5 Beauty-Marketing-Strategien, die mich abschrecken

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck, sagt man. Begegnet mir eine Beauty-Marke mit einem der nachstehend aufgeführten Punkte, werden wir uns nicht all zu schnell hautnah kommen…

1. Copycat Brands – wozu kreativ sein, wenn man schamlos nachmachen kann…

Versteht mich nicht falsch; auch ich weiß ein spannendes Dupe zu schätzen und halte Ausschau nach günstigen Alternativen zu tollen Produkten oder Ersatz für Produkte, die nicht mehr erhältlich sind. Es spricht auch nichts dagegen sich inspirieren zu lassen, aktuelle Trends zu interpretieren und nicht zuletzt kann das Rad nicht neu erfunden werden. Ich meine damit Marken, die keine Leistung vollbringen außer ihren Namen auf die Verpackung einer schlechten Kopie zu drucken.

Ich habe vor einer Weile die Doku “Krieg der Patente” gesehen und es ist eine Aussage am Ende, die mich nachhaltig beeindruckt hat. In 1:16.43 ist es zu hören: “Man wäre traurig, wenn die Erfindung kopiert werden würde – aber glücklich, wenn man sie verbessert.”

Ich finde, das ist eine sehr erstrebenswerte Lebenseinstellung, die man auf viele Bereiche anwenden kann. Man stelle sich vor, jeder würde in diesem Sinne handeln: Utopia!  Marken, die es genau anders herum praktizieren – Produkte als schlechtere Version rausbringen – stehen daher für mich für einen rückschrittlichen Lifestyle.

2. künstliche Rabatt-Strukturen auf Märchenpreise

Ihr kennt mich sicherlich nur zu gut als Deal Hunter. Ich jage Codes und Schnäppchen mindestens so gern wie Produktperlen und lasse euch auf den mittlerweile sehr umfangreichen Rabattcode-Seiten von Magimania daran teilhaben. Aber es macht für mich einen Unterschied, ob ein Shop einen realistischen Preisnachlass auf die unverbindlichen Preisempfehlungen kalkuliert oder ob eine Marke Pseudo-Prestige-Preise ausruft, um dann wie Marktschreier einen sen-sa-tio-nel-len Rabatt von 40 – 90% Exklusivrabatt anbietet. So exklusiv, dass er immer und überall verfügbar ist.

Es ist wie mit den orangen Reduziert-Aufklebern im Ladengeschäft: sie ziehen einen magisch an und das Belohnungszentrum des Gehirns überlistet oftmals jegliche Vernunft.

Bevor es das Internet gab, waren es vor allem diese Prospekt-Beilage-Unternehmen, die damit lockten. Gedruckt wirkte es exklusiv und besonders. Heute sind es manch Indie-Marken, die auf dieses Prinzip setzen und sehr erfolgreich damit fahren – nicht zuletzt durch YouTube-Kooperationen.

Ich verweigere mich diesem Prinzip, weil es mir den Eindruck vermittelt, dass die Zielgruppe naive, manipulierbare und mathematisch unbegabte Menschen sind und dazu möchte ich mich nicht zählen.

3. no INCI? No purchase!

Da gibt es dieses neue Ding, ähhh, Internetz nennen sie es… Das ist jedoch leider sehr, sehr knapp und jede Zeile Code ist unfassbar teuer. Darum haben sich einige Marken dafür entschieden den wenigen virtuellen Raum auf ihrer Website für ehrliche Produktversprechen ganz im Sinne des Understatemnet vorzubehalten und dafür auf die verwirrende, doppeldeutige und unverständliche Auflistung von Inhaltsstoffen zu verzichten.

Was ich bei dekorativer Kosmetik noch für eine Weile dulden werde, finde ich bei Pflege unverzeihlich. Ich habe schon so manch Anfrage abgelehnt, weil die Website gerade bei sehr utopischen Versprechen keine INCI ausweist. Pffft…

[easy-tweet tweet=”Wenn Du etwas Tolles und Einmaliges erschaffen hast, dann sei stolz drauf & gib damit an!” user=”magimania” usehashtags=”no”]

4. “Professionelle” Kommunikation

Zum Kundenservice nahezu jeder Marke gibt es irgendwo im Netz “Rant”. Ich habe bisher nur selten richtig üble Erfahrungen machen müssen und gebe zu: ich kann darüber hinwegsehen. Eine ganze Marke wegen einer Mitarbeiterin am Counter zu meiden, würde ich vermutlich nicht – nicht bewusst, denn ich vergesse sowas schnell.

Ich meine mit diesem Punkt die PR und auch das Marketing, mit dem ich es deutlich häufiger zu tun habe.

Einige erfreuen sich an meinen wöchentlichen Blogger-Relations-Ausbrüchen auf Twitter, die mit einem lachenden und einem weinenden Auge entstehen. Grundsätzlich sehe ich es locker, ganz nach dem Motto “Wer nicht will, der hat schon.” Ich finde aber, dass es schade um manch Potenzial ist. Unverschämte Forderungen, Kritikresistenz, Besserwisserei… Am “tollsten” finde ich aber Ignoranz. Wozu hat man einen PR-Kontakt, wenn dieser nicht einmal “NÖ” antworten kann. Der Grund, warum ich den BEAUTY-RADAR eingestampft habe. !Keine! der Marken, die ich um Statements, Bilder, Interviews gebeten habe (nicht um Produkte), hat mir geantwortet.

5. “Wir sind ja sooo Naturkosmetik…”

Oha, was ein Klotz! Natürlich meine ich damit nicht Naturkosmetik an sich, sondern Marken, die sich auf für mein Ermessen widerliche Weise an diesen Trend klammern und eine gute Sache in den Dreck ziehen, um schnellen Profit daraus zu schlagen. Ich bin in diesem Fall emotional, weil mit gewisse Marken mittlerweile das Gefühl geben einmal auf sie “hereingefallen” zu sein. Ihnen geglaubt zu haben, sie würden mir etwas Guten tun. Mit dem Erleichtern von Gewissen lässt sich heutzutage nun einmal sehr gut Geld machen.

Obwohl ich weiß, dass es da draußen NK-Marken gibt, die sich primär dem Ideal dahinter verschrieben haben, ist der Begriff “Naturkosmetik” in meinem Kopf mittlerweile als ein Prinzip eingespeichert, in dem Marken sich entlang selbstauferlegter Grenzwerte herumschlängen und die Unmündigkeit und Bequemlichkeit der Kunden kultivieren. Sollte ich mich je wieder in diese Richtung orientieren, werde ich Zertifikate dulden und nicht voraussetzen.

Bitte betrachtet diese Liste, als das, was sie ist: subjektiv! Irgendwo muss man schließlich Grenzen ziehen…

Es gibt sicherlich weitere Aspekte, die mir eine Marke madig machen, die aber bisher nicht zum konsequenten und stillen Boykott führten, z.B. wisst ihr noch daaaamals NYX?

Auch das willkürliche schmücken mit “vegan” (bei Produkten, die immer vegan sind) oder “wir machen keine Tierversuche” (ich auch nicht, welch Leistung – wenn man nur national Lidschatten verkauft, gibt es auch keinen Anlass dazu) sind so ein Trigger bei mir. ECHTER Verzicht auf die bequemere Lösung ist bemerkenswert, eine strategische Kennzeichung mit Aufklärungsarbeit: DAS ist cool.

In welchen Fällen seid ihr (nahezu) konsequent? Oder seid ihr da nicht so stur wie ich? Habt ihr einen Vorsatz gefasst eine bestimmte Gruppierung step by step in Zukunft zu meiden? Welche Gedanken bewegen euch dazu? Any anecdotes?
Autor

Mother of Pearl, Shimmer & Magimania
graublau | ∫∫∫ braun & fein | Ω sehr hell & gelblich | Sommertyp | leichte Mischhaut | Haardesaster

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26 Kommentare
  1. Nyx ist und bleibt für mich ganz weit unten durch. Die Preise sind für eine Drogeriemarke nach wie vor in Deutschland zu hoch, der Versuch, etwas, dass in Amerika billigste Drogeriekosmetik ist, auf dem gleichen Level wie bei uns UMA, Essence,… als HighStreet bzw in dem Fall sogar HighEnd Profimarke zu verkaufen, verzeihe ich denen einfach nicht. Das war/ist und bleibt einfach sowas von daneben!
    Ich kaufe in Deutschland grundsätzlich nix von denen, obwohl ich die Produkte mag.

    Künstliche Rabatte sind genauso Abturner, wie künstliches von Markenseite initiiertes Gehype. Das braucht einfach kein Mensch!

  2. Zu der Naturkosmetik-Sache ist mir sofort Lush eingefallen. Ich mochte Lush, als es vor 5,6 Jahren relativ neu hier war, total gerne und habe Unmengen gekauft. Ich liebe immer noch die Düfte und einige Produkte sind wirklich toll, aber das ganze Image ist mir wortwörtlich ein bisschen zu viel des Guten, vor allem, was man dann von den Arbeitsbedingungen für das Verkaufspersonal lesen kann, wenn man den Berichten Glauben schenkt. Das soll auf keinen Fall nach böser Verleumdung klingen jetzt und eine miese filialleitung darf man natürlich nicht mit allen über einen Kamm scheren. Aber auch subjektive Eindrücke sind gerade bei persönlichen Produkten wie Kosmetik soo wichtig für mich. Ein bisschen Understatement würde die ganze Sache für mich attraktiver machen. Seit mehreren Jahren besitze ich nuscht mehr von Lush *seufz*.
    Was ich auch nicht mag, sind Verkaufsparties a la Mary Kay etc., ich bin immer zu “nett ” und gehe hin , um der Gastgeberin einen Gefallen zu tun, aber ich kaufe dann höchstens zähneknirschend eine Handcreme, die birgt für mich das geringste Risiko und ist recht günstig 🙂 . Obwohl ich immer Bock auf neues Makeup habe , fehlen mir da die Reviews und Referenzwerte, oft auch die Innovationen und ich mag der Verkaufslady nicht so wirklich trauen, dafür habe ich zu viel Vorwissen und zu genaue Vorlieben. Bestimmt gibt es auch hammer Mary Kay Verkäuferinnen, auch hier nur meine persönlichen Erfahrungen.

  3. Ich möchte mal was klarstellen bzw in den Raum werfen und hoffe einige denken drüber nach….
    Vegane Kosmetik gibt es nicht! Diese Firmen kaufen mit den Rohstoffen ihrer Produkte gleichzeitig auch deren Unbedenklichkeit ein, denn jeder Rohstoff durchläuft vertrawglichkeitstest- an Tieren. Das heißt die Firma, die den Rohstoff verkauft hat diesen testen lassen.
    Nur weil das Endprodukt nicht nochmal getestet wird bedeutet das nicht, dass es wirklich vegan ist.
    Für mich ist das ganze einfach eine marketing Strategie
    Ja, es sind dadurch weniger Tests aber es sind nunmal nicht keine

    • Du meinst, dass es für jede Charge einen solchen Test gibt? Davon habe ich bisher noch nie gehört. Unabhängig davon aber finde ich schon, dass es einen Unterschied zwischen vegan und “cruelty free” gibt. Sollte es wirklich so sein, wie Du es beschreibst, was wäre die Konsequenz?

      • Wenn ich das richtig verstehe, Christina, meinst du die REACH- Verordnung. Die gibt europaweit vor, dass alle Stoffe, die hier verarbeitet werden, vorher getestet und eingestuft werden (Giftigkeit, Mutagenität und so weiter). Da werden auch Tierversuche durchgeführt. Dies passiert aber “nur” einmal, dann ist der Stoff eingestuft.

  4. Ich kaufe auch absolut nix mehr ein, das keine Inhaltsstoffe preisgibt. Ist mir meist suspekt, wenn nur zwei/drei aufgezählt werden ohne die gesamte Liste preiszugeben. Vor allem bei Hautpflege geht das gar nicht…

    • Haha, ich finde diese “Pseudoinhaltsstoffangaben” a la “Wasser aus den Bergen Norditaliens, Honig von fröhlichen Bienchen, Knospen von besonders schön duftenden Blümchen” auch schlimmer als gar keine Angaben :giggle:

  5. Irgendwie zähle ich nur 5 Aspekte, in dem Titel werden aber 6 angepriesen :giggle: Aber egal, ich kann alle deine genannten nachvollziehen.

    Etwas was mich abschreckt, sind weiße Kittel am Counter. 😀 Ich glaube bei kiehls habe ich das mal gesehen. Ich finde es nicht gut, Kunden mit einer solchen Aufmachung zu suggerieren, dass das was Medizinisches und damit Gutes hätte. Aber gut, daas ist halt eine Marketingstrategie, eine die bei mir eben das absolute Gegenteil bewirkt von dem, was vielleicht erhofft war…Aber vielleicht bin ich da auch einfach nur sehr empfindlich.
    Außerdem meide ich Marken, die mit Sensitiv oder für empfindliche Haut werben, wenn dies offensichtlich absolut nicht der Fall ist, wer Alkohol, Limonene, Geraniol und Sodium Laureth Sulfate verwendet, der sollte die Finger einfach von solchen Werbeversprechen lassen…

    Liebe Grüße
    Julia

  6. ich bin sogar mächtig inkonsequent. Sogar über limecrime velvetines habe ich zuletzt wieder nachgedacht, nachdem ich nach dem letzten Skandal abgeschworen hatte und mir gewiss war, dass ich entsprechender Markeninhaberin kein Geld mehr in den Rachen werfen will. So weit ist es auch noch nicht, aber wie gesagt – der Gedanke war vor kurzem wieder da…
    Wenn mich etwas reizt möchte ich es haben – das drumherum ist mir dann sehr schnell sehr egal. Nicht gänzlich, klar – wenn es um Pfege geht gucke ich ja nun auch langsam mehr auf die INCIs und da könnte dann ein Produkt auch noch so gehypt sein – wenn es schlecht für meine Haut wäre würde ich es auch nicht wollen.
    Bei dekorativem Make Up klappt das noch gar nicht 😀

    Auch NYX habe ich mich ja nach ein paar Jahren wieder minimal angenähert, obwohl ich auch diesen Zug damals abgefahren glaubte, weil dieses ganze Marketing in Deutschland so abstrus war und der PR Kontakt ja schließlich nur noch lächerlich und traurig…

    Ich hab natürlich trotzdem meine Ansprüche und kaufe nicht alles blind, weils eben schön ist. Aber von deinen oben genannten Punkten würde vielleicht einer auf mich zutreffen und selbst fallen mir spontan auch nicht großartig welche ein. Weitläufige Skandale und anhaltender Vertrauensmissbrauch und Unvermögen gegenüber der Kundschaft durchaus… aber sonst?!

    • Mit NYX ging es mir genau so, aber ich muss gestehen, so richtig wohl fühle ich mich damit immer noch nicht und da überlege ich, ob’s mir das echt wert ist. Schließlich gehören sie nicht zu den Marken, die etwas hätten, das andere nicht auch haben – und dann ohne diese Erinnerung. Ist bei mir auch sehr tagesformabhängig, wie ich dazu stehe. Taupe hat meine Disziplin zerstört :rotfl:

      Es fällt mir auch deutlich einfacher mit Produkten bzw. Marken, die komplett ersetzbar sind, z.B. Fall 1. Daher kann ich die Situation mit Lime Crime verstehen. Da muss ich sagen, dass diese ganzen “Rants” auf YouTube mich fast so weit hatten zu empfinden, dass ich bei aller Antipathie für Doe Deer aber erst recht nicht zu den Boykottierern gehören wollte.

      • Das NYX Dilemma kenne ich … einerseits fand ich das Marketing damals unfassbar, andererseits ist es hübsche “Mitnahmeware” wenn ich mal wieder bei Douglas bestelle; für Auslandsbestellungen bin ich zumindest bei NYX auch einfach zu faul (und das ging auch eine Weile nicht, oder so, zumindest gab es Gerüchte). Allerdings habe ich mich bisher auch über fast jeden Kauf geärgert – vor allem bei den Lacken. Sie sind zwar schön, aber in der Deckkraft oft eher Topper. Bei einem D-Preis von 5€ tut’s doch ein wenig weh.

        Was ich abschreckend finde: wenn Marken eine Marketing-Firma beauftragen, die dann wild und wahllos an alle möglichen Blogger Zeug verschicken. Oder anders ausgedrückt: wenn Lackblogger plötzlich wie wild auf Gesichtsmasken und Haarbürsten abfahren, setzt das bei mir nicht nur den Blogger in anderes Licht, sondern auch die Marke. (“Aha, die haben’s anscheinend nötig, ihr Zeug unter die Leute zu bringen”, ist dann mein erster Gedanke…)

  7. “Künstliche Rabatt-Strukturen auf Märchenpreise” *hust* Yves Rocher *hust*

    • Absolut. Wobei sie mittlerweile so gar nicht mehr in meinem Bewusstsein existieren… Umso mehr aber GERARD COSMETICS und diese komischen Lockenstäbe in den US-Videos. Kriege echt Brechreiz, wenn mir YouTuber da wieder ach so lukrative Rabatt-Codes anpreisen.

  8. Deinen Punkten kann ich so zustimmen. Vor allem dem mit den INCIs. Seitdem ich auf allergene Duftstoffe achte, geht es meiner Haut so viel besser. Deshalb bin ich da auch konsequent. Wenn eine Marke nicht verrät, was drin ist, hat sie im Zweifelsfall etwas zu verstecken.

    Den Punkt Kommunikation würde ich auf die Kommunikation mit den Kunden ausweiten. Ignoriert mich der Kundenservice oder sind alle Verkäuferinnen konsequent unverschämt, wird die Marke nicht mehr gekauft. Douglas meide ich wie der Teufel das Weihwasser und damit einhergehend auch deren Eigenmarken oder exklusiv dort verkauften Marken. Da kann ein Produkt noch so verlockend sein, wenn es es nur bei Douglas gibt, wird es nicht gekauft. Auch Verkaufspartys und Produkte beim Frisör/der Kosmetikerin gehen gar nicht. Da habe ich immer das Gefühl was aufgedrängt zu bekommen, hauptsache man kauft jetzt sofort ganz schnell. Als ob sie Angst hätten, wenn die Kundin Zeit zum überlegen hat, durchschaut sie noch den Schwindel…

  9. Noch zwei Abturner für mich: 1. wenn “plötzlich” auf 300 youtube-Kanälen gleichzeitig ein und das selbe Produkt in Favoriten-Videos auftaucht. ZB. ist gerade ÜBERALL der Sunday Riley Ceramic Slip Cleanser, oder das Luna Serum (das es ja schon länger gibt). Finde ich nervig, ist unglaubwürdig und lässt mich das Produkt eher verbannen als kaufen. Ist dann irgendwie überhyped…die Marke finde ich dann zwar möglicherweise immer noch interessant, aber ich prüfe sehr genau nach.
    2. Alkohol in Produkten (besonders für sensitive Haut). Really? Wer macht das noch? Erweckt bei mir immer den Verdacht, dass die Marke eigentlich das Ziel hat die Haut strukturell zu schädigen und schlechter zu machen um dann noch mehr ihrer schlechten Produkte zu verkaufen. Besonders heftig ist das Problem bei Serien für Jugendliche/junge Haut – eine Katastrophe. Wenn dann auch noch 50 Youtuber sich hinstellen mit ihren überspachtelten Gesichtern und in die Kamera flöten wie super sie das Ding nicht finden, sind beide bei mir raus. Besonders bei Douglas sind die Leute offenbar auch nicht gut ausgebildet und wollen einen den Kram, den man schon ausdrücklich abgelehnt hat immer noch andrehen und sehen einen an, als wär man vom Mond, wenn man erklärt, dass man gewisse Substanzen in seiner Hautpflege nicht haben will (“…aber das ist von chanel?!”) RANT OVER. 🙂

    • Ich hatte das auch öfter schon in Apotheken, wenn ich sage, dass ich keinen Alkohol in meiner Gesichtspflege haben will. Einmal kam dann die Antwort, dass da drin medizinischer Alkohol wäre, der unbedenklich sei. Ich habe dann höflich abgelehnt und mich aus dem Staub gemacht.

    • Das Problem Alkohol+sensible Haut habe ich besonders bei Sonnencremes. In der Drogerie werde ich da einfach nicht fündig, weshalb ich mittlerweile GERN etwas mehr ausgebe.

    • Kann ich absolut so unterschreiben! 🙂 und zumindest auf unseren Douglas hier trifft das absolut zu.

  10. Also ich meide ja Mac.

    Einfach weil mir der Kram zu teuer ist. Ich habe ein paar Highend Produkte hier, aber die habe ich nicht selber gekauft, sondern geschenkt bekommen.
    Selber würde ich mir nie was von Mac kaufen, einfach weil ich nicht einsehen 20 Euro für einen Lippenstift zu bezahlen. Oder 40 Euro für einen Pinsel.
    Das ist rein subjektiv, ich will hier niemanden veruteilen, der das macht. 😉 aber ich persönlich komme sehr gut mit Drogeriemarken oder Produkten aus dem mittelpreisigen Segment aus, dass ich mir Kosmetik, für die ich horrende Summen ausgeben muss, niemals selber kaufen würde.

    • Meidest Du nur MAC oder im Prinzip alle Marken ab einem bestimmten Preisniveau? Meinst Du mit meiden aber nur “nicht zu dem Preis kaufen” oder auch wirklich kritisieren, dass sie es so handhaben und würdest Dann MAC Produkte auch geschenkt, gewonnen oder z.B. bei nem 2€-Preisfehler nicht aus Überzeugung nicht kaufen?

  11. Couldn’t agree more to your arguments!
    It’s great to read in the article and comments that you and your readers take the effort to judge critically and look behind the usual PR-chatter to make up your own mind!

  12. Ich kaufe mir sehr viele Produkte nicht, wo kein INCI drauf stehen. Manchmal geh ich extra vorher ne Runde googeln. Wenn ich dann immer noch nichts finde bleibt es liegen. Ich bin Allergiker und hatte leider schon seeehhhhr viel Ärger mit Blindkäufen… ich kauf auch keine Cremes über 20€ zu denen ich vorher keine Tester oder Sachets kriege.
    Ich bin vorsichitg mit Internetshops. Dank meinem Hautunterton sehen viele Farben an mir anders aus als auf den Fotos. Ich mag die Sachen lieber swatchen bevor ich sie kaufe.
    Außerdem halte ich nichts von diesen Verkaufspartys und Schneeballsystemen. Egal wie toll die Produkte sind, mich steckt damit keiner an.

  13. Hab gestern stundenlang gegrübelt, weil ich DEN Abturner schlechthin für mich einfach verdrängt hatte, aber eben ist er mir wieder eingefallen: Marken, deren Strategie für Soziale Netzwerke darin besteht, die Kanäle einzig und allein mit (Insta-)Blogger-generiertem Content zu füllen. Swatches, hübsche Collagen, alles was man eben so braucht, und einem glücklicherweise noch von vielen unfassbar tollen “Fans” zugespielt wird, die sich dann auch noch dafür bedanken, dass es ja freundlicherweise auf dem Account repostet wurde (wow, welch Errungenschaft; wow, welch Aufwand für die Marke). Danke für nichts – an beide Parteien…

    Und wo ich in einem Kommentar gerade MAC gelesen habe – diese fürchterliche Limitierungsstrategie geht mir auch auf den Keks. So sehr, dass ich “nur” zwei Produkte besitze, die allerdings auch gehütet werden wie mein Augapfel. Ich ärgere mich immer noch, Looking Good nicht bekommen zu haben, und es bestärkt mich darin, die Launches gar nicht erst zu verfolgen.

  14. Ich kaufe ja nicht online ein und gehe immer direkt ins Geschäft. Und da gibt es für mich keinen größeren Abturner als die Masche mit dem Beste-Freundinnen-Trick. Insbesondere bei MAC fiel mir das immer wieder negativ auf, weshalb ich da auch nichts mehr kaufe. Ich möchte Beratung, Hilfe bei der Farbwahl, Empfehlungen basierend auf Fakten und kein kumpelhaftes Eingelulltwerden. Klar, jede Marke will schlichtweg Geld verdienen. Aber ich empfinde diese Vorgehensweise an den MAC-Countern als unangenehm. Es ist einfach so derart offensichtlich, dass man mich damit zum Kaufen animieren will. Klar, das wollen sie alle, ist auch legitim. Aber dreist finde ich es auch wieder irgendwie, dass ich so für blöd verkauft werden soll.

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