Beauty-Radar: Romi Beauty Digital Foundation Kit

Ein Makeup-Tupfator?

Gestern im Zug ärgerte ich mich sehr, dass mein Handy leider auf der BEAUTYLISH-Seite sofort abstürzt, denn gern hätte ich den Artikel zur „Digitalen Foundation“ gelesen. Ich habe es nun nachgeholt und weitergeklickt und bin nach wie vor etwas unentschlossen, wie ich das finden soll.

DasROMI Beauty Digital Foundation Kit gibt es beim US-Shopping-Sender HSN für $89.99 in schlappen 3 Farben (light, medium, dark). Eine Refill-Foundation kostet $34.95.

Es ist ein batteriebetriebenes Tool mit integriertem Applikatorschwämmchen (vermutlich Latex oder ähnlich) und einer Dosieröffnung, die die im Gerät befindliche Foundation dosiert und durch Vibration in die Haut einarbeitet. Es sind 3 Ersatzschwämmchen enthalten, sodass man über die Zeit, in der die 30ml ausreichen, auch hygienisch auswechseln kann. Dadurch ist auch klar, dass man den Kopf separat zum Reinigen auch abnehmen kann.

„Wer braucht das schön?“ liegt einem förmlich auf der Zunge, doch kenne ich solche Aussagen auch von sämtlichen Elektro-Tools. Natürlich kann man alles, was Geräte schaffen, auch iiiirgendwie als Mensch manuell, doch in der Regel haben sich solche Gadgets durchaus als nützlich oder zumindest bequem erwiesen. Gerade beim Einarbeiten der Foundation empfinde ich diese pulsierende Bewegung als willkommen. Ich arbeite so ungern mit Schwämmchen inklusive dem Beautyblender, sodass es einen schönen Spagat zwischen handlicher Applikation und den Vorzügen eines Schwämmchens schlagen würde.

Die Skepsis beginnt schon beim Preis, erstreckt sich über die Geräuschkulisse bis hin zur Hygiene, Farbe, ungewisser Qualität des Fluids und natürlich Umweltaspekten. So würde ich mir so ein Gerät in der Tat gegenwärtig nicht zulegen. Spätestens, wenn ich über Nasenflügel und die Augenpartie nachdenke, glaube ich nicht an Zufriedenheit, was die Bewertungen auf der HSN-Seite ja auch belegen.

Aber ich heiße durchaus den ersten Schritt in diese Richtung willkommen. Unter den vibrierenden Kosmetika ist sie die erste, die ich ansatzweiße nachvollziehen kann und hoffe, dass in die Richtung weitergedacht wird und irgendwann ein ernstzunehmendes Werkzeug erhältlich sein wird, dass einzig eine 2-dimensionale Koordination auf dem Gesicht erfordert und kein Tupfen mehr.

Verglichen mit Airbrush: was könnt ihr euch für den Heimgebrauch eher vorstellen? Wenn diese Technik ausgereifter sein sollte, wäre das etwas für euch? Wo seht ihr die Vor- und wo die Nachteile? Welche Elektro-Makeup-Tools habt ihr (außer Pflege)?

>> Vorstellungsvideo auf YouTube (HNS)

Bildrechte: Romi / HSN

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  1. WaxWhiteRose 9. Juni 2012 in 16:23

    ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, wie das funktionieren soll… das Gerät an sich sieht schon abenteuerlich und vor allem groß und unhandlich aus, so dass es sicher grade wieder an der Nase etc, wo man wirklich präzise arbeiten muss, nicht gut aufträgt. Aber ich finde es sehr sehr sehr löblich, dass es Wechselschwämmchen und die Möglichkeit zur Reinigung gibt.

    Ansonsten… joha… selfmade wäre dann wohl Schwämmchen an einen Vibrator kleben und schauen, ob die Vibration wirklich was bringt? :rotfl:

  2. Mich hat das Gerät spontan an diese Lancome-Oscillation-Mineralfoundation aus den USA erinnert, die es allerdings nicht mehr gibt. Sie vibrierte auch, war aber mit einer Batterie ausgestattet (und entsprechend kleiner).

  3. schaut witzig aus, aber auch hoch-professionell 😉

  4. Ein Gadget ist immer toll, doch auch ich musste sofort an Nasenflügel usw. denken und dafür sieht der Kopf viel zu groß aus. Auch ist es viel zu teuer und wenn man das dann doch nicht mag, ist es sehr teuerer Elektroschrott. :-/

  5. ich bin immer für Tools zu haben, die foundation schön in die Haut einarbeiten, weil das unverzichtbar für mich ist.
    Aber kann mir auch vorstellen, dass das mit so nem Teil deutlich länger dauern dürfte, als bei meiner bisherigen Routine.
    LG ♥

    • Hm, stimmt, der Zeitfaktor. Wäre natürlich interessant. Ich muss aber zugeben, dass wenn ich meine Foundation so gründlich einarbeite, wie ich sie gern zufriedenstellend hätte, das gewiss nicht schneller geht. Meist bin ich der Zeit zu Gunsten einfach etwas schlampig-schnell…

  6. Vielleicht hat man sich im Baumarkt inspirieren lassen … das Ding sieht aus als könnte man damit auch klasse Struckturputz o.ä. auftragen. 😉

  7. mmh, das ist interessant. Ich denke, ich würde es gerne mal ausprobieren, allerdings wäre ich tatsächlich nicht bereit, mehr als 20 oder 30 Euro für so etwas zu zahlen. Besser wäre es vielleicht, wenn man NUR das Gerät kaufen könnte und es irgendwie mit der eigenen Foundation nutzen könnte. (Falls das technisch möglich wäre)

    Ich hatte mal ne vibrierende Mascara und nen vibrierenden Rasierer und kann beidem, ausser nem Gewissen „Spaß“-Effekt nicht viel abgewinnen.

    Liebe Grüße,
    M E L O D Y

  8. Nix für mich. Das Gerät erinnert mich an ein Tool, dass ich mir vor einigen Jahren mal gekauft habe, das „Pure Glow Micro Dermabrasion System“ von Neutrogena, bestehend aus einem batteriebetriebenen Applikator und einer Oxidcreme. Es hat mir den schlimmsten Hautausschlag meines Lebens bescherrt- wobei ich gar nicht sagen kann, ob der jetzt von der Creme allein kam oder der Einarbeitung in die Haut mittels dieses Vibrationsteils, da ich zu weiteren Tests der einzelnen Produktbestandteile nicht mehr bereit war, denn nochmal wollte ich diesen Ausschlag nicht riskieren :alien:

    Das ist auch genau der Punkt der mich an dem Romi-Gerät abstößt- offensichtlich kann man es nur mit dem dazugehörigen Produkt benutzen, besser hätte ich gefunden, wenn man seine eigene Foundation einfüllen könnte.

    Definitiv nicht meins!

    • Monika-Luiza 9. Juni 2012 in 19:36

      also für mich ist das sicher nichts aber ich sehe kein Problem darin ein leeres Romi-Make-UP-Fläschchen mit meiner eigenen Foundation zu füllen.

      • ja da hast du mit sicherheit Recht.. aber du bezahlst die Romi Foundation mit… Und wer weiß ob die Farbe und Textur etwas taugen?

  9. Hm, beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass so ein Gerät besser funktionieren soll als eine Hand bewaffnet mit einem Schwamm oder Pinsel.

  10. Ich weiß nicht, ich finde es muss nich alles getuned und automatisiert werden. Ich bin doch nicht in der Autolackiererei oder in der Tischlerei. Daran erinnern mich solche Gerätschaften schnell, an Schwingschleifer.

    Nene, ich bleib da lieber beim guten alten Pinsel. Das hat schon genug von Kunstunterricht finde ich ^^

  11. Also brauchen würde ich es jetzt wohl nicht, aber irgendwie finde ich die Idee an sich doch interessant ^^ also wenn das mal jemand austestet, bitte Bescheid sagen 😀

  12. Hm, ja, für sowas kann ich mir elektronische Geräte durchaus vorstellen. Für’s Tuschen der Wimpern nicht, das ist der größte Käse und das kriegt man per Hand auch besser hin.
    Ich persönlich würde mir sowas aber denke ich nicht zulegen. Allein beim Gedanken daran, für *so etwas* Strom zu verbrauchen (wir haben ja nur eine Erde) fühle ich mich ehrlich gesagt ziemlich schlecht. Irgendwo ist es schon schwierig für mich, meine Nagellacksammlung und die dazugehörigen Chemikalien zu verantworten – da ist so ein Gerät sicherlich das letzte.

    Ich sehe sowas eher im Profi-Gebrauch, als für mich zu Hause…

    Und für dieses Set im speziellen finde ich die Farbauswahl doch eher mau. Wie hell die hellste Nuance ist, weiß ich nicht, aber wenn sie genau so dunkel ist wie die anderen „hellen“ Nuancen, die ich so kenne, dann würde ich da sowieso in die Röhre gucken.

    • Beim Strom gebe ich dir intuitiv Recht, wie schon im Post angeschnitten, aber ob das Ding annähernd so viel Strom frisst, wie das Lesen über Pinsel im Internet, will ich einmal bezweifeln.

  13. Ich finde solche entwicklungen super spannend. Ich muss mich hier allen anschließen, die es schon vor mir bemängelt haben: sowas ist nur gut wenn man seine eigene Foundation benutzen kann…. Ich zweifle auch daran ob dieses Gerät wirklich schöne ergebnisse liefern kann. Für ein besseres Model das durchdachter und mit schon vorhandener Foundation befüllber wäre würde ich schon eher Geld ausgeben(etwa 30-40€ nur für das Gerät wäre da schon drin). (Aber erst nachdem ich einen Haufen positiver Reviews dazu gesehen hätte)

    Ein Air-Brush-Kit ist im Gegensatz dazu garnicht denkbar für mich… Für den Hausgebrauch? Nene da besteht bei mir eine wesentlich größere Hemmschwelle.

  14. sehr interessant. und WENN in die richtung gedacht wird, dann bitte etwas entwickeln, wo man beliebiges produkt einsetzen kann :-/
    das man, selbst wenn das ergebnis zufriedenstellend sein sollte, immer nur auf „die“ foundation angewiesen ist, hält mich alle male zurück vor`m kauf eines solchen produktes.
    wobei ich eh nicht so der käufer von solchen „pionier-produkten“ bin. meist sind die noch nicht gut genug ausgearbeitet und erst die erfahrung der user wird zeigen, was man besser machen sollte…

  15. Also so ein Gerät würde mich nicht interessieren, einfach, weil ich mit meinen anderen (nicht-elektrischen) Tools schon für mich perfekte Ergebnisse erziele.
    Makeup-technisch habe ich nur zwei elektrische Tools, eine elektrische Wimpernzange und elektrischen Wimpernformer. Für meine sturgeraden Wimpern die für mich beste Lösung.

  16. Kann mir nicht vorstellen, dass das einen so starken Effekt hat… Glaube das Einarbeiten des Make-ups ist meistens weniger ein Problem als das gleichmäßige Verteilen. Deswegen würde ich auch denken, dass ein Air-Brush-Kit sehr gut sein kann und auch irgendwie nützlich. Das hier eher weniger.

  17. Nee, ich glaube, das wär‘ für mich nichts. Das Einarbeiten der Foundation mit meinem Pinsel ist pure Entspannung für mich. Etwas, worauf ich gar nicht verzichten möchte. Wenns die Woche über morgens flott gehen muss, benutze ich gar keine Foundation, nur getönte Tagescreme und die zieht eh schnell ein.

  18. Einziges Elektro-Tool, das ich für mein Make-up nutze ist mein Airbrush von Dinair.
    Zugegeben, die Geräuschkulisse ist auch nicht angenehm, aber auch nicht sonderlich störend. Ein Leichtes brummen vom Kompressor halt!^^
    Was mich an meinem Airbrush überzeugt hat:
    – Ich bestimme die Deckkraft
    – Ich bestimme das Finish
    – Ich verschwende keine zeit damit concealer auf mem pickel oder einer Rötung hin und her zu streichen um ihn dann doch nicht abgedeckt zu bekommen…

    So ein Airbrush ist zwar in der anschaffung auch relativ teuer, aber ich find wirklich es hat sich für mich gelohnt. Ich bin schnell fertig, meine trockenen hazustellen und grobe poren werden nicht betont, bei pickeln und rötungen geht es nur einmal „pfffft“ und sie sind abgedeckt, ich kann leicht genau meinen hautton mischen, und ich muss nicht ständig pinsel waschen und trocknen.

    Für ein AMU find ich den Airbrush allerdings völlig ungeiegnet, und auch für das Contouring benutze ich immer noch am liebsten einen Pinsel.
    Für Foundation ist der Airbrush aber für mich mein Holy Grail! :heart:

  19. Paphiopedilum 11. Juni 2012 in 2:22

    Ich find solche Entwicklungen grundsätzlich schon sehr begrüßenswert, betrachte es im Moment aber eigentlich noch mehr als Grundlagenforschung, denn als (mal ungeachtet des Preises) massentaugliches Produkt für Endkunden. Für dieses Ungetüm hier schließ ich mich den bereits geäußerten Bedenken an, würde mich aber dennoch sehr freuen, wenn die Kosmetikfirmen auch weiterhin in diese Richtung denken und entwickeln würden.

    Ich habe eine rotierende Mascara von Bourjois, und muß sagen, ich mag sie sehr. Weiter oben hat ja jemand geschrieben, diese elektrischen Mascaras seien „Käse“; ich kenne nur die eine, die ich habe, aber für die, und bei meiner Mascararoutine und -präferenz, kann ich das eindeutig nicht bestätigen. Nun wurde bei meinen Makeups zwar u.a. auch sehr an meinen Wimpern herumgemäkelt, bzw. daran, wie vergleichsweise sparsam ich sie tusche; das kann an der Eigen-Rotation aber nicht liegen, denn diese Kritik kam auch bei händisch aufzutragenden Mascaras. Für mein Dafürhalten ist das eine reine Geschmacksfrage, und es wäre abgesehen davon auch mit meiner elektrischen Mascara mühelos möglich, ein schönes, stärker getuschtes Ergebnis zu erzielen. Insofern hab ich persönlich also mit diesem, meinem ersten, elektrischen Tool in der dekorativen Kosmetik schon mal gute Erfahrungen gemacht, und bin sicher nicht zuletzt deshalb auch aufgeschlossen für weitere dahingehende Schritte.

  20. Manche Erfindungen sind halt einfach totaler Schwachsinn :no:

  21. Ich denke nicht, dass dieses Teil sich durchsetzen wird. Abgesehen davon, dass die Handhabung um die Nase herum und an den Augen etwas schwierig sein wird, kann ich mir nicht vorstellen, wie ich dieses Teil richtig sauber halten soll.
    Einem Airbrush-System kann es wohl nicht das Wasser reichen… Ich habe ein Airbrush-System und mag es nicht mehr missen :-).

  22. Gerade beim Stöbern im Internet entdeckt:
    Etude House Precious Mineral BB Dation Kit

    http://www.prettyandcute.com/Etude-House-Precious-Mineral-BB-Dation-Kit-p5265.html

    Genauso dämlicher Name, gleiches Prinzip, einzige Unterschiede:
    Kostet nur etwa die Hälfte, Schwämmchen ist „spitz zulaufend“, Produkt wird scheinbar direkt aufs Schwämmchen gegeben und es ist rosa(Etude House halt ;))

    Skin79 ebenfalls:
    http://www.prettyandcute.com/Skin79-BB-Facer-p4908.html

    Und BRTC:
    http://web1.sasa.com/SasaWeb/eng/product/viewProductDetail.jspa?itemno=106005206004

    Und weils so schön ist gleich noch eins:
    http://www.musingsofamuse.com/2013/04/aminute-smart-bb-cream-vibrator-review.html

    Wenn man danach sucht, findet man noch mehr, scheint mir gerade Trend in Südkorea zu sein…
    Und langsam auch die USA zu schwappen?

    http://www.musingsofamuse.com/2013/07/pop-beauty-buzzing-beauty-buffer-buzz-buzz-buzzing.html

    Mal gucken, vielleicht dann Anfang 2014 auch in Europa? Bin ja mal gespannt, welche Marke hier als Erstes mit so etwas anrückt. Ich tippe auf Kiko, Loreal wäre auch ein Kandidat(erinnert sich noch wer an die Kompaktfoundation mit Applikatorwalze?), oder Maybelline vielleicht.

    Wobei das „Starterkit“ vom Sirius Sonic(auch so eine Ultraschallgesichtsbürste) wohl mit einem Schwämmchen kommt, das dazu gedacht ist, Pflegeprodukte effektiver in die Haut einzuarbeiten. Vielleicht lässt sich das Ding zweckentfremden…

    Ich finde die Idee eigentlich ganz cool, zum kleinen Preis wie A Minute würde ichs vielleicht ausprobieren. Insgesamt sehe ich tatsächlich eher die Vorteile beim Heimgebrauch denn bei Pros. Wenn ich eins von beiden mal eben für umme bekäme(Preis etc. ganz außer Acht gelassen), würde ich dennoch ein Airbrushgerät wählen, wegen der Möglichkeit, große Flächen abzudecken, Farben für Bodypaints aufzutragen usw..

    • Haha, wie lustig! Danke für’s Zeigen…

      Ich dachte stets, POP ist ne britische Marke. Ich werde da mal schauen…

      Für Pflege gibt es ja schon andere Tools, die durch Vibration das Einarbeiten unterstützen. z.B. so mit Metallkopf für die Augen.

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