Review: Shu Uemura Face Architect Mousse Foundation

Farbe Light Beige

Servus Ladies and Gentlemen,

heute möchte ich Euch eine weitere von mir besonders geschätzte Foundation nahebringen: die Shu Uemura Face Architect Mousse Foundation! Ich habe sie erst ein paar Monate, aber ich war sehr schnell sehr, sehr angetan von ihr. In vielerlei Hinsicht kommt sie meinen persönlichen Präferenzen, die mutmaßlich allerdings nicht unbedingt durchschnittlich sind, sehr nahe.

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Das sagt der Hersteller:

Face architect refining mousse foundation takes you beyond ordinary foundations for a truly natural look. Experience sensational comfort with this sheer foundation as light as air. This natural-coverage mousse glides on evenly for a mistake-proof finish. Build an exquisite base with flawless coverage to support your make-up desires.

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Shu Uemura ist erhältlich bei spacenk.com

 (UK); dort kostet die Face Architect Mousse Foundation £34; dafür bekommt man 64ml bzw. 65g von durchschnittlicher bis evtl. leicht unterdurchschnittlicher Ergiebigkeit. Farblich kann man lediglich aus bescheidenen fünf Nuancen auswählen. Meine Farbe, Light Beige, ist für mich zwar ein Volltreffer, allerdings auch – einmal mehr – das hellste, was die Range hergibt. Was mich rein aufgrund meiner Erfahrung eigentlich nicht verwundern sollte – tut es aber doch, denn bei einer japanischen, stark auf dem US-Markt vertretenen Firma läge eine in beide Richtungen etwas breitere Farbpalette ja doch irgendwie nah.

 

Die Textur
ist in der Tat sehr, sehr leicht. Wahrscheinlich ist die Face Architect Mousse unter all meinen Foundations aufgetragen die leichteste, am wenigsten spürbare. Und auch diejenige, die von ihrer Grundkonsistenz her am dünnflüssigsten ist. Vor der Applikation hat sie ja quasi zweierlei Aggregatzustände: frisch aus der Flasche schaumförmig, eben ein Mousse; ein paar Minuten oder Tatscher später – luftig flüssig.

Noch etwas später trocknet sie dann an, und weil sie antrocknet, ist das Tragegefühl dann – Überraschung – trocken. Was den Tragekomfort aufgrund der angesprochenen, außerordentlichen Leichtigkeit meiner Meinung nach zwar kaum bis gar nicht beeinträchtigt, ich selber bin aber bei jeglichem Produkt relativ unempfindlich, was den diesen Punkt betrifft. Insofern ist mein Empfinden da vielleicht nicht ganz repräsentativ. Man nimmt im Gesicht zwar eine gewisse Trockenheit wahr, wenn man daran und darüber nach- denkt, aber für mein Empfinden eben nicht so, daß man es bemerken müßte, sofern man nicht wirklich explizit auf genau diesen Aspekt achtet.

Wenn die Haut ihrerseits ebenfalls trocken ist, halte ich diese Foundation zwar leider für ungeeignet, auf der anderen Seite kann ich sie mir aber durchaus als echten Segen vorstellen, wenn man mit fettiger Haut zu kämpfen hat! Für mich ist sie eine Sommer-Foundation; ich könnte sie zwar ohne weiteres auch jetzt tragen, aber es gibt andere, etwas reichhaltigere, die die derzeitige, heizungsgetrocknete Luftsituation teinttechnisch besser ausgleichen bei mir.

Ich trage sie mit den bloßen Fingern auf, und denke, daß ich dabei auch bleiben werde, weil das Ergebnis echt optimal ist, und meinen zaghaften Versuchen mit anderen Medien absolut kein Erfolg beschieden war; ein Schwamm frißt sie geradezu auf, und von einem Pinsel tropft sie zum größten Teil ab, bzw. dem geringfügigen Teil, der dran bleibt, gibt sie die streifenartige Anordnung der Pinselhaare schier nicht eliminierbar mit auf den Teint. Aber mit den Fingern klappt es gut; ich verteile einen kleinen Hub Mousse auf meinen beiden Händen, und tupfe bzw. klopfe diese dann flächendeckend auf mein Gesicht. Man muß relativ schnell sein, weil die Foundation ihrerseits relativ schnell antrocknet, aber abgesehen davon ist die Applikation absolut unproblematisch; wenn auch etwas gewöhnungsbedürftig. Es erfordert schon ein klein wenig Routine mit dieser Mousse-Textur einen absolut ebenmäßigen Auftrag auf die Reihe zu bringen, wenn man noch nie eine Moussefoundation hatte. Aber diese Gewöhnung stellt sich wirklich schnell ein.

Des öfteren habe ich gelesen, daß es Probleme bereitet, bei einer Moussefoundation die richtige Menge zu dosieren. Auch das ging mir eigentlich nicht so. Weil ich das gelesen hatte, war ich am Anfang sehr vorsichtig, um ja nicht zu viel herauszusprühen, und legte dann halt ggf. noch ein wenig nach. Aber das in etwa richtig einzuschätzen und entsprechend richtig auf die Flasche zu drücken, hab ich persönlich eigentlich ebenfalls ganz schnell intus gehabt.

Shu Uemura Face Architect Mousse Foundation

Das Finish
ist natürlich, aber eindeutig matt. So sehr und in einer solchen Art und Weise matt, daß mein Teint allein mit ihr komplett ist. Sofern es nicht gerade 40° hat, beaufschlage ich diese Foundation nicht mit Puder.

Gerade für einen Vergleich mit ihr hier, hätte es mich gereizt mir auch die Revlon Fotoready Airbrush Mousse Foundation zu kaufen. Davon habe ich aber entschieden Abstand genommen, als ich gesehen habe, daß sie vereinzelte, winzige, aber eben unzweifelhaft wahrnehmbare Schimmerpartikel enthält; uaaahhh…

Die Deckkraft
ist gering. Die Face Architect ist für mein Empfinden ein No-Makeup-Makeup Foundation-Kandidat. Denn sie verebenmäßigt schon gut, bemerkenswert eigentlich sogar, wenn man bedenkt, wie sheer sie doch eigentlich ist. Aber wenn man punktuell sichtbare, unschöne Merkmale im Gesicht hat, die über Kleinst-Unreinheiten hinausgehen, dann führt am Concealen kein Weg vorbei.

linkes Foto: Foundation unverteilt auf der Wange; rechtes Foto: linke Gesichtshälfte “nackt”, rechte mit Shu Uemura Face Architect Foundation.

Die Haltbarkeit
ist sehr gut. Mit longlasting Produkten zwar nicht unbedingt zu vergleichen, aber doch überdurchschnittlich, würde ich sagen. Außerdem ist eine ihrer großen Stärken ihre Wehrhaftigkeit gegenüber klassisch makeupfeindlichen Umweltbedingungen. Auch wenn es summa summarum länger haltende Foundations gibt, so zeichnet die Face Architect sich ihrerseits dadurch aus, daß sie gerade unter diesen auffallend lange annähernd perfekt durchhält. Länger als die aller meisten anderen, auch als solche, die ihr in puncto Haltbarkeit unter normalen Umständen den Rang ablaufen. Umso mehr eine Sommer-Foundation also, wie ich in Bezug auf die Textur ja schon sagte. Und dann, wenn sie sich mal verabschiedet, tut sie es nicht unregelmäßig oder fleckig, sondern sie wird still und leise einfach immer weniger. Das immerhin ist ja auch was wert.

Getragen hab ich die Shu Uemura Face Architect Foundation u.a. bei diesem Makeup:

Shu Uemura Face Architect Mousse Foundation

Persönliches Fazit:
Vorteile – coole Flasche; unkonventionelle Textur (sofern man an so etwas Spaß hat); sehr natürliches Finish; gutes Natürlichkeits-Verebenmäßigungs-Verhältnis, besonders für eine schwach deckende Foundation; gute Haltbarkeit, insbesondere bei widrigen Umwelteinflüssen.

Nachteile –  relativ teuer; hierzulande nur online aus dem Ausland erhältlich; mindestens nicht auffallend verbrauchsarm; gewöhnungsbedürftige Handhabung aufgrund der Mousse-Textur; geringe Farbauswahl; mit Pinsel oder Schwamm schwierig zu applizieren.

Empfehlung? JA, ABER…
…es ist durchaus Geschmacksache. Wer jedoch eine matte, trockene Foundation mag, wird in dieser hier mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Prachtprodukt finden!

Nachkaufen? SEHR WAHRSCHEINLICH!

Habt Ihr Mousse Foundations? Wenn ja, wie kommt Ihr damit zurecht, worin seht Ihr ggf. Vor-, und worin Nachteile? Ist die bloße “Coolheit” ein Kriterium?

Autor

Ich entstamme dem internationalen Hotspot Süd-Ost-Bayern, sowie dem exquisiten Jahrgang 1980. Da Kälte meine Wärme ist, und blasiert parterrer Nonsens mein Humor, schlägt mein Herz für Großbritannien. Meine Lieblingsfarben sind Pink und Petrol, und Blätterkrokant geht bei mir zwangsläufig mit Kontrollverlust einher.

  1. Danke für den umfassenden Bericht! Die ist ja fast unsichtbar und daher mal gar nicht für mich geeignet…die Textur hätte ich aber durchaus spannend gefunden. Nun denn, für mich bleibt ja noch die sagenumwobene Wimperzange 😀

    • Das coole ist, daß sie trotz der geringen Deckkraft echt verebenmäßigt. Natürlich nicht so, wie eine mit hoher Deckkraft, aber gerade deshalb in einem relativ überraschenden Maß, wie ich finde.

  2. Was es nicht alles gibt. Von Mousse Foundations hatte ich bisher noch was gehört/gesehen. *Wohnort: Mond*
    Mir wäre die zu wenig deckend und auch zu austrocknend. Ich mag auch Foundations nicht mit den Fingern auftragen, find ich irgendwie unangenehm.
    Und für den Preis mag ich dann nicht noch stundenlang mit Concealern rumspielen.
    Mit meinen beiden linken Händen würde ich das Zeug wahrscheinlich nicht mal ins Gesicht bekommen.

    Aber bei dir schauts gut aus 😉

    • Ich mag das mit den Fingern auch überhaupt nicht… Mußte mich aber leider dran gewöhnen, nicht nur bei dieser Foundation hier, sondern bei allen, weil Pinsel aus verschiedensten Gründen einfach nicht funktionieren bei mir. Jetzt hab ich halt den Beautyblender, aber aber noch gar nicht lang, und bis dahin war händischer Auftrag Standart bei mir. Leider… Kann es also voll verstehen, wenn man nix will, bei dem man das machen müste.

  3. Wenn’s günstiger wäre, würde ich es mir wahrscheinlich kaufen..;)

  4. Ja, alles mit Schaum trocknet leider aus.

    Dunkelt die Konsistenz nach?

    • Sie dunkelt bei mir überhaupt nicht nach. Ob das allgemein gültig ist, oder sich bei extrem trockener oder extrem fettiger Haut vielleicht anders verhält, kann ich natürlich nicht beurteilen.

      Ich finde übrigens nicht, daß sie AUStrocknet; Lacksuse schrieb das weiter oben ebenfalls. Aber meiner Erfahrung und meinem Gefühl auf der Haut nach würde das keineswegs so formulieren. Die Foundation trocknet halt. Trocknet an und ist dann eben trocken. Unter AUStrocknen würde ich aber ganz was Anderes empfinden. Mag zwar auch hierbei sein, daß Schaumförmiges bei anderen Hauttypen tatsächlich austrocknet, aber meinerseits kann ich das nicht bestätigen.

  5. Mir wäre die zu wenig deckend. Ich fand die von Terry, die Du neulich vorgestellt hast, eindeutig gewinnender!

  6. Jetzt wo ich in deinem Basics-Artikel gelesen hab, dass sie sehr gut hält, besonders im Sommer, bin ich interessiert. Ich würde sie wahrscheinlich zusammen mit einer anderen Foundation verwenden, also diese in der T-Zone, die andere auf den Wangen, weil ich finde, dass matte Foundations die feinen Linien unter den Augen bei mir zu sehr betonen. Das mache ich jetzt auch und es funktioniert gut. Ich finde den Preis jetzt auch total ok für die Menge, die man bekommt, auch wenn sie nicht sooo ergiebig ist. 🙂

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