😉
Vielleicht gibt es bei dir in der Nähe auch einen Change http://www.change.com Die haben eine große Auswahl.
Bezüglich deutschen Online-Shops könntest du hier mal gucken: http://busenfreundinnen.net/viewforum.php?f=187
Liebe Magi ich kann Dein Leid gut verstehen und ich verstehe auch das man bei gut gemeinten Ratschlägen am liebsten davonläuft. Jeder Mensch ist individuell und jede Migräne auch, jeder Betroffene muss den für ihn richtigen Weg finden was leider manchmal viele Jahre dauert (das hat mir meine langjährige Tätigkeit in der Neurologie gezeigt). Ich wünsche jedem Betroffenen das er seinen Weg schnell finden mag.
Meine Migräne ist zyklusabhängig, meist zumindest. Diese kleinen Attacken habe ich gut im Griff aber wie bei Dir steht in unregelmäßigen Abständen eine Horror-Attacke an. Und wenn mich so eine ereilt würde ich am liebsten vom Balkon springen. Nach langer Zeit habe ich bei der letzten Horror-Attacke nun rausgefunden das ich mit Novaminsulfon etwas Erleichterung erreiche, zumindest bei den quälenden Kopfschmerzen.
Ich für mich habe mir Freiräume in meinem Leben geschaffen welche für mich heilig sind, das hat die Attacken-Frequnez etwas verändert.
Nachträglicher Knuddler von mir 😉
Liebe Magi,
auch ich habe seit ein paar Jahren Migräne und bin gerade mal wieder froh und dankbar, daß ich wohl eine leichte Form habe. Ich muß nicht „k“ und habe auch keine Lähmungen.
Nur grauenhafte Schmerzen und das Gefühl mir ploppen die Augen gleich aus dem Kopf. Der Hauptschmerz sitzt in der linken Augenhöhle und meine Augen sehen total verorgelt aus. Ich bin geräuschempfindlich und nur eingeschränkt aufnahmefähig. Bedeutet ich kann nicht richtig denken und kann mich an genauso wenig erinnern z.B. was vor einer Stunde war und oder was ich morgens gemacht habe.
Eine Regel kann ich nicht feststellen und Auslöser sind Verspannungen im Nacken / Rücken, Zyklus oder Wetterumschwung. Oft am WE nach einer harten langen Woche voller Überstunden, gerade dann wenn ich mich entspannen könnte. Dauert im schlimmsten Fall bis zu 3 Tage, wo ich dann alle Kraft brauche daß ich nicht in Tränen ausbreche weil ich nicht mehr kann.
Wenn es so ist, dann betäube ich mich mit ner Ration Ibuprofen die ein Pferd in die Knie zwingen würde. Magnesium hat mir mal eine Zeit geholfen (kann auch Einbildung sein) und regelmäßiger Sport. Ich akzeptiere es und nehme es hin … fertig !
Viele Grüße
Tanja
Wünsche ich dir auch 🙂 Da fiel mir direkt mein ehemaliger Kinderarzt ein, der da echt ständig seine ollen Paracetamol verschrieb – konsequent. Bei solchen Entscheidungen und auch der Unfähigkeit dem Kind zu sagen: geh zum Spezi, zweifelt man doch eigentlich auch an der gesamten Kompetenz der Praxis. Mein jetziger Arzt begründet wenigstens seine Bedenken gegenüber Triptanen.
In welcher Darreichungsform nimmst du die denn? Also wie auch bei Lidschattensammlerin oben, kommen sämtliche oral eingenommenen Präparate akut gar nicht in Frage. Geht auf direkten Wege wieder hinaus. Wobei ich jetzt mit Kopfschmerzen nicht so die Probleme habe. Sie sind zwar da, aber vernachlässigbar, was die anderen Symptome betrifft…
Ich hoffe, dass es auch bei dir mit der Zeit weniger wird – hört man ja von Fällen 🙂
Das kommt bei einigen Betroffenen vor und ich wünsche Dir das Du dazu gehörst.
Ich nehme Novaminsulfon in Tropfenform, das vertrage ich am besten und hilft bei mir am schnellsten gegen die Kopfschmerzen. Ich habe aber auch weniger mit Übelkeit zu tun und vertrage sie deswegen. Es gibt Novaminsulfon aber auch als Tabeltten oder Zäpfchen.
Da ich im medizinischen Bereich tätig bin werde ich auch zu unbequemen Patientin weil ich alles hinterfrage und eine nachvollziehbare Erklärung vom Doc verlange warum er was empfiehlt oder verordnet. Aber in der heutigen Zeit sollten alle Patienten von ihren Ärzten ausführlich aufgeklärt werden und die Möglichkeiten der Behandlung sollten offengelegt und disskutiert werden. Das ist aber machen Ärzten zu viel…
Ouh scheisse. 🙁
Es ist echt so – früher dachte ich auch „niemand hat annähernd sowas ähnliches“ und dann durch diverse Internetforen wurde mir klar, wie verbreitet Migräne doch ist.
Ich hab das auch schon als Kind gehabt und mein Vater hatte es auch sein Leben lang – damals war es grade bei ihm noch so, dass das keiner glaubte. Männer und Migräne, unmöglich. Ich war auch oft das faule Kind das bloß keinen Bock hatte. Sehr sehr „lustig“.
Bei mir durchläuft das so Phasen. Momentan bin ich in einer „selten aber heftig“ Phase – das heisst es kommt nur ein Anfall alle 4 bis 12 Wochen, dafür aber ausserhalb meiner Stufe 1 – 3 Skala. So dass ich am Boden liege und das Parkett zerkratze vor Schmerz (im Bett geht gar nicht, alles höher als Boden macht mich schwindelig und ich muss nur noch eher kotzen, da ich keine klassische Aura vorab habe, ist das mit dem Tabletten drin behalten immer so ein Problem, auch MCP eine viertelstunde früher nehmen als Schmerzmittel ist immer so was wo ich mir nur HAHA denke, weil es einfach nicht funktioniert, weil ich dauerkotze und weil ich nicht 15 Minuten mit diesen Schmerzen mehr aushalten kann, bzw. eventuell nichtmal mehr in der Lage wäre die Schmerzmittel dann noch zu nehmen, weil ich so völlig out of order bin). Absolute Lichtempfindlichkeit und extrem gesteigertes Geruchsempfinden kommen auch noch dazu, ich hatte zum Glück bisher nur ganz selten Anfälle unterwegs, ich weiss nicht, wie man das überhaupt noch aushalten kann.
Tagelang war bisher auch ganz ganz selten. Einmal musste der Notarzt kommen, weil nichts mehr half, der hat mir dann irgendwelche Dinge gespritzt und es ging nach 36h endlich besser – ich weiss gar nicht, wie Leute sowas 3 Tage lang überleben.
Früher waren es eher leichte, Stufe 1 Anfälle, dafür häufiger. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich das „besser“ fand, wenn man davon überhaupt reden kann – aber neulich wurde mir so bewußt, wie krass das insgesamt von aussen besehen sein muss. Ich hab mich mit einem Nichtmigräniker darüber unterhalten und sie meinte, wenn sie das in der Form hätte, sie würde auf jeden Fall die mittlerweile im Raum stehenden Betablocker nehmen. Ich persönlich weigere mich noch immer, täglich ein Medikament schlucken zu müssen – in irgend einer Weise hab ich die Migräne schon auch in meinen Alltag integriert, hab immer Medikamente dabei und rechne bei bestimmten Triggern einfach damit, was gleich passieren wird. Liegt vermutlich daran, dass ich es nicht anders kenne.
Blaaa – was ich eigentlich sagen wollte: Ich kann sowohl die Mattigkeit über das Thema mit Leuten die keine Migräne haben zu sprechen verstehen, als auch die Tatsache, dass es trotz so starker temporärer Einschränkungen nichts ist, wonach man sein Leben völlig ausrichten will.
Mein Vater hat übrigens seit etwa 5 Jahren (oder sogar mehr mittlerweile?) keinen Anfall mehr gehabt – keine Ahnung warum, wir wissen es echt nicht. Aber vielleicht gibt es ja auch für uns Hoffnung, dass sich mit dem Alter und etwaiger Hormonumstellung (meine Migräne ist unabhängig vom Zyklus) da noch was tut.
Ja stimmt, Männer haben e auch häufig und werden dann gleich seltsam beäugt a la: menstruierst du oder was? Ich kenne aber auch nur wenige „Opfer“, wobei ich es mir durchaus vorstellen könnte, dass sie es halt anders für sich dignostizieren. Lebensmittelvergiftung oder was auch immer…
Ich muss sagen, ich kann mir das auch gar nicht vorstellen, wenn Leute von mehrtägigen Attacken berichten – das ist so der pure Horror. Andererseits sind das Tage, die irgendwie im Leben irgendwie gar keine Rolle einnehmen. Also auch, wenn man da einen wichtigen Termin verpasst. Für mich geschieht es einfach nicht, sodass Maßnahmen, die wirklich über die Migränetage übergreifen so wären, als würde man versuchen Träume zu beeinflussen. Bissi gaga erklärt, aber ich hoffe, dass gerade Betroffene diese „Sondersprache“ so bissi nachvollziehen können.
Ich hatte zum Glück schon ewig keine Attacke mehr, bei der ich wirklich weinen musste, weil ich so Angst hatte, dass da gleich was exlodiert oder ich mich fürchte mich selbst nicht mehr unter Kontrolle zu haben und etwas Dummes tue. Ich stelle mir das auch für die Angehörigen immer so schwer vor, weil man ja wirklich nichts tun kann. Sämtliche Interaktion ist ja eigentlich wie mit den Nadeln herumpieken….
Bei meiner Oma hat es auch nach vielen Jahren aufgehört – bei meiner Tante, wenn ich richtig verstanden habe, nach der Schwangerschaft… Also es scheint ja also etwas zu geben, was wirklich verändern kann.
Ich finde es aber gut, dass das Thema im Raum steht und geforscht wird. Sei es, dass solche Vorschläge wie mit Betablockern kommen.
Ich kenn Migräne zu gut. Glücklicherweise leide ich selten länger als 12 Stunden und bei mir ist Migräne abhängig von meiner Seele. Bin ich glücklich hab ich keine, gehts mir wirklich schlecht kann ich schon mal mehrere Tage pro Woche betroffen sein.
Bei mir hilft da nur Licht aus, Strom aus und unter die Decke und hoffen dass ich irgendwann einschlafen. Erbrechen muss ich dabei nur selten.
Bei mir ist das wirklich schlimme die Aura. Die beginnt leider auch frühstens 2 Stunden vorher und die einzige Vorwahnung während der ich noch was unternehmen kann ist dass mein linker Arm kribbelt. Danach werd ich total gaga. Vor meinen Augen flimmert es, ich lauf überall gegen und kann mich nicht mal artikulieren. Der letzte Versuch einem Lehrer klar zu machen das ich Migräne habe endete in einem Gespräch über Fußball. Eine Freundin musste ihm dann klar machen was los ist.
Prävention gibts bei mir auch nicht. Wenn sie kommt dann kommt sie und ich muss da durch. Es ist ja nach einer absehbaren Zeit wieder vorbei. Auch wenn ich am nächsten Tag im Eimer bin. Mir da großartig Gedanken drüber zu machen hab ich aber auch keine Lust, ich kenne meine Migräne und weiß wie ich halbwegs unter meiner Decke überlebe. Für die Seltenheit meiner Anfälle reicht mir das.
Ja genau, die Artikulation. Das stimmt, das kenne ich auch…
Ich finds erschreckend, wie viele Leute davon betroffen sind. Und trotzdem will es keiner so richtig als Krankheit anerkennen, wie oft darf man sich anhören, das sei doch alles nur eine Ausrede und man solle sich nicht so anstellen.. in meinem Freundes- und Bekanntenkreis leidet niemand an Migräne und ich musste einigen Verfechtern der Theorie, das seien doch alles nur harmlose Kopfschmerzen, sozusagen erst direkt vor die Füße kotzen, bis sie mir abgenommen haben, dass das alles nicht so harmlos ist wie sie denken.
Ich hab den ganzen Mist seit knapp 12 Jahren und hab mich auch mittlerweile damit abgefunden. Bisher wars auch unproblematisch wenn ich mal irgendwo gefehlt habe, bei Schule und Uni interessiert das ja niemanden. Ich bin gespannt, wie es wird, wenn ich mal arbeiten gehe, da kann man sich ja nicht ständig einfach krankmelden :/
Nachdem bei mir Tabletten etc. nichts gebracht haben (ich hab auch mal vorbeugend Beta-Blocker verschrieben bekommen, haha) will ich unbedingt Akupunktur ausprobieren, leider muss man das ja selbst zahlen. Meine Eltern zählen leider zu der Sorte Mitmenschen, die das ganze herunterspielen und nicht wirklich ernst nehmen, weshalb ich von ihnen keine wirkliche Unterstützung erwarten kann.
Dass du deine individuellen Trigger kennst ist aber schonmal ein großer Vorteil, so weisst du immerhin, was du vermeiden solltest.
Ich versteh dich also auf voller Linie 🙁
Ich war damals bei einer Studie dabei, sodass die Aku mich nix kostete. Vielleicht kannst du ja auch bei deiner Kraka fragen, ob so etwas demnächst geplant ist – wobei ich keine Ahnung habe, wie man das ggf. angehen könnte. Ich war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Bei mir war es im Übrigen der Gyn, der die machte.
Ich drücke dir die Daumen,d ass da was geht. Ich meine, auch, wenn sie nicht hilft, die Ungewissheit, ob sie es täte, ist eigentlich viel schlimmer 🙁
Bei mir ist die Migräne mittlerweile stressbedingt. J e schlechter es mir seelisch geht, desto stärker die Attacken. Ein bisschen ist es auch zyklusbedingt, also einmal im Monat muss ich mich zumindest darauf gefasst machen dass ein Migräneanfall kommen könnten, manchmal hab ich auch 2-3 Monate Ruhe. Wenn ich schlimmen Stress hab können es aber auch so 4 Anfälle im Monat werden.
Angefangen hat es auch damals schon mit ca. 13 Jahren, ich habe auf einmal helle Lichtpunkte vor meinen Augen gehabt und konnte nichts mehr sehen – weil ich nicht wusste was das ist, bin ich zum Augenarzt gegangen. Dem war allerdings direkt klar, dass das nur eine Migräne-Aura sein konnte, und hat mich zum Neurologen geschickt. Ein paar Untersuchungen später war alles geklärt – und seitdem bin ich mit meinem Problem eigentlich nie wieder zum Arzt gegangen, sondern versuche mich selbst zu behandeln.
Übergeben muss ich mich nie, auch wenn mir kotzübel wird. EIN Sinn wird immer lahm gelegt, das passiert irgendwie nach Zufallsprinzip: entweder ich sehe nichts mehr ODER ich höre nichts mehr (bzw. nur ein Pfeifen) ODER ich spüre nichts mehr (taube Hände) ODER mein Riechnerv rastet komplett aus und ich nehme auf einmal Millionen Gerüche wahr.
Am häufigsten hab ich aber immernoch Sehstörungen, vor allem dass ich auf einmal alles viel viel heller und überbelichtet wahrnehme – als würde man bei einem Fotobearbeitungsprogramm die Helligkeit hochschrauben und einen Weichzeichner drüber machen.
Das einzige, was sich bei mir bewährt hat, ist abschotten: in einen ruhigen dunklen Raum auf’s Bett legen und warten, dass es vorbei ist. Tabletten will ich so wenig wie möglich nehmen, ganz selten mal eine normale Kopfschmerztablette.
Doof nur, dass es mich meistens unterwegs wie ein Schlag trifft, z.B. wenn ich in einem riesigen überfüllten Supermarkt stehe und auf einmal alle Lichter und Farben und Gerüche ineinander fließen und mich wie ein Hammer KO schlagen.
ich habe schon von einigen gehört, die halt mild vorgehen wollen, um dem Organismus nicht zu schaden mit Medikamenten. ich bin mir ja recht sicher, dass die Sympthome der Migräne für den Körper deutlich belastender sind – ganz zu schweigen von der Psyche, weil man ja so auch ein wenig in eine Angsneurose verfallen könnte bei wichtigen Terminen zum Beispiel. Das habe ich aber für mich so entschieden und würde mir jeden chemischen Bomber erlauben, wenn es wirkt.
Man sagt ja, dass es bei der klasssichen Migräne nicht Stress an sich ist sondern der Wechsel von Tempi im Alltag, z.B. dass man am WE gern länger ausschläft. Einen anderen Rhythmus fährt. Das soll bei vielen auslösen. Die Migräne kommt erst, wenn man NACH dem Stress versucht zu entspannen. Wobei ich das bei mir so nie erlebt habe. Stress war noch nicht so wirklich im Zusammenhang bei mir.
Hmm, interessant zu lesen dass sich *dieselbe* Sache doch so anders anfühlen kann. Ich hab leider nie sowas wie Aura, oder bin einfach zu doof sie als solche wahr zu nehmen, bei mir stehen auch eher gräßliche Kopfschmerzen und Seh+Hörstörungen im Vordergrund. Übergeben musste ich mich noch nie, das kann ich generell nicht (wie ein Pferd..)
Ich finds immer total „lustig“ wenn man sich wegen Migräne in der Arbeit krank meldet, dann heilfroh ist am nächsten Tag wieder einigermaßen auf den Beinen zu sein, und dann mit blöden Blicken der Chefin bedient wird, zusammen mit der höhnischen Frage: „Naaa, gehts Ihnen dann jetzt wieder besser, ne?“ Im selben Atemzug wird dann für den einen Tag eine Krankmeldung verlangt (WIE BITTE kann man zum Arzt gehen während man tatsächlich Migräne hat, ich hab das noch nicht geschafft), und auch wenn ich sonst kein böser Mensch bin: diesen Leuten wünsch ich meinen schlimmsten Anfall. *grr*
Oh ja, die lieben Arbeitgeber kenne ich auch. Oder Kollegen.
– ‚Sind doch nur Kopfschmerzen. Stellen sie sich nicht so an. Nehmen sie sich mal zusammen.‘
Den Vogel abgeschossen hatte aber eine ehemalige Kollegin, die mich vertreten musste und dann ständig anrief um den wirklich blödesten Mist zu fragen. Ihre Aussagen: „Du bist krank und deshalb zu Hause erreichbar.“ Das das Aufstehen eine absolute Qual war mit massiven Schmerzen, Übelkeit und Schwindel, interessierte sie nicht und das obwohl sie angab auch an Migräne zu leiden.
Und sich mit Migräne zur Arbeit zu schleppen, bringt definitiv nichts. Wenn man da ist, nimmt keiner Rücksicht und es wird trotzdem die übliche 110% Arbeitsleistung erwartet. Dann lieber krank melden, im Bett bleiben und sich erholen.
hi süße,
wünsch dir schnelle gute besserung.
wußte gar nicht das die migräne bei dir im nacken/schulterbereich liegt.
wenn fehlbelastung bei dir auch migräne auslöst dann spricht es doch eigentlich für eine nerven/knochen sache oder nicht? ohne wertung.
vermute die wirbelsäule hast schon schecken lassen beim orthopäden.
bei mir kam im sommer nicht viel rum nur die bestätigung einer fehlstellung etc.
aaaaaaaaaaber, hab ich das eigentlich erzählt (?)
ein großteil meiner kopfschmerzen sind jetzt mit der brille wegegangen. locker 80%!
die hornhautverkrümmung im auge ist schuld für die schmerzen in der stirn und auch zum teil für die im nacken.
erstaunlicherweise wird sogar der nacken beansprucht wenn die augenmuskeln überanstrengt sind.
toll das man dafür jahrelang zum augenptiker/ arzt rennt und jeder meint alles gut. reicht.
wär keine ehemakige klassenkameradin von mir optikermeisterin würd ich den rest meines lebens damit rum laufen :/
will damit nicht sagen das es an deinen augen liegt. migräne sind ja punktuelle zeitgebundene atacken und kein dauerzustand (was es nicht weniger schlimm macht!)
nur andere ursachen hat.
lg und gute besserung!!!
dea
Merci…
Da es ja nun wirklich schon *flüster* 17 Jahre sind, habe ich natürlich die anderen Docs durch. Es gab nie einen Zusammenhang mit Wirbelsäule oder Optik, was nicht heißen kann, dass es sich nicht verändert haben könnte. Aber WENN, dann offensichtlich zum Guten.
Ich habe in der Tat ein wenig Verspannung in dem Bereich, wo auch ads Zentrum ist, aber das war auch bei der Krankengymnastik nicht besser. Früher sowieso nicht.
Die Augen bereiten mir schon eine Weile etwas Sorge. ich glaube, die werden zunehmend etwas schlechter. Aber ich glaube,d as wird dann auch nicht mit Migräne zusammenhängen. Das sind ja eher die Symthome als die Trigger.
Prinzipiell kann ich mich gerade eigentlich nicht beklagen, aber ich glaube, das wird alles noch einmal anders, wenn der Lebensrhythmus sich ändert.
Ist ja super, dass die Brille bei dir so viel gebracht hat. Und am Ende klingt es so plausibel. Ich find’s ja echt schlimm, wenn die Ärzte in ihrer Eitelkeit einfach Scheiße labern. Kenne ich ja von der Hautgeschichte genauso…
Vielleicht solltest du mich mit deiner Freundin bekannt machen. Auch, wenn ich selten Kopfweh habe, glaube ich, dass die Migräne auf Dauer meinen Augen nicht so gut tut…
wenn du eh das gefühl hast das deine augen schlechter geworden sind dann aufjedenfall hin da!
die ganze computerarbeit fördert zudem gutes sehen nicht grade und augen werden in der regel ja leider nicht besser.
krankengym hat bei mir auch nie geholfen.
die hab ich diverse male gemacht. wie akupunktur etc.
mal schauen wie man nacken sich verbessert. gefühlt wird aber auch das besser.
abwarten…..
ich will dir gar nicht weiter reinreden. du kennst deinen körper am besten:
aber auch eingeklemmte nerven (das du sagst das liegt im nacken, taschentragen etc macht probleme deswegen geht mir das nicht aus dem kopf) können übelkeit hervorrufen. (womit ich auch nicht (!!!) sagen will das es keine migräne ist)
meine optikerin schlag ich dir bei facebook mal vor.
lg
Liebe Magi,
ich kann nicht mitleiden , Gott sei dank sollte ich wohl sagem#n. Meine Tante hat aber oft Migräne und deswegen weiß ich wie schelcht es ihr dann häufig geht. Deine Geschichte klingt aber noch viel schrecklicher.
Ich wünsch dir von herzen alles gute. Das es wenn du glück hast irgendwann sogar verschwinden oder ruhen mag. Und das das leiden nicht sooo schlimm für dich ist.
Fühl dich gedrückt und geknuddelt und denk daran das wir ( ich denke doch wir alle tun es irgendwie ) dich lieb haben und nur dein bestes wollen.
Du schaffst das <3
Das ist lieb 🙂 Danke… Also bei mir geht es wirklich noch bzw. inzwischen. Die paar Tage im Jahr werden gut weggesteckt.
Ich sage hier als Migräne-Nichtbetroffene einfach mal Danke für die sehr interessanten und aufschlussreichen Einblicke in das Leben von Menschen die unter Migräne leiden!
Zum Glück bin ich von von dieser Krankheit verschont und leide nur indirekt durch meinen Freund mit. Ich kann absolut (!!!) verstehen wie sehr das „Migräne-Klischee“ nerven muss. Ich hasse es wenn jemand den Begriff Migräne freizügig für Zustände wie leichte Kopfschmerzen, Müdigkeit oder gar einfach schlechte Laune verwendet. Es ist ist ein Schlag in die Magengrube für die Glaubwürdigkeit und das Leiden von Menschen die tatsächlich daran leiden.
Mit Beiträgen wie diesen, mit derart persönlichen und leicht verständlichen Beispielen, tragt ihr immens zur Aufklärung und zum Verständnis unter Nichtbetroffenen bei. Find das ganz toll! 🙂
Ich wundere mich gar, dass es so weit kommen konnte. Wer sagt denn solche Sachen so leichtfertig? Schlimm 🙁 Leider…
Dann auch alles gute an deinen Schatz
Naja, es verwenden doch ständig „Migräne“ als Synonym für Kopfweh, genau wie viele sagen, sie haben „Depressionen“, wenn sie schlecht drauf sind.
Für alle Betroffenen sicher der blanke Hohn, aber die anderen wissen einfach nicht, wovon sie reden und schätzen das daher alles falsch ein.
Ich bin sehr froh, nie etwas migräneartiges gehabt zu haben, das klingt schon alles extrem heftig.
Aber auch schön bzw. interessant, dass du mal drüber geschrieben hast. Vor allem, dass das auch weitgehend ohne krasse Kopfschmerzen abgehen kann, war mir bisher nicht klar.
Was machst du denn, wenn so eine Attacke kommt, wieviel Zeit hast du dann noch, um alles zu „arrangieren“ – evtl. nach Hause fahren, Termine absagen usw.
Denn ich denke, wenn es sich ankündigt, musst du von jetzt auf gleich die an diesem Tag geplanten Aktivitäten sofort canceln?
Ach Du arme!!!!
Ich kenne Deine Sorte von Migräne zum Glück nicht, brechen muss ich nie, aber dafür hatte ich für eine lange lange Zeit (seit meinem 4. Lebensjahr) wirklich fast jeden Tag pochende Kopfschmerzen (laut zig EEG’s eine Mischform aus Spannungskopfschmerz und Migräne), Migränetagebuch habe ich aufgehört zu führen als im Schnitt 28 Tage Schmerzen im Monat rauskam. Das hat mich depressiv gemacht. Schmerzmittel sind so eine Sache bei mir…. von Aspirin und Paracetamol bekomme ich Leberbluten und lande postwendend in der Klinik, von Novalgin fange ich an zu brechen und Ibuprofen vertrage ich, aber nur in der aufgespaltenen Form in Gelantine Kapseln…. was super ist als eigentliche Vegetarierin…. Antidepressiva weigere ich mich zu nehmen und Triptane wirken gar nicht. Schlaf verschlimmert die Geschichte meist.
Eine ganze Zeit habe ich einfach dazu geneigt es „auszuschalten“ während ich etwas anderes gemacht habe, bei dem ich mich konzentrieren musste – das funktioniert nach wie vor bei mir, ähnlich wie Durst, Hunger, Müdigkeit etc. ausschalten als Workoholic neigt man dazu…. wie ungesund das ist, braucht mir keiner zu erzählen, erstens führt das hinterher immer zu 3 – 5 Tagen mit hochgradigen Schmerzen bis hin zum nicht mehr denken/reden/schlafen können und 2 x hatte ich solche Ausfälle dass ich mit dem rechten Auge nicht mehr Scharfstellen konnte. Irgendwann Ende 20 wird man dann halt auch einsichtiger und beginnt zu verstehen, dass man nicht unkaputtbar ist wie Supergirl.
Akupunktur, Liebscher-Bracht Methode, manuelle Therapie etc. halfen immer nur so lange ich wirklich konsequent war. Wobei Liebscher Bracht bis jetzt am besten funktionierte…. Zur Zeit habe ich mehr Ruhe.
Vanille-Parfums, greller Sonnenschein, eine rutschende Brille(Optiker erklären mich immer für verrückt, da ich besessen davon bin, dass die neue Brille auf keinen Fall rutschen darf), Putzen (ist keine Ausrede!) PMS, sowie durchgearbeitete Nächte lösen immer sicher eine Attacke aus, daneben bestimmt noch andere Dinge, die mir noch nicht aufgefallen sind. aber im Moment zum Glück längst nicht mehr so häufig… 7-10 Tage von 30 sind jetzt die Regel.
Ich hoffe, dass das so bleibt….
Migräne ist echt beschissen und ich wünsche wirklich keinem solche Schmerzen….
Dir wünsche ich gute Besserung und ein schnelles Verschwinden des Migräne – Katers.
Oh man, das klingt ja bitterböse. Wünsche dir aller erdenklich Gute und eine Tendenz zum Verschwinden… Jeder Tag weniger ist ja schon einmal super. Tut mir sehr leid, dass dein Leben so davon dominiert wird du dich aber offenbar doch noch erfreuen kannst. Wenn wir dir mal was Gutes tun können :)….
Ich hatte nur 2mal Migräne, aber ohne erbrechen. Dafür hab ich regelschmerzen, bei denen nicht mal mehr tabletten helfen. Also denk ich mal das fast jeder 2te hier irgendetwas grauenhaftes hat. Ich glaube wir sind hier das reinste Siechenheim XD
Hart im Nehmen 🙂 Was uns nicht umbringt…
Bei dem was man hier so liest muss ich auch echt dankbar sein, davon nicht betroffen zu sein. Ich hatte noch nie in meinem Leben etwas Migräneartiges, selbst Kopfschmerzen sind bei mir sehr, sehr selten (wenn man das überhaupt vergleichen kann, nachdem was ich hier grade alles an Symptomen gelesen habe :O).
Soetwas kann ja das ganze Leben beeinflussen und ist absolut niemandem zu wünschen. Ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, dass das Ganze sooo schlimm ist, da man wie schon von anderen gesagt, immer nur diese Klischees zu hören bekommt.
Aber das das absolut nichts mit dem zu tun hat, womit ihr kämpft, macht dieser Post echt deutlich.
Find ich gut, das ihr so Unwissende wie mich aufklärt 🙂
Es ist schön auch von der anderen Seite zu lesen – wie es bei anderen ankommt. Es ist halt häftig, weil es so komplex klingt und ist. Man hat so viele Symptome auf einmal, dass es sich v.a. lang anhört. Würde man alle Symptome einer Grippe an einem Tag erleben, wäre das sicher auch so etwas in der Richtung. Aber ist dann schon bissi wie Pflasterabziehen. Das Gute ist, dass es, wenn es vorbei ist, man NICHTS davon merkt. Es ist nicht wie ein alltägliches Handycap, wenn man einige Betroffene mal ausnimmt… Sehr strange das Ganze.
Dem kann ich mich nur anschließen; es ist echt gut darüber etwas genauer Bescheid zu bekommen. Tips oder Ratschläge kann ich leider keine geben. Wünsch einfach allen, die hier als Betroffene geschrieben haben, gute Besserung bzw. ein möglichst gutes Zurechtkommen mit den Beschwerden!!!
Danke schön 🙂 Ja, also ich hoffe, solche Posts kommen auch nciht zu jammerlappig rüber, aber wenn man ständig über Kleinkram wie Kosmetik postet, darf es ruhig auch etwas Wehleidigkeit sein – zumal ich glaube, dass es jedem Betroffenen – aktiv oder passiv – auch ein wenig hilft einfach mal zu schnacken drüber.
Ich kann mich in die Reihe der Migränegeplagten einreihen.
Und ja: Triptane!!! Dazu rate ich inziwschen auch allen anderen Leidgeplagten. Mich wundert es immer, dass es noch Ärzte gubt, die bei Migräne keine Tritane verschreiben. Klar, sind teurere als Ibuprofen, aber sie helfen auch um einiges besser, da sie ja speziel für Migräne gedacht sind, im Gegensatz zu den meisten anderen Kopfschmerztabletten.
Wobei sich bei mir herausgestellt hat, dass die Migräne u.a. auch mit einer Lebensmittelintoleranz zusammenhängt, so dass mein erster Griff beim Anflug eines Anfalls jetzt zu meinen Antihistamintabletten geht. Die mildern auch die Übelkeit massiv. Oft brauche ich dann gar nichts anderes, oder eine Dolormintablette kümmert sich um dne Restkopfschmerz. Und bei mir ist es immer direkt über der rechten Augenbraue und dann wie tausend glühende kleine Nadeln, die sich durch den Schädel bohren und nach unten strahlen. Dazu Geräuschüberemfindlichkeit, Übelkeit usw. Und ja, diese Übelkeitattacken kenne ich auch nur zu gut. Meine schlimmste dauerte mal drei Tage: ein Schluck Wasser und ich hing schon wieder über der Kloschüssel.
Das beste Mittel für mich ist inzwischen eine gescheite Ernährung, wo ich die ganzen problematischen Lebensmittel stark reduziere. Keine Schokolade!!! *schnief* Keine Nüsse. Kein Orangensaft. Kein Weizenmehl. Kein Alkohol. Uvm.
Gute Erholung, Magi!
Ich habe mich ne Weile auf diese Hestaminsache konzentriert, zumindest beobachtet, ob ich bei solchen Lebensmitteln reagiere und eigentlich nicht. Auf Schoki zu verzichten ist ja eine SAche – aber auf Käse, Wein, Sauerkraut – das ist irgendwie zu krass. Das gehört dann zumindest im Augenblick nicht zu denk Opfern, die ich für 6 Tage im Jahr bereit wäre aufzugeben – erst recht, wenn man sagen könnte, von 10mal verzehren löse es nur 1mal aus… Aber auch das kann ich irgendwie nicht wirklich beobachten.
Mein Artz argumentiert gegen Triptane, weil es halt neu sei und die Langzeitwirkung nicht erforscht sei und verglich es mit der Pille. Ich denke, wenn ich sage, dass mir egal ist, ob mir ein dritter Arm wächst und bereit bin es zu bezahlen und es nichts Verbotenes ist, könnte er ja einfach mal machen, aber was werde ich mit einem gott in Weiß verhandeln 😉
Von ihm kriege ich Ibu und MCP und das ist OK für leichte Alltagsattacken. Damit kriege ich Übelkeit und Kopfweh wirklich in den Griff, aber das Flackern vor den Augen, die sensible Nase und allgemeinses Unwohlsein kriegen wirklich nur Triptane in den Griff. wenn ich z.B. ein Vorstellungsgespräch hätte, dann wäre diese Scheißegalhaltung als Beiwerk der Migräne nun wirklich untragbar
Bei mir waren es halt noch weitere Symptome, nicht nur die Migräne, so dass die Hystaminintoleranz eindeutig ist und seitdem ich relativ konsequnt danach leben, sind auch die ganzen anderen Probleme weg (Übelkeit, Müdigkeit, Hautprobleme, ständig normale Kopfschmerzen usw.). Und leider nicht nur eine handvoll Tage im Jahr, sondern das ganze Jahr über.
An manchen Tagen ist es echt hart, aber ich weiß, was passiert, wenn ich nicht drauf achte. Wobei ich nicht wirklich auf alles verzichte. Ich esse auch mal Tomaten, obwohl ich drauf reagiere, aber milder halt. Erdnüsse sind inzwischen leider ganz passé, da ich extrem heftig drauf reagiere. Ich habe halt herumprobiert, was geht und in wlechen Mengen.
Ich kann mich noch gut dran erinnern, als ich mit der radikalen Ausschlussdiät anfing und aufeinmal diese ständige unterschwellige Übelkeit weg war und auch die normalen Kopfschmerzen. Mir war zu dem Zeitpunkt gar nicht mehr bewusst, dass mir ständig leicht üble war und ich nach dem essen oft Kopfschmerzen hatte. Erst als die Symptome weg lieben, wurde es mir plötzlich bewusst. Eine sehr bizarre Situation.
Hm, Triptane sind doch nicht *so* neu. Ich weiß, dass mein Hausarzt sie mir schon Anfang 2000 verschrieben hat, weil die Akupunktur nur bedingt half und alles andere noch weniger. Ibuprofen verschlimmert halt die Übelkeit weil sie auf den Magen gehen. MCP sind die Tropfen gegen Übelkeit, richtig? Das war lange Zeit auch mein Standard, bevor ich den Arzt gewechselt hab. Danach greifen anscheinend die meisten Ärzte.
Schön dass Du auch einmal so ein Thema ansprichst. Ich leide seit über 20 Jahren an Migräne (bei mir sind es immer 72 Stunden). Nur wer wirklich schon mal einen richtigen Anfall hatte weiß wie sehr man leidet. Ich versuche damit klar zu kommen und habe mein Leben entsprechend geregelt. Ich bin heute noch meinem Arzt dankbar dass er mir damals die noch neuartigen Triptane verschrieben hat. Es verringert das Leiden, wenn ich ich sie relativ früh einnehme, sonst muss ich auch vor der Toilette verweilen. Was mich allerdings maßlos ärgert sind Zeitgenossen, die von sich behaupten Migräne zu haben und auf die Frage und was nimmst Du dagegen antworten, dass bei ihnen ein Waldspaziergang, ein starker Kaffee, 2 Aspirin oder etwas Entspannung helfe.
Um es deutlich zu sagen wenn jemand so ein Zeug hilft hat er allenfalls Kopfschmerzen und noch NIE in seinem Leben Migräne gehabt. Diese Menschen sollen aber dann auch bitte ihre Ratschläge bei sich belassen und einem nicht das Gefühl geben eben besonders empfindlich, eine Memme oder ohne Disziplin zu sein. Man sollte sich vielleicht vorher erkundigen was der Unterschied zwischen Migräne und Kopfweh ist bevor man seine wohlmeinenden Tipps verbreitet.
Es tröstet mich immer ein wenig dass ich nicht alleine damit bin und dass es Leute da draußen gibt die wissen wie einschneidend so eine vermeintlich harmlose Krankheit ist. Ich grüße alle Mitleidenden und diejenigen die Verständnis mit uns haben!!!
Du triffst den Nagel auf den Kopf!
*Lach* Oh ja, diese ‚Ich habe auch Migräne und kriege die mit Bewegung und Aspirin in den Griff-Menschen kenne ich auch. DAs sind dann meistens auch die, die einem nicht nur gute Ratschläge geben wollen, sondern die einem auch noch anmachen, dass man sich nicht so anstellen soll, schließlich können sie mit Migräne auch arbeiten.
Ich werde da inzwischen ganz schön pampig und erkläse solchen Leute immer, dass sie Quatsch erzählen, definitiv nicht an Migräne leiden, sondern an normalen Kopfschmerzen und das sie sich erstmal schlau machen soll, bzw. den wirklich Betroffenen einfach mal zuhören und was lernen, bevor sie das Maul aufmachen. Mit über 25 Jahren Migräneerfahrung (plus mehreren Freunden, die heftig dran leiden) nehme ich mir das Recht inzwischen raus.
Ja, die Leute kotzen auch sehr gern, und zwar groß MUHAHAHA!
Ich muss sagen, die Triptane sind für mich eben auch eine psychische Entlastung, weil ich dank solcher Leute echt ein wenig dachte, zu spinnen und wehleidig zu sein. Eigentlich keine Migräne zu haben. Aber die Tatsache, dass Triptane nur helfen, wenn man wirklich Mig hat, ist für mich auch so eine Entlastung. Sie helfen, also habe ich mich nicht angestellt. Das ist mir ungemein wichtig…
Ja, die psychische Belastung durch *diese Leute* ist nicht von der Hand zu weisen. Gerade in der Schulzeit war das bei mir auch ziemlich heftig und wenn einem dann die Lehrer und Eltern nicht glauben…
Inzwischen bin ich eine störrische alte Frau 😉 und gehe notfalls voll auf Konfrontationskurs.
Du Ärmste!!!
Habe glücklicherweise keine Probleme mit Migräne, aber zwei Freundinnen von mir haben das auch richtig schlimm. Daher kann ich mir vorstellen, wie du dich fühlst!!!
Fühl dich gedrückt…
Merci. Und du drück deine Mädels 🙂
Eine Freundin von mir hat auch Migräne und das recht häufig, bei ihr ist soagr das abi gefährdet, wegen der fehltage, obwohl sie ein attest hat. ich bin froh, dass ich keine Migräne habe, mir tuen aber leid die es haben.
Ja, da hilft ein Attest ja leider nicht so viel. Sie verpasst einfach sehr viel, was zum Pflichtstoff gehört. Ist ja schon bissi anders als bei der Arbeit krankgeschrieben zu werden… Ich hoffe, sie schafft es trotzdem. Drücke die Daumen!
Ich habe keine Migräne, kenne auch niemanden der es hat, ihr redet quasi für mich über ein Problem, was ich garnicht verstehe. Aber ich muss sagen: es klingt grauenvoll und ich hoffe für jeden einzelnen von euch, dass die Attacken irgendwann ganz verschwinden oder zumindest erträglich werden!
Danke 🙂
Ich gehöre leider auch zu den Migränebetroffenen.
Bei mir ist die Migräne erblich bedingt und ich habe sie ca. alle 3 Monate
1x. Ich gehöre zu denen, bei denen nach einem Tag alles (bis auf eine Art Muskelkater
der Augen und des Nackens) wieder gut ist. Der Anfall ansich ist allerdings ziemlich heftig
und ich muss mich auch eig. immer übergeben, danach geht es mir allerdings immer wieder besser. Licht kann ich währenddessen gar nicht haben. Außerdem versinke ich dann immer im Selbstmitleid und kann gar nicht sagen , ob ich die ganze Zeit wegen den Schmerzen heule oder weil ich mich frage „Warum ich?“. Aspirin o.ä helfen nur wenig bis gar nicht.
Da die Migräne bei jedem ein wenig anders ist, helfen Tipps von anderen meist nicht, ich denke jeder muss für sich rausfinden, was für ihn am besten ist.
Aus meiner Klasse ist niemand betroffen, daher finde ich es besonders nervig, wenn
man von denen Sprüche hört wie „Sind doch nur Kopfschmerzen“, obwohl sie es gar nicht beurteilen können.
Ich finde es gut, das du einen Beitrag darüber gepostet hat, so kann man
merken, dass man nicht alleine damit ist. Außer meinen Verwandten habe ich immer das Gefühl, nur ich hätte Migräne.
Lg
Ich muss sagen, ich kenne auch gar nicht so viele Erfahrugen aus dem nächsten Umfeld. Die Verwandten sind entweder nicht mehr da oder sind zum Glück befreit aber so unter Freunden auch eher weniger… Migräne ist natürlich eine super Ausrede – keiner kann einem etwas optisch am nächsten Tag nachweisen. Wird sicher gern als Ausrede verwendet. Aber was soll man machen.
Ich hoffe, das sich das mit der Zeit auch bei dir zum Besseren einpendelt. Die Hoffnung scheint nicht von ungefähr zu sein. ASPRIN ist so ne Sache – es ist nicht so prima für dne Magen und macht ihn noch sauerer, ABER eine befreundete Ärztin las von einer Studie, bei der 1000mg ASS (AcetylSalicylSäure, als der Wirkstoff) + MCP ähnlich reagieren würden wie Triptane. ich habe mich bisher nicht getraut es auszuprobieren.
Liebe Magi, und allen anderen Betroffenen wünsche ich gute Besserung.
Ich selber habe zum Glück keine Mirgäne, bin also davon verschont geblieben. Kenne das Phänomen aber von meiner Mutter und habe es dort immer miterlebt, wie sehr es sie mitgenommen und k.o. gesetzt hat. Da half dann wirklich immer nur Schlafen, am besten alles abdunkeln und auch viel Trinken.
Inzwischen hat sie es besser „im Griff“, also sie kann es besser abschätzen wann eine Mirgräne losbrechen könnte und auch schon mal präventiv etwas dagegen tun.
Ein starker Trigger ist bei Ihr auf jeden Fall der Alkohol, besonders Rotwein.
Ich habe mal irgendwann, irgendwo gelesen, dass Migräne wohl eine Generation überspringen soll. Kann mich aber nicht mehr daran erinnern wo und ich bezweifle auch, dass es stimmt. Da die Schwester meiner Freundin Migräne hat, meine Freundin selbst aber nicht.
Das ist auf jeden Fall eine ganz fiese Krankheit und wurde auch lange Zeit nicht so wirklich ernst genommen, zumindest im Umfeld meiner Mutter, da hieß es dann so aller „stell dich nicht so an, ein bisschen Kopfschmerzen sind ja wohl nicht so schlimm“….
Inzwischen gibt es ja auch Mirgräne Forschung und extra Medikamente dagegen und nicht nur gegen Kopfschmerzen, zumindest kommt es mir so vor, als würde auf dem Sektor inzwischen wesentlich mehr passieren als noch vor 10-20 Jahren. Migräne scheint eher „gesellschaftlich“ anerkannt zu sein und man muss sich als Frau nicht die üblichen Klischees anhören…
Leider, wie ihr alle ja auch schon schriebt, ist es eine sehr individuelle Krankheit, jeder reagiert anders, hat es in unterschiedlichen Schüben, unterschiedlich heftig mit unterschiedlichen Auslösern.
So, ein langer Post einer nicht Betroffenen, sorry.
Wünsche euch alle wie gesagt weiterhin gute Besserung und fühlt euch virtuelle gedrückt.
LG, mimue
Kein Problem. ich glaube, man freut sich auch von Nicht betroffenen zu lesen, dass sie es nicht unterschätzen.
Das stimmt,e s scheint sich etwas zu tun, aber das mit der Akzeptanz ist wohl genauso, wie der Mythos der Gleichstellung der Frau und dem Nichtvorhandensein von Rassismus. Alle tun so, als gäbe es das nicht, aber wenn es drauf ankommt, wird das gegenteil bewiesen. Ich hatte bisher Glück mit meinen Chefs, denn die kannten es wirklich…
Ja, das stimmt. Bei vielen schwirren immer noch diese Klischeevorstellung von Migräne in den Köpfen herum.
Den Chef´s meiner Mum war es „egal“ solange sie´s nachgearbeitet hat, es sind oft mehr die Kollegen.
Was mir noch einfällt, früher in Filmen oder Serien wurde auch immer davon gesprochen „ich nehme meine Migräne“ oder in Stresssitationen “ ich glaube ich bekomme meine Migräne“ natürlich immer von Frauen geäußert. Ich glaube dieses Bild wabert auch oft in der Vorstellung herum: eine Frau, die bei den kleinsten Anzeichen von Stress einfach mal den Begriff Migräne in den Raum wirft um sich ne Auszeit zu nehmen…..naja. Ist mir spontan eingefallen.
LG, mimue
P.S.: Das ist jetzt nicht böse gemeint. Aber von dem Postingbild wird mir irgendwie ganz anders, wenn ich mir das angucke scheint alles ein wenig zu verschwimmen.
Aber ich glaube das fängt vielleicht den Zustand in dem sich die Migränebetroffenen befinden ganz gut ein.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich bis zu deinem Bericht hier nie wirklich wusste was für Ausmaße Migräne hat. Tut mir deswegen echt leid für alle die darunter leiden müssen =( das hört sich für mich unvorstellbar an. Ich kenne niemanden der darunter leiden, deswegen hatte ich mich auch nie damit beschäftigt und bin daher nun echt geschockt wie schlimm das doch sein kann. =(((
Ich hab Migräne seit ich 13 bin. DiePille war damals der Auslöser. Nachdem ich 7 verschiedene Pillensorten durchpobiert habe sind die Attacken von 2x die Woche auf 1x im Monat zurück gegangen. Manchmal schaffe ich auch 3 Monate, doch dann kommen die Attacken auch gerne 3 Tage hintereinander.
Ich kenne nur einen Essenstrigger, nämlich Koffein. Das haut mich total um. Und veränderte Tagesabläufe. Meine USA-Urlaube überstehe ich die ersten Tage nur mit ordentlich Paracetamol. Nehme ich die gleich zu Beginn der Migräne habe ich es gut in den Griff und nac 30 Minuten flimmern kommen nur ein par Kopfschmerzen. Aber wehe ich hab keine Tabletten dabei oder schlafe während die Migräne anfängt….Los geht’s mit ner schönen Aura: Licht- und Lärmempfindlichkeit, Umarmen der Kloschüssel, Stechende Kopschmerzen, Sprachstörungen….
Ach und Schluck, dann Spuck kenn ich auch. Ich muss dann immer die Spucke ausspucken, damit ich nicht nur über der Kloschüssel hänge. Das Problem ist natürlich, wenn es soweit fortgeschritten ist, dass keine Tablette in mir bleibt und ich einen Tag leiden muss.
Schön ist es nicht. Ach und dieses KLischeedenken hasse ich auch. Es gibt immer noch Leute die meinen „So ein bissl Kopfweh wirst du ja noch aushalten“ Mein Chef hat zum Glück selber Migräne mit Aura und ist da mehr als Verständnisvoll!
Kleiner Nachtrag zu der „Stressempfindlichkeit“ bei mir:
Also genau genommen bekomme ich immer dann besonders starke Anfälle, wenn ich Probleme verdränge und sie in meinem Unterbewusstsein schlummern. Wenn ich zum Beispiel eine wichtige Sache vor mir herschiebe, oder einen schlimmen Streit einfach runterschlucke statt ihn zu verarbeiten.
Alles was ich nicht aufarbeite verwandelt sich nach gewisser Zeit in eine fette Migränebombe.
Aber gut, ein Grund mehr um bewusst zu leben und gründlich über sein Handeln nachzudenken.
Wow, ich hätte nicht erwartet, dass Migräne hier so vielen so übel zusetzt…
Ich kann mich noch erinnern, als ich ca. 14 war, dass ich oft nachts im Bett gelegen habe und mir sicher war, dass ich jetzt sterben muss. Mir gings da so ähnlich: Höllische Augenschmerzen, unglaublicher Druck im Kopf, nach jedem schlucken musste ich mich zusammenreißen, mich nicht zu übergeben, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Ich konnte mich kaum bewegen, mir war schwindlig und ich habe mich nicht getraut zu sprechen. Mein Hausarzt hat das damals als Panikattacke abgeschrieben und ich hab ihm geglaubt. Aber es hat sich dann immer mal wieder alle 3-6 Monate wiederholt und wurde noch schlimmer. In der Zeit habe ich mich in meiner Dummheit dann auf sehr starke, amerikanische Kopfschmerztabletten verlassen und fast täglich eine genommen. Als ich dann nochmal mit 16 so eine üble Attacke hatte bin ich zu einem neuen Arzt, der dann meinte ich hätte Migräne. Ich hab ihm damals anfangs aber nicht wirklich geglaubt, weil ich Migräne nur als starke Kopfschmerzen kannte, was ja offensichtlich nicht der Fall ist.
Heute krieg ich Gott sei Dank nur noch ganz selten solche Attacken. Mit Glück 2 mal im Jahr. Ich bin aber furchtbar froh, dass man das benennen kann. Als ich noch jünger war hatte ich panische Angst einen Gehirntumor oder sowas zu haben (klingt weit hergeholt, aber das dachte ich damals wirklich…).
Ich hoffe bei euch bessert sich das Mädels 🙁
Oder bleibt das konstant fürs ganze Leben?
Mich hat ein Arzt auch erstmal auf den Kopf gestellt inkl. CAT-Scan um sicherzustellen, dass es kein Gehirntumor ist. Fand ich eigentlich dann eher beruhigend, besonders als dann klar war, dass es keiner ist.
Beusch bei einem Neurologen wäre sicherlich eine Überlegung, oft muss man aber auch einfach „nur“ den richtigen Hausarzt finden, und das ist Glückssache :-(. Oder auch mit dem Hausarzt über weitere Tests sprechen, gerade wenn Du einen Arzt hast, dem Du eigentlich vertraust und mit dem Du zufrieden bist.
Leider kann man keine allgemeinen Aussagen zu Migräne geben. Ja, es kann mit der Zeit besser werden, es kann gleich bleiben oder auch schlimmer werden. Oder man versucht herauszufinden, was Anfälle auslösen könnte und passt seine Lebenssituation dementsprechend an. So habe ich es gemacht. Ich bin jetzt 38 und habe hin und wieder noch Attacken, aber nicht mehr so schlimm wie vor vielleicht 10 Jahren noch.
Ich drücke Dir auf jeden Fall alle verfügbaren Daumen, dass es sich weiterhin bessert und die Attacken immer weniger werden.
Das mit dem Gehirntumor ist doch gar nicht so weit hergeholt – als ich damals das erste Mal bei einem richtigen Arzt war mit der Migräne musste ich auch in den Computertomographen, einmal das Gehirn scannen lassen.
Mir wurde gesagt das wäre eine Standarduntersuchung bei Migränepatienten, weil bei so starken Schmerzen auch immer ein Gehirntumor schuld sein könnte. Also wird das vorsorglich ausgeschlossen.
Oh, sag das bitte nicht…
Ich habe so schon wenig vertrauen in meinem mittlerweile 3. Hausarzt.
Der letzte Anfall liegt jetzt doch schon ziemlich lange zurück, aber ich denke ich werde trotzdem nochmal vorsorglich zu einem Spezialisten gehen.
Ich wusste wirklich nicht das dieses Problem so viele Mädels haben. Ich habe immer nur recht leichte Anfälle, aber ein gutes Rezept kenne ich leider nicht, trotzdem war es wirklich interessant hier alles mal zu lesen, werde mal nach und nach mir die Flut der Kommis durch lesen . Ich hatte nun gut eine Woche echt blöde Schmerzen, seit Vorgestern sind sie wie weg geblasen oO … Ich befürchte aber das sie beim nächsten Wetterumschwung wieder da sind *seufz*…
Je weiter ich diese Kommentare gerade durchgelesen habe, desto mehr hat sich meine Stirn gerunzelt – aus Besorgtheit!
Ich muss mich zuallererst einmal herzlichst für diesen Beitrag bedanken!! Ich gehöre zu den Menschen die unglaublicherweise zuvor nicht wussten wie ernst diese Krankheit ist – ich kannte nur das Klischee und schäme mich jetzt irgendwie dafür!
An euch alle ein ganz ganz kräftiges HUT AB!!!!! Es ist kaum zu glauben was ihr durchmachen müsst! Und Nein, das ist ganz ganz weit entfernt von irgendeiner Form von Gejammer, es ist ja wirklich wirklich knallhart. Und ich habe nur Respekt davor wie ihr es schafft diese Attacken durchzustehen! Jede von euch!
Ich bin von dieser Krankheit, zum Glück muss auch ich sagen, völlig verschont, ich kenne auch niemandem in meinem Umkreis – verzeiht mir bitte meine Naivität! Ich kenne die 30 Sekunden Erlösung nach dem Erbrechen also nur von Magen-Grippen…
Es ist so beachtlich wie stark ihr Mädels seit!!! Ich wünsche euch von Herzen, dass das alles eines Tages, so bald wie möglich, passé ist, – und bis dahin weiterhin unendlich viel Kraft!!
Danke Isa… Ich denke, wenn man damit nie in Berührung kam, kann man natürlich niemandem übel nehmen, wenn er es nicht weiß. Wie auch… Aber ich hoffe, das auf Dauer viele bissi reinschauen können…
Ihr tut mir alle so Leid. Das klingt irgendwie blöd, ich weiß 😀
Ich bin Gott sei Dank verschont geblieben davon, ich leide lediglich unter täglichen Kopfschmerzen. Aber meine Oma (und Uroma glaube ich auch) hatten sehr starke Migräne-Attacken, mit denen sie teilweise ins Krankenhaus mussten und auch dort dann eine Weile behandelt wurden. Das habe ich (noch?) nicht vererbt bekommen.
Ich ziehe meinen Hut vor euch Mädels! Bleibt stark! Ihr schafft das!
Ich drücke dir die Daumen, dass du übersprungen wirst, aber täglich Kopfschmerzen hört sich ja auch nicht wirklich schön an 🙁 Weißt du, woher sie kommen? Gibt es Hoffnung auf Genesung?
wow! du tust mir echt leid und ich bin froh, dass ich das nicht habe. ich weiss, was kopfschmerzen sind, wenn wir hier in bayern unsern foehn haben, aber das was du da beschreibst ist nicht gut!!!
das gute ist an dir, du hast dich sehr damit befasst (wie du es auch mit kosmetik machst :)), vll weil du es auch musstest, und daher auch dein detailierter bericht.
ich glaub, man kann als nicht betroffene person, das gar nicht so kapieren und wertet es doch ab mit: mei, was hat die denn nur.. sind doch nur kopfschmerzen. aber es ist doch viel mehr dahinter.
ich wuensche dir und den anderen migraene-leserinnen echt alles gute oder gute besserung?!
Danke schön… Es ist zwar im Falle einer Attacke natürlich Kacke, aber im gegensatz zu anderen Krankheiten ist dieser erfüllbare Hoffnungsfaktor auf den nächsten Tag einfach Gold wert…
Ich leide auch schon seit langer Zeit unter Migräne. Die ersten Jahre war mir gar nicht bewusst, dass es überhaupt Migräne ist. Bei mir fängt es eigentlich immer mit Nackenschmerzen an, daraus entwickelt sich dann relativ schnell ein fieser Kopfschmerz, mal rechts mal links. Ich hab mir eine teure Matratze gekauft, neues Lattenrost, hab tonnenweise ABC Pflaster verklebt und lag trotzdem jedes Mal 1-2 Tage flach, fast immer am Wochenende. Irgendwann fragte mich eine Freundin, ob ich vielleicht Migräne hätte. Nee, dachte ich, hab ja keine Aurasymptome und es strahlt ja auch immer vom Nacken aus. Pustekuchen! Als ich kurz darauf bei ihr war und zufällig einen Kopfschmerzanfall hatte, gab sie mir eine ihrer Tabletten, die nur bei Migräne helfen. Ich hab ca. eine halbe Stunde mit Beklemmungen gekämpft, mit Druck auf der Brust und hab mich schon verflucht, dass ich einfach vertrauensseelig irgendeine Pille genommen habe. Aber plötzlich waren die Nebenwirkungen weg und TADAAAA, auch die Kopfschmerzen. Das war einer der schönsten Momente meines Lebens! Seitdem verschreibt mir mein Arzt Triptane und mit den kurzzeitigen Nebeneffekten kann ich, ob der zuverlässigen Wirkung, hinwegsehen. Ich bin so froh, dass es dieses Medikament gibt und glücklicherweise auch (noch) zuzahlungsfrei UND, dass es bei mir wirkt. Das Glück haben ja leider nicht alle Migräniker.
Super, dass es bei dir wirkt. Ich bin da ja auch manchmal so unschlüssig, ob es Migräne ist an einem Tag oder doch nur zu wenig getrunken, aber inzwischen prügel ich mir rein nicht ständig zu zweifeln – für wen. Ich hoffe natürlich, dass die Triptane auf Dauer nix Böses sind. Bei den erste malen hatte ich auch immer so nen Flash – bissi Schweißattacken und Herzpochern. Inzwischen sind die auch weg.
Hallo ihr lieben!
Ich bin auch eine Migräne-Betroffene. Seit ca. 8-10 Jahren, wobei ich schon seit viel mehr Jahren immer unter Kopfschmerzen leide, was auch der Grund war dass ich das früher einfach für ne andere Art von Spannungskopfschmerzen gehalten habe.
Gott sei Dank muss ich nicht brechen, wobei ich mir manchmal wünsche es zu können wenn wir so kotzübel ist.
Bei mir kündigt sich die Migräne meist mit Kopfschmerzen und Schmerzen im Schulter- und Nackenbreich an die ich aber leider immer erst zu spät erkenne 🙁
Wenns dann richtig losgeht habe ich mörderische Kopfschmerzen die wandern. Sei es vom Hinterkopf zum Vorderkopf und auch leider sehr oft in die Augenhöhlen was einfach hölle ist da ich dann das Gefühl habe dass jeden Moment mein Kopf platzt.
Licht ist dann Gift und auch oftmals Geräusche.
Ich kann meinen Kopf dann überhaupt nicht mehr bewegen und wenn ich es doch tue sind es einfach höllische Schmerzen……Kühle und Dunkelheit hilft am besten wenn auch nicht immer.
Ich habe auch Triptane bekommen die ich zugegebenerweise auch dann gerne nutze, auch wenn sie nicht immer helfen.
Am besten ist es wenn ich schlafen kann, der nächste Tag ist dann zwar als hätte ich einen 50km Lauf hinter mich gebracht aber wenigstens ist dann die Migräne meist weg.
Ich habe mit der Zeit bemerkt dass ich meistens dann Migräne bekommen wenn ich von einem hohen Stresslevel runterkomme und eigentlich entspannen könnte. Auch hat die Psyche einen großen Einfluss was sich dann oftmals wie ein Teufelskreis dastellt. Psyche im Eimer-> Migräne -> Psyche noch mehr im Eimer.
Meist ist es so dass es zwar grauenhaft aber irgendwie aushaltbar ist, manchmal aber auch wirklich so dass ich denke jeden Moment verrückt werden zu müssen und vor Schmerzen weinen zu müssen.
Aber letztendlich wird mich die Migräne wohl auch noch weiter begleiten……..Ich bin auch echt froh dass ihr alle dazu beitragt das Image der Migräne durch euren ehrlichen und realitätsnahen Berichte zu verbessern.
Ich wünsche euch allen dass ihr einen Weg findet gut damit zu leben und dass es mit der Zeit evtl. besser wird
Das wünsche ich dir auch. Ich glaube, viele entdecken sich in den kurzen Berichten wieder und ich denke auch, wenn es auch etwas Gejammer ist, hilft es einigen sicherlich ein wenig. Hoffe ich 🙂
Ich habe Migräne seit ich 7 bin, damals vor allem durch Wetterumschwünge ausgelöst. Damals wars dann mit nem halben Tag, an dems mir dreckig ging und ich von der Kloschüssel nicht weggekommen bin aber auch gegessen.
Richtig schlimm ist es bei aber erst geworden als ich 13 Jahre alt war, da haben sich die Attacken verschlimmert – pochende Kopfschmerzen, das Gefühl das einem der Kopf explodiert, Essen nicht möglich, eben das volle Programm. Die Länge hat sich da dann schon auf einen ganzen Tag gesteigert, mein Hausarzt hat dann auch Migräne diagnostiziert.
Mit 14 hatte ich dann die schlimmste Woche meines Lebens, einen Status migraenosus.
Ganz ehrlich, sowas wünsch ich nicht meinem schlimmsten Feind. Wer den Begriff nicht kennt, darunter versteht man Migräneanfälle die so heftig sind, dass sofort den nächsten Anfall auslösen und damit dann natürlich länger als die normale maximale Dauer von 3 Tagen sind.
Nach 7 Tagen Dauermigräne, die sich jeden Tag noch gesteigert hat, war ich nicht mehr in der Lage vernünftig zu denken, reden, stehen, geschweige denn 2 Meter geradeaus zu gehen.
Triptane vertrage ich nicht, Paracetamol und Ibuprofen haben nicht gewirkt und 2 Aspirin haben vllt für 15 Minuten den Schmerz gedämpft, allerdings hab ich sie kaum solng im Magen behalten können bis sie gewirkt haben.
Ich bin dann ins Krankenhaus gekommen und hab intravenös Aspirin und Kortison bekommen, ausserdem gabs ein EEG wegen Verdachts auf Hirntumor, zum Glück war der Befund aber negativ.
3 Tage nach dem Anfall hab ich langsam wieder anfangen können weitere Strecken zu gehen, die restliche Zeit hab ich nur geschlafen und gegessen.
Mittlerweile habe ich 4 bis 5 mal im Monat Migräne, davon sind die Hälfte starke Anfälle.
Ich nehme seit 2 Jahren Magnesium, es hat geholfen die Zahl der Anfälle zu halbieren, ausserdem eben gesunde Ernährung, viel frische Luft und Stress so gut es geht vermeiden.
Gute Besserung Magi und allen die grad noch betroffen sind!
Lg
Oh Julia, das hört sich ja schrecklich an. ich hoffe, du bleibst von solchen Attacken in Zukunft verschont und dass die Zeit bei dir Linderung bringt. Das liest sich wie ein Horror… 🙁
das thema migräne ist doch weit verbreitet. als kind hat das alles mit wetterfühlichkeit angefangen, dann sagt man doch schnell, dass man bauchweh hat weil man als kind sind dann doch nicht so erklären kann. ich habe einen tag riesen schmerzen, die sich so äußern als hätte ich zahnschmerzen auf der kompletten linken gesichtshelfte. meine migräne habe ich zwischenzeitlich einigermaßen im griff, auslöser für mich sind meine tage und wenn ich getreide esse, da ich das nicht richtig vertrage. mein sprachzentrum ist übels davon befallen, alles fängt an das ich mich ständig verspreche bis ich dann irgendwann garnicht mehr sprechen kann. verschiedene gerüche bringen mich zum kotzen. starke lichtempfindlichkeit usw….geteiltes leid ist halbes leid, ich danke euch fürs zuhören 🙂
Oh ja, Wetterfühlichkeit. Hab ich völlig verdrängt.
Wünsche dir lange Pausen 🙂
Bis heute kannte ich Migräne nur aus Filmen, in denen Frauen sich im Bett zur Seite lehnen und raushauen ‚Schaaatz, heute nicht, ich hab Migräne‘. Natürlich ist einem bewusst, dass das nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat, aber SO schlimm habe ich es mir nicht vorgestellt, vor allem habe ich wirklich geglaubt, dass Betroffene ’nur‘ starke Kopfschmerzen haben. Das wird wohl an den Leuten liegen, die behaupten Migräne zu haben, aber selber nicht wissen, was Migräne eigentlich ist.
So muss ich eindeutig sagen: Um da mehr Akzeptanz von den Menschen zu bekommen, müsste eindeutig besser aufgeklärt werden. Bevor ich das hier gelesen habe, hätte ich Migräne bestimmt auch einfach abgewunken. Da muss man schon auf Menschen, die damit keine Erfahrungen haben, zugehen und ihnen wenigstens grob erklären, wie ’schlimm‘ es wirklich ist. Denen, die es dann immer noch nicht verstehen wollen, kann man nicht helfen, aber ich denke es gäbe einige, die euch dann gut verstehen könnten. Solch ein Posting ist ein super weg, finde ich.
Es tut mir leid für dich und alle Anderen die darunter leiden und ich wünsche euch, dass ihr früher oder später doch noch etwas findet, das euch hilft, oder euch solche Tage wenigstens etwas erträglicher macht.
Ich verneige mich, Magi, du bist wirklich stark, so wie du mit dem Thema umgehst!
Fühl dich lieb in den Arm genommen,
lg.
Merci 🙂
Ich leide auch an chronischer Migräne, bin aber ca. 4-5 Mal monatlich betroffen.
Sämtliche Diagnosemöglichkeiten sind durchgegangen, eine Ursache wurde nicht gefunden.
Mein Arzt sagt nur: „Wenn die Aura kommt, dröhn Dich zu bis Du schielst.“
Ich versuche das zu vermeiden aber immer gehts leider nicht.
Das schlimmste was ich bisher erlebt habe, war ein Anfall im zarten Alter von 13 (Ich bin ebenfalls seit ich 11 war betroffen).
Ich war im Phantasialand mit meinem Konfirmationsunterricht und war so fertig, dass der Pfarrer mich zu Sanitätern brachte. Mein Blutdruch war pervers hoch, irgendwo bei 180/130. Mein Vater hat mich abgeholt und musste mich die Treppe zur Wohnung hochtragen. Als ich dann im Bett lag, kann ich mich an nichts mehr erinnern.
Am nächsten Morgen bin ich aufgestanden und meine Eltern sind mir weinend in die Arme gefallen und erzählten, ich hätte geschrien, die Augen verdreht und Krampfanfälle gehabt.
Als sie jedoch mit mir ins Krankenhaus wollten, war ich eingeschlafen.
Das nächste Schlimme war, dass ich in der Schule (ein gutes Jahr her) auf einmal nicht mehr sehen konnte. Lesen war garnicht mehr drin und ich konnte nurnoch grob Flächen und Farben erkennen. Ein Freund hat mich zum Arzt gebracht, jeder dachte, meine Augen seien kaputt. Ich wäre beinah 3 mal vor ein Auto gelaufen.
Es war der Horror. Ich dachte ich erblinde…
Mich treffen so heftige Anfälle wie Du sie hast, auch recht selten, dafür kommen mittelstarke bis starke doch 4-5 Mal monatlich. Ich übergebe mich gott sei Dank nicht, werde jedoch auch lichtempfindlich, reagiere aber noch heftiger auf Geräusche.
Essensgerüche kann ich dann ebenfalls kaum aushalten.
Es ist schon nciht schön…
Ai ai, man ließt ja meist nur von so exotischen Grenzfällen – das ist echt unglaublich, was ein Krankheitsbild so alle an Mist mitbringen kann. Ich hoffe, du wirst von den schlimmsten Sachen lange verschont 🙁
Also ich hab Migraene seit ich 5 oder 6 Jahre alt war. Bei mir hatte das Psychologische Gruende und ich hatte das dementsprechend jeden Samstag oder auch jeden Zweiten, je nachdem wie die Wochenplanung war .. wie gesagt psychologisch auf ne bestimmte Person bezogen. Man konnte dann bei mir danach auch die Uhr stellen … naja … da ich noch andere Probleme hatte war ich auch bei einem Spezialisten, hab Gehirnstroeme gemessen bekommen etc usw.. einfach alles .. stress und ja .. war nicht toll, sowas als Kind durchzumachen. Hatte auch bestimmte Migraenetabletten verschrieben bekommen, echt hartes Zeug.
Hat sich dann natuerlich gebessert, als die Umstaende sich geaendert hatten.
Heute hab ich das bei Wetterumschwuengen oder auch mal Regelbedingt und besonders wenn ich gestresst bin. Kommt mehrmals im Jahr vor, ist aber bei schnellem Handeln ertraeglich (nehme normale Ibuprofentabletten .. naja .. schwach sollten sie nicht sein. Aspirin oder dergleichen helfen gar nicht -.-), aber eben nur wenn ich schnell genug bin.
Jaaa, bei mir faengt das damit an, dass ich meist auf dem linken Auge nur noch verschwommen seh, oder eben urploetzlich. Hatte auch schon sowas wie eine schmerzlose Migraene, war da allerdings so gut wie blind.
Wenns dann doch zu spaet ist fuer etwas dagegen zu tun, Licht aus, Fenster auf (wegen Kuehler frischer Luft) und blos nicht hinlegen. Heisst bei mir im sitzen schlafen, sofern ich ueberhaupt schlafen kann, weil das macht es ja eben nicht besser. Das macht es leider nur ein wenig ertraeglicher, weil verschwinden tut das ganze erst wenn ich das Bad aufgesucht habe, wie oft kann ich nciht sagen, das ist unterschiedlich.
Hatte dieses Jahr nur einen richtig schlimmen Anfall (seit 3 Jahren), der sich leider auch 3 Tage zog. Regel- und stressbedingt.
Ein Exfreund von mir war immer gegen Tabletten nehmen und so, bis er einen wirklich schrecklichen Anfall von mir mitbekommen hat, dann dachte er anders. Aber dafuer musste ich dann leiden -.-
Kopfschmerzen hab ich allerdings auch oefter, aber die sind ja schnell und leicht zu behandeln.
Oh, Geruchsempfindlich bin ich bei Migraene ganz doll. Ich hab so schon eine feine Nase, aber dann hab ich das Gefuehl noch 3 mal staerker zu riechen, besonders schlimm dabei ist, wenn jemand Doener ist (irgendwie auch schon lustig) und parfums oder aehnliches.
Licht und Geraeusche mag ich da auch gar nicht.
Leider ist mein Cusin auch betroffen davon, aus den selben Gruenden wie ich. Es ist schrecklich zuzusehen, wie schlecht es ihm dabei geht.
Die Mutter des oben benannten Exfreundes, leidet auch unter Migraene, allerdings nimmt sie wirklich nichts dagegen ist aber mindestens einen Tag nicht ansprechbar, scheint bei ihr aber auch nach einer Weile zu verschwinden.
Okeh ^^
Ich finde es gut wenn man sich mal darueber austauschen kann und sieht wie das bei anderen ablaeuft, macht einem doch schon etwas Mut das besser durchzustehen (auch wenns das nicht wirklich einfacher macht)
Gruesse und ich wuensche euch so wenig Migraene wie moeglich 😉
Vee!!!
PS: sitze am PC meines Freundes, deshalb dieses ae, oe, ue XD
ah ja, ich merke immer wenns zu spaet ist, wenn mein Speichel anfaengt suesslich zu schmecken .. dann is alles vorbei -.-
nach kurzer googelei weiß ich nun auch was triptane und eine aura sind und bin wieder ein wenig schlauer 😉
von migraene hab ich mal so gar keien ahnung (zum gleuck), aber letzten endes sehe ich viele parallelen zu anderen chronischen beschwerden. ich find es wichtig zu wissen wie man damit umgeht und fuer sich den besten weg findet der einem erleichertung verschafft und mit dem man gut leben kann.
ich fuer meinen teil halte in vielen faellen nichts von medikamentoeser behandlung und halte es bspw. mit meinem asthma so, dass ich wenn ich probleme bekomme erst einmal tief in meine trick kiste greife und alle tricks, hilfestellungen und koepreruebungen durch exerziere bevor ich zum asthma spray greif.
Hui, das ist ja ein richtig hartes Thema… Mir fällt auch nicht viel ein was ich sagen könnte, um mein Mitgefühl mit euch allen in Worte zu fassen.
Aber vor mir aus, gehen hier mal ganz viele Grüße an deinen Schmu, denn auch die Partner leiden oftmals.
Ich kenne die gesamte Situation nur aus der Partnersicht, denn mein Schatz hat ebenfalls eine heftige Variante von Migräne welche allle 2-3 Wochen für mindestens 24h bis 48h zuschlägt.
Wenn er dann über der Klossschüssel hängt oder im Halbdelir in einem stockfinsteren Raum liegt und stöhnt fühlt man sich als Partner oft so klein und hilflos.
Von den Gerüchen mal abgesehen finde ich es schon verdammt hart einen geliebten Menschen so schrecklich leiden zu sehen.
Fühlt euch gedrückt und ich wünsch jedem von euch Betroffenen dass ihr etwas findet damit es besser wird… wenigstens ein bisschen
Du arme 🙁 ich habe es zum glück nicht!…jedoch sind 2 von meinen freundinnen und meine Tante davon betroffen… ich muss mich im sommer nur mit heuschnupfen quälen, was auch nicht grade angenehm ist 😉 aber von dem was ich höre ist migräne um einiges schlimmer!!
alles gute magi 🙂 und gute besserung!
Ich find das voll krass, was ihr hier alle so schreibt o.O
Ich wusste überhaupt nich, dass Migräne sooooo schlimm sein kann 🙁
Gute Besserung und Knuddler an alle Betroffenen!
Hellooo Maggi,
ich bin auch sehr starker Migränepatient.
Ich kann nicht mehr sprechen,sehe auch nichts mehr und sämtliche gliedmaßen werden taub.
Ich persönlich mache Akupunkur dagegen weil ich es satt bin darunter zu leiden.
Und siehe da 2 Jahre lang war ich Migräne los, dann hab ich Akupunktur abgesetzt und schwupps war sie wieder da.
Jetzt bin ich wieder in der Akupunktur und meine letzte Migräne hatte ich am 13.7.10 bei mir wirkt sie gott sei dank wunder ich gehe alle 3 wochen hin kostenfaktor liegt hier leider um die 35€ aber das nehm ich dafür in kauf. 🙂
Kleiner Tipp an dich ich nehme zusätzlich Magnesium ein meine Lehrerin ist nebenbei Apothekerin sie hatte mir das ans Herz gelegt der kleine nachteil ist allerdings man muss es jeden Tag nehmen hilft aber unwarscheinlich wie man sieht liegt meine letzte attacke 4 monate zurück.
Also viel Erfolg (:
Ja, es ist wirklich nett von Mitbetroffenen zu lesen. Deine LEidensgeschichte hört sich auch wirklich nicht schön an. Wir können uns wohl nur einfach ein wenig die Daumen drücken…