Warmer Typ – kalter Typ: Makeups (und Kleidung) auf den Farbtyp abstimmen?

Kümmerkasten: Frage 76 & Miniumfrage

Ein immer wieder nervenaufreibendes Thema ist die Einteilung von Farben in warm (, neutral) oder kalt.  Besonders die bei Typberatungen gern verwendete Einteilung nach Jahreszeiten spaltet die Gemüter.

Vor einigen Tagen kam ich erneut in den Genuss mir einige Tipps von einer Stylistin geben zu lassen, die für bebe beim beautypress Blogger Event zu Gange war. In Action könnt ihr das Ganze bei Miu sehen. Auch ich postete kurz das obige Foto auf Instagram und wie gewohnt wurde der Ansatz in Frage gestellt.

Soll man sich an Farbeinteilungen halten und wie handhabt ihr es?

Auch Gaby fragte den Kümmerksten explizit für Makeup:

Hallo Mädels,

Ich möchte gerne von Euch wissen: Stimmt Ihr Eure Schminkfarben danach ab,ob Ihr ein kühler beziehungsweise warmer Farbtyp seid? Ist Euch die Einteilung in Farbtypen egal? Oder seht Ihr die Einteilung in Farbtypen als Einschränkung in Eurer Farbauswahl ?

Viele Grüße von Gaby

Grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass, wenn man die Einteilung nach Farbtypen und allem Voran derer nach Jahreszeiten thematisiert, eine große Masse schnell verunsichert ist und es Fragen aufwirft aber auch einige sogar emotional aufwühlt bis hin zu verärgert reagieren.

Farbeinteilung ist eine Hilfestellung und kein Dogma

Das Foto oben stellt mich mit Hüten zweier gegensätzlicher Farbtypfamilien dar:

  • ein warmer, gedeckt-brauner Hut, der vermutlich besonders schön zu Frühlingstypen aussieht und gewiss auch ein Basic für Herbsttypen sein könnte – an mir wirkt er fahl – ich wirke mit ihm fahl
  • wo hingegen der magenta-farbige Hut ganz klar (wörtlich) der Winterfarbfamilie zu gehört. Als kalte Farbe steht er durchaus auch mir als Sommertyp, aber die Klarheit und Brillanz ist für meine geringer ausgeprägten Kontraste zu dominant, sodass ein so großer Farbklecks auf meinem Kopf mich in der Gesamtwirkung dominiert oder besser gesagt: vom Wesentlichen ablenkt statt es zu unterstreichen

Und diese kurze Interpretation der Einleitung ist im Prinzip recht beispielhaft dafür, wie man mit einer Typberatung umgehen kann – keine Befehle, sondern Abwägungen und Anregungen zu Gunsten eines harmonischen und schmeichelhaften Gesamtbildes.

Missverständnisse, denen ich in diesem Kontext häufiger begegne:

  • man orientiert sich an Augen- und Haarfarbe statt am Teint (erstere sind Indizien) – gerade bei Augen-Makeups ist das ein Thema (welcher Lidschatten zu welcher Augenfarbe passt, hat mit der hier angesprochenen Theorie nichts bzw. im Entfernten zu tun)
  • man interpretiert die Empfehlungen so, dass die “anderen Farben” komplett gemieden werden sollen
  • Farben werden als passend empfunden, weil der Spiegel nicht sofort zerspringt
  • Farben werden pauschal kategorisiert (Grün > Frühling, Rosa > Sommer etc.)

Da das Thema rundum “welche Farbe steht mir” sehr umfangreich ist, ich aber den Eindruck habe, dass es viele interessiert, würde ich mich ihm gern mittelfristig widmen und mir auch Hilfe dazu holen, wobei uns !Cornelia Fashion unterstützt.

Um die zukünftigen Posts zu strukturieren, würde ich mich über eure konkreten Fragen freuen und ebenso um Impulse, wie alternative Schemata (z.B. 3 x 4, Beauty is Life), Online Software Tools oder Hinweise auf Ikonen der Szene (falls es so etwas gibt). Ich habe mich nun x-Jahre um das Thema gedrückt, denke aber, so langsam ist es Zeit einerseits Schwarz auf Weiß meinen Standpunkt nicht nur in Kommentaren oder beiläufig in Posts zu bekunden, sondern auch unterschiedliche Ansätze vorzustellen, den Umgang mit den Informationen zu erleichtern und vielleicht ja auch einige Beispiele aufzuführen…

Heute jedoch bietet die Kümmerkasten-Frage zum einen die Möglichkeit sich einen statistischen Überblick zu verschaffen, welche Rolle diese Theorie bewusst bei euch spielt (unbewusst praktizieren die meisten sie eh).

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Autor

Mother of Pearl, Shimmer & Magimania
graublau | ∫∫∫ braun & fein | Ω sehr hell & gelblich | Sommertyp | leichte Mischhaut | Haardesaster

  1. ein thema, dass unter den nägeln brennt!

    seit ca. einem halben jahr achte ich vermehrt drauf, bei kleidung/make up nicht nur das zu kaufen, was mir auf anhieb gefällt, sondern auch, wie es an mir wirkt (bisher war ich da ehrlich gesagt relativ schmerzfrei – was gefällt, wurde getragen, ob es mich jetzt fahl wirken ließ oder nicht)

    aber dann hab ich bei dem kauf meines jetzigen lieblingspullis ein aha-erlebnis gehabt. die rötungen rückten in den hintergrund (ansonsten bin ich gerötet und leicht gefleckt im wangenbereich, das hautbild wirkt halt nicht schön ohne foundation).
    seitdem bemühe ich mich auf diese farben zu achten, eine professionelle typberatung hatte ich noch nicht, jedoch glaube ich mit ziemlicher sicherheit, ein sommer zu sein.

    was mich jetzt genau interessiert – ich bilde mir ein, dass bei manchen menschen auch nicht ihrem typ entsprechende farben nicht absolut gaga aussehen – also eine gewisse toleranz, die ich wohl nicht besitze.
    hat das ev auch damit zu tun, dass ich doch eher blass bin und eine helle haut andere farben (die nicht zum farbtyp gehören) weniger toleriert, als wenn man von grund auf einen dunkleren hautton hat (also NC/NW 20-25 aufwärts)?

    lg
    sarah

    • Die Farbtypenlehre besagt ja nicht, dass man/frau in jeder Farbe, die nicht dem Farbtyp entspricht, absolut grauenvoll aussieht. Sondern nur, dass man in den “eigenen” Farben besonders gut/harmonisch aussieht. Zwischen perfekten Farben und Farben, in denen man einfach nur krank wirkt, gibt es viele Farben, die einem zwar nicht ungemein stehen, in denen man aber auch nicht schlecht aussieht.

    • Wie hast du es denn geschafft dass die Rötungen in den Hintergrund treten?

  2. Ich kenne meinen Typen überhaupt nicht, aber ich weiß auch nicht ob ich was ändern würde, wenn ich ihn kenne. Ich greife in Sachen AMU zu allen Farben bis auf erdige Tönen, die ich bei mir auf den Tod nicht ausstehen kann. Und das ganze drum herum wie Klamotten hab ich auch so wenig an. Da bin ich der Typ, der meist in den schrank schaut und sich die Farbe rauszieht, auf den er gerade Bock hat. Also eher so ein wandelndes Chaos. <:

  3. Ich denke, was diese Thematik so schwierig macht, ist das allgemeine Gespür für Farben. Manche Menschen haben es von Anfang an, andere müssen es sich mühsam erarbeiten, wiederum andere werden es nie besitzen. Warum geben wir viel Geld für einen guten Friseur, einen Stylisten oder Grafiker aus? Weil diese Leute meistens (leider nicht immer) ein gutes Auge und Gespür besitzen und Dinge erkennen können, die uns völlig verborgen sind.

    Es ist wahr, bestimmte Farben können sich sehr positiv auf das Erscheinungsbild eines Menschen auswirken, andere eher negativ. Ich nehme es als eine Art Hilfestellung hin, lasse mich aber nicht einschränken. Vielmehr experimentiere ich mit verschiedenen Farben und Ansätzen (Nicht immer erfolgreich – siehe meinen Blogpost “Steht mir das?” – aber so lernt man ja am besten.) und versuche, meine Wahrnehmung anhand dieser Experimente zu schulen.

  4. Ohja das leidige Thema… Hab ich mich gefreut, als die Dame mir auf besagtem Event (mit den Hüten) schon quer über den Raum mit angewidertem Gesicht entgegen brüllte, dass ich den Lila Lippenstift auf keinen Fall tragen DARF… -.-
    Erstens entscheide ich und nur ich was ich tragen DARF, Zweitens ist das von ihr empfohlene Gelb Schema ganz furchtbar bei meiner rosa Haut. Sorry, aber Gelb passt zwar zu meiner Augen- sowie Haarfarbe, zu meiner Haut allerdings null.
    Ich finde diese Farbeinteilungen ganz ganz schwierig. Selbst wenn man ein klassischer Warm oder Kalt Typ gibt es so viele Möglichkeiten, die entgegen gesetzte Richtung gekonnt und schmeichelnd einzusetzen. Es kommt eben auf Menge und Kombination an.
    Am Ende entscheidet das eigene Wohlbefinden – fühle ich mich mit lila Lippenstift wohl, strahle ich das auch aus. Selbst wenn mir der braune Lippenstift rein farblich besser steht – ich transportiere das nicht nach Außen. Und was nützt mir dann ein farbliches Match, wenn ich bedröppelt und unsicher in der Ecke steh.
    Das kann man mMn auf jeden Bereich ausweiten. Ein Kleid in Pink ist sicherlich gewagt, aber wenn ich mich damit sicher und sexy fühle, wird es mir besser stehen als ein Kleid in Grün. Zumindest Live – auf Fotos ist das natürlich immer eine andere Kiste. Die wenigsten Mädels können auf Fotos Ausstrahlung und Selbstbewusstsein transportieren wie es Live wäre.

    Auf jeden Fall fühle ich mich mehr als unwohl, wenn man mich in irgendeine dieser Einteilungen stecken will. Am Ende zweifel ich dann über meinen eigenen Geschmack, werde verunsichert und greife aus Verzweiflung zu Schwarz statt Bunt. Da leb ich lieber meine wilden Kombinationen aus, egal ob warm oder kalt. Hauptsache mir gefällts – ich muss ja damit rum rennen.

  5. Ich finde das Thema auch eher schwierig. Ich habe etliche Tests mitgemacht und lege mich jetzt mal auf Cool Summer fest. Allerdings habe ich einen eindeutigen Gelbstich in der Haut, ja auch kalte Typen können anscheinen einen warmen Oberhautton haben und da fängt irgendwie auch das Durcheinander an 😮 . Ich nehme die Color Charts für meinen Typ als “Inspiration” für Farben die ich noch nie hatte, aber keinesfalls als Richtlinie! :smug:
    LG

  6. ich weiß seit einiger zeit das ich sommer bin und seitdem kaufe ich auch mehr grau und dunkelblau ein. das waren zwar farben die ich auch vorher sehr sehr gern mochte von denne andere aber immer gesagt haben das sie sie allgemein als langweilige farben sehen. meine haut strahlt aber richtig wenn ich sie trage und es sieht gar nicht langweilig aus.
    warme farben trage ich so gut wie gar nicht, da habe ich nur wenige ausnahmen. olivgrün zb geht sehr gut, sowie goldschmuck und rosegold wenn ich im sommer gebräint bin udn es nicht in der nähe des gesichtes trage. außerdem habe ich einen neonorangenen lack den ich gerne zu grau trage als Farbtupfer. allgemein fällt mir auf das je mehr die unpassenden farben vom gesicht weg sind je besser geht es. wenn ich also lust auf eine farbe habe die nicht eminem farbtyp entspricht empfehlen sich Taschen, Schuhe, ringe, uhren und armbändchen 🙂

  7. Schrödingers Katze am 11. Juni 2013 um 13:06 Uhr

    Ich weiß recht gut, was mir steht und was nicht (behaupte ich jetzt mal so). Oft gefallen mir diese Farben einfach auch am Besten. Ich halte mich da aber nicht sklavisch daran. Bei Kleidung ist es teilweise eh so, dass ich bei den jeweils aktuellen Modefarben nicht unbedingt einen genau passenden Farbton finde. Dann habe ich halt auch mal was an, was mir nicht 100% steht. Mein Gott, ich habe doch das Recht darauf, auch mal nicht optimal auszusehen! So viel dann auch zum Thema was man “darf” und nicht “darf”…

  8. oh magi,
    ich freu mich sehr darauf, dass du dich hier nun intensiver mit dem thema auseinandersetzt. ich finde diese typzuordung sehr interessant und sicher für viele hilfreich bezüglich ihrer kleiderwahl. wie immer macht es einfach spass deine beiträge zu lesen und ich liebe es, dass du dich jeder thematik eloquent und von so vielen verschiedenen seiten näherst und dabei komplexität nicht ausblendest!

    ich selbst bin mir gar nicht sicher, welcher typ ich sein könnte und vermute dass ich ein mischtyp bin. gleichwohl weiß ich sehr genau welche farben und farnkombinationen mir stehen, ich habe einfach ein gespür dafür. zudem kann ich wirklich farben aus allen vier kategorien tragen, sowohl kalt als auch warm- das ist ganz praktisch. 😀 trotzdem wäre ich sehr neugierig auf mögliche anregungen und erklärungen die farbtheorie betreffend.

    • Danke schön, ich hoffe, ich werde es meistern. Ich traue mich ja immer noch nicht so ganz mit dem Thema zu befassen, aber ich denke, es macht schon Sinn einige Sachen anzureißen…

  9. naja also ich denke, dass so gut wie jeder schwierigkeiten hat sich in diese schemata einzuordnen bzw einordnen zu lassen – denn wer sagt, dass die “stylisten” auch richtig liegen mit ihren einschätzungen, zumal es wohl eher nur um nuancen geht..
    persönlich weiß ich natürlich auch einigermaßen, welche farben gehen und welche nicht. bei hellblonden haaren und alabasterhaut ist es nun mal nicht optimal flächig “creme” oder “natur” zu tragen (geist-alarm!)
    make-up technisch finde ich aber, dass etwas wärmere farben bzw abgekühlte warme farben meinem teint besser stehen. es sieht frischer und gesünder aus. trage ich beispielsweise graue smoky eyes, kaltes blush und kalten lippenstift wirke ich noch fahler, grauer, blasser.. vielleicht habe ich es aber auch nicht richtig abgestimmt kombiniert.
    zusammengefasst: streng nach farbentyplehre gehe ich nicht, auch weil ich nicht ganz sicher bin, welcher typ denn nun eher zutrifft. dennoch denke ich, dass es immer was zu optimieren gibt bzw ausgewählte farben in kombination, die das beste aus teint haarfarbe usw herausholen, abseits von strikten kategorien.

    • Es gibt sicherlich auch schwarze Schafe unter den Stylisten, die wirklich keine Ahnung haben oder schlicht zu arrogant sind Fehler einzugestehen. Aber die Kunden machen es einem nicht einfach – z.B. ich :)) Als ich UNBEDINGT ein Herbst sein wollte und später UNBEDINGT ein Winter, habe ich mir die Einteilung auch stets zurechtgerückt und Fragen ignoriert, die eine Antwort nach sich zogen, die ich nicht haben wollte. Das geht vor allem bei so Multiple Choice Tests ja ganz gut…

  10. Immer diese Regeln; angefangen bei “nur matte und dezente Lidschatten mit heller Wasserlinie für Brillenträger”, über “immer nur ENTWEDER Augen ODER Lippen betonen”, bis hin zu diesem ganzen kalt-warm-Frühling-Sommer-Herbst-Winter Gedöns. All dem will ich eine gewisse Berechtigung nicht absprechen. All das sind bestimmt gute Hilfestellungen, wenn man unsicher ist. Und gerade die Typfrage beflügelt in manchen Fällen vielleicht auch ein bißchen den Mut, Farben an sich selber auszuprobieren, die man bislang nicht auf der Rechnung hatte.

    ABER – man sollte da keinesfalls zu blindgläubig sein. Da ich mich mit all dem nicht verrückt machen will, beschäftige ich mich überhaupt nicht damit; hab ich noch nie, und habs aus momentaner Sicht auch in Zukunft nicht vor. Es kümmert mich einfach nicht! Insofern weiß ich auch gar nicht mit Bestimmtheit, was für ein Jahreszeittyp ich denn nun bin. Ich höre immer wieder Sommertyp, schiebe das aber jedes Mal total weit von mir weg, weil ich mich damit überhaupt icht identifizieren kann. Ich mag nicht nur kalte Temperaturen, sondern in der Tat auch kalte Farben. Sowohl bei Makeup, als auch bei Kleidung, als auch im Wohnraum. Wenn andere Leute oftmals ins Schwärmen geraten über “warme, natürliche, erdige Töne”, ringt mir das allenfalls ein müdes Lächeln ab, denn auch wenn es entsprechende Nuancen gibt, die mich im Einzelfall durchaus begeistern können, so sind es eben grundsätzlich eher die kühlen, die mich, wie erwähnt, faszinieren.

    Und da eben ganz allgemein die Faszination an Farben der Ausgangspunkt meiner Leidenschaft für Makeup ist, schere ich mich ehrlich nix drum, was für ein Typ ich mit meiner gelblichen Haut und meinen braunen Augen nun bin oder auch nicht bin, sondern ich schminke die Farben, die ich schön finde! Klar muß ich immer wieder feststellen, daß an mir persönlich irgendwas dann doch nicht so gut aussieht, wie ich erwartet und gehofft hatte, auch wenn die Farbe als solche mir super gefällt. Und ebenso klar ist auch der umgekehrte Fall – daß ich gerade mit diesen wärmeren Tönen positive Überraschungen erlebe; daß ich nicht umhin kann festzustellen, daß die sich mitunter doch ganz gut an mir machen. Als ich seinerzeit noch rote Haare hatte, kam das noch merklich öfter vor, als heutzutage.

    Aber seis drum – jede Frau dürfte in der Lage sein beurteilen zu können, ob das Bild im Spiegel ihr gefällt, oder nicht. Ich halte es doch für recht unwahrscheinlich, daß jemand nicht bemerkt, wenn etwas total kacke an ihm bzw. ihr aussieht. Und wenn das Gesamtbild stimmig ist, wen kümmert dann schon noch, ob es gemäß der Lehre typenkonsistent ist, oder nicht…

    • Ohhhh, da widerspreche ich ganz arg. Ich habe SO viele Makeups geschminkt, die ich total toll an mir fand und nach einem Zeitpuffer dachte nur OMG, was hat Dich da geritten – und es war stets eine Farbenfrage. Das liegt vermutlich auch an der Nerd-igkeit als auch, dass man auf kleiner Fläche in den Spiegel schaut und das drumherum schnell übersieht. Aber geht man durch die Straßen, kann es einfach nicht stimmen, dass Frauen das in der Regel schon bemerken.

      Ich denke, es ist dann wirklich einerseits eine Interpretationssache: es “Regeln” zu nennen, ist schon so eine Sache und hört sich doch anders an als “Richtlinien” oder “Hilfestellung”.

      Am Ende ist es ja eine Frage des Standpunkts: wie möchte man auf andere wirken? Wenn’s egal ist, dann ist so ein Leitfaden natürlich hinfällig. Wenn man aber durchaus in gewissen Situationen seine “Personality” unterstreichen möchte und nicht davon ablenken oder es ausbremsen, dann ist das KnowHow eben ne feine Sache. Das gilt ja auch für all die anderen Hinweise, die Du ansprichst. Klar kann jeder Smokey Eyes zu roten Lippen tragen. Dass man aber beim Bewerbungsgespräch sich damit durchaus Chancen verbauen kann, weil wir Menschen nun einmal keine Maschinen sind, ist recht nahelegend. Man muss sich ja zum Glück nicht für oder wider entscheiden sondern kann prima Rosinenpicken 🙂

      • Damit hast Du sicher auch nicht unrecht. Und ja, in der Tat, wenn man sich manchmal so umsieht, widersprechen manche Anblicke der These, man müßte schon merken, was gut aussieht, und was nicht… Ich persönlich empfinde es halt als bissl zu verkopft. Es ist schlicht nicht meine Herangehensweise, sondern meine ist einfach 100% Bauchgefühl. Aber daß mehr Know How im Zweifelsfall immer besser ist, als weniger, ist im Grunde auch klar. Sofern man sich davon eben nix diktieren läßt.

    • der sommertyp hat ja kühle gedeckte farben das passt doch dann 😉

  11. Ich bin ein Jahreszeitenwandler, durch andere Haarfarbe etc. oder auch ignorieren. Finde gedeckte Braun- und Beige Töne alleine zu langweilig.
    Zu roten Haaren passen prima Rost- und Bordeauxtöne (auch zu meiner Haut) warum soll ich mit roten Haaren plötzlich pastelliges tragen. Ich mag auch gerne knallige Farben. Wenn mir jemand dann z.B. sagt hach, das Grün oder das Schwarz machen Dich so blass, dann ist mir das total egal (vielleicht freue ich mich sogar darüber ;))

    • Ein Wandler kannst Du natürlich nicht sein, es sei denn, Du häutest Dich. So ist es also vermutlich wahrscheinlich, dass manch eine deiner gefärbten Frisuren zeitweise nicht optimal gewesen ist. Aber das zu ignorieren ist natürlich völlig OK. Die Konsequenzen trägt man ja selbst und nicht derjenige, der es kritisiert. Es ist am Ende eine Frage, wie will man auf andere wirken mit welcher Konsequenz. In einem Coaching wurde mir durchaus bewusst, wie eng es mit dem Selbstwert zusammenhängt und seitdem entschuldige ich mich auch nicht mehr dafür, dass ich die Jahreszeiteneinteilung tadellos finde 🙂

  12. ich habe unbewusst schon immer kalte Farben bevorzugt und bei Schmuck Silber. Seitdem ich weiß, dass ich ein Sommer bin, ist es nur noch stärker ausgeprägt – allerdings weil ich mich zu dieser zeit mal bewusst damit auseinander gesetzt habe, was mir steht, und dabei eben festgestellt habe, dass ich mir in kalten Farben definitiv besser gefalle (und das so auch von anderen bestätigt bekomme). Ein Dogma ist es für mich nicht und wenn man es bewusst ignoriert auch egal

    grundsätzlich glaube ich, dass schon was dran ist und es eine Hilfestellung sein kann. was es für einige (viele?) vielleicht auch schwierig macht ist, dass sie bei ambivalenten Farben wie zB Rot kein Gespür für kalt oder warm haben. Rot kann ein warmer erdiger Rostton sein oder ein kaltes Bordeaux. Deshalb per se zu sagen “Rot steht mir nicht” weil man als Herbst in Bordeaux-Rot eher bescheiden aussah, stimmt dann halt auch nicht

    bin jedenfalls auch das Thema hier gespannt 🙂

  13. Ich hab keine Ahnung, was für eine Jahreszeit ich sein soll (wobei, nach Magis Kurzbeschreibung vmtl. Winter). Ich weiß nur, dass mir ausschließlich kalte Farben stehen, und zwar je kälter, desto besser. Erinnert sich jemand an die MAC-Le vor Kurzem, mit dem Heroine- Lippenstift, von dem es auf anderen Blogs hieß, “wem soll das denn stehen?” – nunja, mir.
    Interessanterweise ist das noch deutlich stärker geworden, seit ich meine Haarfarbe von Rot auf Silberblond gewechselt habe. Ich hab aber auch ne Weile gebraucht, um das zu checken, und mich jahrelang gefragt, warum sehe ich mit braunem Kajal eigentlich so fertig aus – wirklich gar KEINE warmen Farben in meinem Gesicht!

  14. Die Jahreszeiten-Einteilung ist mir egal. Ich weiß, dass ich ein kalter Typ bin. Halte mich was Klamotten und Augen Make up betrifft, gar nicht dran. Ich mag aber kalte Töne eh mehr. Nur bei Lippenstiften achte ich sehr drauf. Weil ich mit warmen Tönen sehr merkwürdig aussehe. 🙂

  15. Ich weiß zwar nicht wirklich über meine Typen Bescheid, aber es interessiert mich schon sehr, auch wenn ich nicht unbedingt danach handeln würde. Ich weiß aber, dass mir kalte Farben eher stehen, und wenn ich Fotos von mir von früher ansehe, fällt mir erst so rochtig auf, dass mir die Herbstfarben, die ich damals mit Vorliebe getragen habe, überhaupt micht geschmeichelt haben! Richtig gruslig hat das ausgesehn, aber am schlimmsten war meine Kopf-bis-Fuß-Beige-Phase!!!

    Mein Problem ist eher, dass ich auf warme Haarfarben stehe und olivgrüne Augen habe, so dass ich mit dem AMU aufpassen muss, weder zu kühl noch zu warm zu werden, sodass es sich weder mit meinem Teint noch mit meinen Augen/Haaren beißt! Andererseits finde ich genau diesen Kontrast oft sehr spannend!

    Ich muss aber auch sagen, dieses Farbengespür hat sich erst langsam entwickelt, früher wurde eine Farbe, die mir gefallen hat, einfach getragen (sowohl klamotten- als auch makeuptechnisch), egal wie wenig sie mir geschmeichelt hat, es war mir schlichtweg egal!

    • Das ist natürlich Voraussetzung Nummer 1: wollen!

      Das Ganze macht keinen Sinn für jene, denen es egal ist, wie sie im Gesamtbild wirken.

  16. Ein tolles und interessantes Thema! Freu mich riesig und bin gespannt auf deine Posts! Mich hat das mit den jahreszeitentypen immer aufgeregt, vor allem was du sagtest: “Grün=Frühling”, weil Grün ist nie gleich grün 🙂 Ich konnte mich da auch nie zuordnen, weil ich mir vor allem bei meinem Hautton immer unsicher war, wahrscheinlich ist er warm, aber im Winter eben so blass, dass er mit entsprechendem Blush bzw. Licht kalt wirkt…keine Ahnung. Finde es vollkommen richtig, wie du sagst, dass man es alles als Empfehlung sehen sollte, nicht als Ultimo. Und so mache ich es mittlerweile auch, ich gibt ein paar Farben die mir nicht stehen, ein paar stehen mir nur in richtiger Kombination und mit dem Rest spiele ich rum…bzw. nehme ein paar bevorzugt 😀 Meiner Mutti werde ich übrigends dann alle deine Posts zeigen, die ist der festen Überzeugung, sie ist ein Wintertyp, deswegen geht das das und das nicht…und dann gebe ich ihr immer wieder Farben, von denen sie begeistert ist, dass sie ihr so gut stehen, aber selbst hätte sie die nie genommen 😀

  17. “Farben werden als passend empfunden, weil der Spiegel nicht sofort zerspringt”
    Lol, das stimmt! Ich bin sehr erfreut angesichts dieses Themas, weil Farbtypen aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken sind; unbewusst analysiere ich jeden Menschen, mit dem ich länger zu tun habe und ärgere mich schrecklich, wenn ich nicht in der Lage zur genauen Kategorisierung bin. Generell bin ich absolut überzeugt vom Jahreszeitenkonzept, obwohl zur Verfeinerung von Typen dieses differenzierte 12er System auch hilfreich sein kann. Mich schüttelts auch, wenn ich vollkommen farbtypungerechte Menschen oder Fotos von ihnen sehe, obwohl ich regelmäßig selber Fehlgriffe erleide bzw provoziere. Es ist ja auch kein Lästern an sich, sondern ein schockierter Seufzer, der aber Spaß bereitet.
    Was mich jedoch manchmal ärgerlich werden lässt, ist, wenn offenkundig kalte Farbtypen den warmen alle schönen limitierten Produkte wegkaufen. Ich bin selbst ein Wintertyp und der Meinung, man müsse doch nicht alles auf Teufel komm raus tragen, vor allem, weil warme Typen oft an Auswahl benachteiligt werden.

    Die letzten Jahre hatte ich nur im Überblick drauf geachtet, ob die Farben grob passen, da war ich aber noch gebräunt, sodass ich mit vielen warmen und gedämpften Farben nicht zum Davonlaufen aussah. Das ist mit hellem Teint jetzt jedoch anders, sodass ich den Großteil meiner Garderobe weggegeben habe! Zurück blieben eigentlich nur reinweiße und dunkelschwarze Klamotten (dunkelschwarz deshalb, weil das “Schwarz”, das man hier kauft, oft eigentlich ein gedämpftes dunkles Etwas ist). Frustrierend. Es gibt einfach zu wenig klare Farben an Kleidung. Deshalb versuche ich das mit “Wintermaterialien” wie Lackstoffen usw irgendwie zu kompensieren. Und ja, ich wirke definitiv frischer mit den passenden Farben und gelangweilt und irgendwie zum Kotzen mit den falschen. Allerdings setze ich Kontraste gern mit warmen Accessoirces und Taschen!
    “Falsche” Farben sind ok, wenn man einen kompletten “Look” hat und dazu passend geschminkt ist. Aber darauf, jeden Tag die Lady Gaga zu machen, habe ich keine Lust.

    • Hihi “gelangweilt” ist ein guter Begriff, wie ich finde. Es ist einfach so schwierig in Worte zu fassen, was “passiert”, wenn man die nicht empfehlenswerten Farben wählt. Die Kritik am System klingt halt immer so, als müsse dann eben das mit dem Spiegel passieren und wenn es nicht eintrifft, habe man ja doch richtig gegriffen. Aber dass man damit in manch wichtiger Situation ein unvorteilhaftes Bild hinterlässt, wie eben vielleicht “gelangweilt” statt aufmerksam zu sein und aus einer 2+ wird eine 2- – das ist so witzig auch nicht.

  18. Der Post ist zwar schon ein paar Tage alt, aber weil ich das Thema so interessant finde, muss ich auch berichten 🙂
    Ich wurde als Soft Summer eingestuft, aber so richtig glücklich bin ich mit alldem nicht und setze mich auch mal gern darüber hinweg 😀 Schon vorher habe ich natürlich gemerkt, welche Farben so richtig schlimm an mir aussehen (sowohl Klamotten als auch Makeup) und diese habe ich dann schon länger gemieden (Superklassikerbeispiel Orange, Tomatenrot, Zitronengelb,…darin sehe ich wie das Elend auf zwei Beinen aus). Sowieso finde ich kühle Farben schöner, ich würde nie auf den Trip kommen, meine Wände “in einem gemütlichen, warmen Terracottaton” zu streichen, aber das ist natürlich Geschmackssache – Glück gehabt, dass mein Geschmack und meine Typeneinteilung da recht gut zusammenpassen.
    Trotz Empfehlung/Entpfehlung trage ich am liebsten Oberteile in (Dunkel)Grau, viel Schwarz-Weiß, Dunkelblau. Das ist nicht ganz so “soft”, wie ich es eigentlich tragen “sollte”, aber es gefällt mir halt 🙂 Bestimmte Schnitte/Looks funktionieren halt nur in bestimmten Farben (Achtung Klischee: pastellrosa süßlicher Romantiklook mit Rüschen vs. schwarze Bikerjacke mit auch sonst dunklen Sachen kombiniert). Auch mein Brillengestell wirkt eigentlich zu hart an mir, wenn ich nach den Regeln gehe. Aber ich mag das Setzen von Kontrasten einfach zu sehr.

    Bei Kosmetik muss ich mich stärker an meinem Typ orientieren, weil man es irgendwie stärker merkt, wenn etwas nicht gut passt. Ich habe zwar auch einige suboptimale Produkte, die ich UNBEDINGT wollte (Mac Nicky I Lippenstift, Supercontinental Blush, Reel Sexy Lippenstift,…), aber ich merke dann doch, wie selten ich sie benutze und wie schwierig es für mich ist, sie brauchbar zu kombinieren.

    • Könnte fast von mir stammen 🙂

      Ich frage mich ja, ob der Geschmack durchaus etwas mit der unbewussten Wahrnehmung von Harmonie zu tun hat. vielleicht nicht pauschal, aber anteilig…

  19. Irgendwie streiten sich bei mir alle bei dem Thema. Die einen stufen mich als Frühling ein, die anderen als Sommer
    Intuitiv greife ich zu kühleren Farben, aber finde trotzdem, dass es Farbgruppen gibt, wo auf jeden Fall die wärmere Variatne mehr schmeichelt.
    Mittlerweile bin ich soweit, dass es mir egal ist bzw. mittlerweile glaube ich,d ass die Einteilung in 4 Kategorien einfach nicht ausreicht, um alle individuellen Typen zu beschreiben.

    • Ich sehe das ja genau anders herum: mehr Schubladen >> mehr Einschränkungen. Es hilft sicherlich völlig Verunsicherten und jenen, die eben ein Dogma wollen, aber eindeutiger und einfacher macht es das Ganze nicht. Du siehst ja nicht anders aus, weil Du ein anderes System benutzt. Und am Ende ist die Summe oft die selbe, hat nur einen anderen Namen. Es geht ja eben nicht um Individualisierung. Das wäre ja völlig kontraproduktiv und dann hast Du ne Liste von 5 optimalen Farben und was dann?

      Ich finde es bei Blondinen auch stets sehr schwierig, allerdings ist der Unterschied von Frühling zu Sommer für mich als grobe Richtlinie stets der: bräunst du oder verbrennst du?

  20. Das ist so ein Thema. Ehrlich gesagt halte ich mich gerade beim Schminken an meine Farben (Frühlingstyp) – mit kalten Farben schaue ich einfach krank aus. Gefällt mir nicht! Meine Haarfarbe habe ich auch in einem Goldton und es schaut einfach gut aus (okay, Schönheit liegt im Auge des Betrachters *gg*). Dunkle Haare – nö, viel zu hart für mich!
    Ich habe zwei Garderobenarten: die dunklen Farben (also genau die, die mir nicht stehen) halte für den Winter auf. Die hellen Farben (in meinem Farbrahmen) sind für Frühling und Sommer gedacht. Love it!!!!

  21. Ich finde den Satz, dass die Farbeinteilungen eine Hilfestellung und kein Dogma ist, eigentlich am Besten und es ist auch irgendwie mein Leitsatz. Durch etwas Wissen über die Farbtypen hatte ich unzählige AHA-Erlebnisse und bin wesentlich klüger und in der Farbwahl auch sicherer und geschickter geworden.

  22. Ich kenne und mag meinen Farbtyp (ein klarer kalter Winter mit gefärbtem, ein gemäßtigter Winter mit ungefärbtem Haar), kaufe aber ab und an doch mal einen Lidschatten in warmem Ton, wenn er mir gefällt – meist lässt er sich als Kontrast ins AMU einbauen.
    Eiegtnlich gefallen mir “meine” Farben aber sehr gut, vor allem flaschengrün, kreischpink und schwarz sehen an mir gut aus und lassen mich frisch aussehen.

    Den Fleckeneffekt bei unpassenden Farben kenne ich auch: in oliv oder beige sehe ich fleckig, elend und krank aus, in orange, lachs und hummer wie exhumiert. 😮

    • Allein wegen Magenta-Schwarz wäre ich ja zu gern ein Winter. Aber bereits mit dunklem Haar kann man das ja recht gut imitieren…

      • Da sagst du was wahres – ich finde es ziemlich einfach, sich als “kalter” Farbtyp in Richtung Winter oder Sommer zu färben.
        Ich glaube, bei den “warmen” Farbtypen ist die Verwandlung Frühling/Herbst kniffliger.

  23. Die Farbberatung bekam ich von meiner Mama geschenkt, als ich nach einer sehr langen und intensiven, schwarzen Periode auch wieder an Farben herantreten wollte. Mein Gefühl für Farben und Kleidung war zu dem Zeitpunkt praktisch nicht vorhanden. Ich bin ein Sommertyp und orientiere mich persönlich relativ stark daran. Nicht, weil ich es als Dogma empfinde, sondern weil ich zu Kleidung einen eher praktischen Bezug habe und dementpsrechend viel zu faul bin, mich durch endlos viele Farben durchzuprobieren, die ich von vorneherein total ätzend finde, so zB. sämtliche Frühlings- und Herbstfarben.

    Da ich mich in der Wunderwelt der kalten Farben, allen voran die Farbfamilie Blau von Magenta bis Petrol, ohnehin pudelwohl fühle (meine Comfortzone nebst Schwarz), ist das auch kein Thema. Worauf ich jetzt nicht so akribisch achte, ist die Unterscheidung von Sommer- und Winterfarben, da sich das bei den Klamotten, die ich trage (und weil ich die Kleidung bis zum verrecken trage) ohnehin mit der Zeit und den Waschgängen von alleine erledigt.

    Generell denke ich, ist es natürlich nur ein Anstoß. Wenn das Lieblingsteil dann nicht zum Typ passt (schwarz zB.) dann ist das halt so. Dennoch denke ich, dass man als “Komplettverweigerer aus Prinzip und weil halt” hier eindeutig eine Chance verpasst. Körpergefühl, Geschmack und Stilsicherheit sind ebenso wenig angeboren, wie eine exzellente Geschmackspalette. Es entwickelt sich weiter, es muss die Chance haben, sich zu entwickeln.

    Denn am Ende basiert diese Einteilung nach Jahreszeiten auf Farbenlehre. In den letzten Jahren hat die Industrie zwar viel unternommen, um die klassischen Regeln wie “Grün und Blau, schmückt…” aufzuheben, das ändert aber meines Erachtens nichts daran, dass jede Haut einen gewissen Unterton besitzt, zu dem es unumstößlich nun einmal Farben gibt die passen oder eben nicht passen.

    Ich kann mich daher auf den Kopf stellen und mit den Beinen wackeln, es ist und bleibt immer so, dass ich in Schwarz niemals so gut, gesund und frisch aussehen werde, wie in meinen Blautönen. Ich kann dieses Wissen nutzen oder ich kann es lassen. Der Witz geht aber am Ende auf meine Kosten.

    Gerade deshalb finde ich es wunderbar, dass du dieses Thema hier aufgreifst. In einer Interessengemeinschaft, in der immer über optische Optimierung gefachsimpelt wird, ist es daher fast verwunderlich, dass dieses Thema nicht viel intensiver diskutiert wird. Auch hier in den Kommentaren liest man einige Dinge, die die Vorurteile gegenüber den Farbtypen verdeutlichen. Auch mir liegt die Jahreszeit Sommer als zeitliche Begrenuzung mit gewissen Natur- und Klimaeigenschaften nicht besonders. So eine Farbeinteilung sagt ja aber nichts über Vorlieben oder Persönlichkeitsstrukturen aus. Und dennoch, wenn man die Kommentare betrachtet, scheint sich der ein oder andere doch sehr emotional davon beeinflusst zu fühlen.

    Es ist ein Satz oder eher ein Leitgedanke, der bei mir besonders hängen geblieben ist: Die Komplimente sollen an mich gehen, nicht an die Kleidung oder das Make Up. Denn wenn ich zu einem Oberteil oder einem Make Up Komplimente bekomme, werde ich darin nicht gesehen, es dominiert mich.

    Ich würde mich tierisch freuen, wenn du das Thema weiterhin aufgreifen würdest. Stellst du dann die einzelnen Typen genauer vor? 🙂

    • Muss Nina zustimmen. Ein toller Kommentar, den ich zu unterschreiben kann. Für mich ist es doch schwer nachvollziehbar, wieso viele sich so “wehren” gegen diese Einteilung – was man daraus macht, ist ja einem selbst überlassen. Ich halte das Ganze nämlich auch für sehr nachvollziehbar und schlüssig. Dass es nicht als zeitgemäß betitelt wird, ist ein irrationaleres Argument als die klare Einteilung.

      Die Sache mit dem Kompliment ist sowas von treffend. Vielleicht muss ich Dich zitieren 🙂

      Sommertypen haben es hierzulande ja zum Glück sehr einfach. Die Sachen werden einem ja praktisch in die Hände gelegt und sie treffen zu meiner Freude auch sehr meinen Geschmack. Wobei auch ich durchaus ein Schwarz-Fan bin und Winterfarben sind Magnete für mich ebenso wie Neon. Das werde ich gewiss immer tragen – aber eben nicht zu Gelegenheiten, in denen ich im Vordergrund stehe…

      • Danke euch beiden 🙂

        Ich muss mich auch dir, Magi, überzeugt anschließen. Vor allem:
        “Das werde ich gewiss immer tragen – aber eben nicht zu Gelegenheiten, in denen ich im Vordergrund stehe…”

        Sehe ich ebenso. Was im Alltag die eine Sache ist, ist zu Gelegenheiten wie gerade Bewerbungsgesprächen oder Feierlichkeiten wie Hochzeiten oä. eine ganz andere. Es spart auf ganzer Linie eine Unmenge Stress, angefangen mit einer sinnvollen Beschränkung der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Nicht zu vergessen aber auch der sonstige Aufwand, der betrieben werden muss, der sich mit den richtigen Farben im Haar und am Oberkörper enorm verringert.
        Es bedarf deutlich weniger Tricks und Kniffe, weniger Produkte und selbst Hautunreinheiten wirken weniger auffällig.

        Naja… und dann noch die Sache der blauäugigen Sommertypen: Es braucht keine Kontrastfarbe, um die Augen leuchten zu lassen, sondern nur das richtige blau… 😀

    • Wunderbarer Beitrag!
      Vor allem “Die Komplimente sollen an mich gehen, nicht an die Kleidung oder das Make Up.”

  24. Spannend!
    Ich habe zum Beispiel blaue Augen und frage mich seit Jahren, wieso jeder grundsätzlich zu Komplementärfarben rät um die Augen strahlen zu lassen.
    Ich finde Orange recht schon schwierig für den Alltag, aber wenn ich das weiterführe zu rotstichigen Brauntönen sehe ich immer immer immer krank, ungesund und verheult aus.
    Bei z.b taupefarbenen Brauntönen hab ich das Problem nicht. Durch dich bin ich dann auf Catrices “Coalgirl” gekommen, weil du meintest, dass das ein nicht rotstichiger Braunton ist – > ein Traum, endlich was dunkles für die Lidfalte aus der Drogerie (wenn auch schon lang wieder aus dem Sortiment genommen :no: )
    Letztens war ich bei Douglas und wollte mich wegen einer Foundation beraten lassen und fragte die Douglette, was sie denn meint was für ein Typ ich bin, was mir stehen würde. Ihre Antwort “Sie sind eindeutig so schweinchenrosa”
    Das hat mich ja so wahnsinnig weitergebracht… :quiet:
    Nunja, ich vertrau weiterhin auf meinen Geschmack was mir gefällt wird größtenteils getragen und ansonsten gibt es noch ein paar Menschen um mich rum, die mir dann auch mal sagen würden “du, das steht dir jetzt farblich nicht so gut”.
    Also ich lass mich da nicht so beeinflussen von Regeln, habe vielleicht aber auch einfach ein Gefühl dafür ?:-)

    • Prinzipiell umfassen diese Tipps für die Augenfarben ja IMMER rotstichige Farben, was einfach immer schief geht. Da muss man halt tricksen – Iriskontrast umrahmen vom Hautkontrast. Aber das ist nicht immer easy, denke ich. Übungssache, zumal die Formgebung ja auch durchaus eine Rolle spielt (stark ausgeblendet gegen hart) etc.

      Aber ich denke, das meisterst Du schon. Klingt ja sehr danach, als würde auch Deine Intuitiion das gut machen.

  25. Ein ganz wichtiges Thema!

    Mir steht alles ausser Orange und Altrosa. Und ich hasse braun.

    Wie man seinen Farbtyp bestimmt? Bcuhgefühl und ungeschminkt im Tageslicht mit verschiedenen Shirts. Ein Photoapparat ist auch ganz nützlich.
    Ich finde schon dass es eine gute Stütze sein kann, aber man muss sich nicht 100%dran halten, warum auch? Und wenn es mal sch**** aussieht, so what.

    Ich verwende aber diese Typologie bewusst weil sie die bekannteste ist und die Einteilung eine gute Stütze.

    Mich interessiert wie man es schafft andere Leute gut einzuschätzen – wenn man was schenkt oder schminkt. Mein Farbgefühl ist ganz okay, aber mein Ehemann ist Wahnsinn! Seitdem kaufe ich nix mehr teures ohne ihn zu fragen. Und Lippenstifte am besten nur mit ihm.

  26. Meine Mama hat vor ewiger Zeit mal einen Volkshochschulkurs zum Thema belegt. Sie war danach völlig manisch und hatte immer ein kleines Büchlein mit Farbkarten in der Handtasche und kaufte nur “richtige” Sachen ein. Außerdem versuchte sie mir das Thema aufzuzwingen und mir von verschiedensten Farben abzuraten. Das ist auch heute noch so (gerade vor einigen Wochen war ich mit meiner Familie und meinen Eltern einkaufen und gab nach einigen Kleidungsstücken auf meine Mama um ihre Meinung zu fragen – “Wenn du den Pulli tragen willst mußt Du aber eine Kette/ein Tuch in DEINEN Farben dazu tragen!” Grrrrrr…). Gerade deswegen bin ich oft sehr anti was Farbenlehre angeht – ich kleide mich in den Farben in denen ich mich wohl fühle und schminke mich mit den Farben nach denen mir ist.

    • Ja, das ist so ein gutes Beispiel, warum das Ganze vermutlich so in Verruf geraten ist und wieso viele sich davon distanzieren möchten. Wenn man alles “richtig” macht, ist’s am Ende auch fad und langweilig.

  27. Hallo Magi,

    ein sehr interessantes Thema, bei dem ich mich zwar informiert habe, aber dennoch ratlos bin. Die Jahreszeiten-Typisierung wird ja auch eher an der Haarfarbe + Teint festgemacht, da ich aber seit ich 14 bin, färbe, weiß ich auch nicht so recht, welches meine Naturhaarfarbe ist. Nach kalt und warm kann man angeblich unterscheiden, indem man die Venenfarbe auf den Unterarmen bestimmt. Auch da bin ich mir eher unsicher. Vom Gefühl her würde ich mich als hellen, aber warmen Typen kategorisieren, also mit gelblichem Unterton. Da ich aber auch zu Rötunge im Gesicht neige, bin ich mir nicht 100%ig sicher. Zumindest wäre ich gerne ein warmer Typ 😉 Mein Make-up und meine Kleidung stimme ich zum größten Teil darauf ab, allerdings mag ich warme Farben generell lieber. Ich knechte mich jetzt aber auch nicht, wenn ich Mint oder hellblau tragen möchte, dann mach ich das 😉 Wobei ich mir selbst in warmen, hellen Farben wie Apricot, Koralle oder beige die schönste Ausstrahlung zuordnen würde. Daher tippe ich auf den Frühlingstypen, helle, gelbstichige Haut und vanilleblonde Haare. In MAC NCs kann ich (noch) nicht rechnen, würde allerdings auf NW 10 oder 15 tippen – ich hatte schon ewig mal vor, mich von einer Maccine im Douglas beraten zu lassen, aber so ganz trau ich mich dann doch nicht zu fragen – einerseits hört man so oft von arroganten Mitarbeiterinnen und andererseits auch mindestens genausooft von inkompetenten 😀

    Was mir gerade dazu einfällt, von L’Oreal (wenn ich mich nicht irre) gibt es doch jetzt diese CC Creams in grün, gelb und violett – hat die violette hier jemand? Ich bin am überlegen, mir diese Nuance zuzulegen und bin zu deutschsprachigen Reviews nicht wirklich fündig geworden 😉

    Liebe Grüße, Cathy

    • Die sind nicht grün, gelb oder violett sondern nur (dunkel) hautfarben und vermutlich einfach nen Stich drin. Hab sie hier und war erschrocken… Die kann man schon einmal abhaken.

      Dann hoffe ich, dass die Beiträge, die noch etwas dauern werden, Dir ein wenig helfen werden. Man muss ja nicht alles danach richten, aber kann durchaus optimieren.

      Ich wollte früher auch warm sein und habe auch ordentlich mit Henna gefärbt. Wenn ich mir die Bilder von damals aussehe, ist es ein schönes Beispiel dafür, was so ein Fehlgriff bewirkt. Klar sah ich nicht zum Kotzen aus, aber eben im Vergleich zu einem kühlen Ensamble einfach nicht harmonisch…

      • Woe ärgerlich! Ich hatte vor gefühlten 100 Jahren mal eine fliederfarbene Makeupgrundierung von agnes b., die war für meine Klakhaut unglaublich! Ich erwäge ernsthaft, mir etwas ähnliches selber zu mischen…

        Ich hatte auch jahrelang die Kombi Henna-Bronzer, und es sah an mir einfach schrecklich aus.

  28. Sehr interessante Frage. Ich habe es zum Beispiel noch nie geschafft mich einzuordnen. Aber das finde ich nicht schlimm! Für mich steht der Spaß an erster Stelle. 😀 So lange ich nicht verboten aussehe, was selten der Fall ist, ist alles in Butter! :yes:
    Ich denke es schadet nicht, es zu wissen. Aber zum Dogma werden sollte es nicht! Und bitte nicht predigen! 😛

  29. Ich finde es sehr schwer immer die passenden Farben auszusuchen. Mein Stil ist eher dunkel, aber laut Stilberatung soll ich orangene Farben bevorzugen. Ich finde das geht gar nicht an mir. Daher gilt für mich: erlaubt ist was gefällt. 😉

  30. Ich weiß, welcher Farbtyp ich sein soll und nutze genau gegenteilige Farben, weil ich finde, dass die “passenden” Farben vollkommen falsch an mir sind.
    Ich habe mir, hauptsächlich für berufliches Auftreten, mal eine sehr exklusive Beratung bei einer sehr rennomierten Dame gegönnt. Diese war fest davon überzeugt, in meiner Haut einen gelblichen und in meiner Naturhaarfarbe einen güldenen Unterton zu erkennen. Ich sei also ein Frühlingstyp.
    Ich habe mir daraufhin einige Stücke mit Hilfe der Farbkarten, die ich mitbekommen habe, ausgesucht und auch mein Makeup danach gestaltet – ich gefalle mir mit den empfohlenen Farben aber einfach nicht.
    Eine zweite Beratung kam auch zum Ergebnis “Frühlingstyp”. Nun, dann habe ich wohl einfach ein anderes Bedürfnis für mein Aussehen, als das, was mit der Jahreszeitentypenlehre erreicht werden soll 🙂

    Was eine Bloggerin, deren Meinung ich sehr schätze, zu dem Thema zu sagen hat, finde ich dennoch, oder gerade deshalb, äußerst interessant und freue mich auf die Beiträge 🙂

  31. Ich hab es bei der Typeneinteilung leicht: Mein Foto könnte man beim Wintertyp als Idealbild abdrucken, so typisch sehe ich aus 😉
    Bei Kleidung trage ich fast ausschließlich “meine Farben”. Ganz bewusst – ich habe aber auch überwiegend zu diesen Farben gegriffen, bevor ich von der Farbtypenlehre gehört hatte, seitdem vermeide ich nur bestimmte Farben (z.B. mein geliebtes Orange … das ich weiterhin liebe, meine Haut aber unschön, fleckig und unruhig wirken lässt)
    Ich trage aber auch ab und an Töne, die nicht “ideal” sind für mich … für z.B. Bewerbungsfotos und ähnlich heikle Dinge achte ich aber akribisch auf “meine” Farben 😉

    Bei Make-Up verzichte ich auf warme Lippenstifte und orangefarbene Blush-Töne (wobei es da drauf ankommt, wie transparent die Farbe ist – wenn die Hautfarbe stark durchkommt, geht es manchmal).
    Bei Augen-Make-Up verwende ich alle Töne, die ich mag, das ist so kleinflächig und hat mMn nicht viel Auswirkung auf den Teint – da schaue ich eher, was zu meiner Augenfarbe passt (blau finde ich z.B. nicht so schön zu grünen Augen).

    Wer Probleme hat mit dem Haut-Unterton (gelblich vs. rosig) in Verbindung mit dem Farbtyp, dem empfehle ich diesen Text von den Beautyjunkies, den empfinde ich als sehr hilfreich (ich hoffe, der wurde hier noch nicht verlinkt, habe nicht alle Kommentare gelesen):
    http://www.beautyjunkies.de/forum/threads/105211-welcher-farbtyp-bin-ich?p=3590455#post3590455

  32. Ich kann hierzu nur diesen wirklich fabulösen Link (und den Blog dazu natürlich auch) empfehlen. Sehr klar erklärt wie ich finde:

    http://lostinaspotlessmind.com/2011/05/deciding-your-skin-tone/

    Passend dazu auch “How to wear colours that dont suit you”
    http://lostinaspotlessmind.com/2011/06/how-to-wear-tricky-colours/

  33. Ein sehr schöner Artikel und interessante Umfrage – wo kann man denn die bisherigen Ergebnisse sehen?

    Ich stelle auch immer wieder fest, dass sich Frauen in erster Linie an ihrer Haarfarbe orientieren. Dabei ist der Teint wesentlich entscheidender als die Haarfarbe für das passende Make-up. :rose:

    • Dass man sich nicht unbedingt an der Haarfarbe orientieren sollte, sieht man an mir. Von der Haarfarbe her wäre ich nämlich ein Frühlingstyp – blond mit leicht rötlichem Schimmer. Aber mir stehen warme Farbtöne überhaupt nicht, da mein Hautton zu sehr Richtung rosa geht. Deswegen stehen mir kühle Töne deutlich besser.

      Selbst eine Kosmetikerin ist bei mir diesem Trugschluss erlegen. Sie hat bei Makeup zum warmen Ton gegriffen und sich dann gewundert, warum der bei mir nicht passt. Hab ihr dann den Tipp gegeben, dass der kühle Farbton wohl besser zu mir passt. Und siehe da: genauso war es auch 🙂

      LG Michaela

    • Die Ergebnisse werden nachträglich veröffentlicht und sind bisher nicht einsehbar.

  34. Hallo,
    Ich finde, dass wenn sie ein anderes make up hätten, es besser zu ihrer haut passen würde. Somit der braune hut auch vorteilhafter wäre.
    Liebe Grüße
    A. Griffin

    • Naja, so funktioniert das aber nun nicht ^^ Entweder eine Farbe passt (nach dem Farbsystem) zum Teint oder nicht. Was Sie beschreiben, ist eigentlich, dass der Hut dann besser zum Makeup passen würde, nicht aber zu mir. Ich tippe mal auf persönlich Vorliebe oder?

      VorteilhaftER heißt ja nun auch lange nicht vorteilhaft.

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