THE ORDINARY Serum Foundation Review & Diary

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Das Interesse an der THE ORDINARY Serum Foundation ist riesig. Über die Gründe habe ich bereits zum Launch spekuliert.

THE ORDINARY Serum Foundation Review deutsch 1.0N Foundation DiaryDie Ausmaße sind jedoch größer, als ich erwartet habe. So oft in so kurzer Zeit wurde ein Makeup, gar ein Produkt, bei mir noch nie angefragt. Geschuldet ist es sicherlich ein wenig, weil sich das Produkt hervorragend als „Klickfänger“ eignen. Superlative und Aufbauschen bis hin zum Mythos für eine Foundation, die gewiss viele positive Eigenschaften versprach, allerdings nicht unbedingt Anlass gab ausgerechnet an eine überdurchschnittliche Performance zu glauben.

Freisprechen von einer solchen Hoffnung möchte ich mich natürlich nicht. Auch ich hatte hohe Erwartungen. Angesichts meiner Erfahrungen mit der THE ORDINARY Skin Care (einige Eindrücke in meinem #SkinsTag-Video, das ich nicht auf dem Blog veröffentlicht habe), haben sich Optimismus und Pessimismus gegenseitig ein wenig aufgewogen.

THE ORDINARY Serum Foundation Review

Direkt am ersten Tag hatte ich mir beide Formulierungen in 1.0N + 1.0NS der Coverage Foundation bestellt, da ich eigentlich annahm, diese würde mir besser gefallen. Die NS-Variante gefällt mir dabei zwar besser, SERUM jedoch noch etwas mehr. Die Probleme waren bei allen recht ähnlich – bei der deckenden Version dabei ein wenig ausgeprägter.

Problem 1

Ein relativ trockenes Finish, das den Flaum im Gesicht betont und einfach etwas stumpf wirkt. Wie im Video zu sehen, ist es mal besser, mal schlechter.

Trotz des meiner leichten Mischhaut matten Finishes hält die Foundation sie nicht über den Tag hinweg ölfrei. Sie hat aber definitiv vom Schwitzen an dem schwülen Tag im „Scheinwerferlicht“ profitiert (ich habe primär Röhren, die heizen schon bissi ein). Das war der Tag, an dem ich den Glitter Lip Liner abdrehte und das Finish lohnte – man sieht es auch auf den Bildern.

Problem 2

Die Haltbarkeit ist mittelprächtig. Stellenweise war das Makeup verschwunden, primär stört mich daran jedoch das Kriechen um die Nasenfalten und in die Poren. Die Falten auf meiner Stirn zwar auch, jedoch kriegt das kein mir bekanntes Produkt hin – auch mit Primer nicht.

Positiv sei aber ergänzt, dass das Gesamtbild am Abend trotz „Verabschiedung“ angenehm ist. Das liegt sicherlich an der geringeren Pigmentierung und relativ passender Nuance: es bilden sich keine Inseln, die sich optisch stark abheben würden. Ein wenig „cakey“ wirkte es stellenweise gelegentlich dennoch, doch das Ausmaß tragbar.

Lob

Als positiv habe ich auch auch die dünne Textur wahrgenommen, die sich schnell und einfach verteilen ließ. Die Abdeckung ist für eine eigentlich als Sheer behandelte Foundation auch recht gut, kriegt große Kontraste jedoch nicht hin. Sowohl schöne Sommersprossen als auch unschöne Rötungen scheinen durch.

1.0N

Die hellste neutrale Nuance der Serum Foundation ist schön. 21 Shades sind viel, durch die Abdeckung eines großen Spektrums und der Abstufung der Untertöne überrascht es nicht, dass so ein richtiger, echter Alabasterton nicht dabei ist. Für mich reicht es jedoch: zunächst heller als mein Teint trocknet sie zu einem passenden Ton, der im Kontrast zu meinem Hals jedoch etwas pink wirkt.

Spannend fand ich, dass viele die neutrale Nuance an sich als zu gelb empfanden. Wer also wirklich neutral oder leicht rosa ist, sollte das gegebenenfalls einkalkulieren. Mein Hals ist wirklich sehr gelb…

Im Vergleich zu den beliebten Foundations CATRICE HD Liquid Coverage ‚010‘ und MAC Studio Fix Fluid ‚NW10‘ – siehe Review – wirkt sie feucht und dick geswatcht zwar ein wenig heller, einmal ausgeblendet und getrocknet ist an mir der Unterschied zu MAC jedoch nur noch gering  und bei Tageslicht nur im Ton unterschiedlich. Bei Blitzlicht wirkt TO heller; lasst euch davon jedoch nicht irritieren. Ich blicke gerade auf meinen Unterarm und sie sind gleich „dunkel“.

Ich gehe davon aus, dass die recht neue Nuance MAC SFF NC10 (YAY!) somit ein ziemlich guter Anhaltspunkt sein könnte (Hinweis: die Foundations sind jedoch nicht direkt vergleichbar). Allerdings beachte man das Video Little Porcelain Princess, die NW10 und NC10 verglich und die gelbe heller wirkt.

  • Produkt
  • Inhaltsstoffe (INCI)
THE ORDINARY Colours Serum Foundation

THE ORDINARY Colours Serum Foundation

Preis:
Preis ca. 6,70
Original UK-Preis: £5.7 brutto
Preis final – inklusive britischer MwSt.
Einfuhrabgaben (EUSt. oder Zoll) fallen innerhalb der EU nicht an).
Inhalt:
30ml
Shades:
21
Made in
Canada
Cyclopentasiloxane, Aqua (Water), Caprylyl Methicone, Coconut Alkanes, Methyl Methacrylate Crosspolymer, Trimethylsiloxysilicate, PEG-9 Polydimethylsiloxyethyl Dimethicone, Coco Caprylate/Caprate, Dimethicone/PEG-10/15 Crosspolymer, Cetyl Diglyceryl Tris(Trimethylsiloxy)silylethyl Dimethicone, Dipropylene Glycol, Tocopherol, Polyglyceryl-3 Diisostearate, Polyglyceryl-3 Polyricinoleate, Polyglyceryl-4 Isostearate, Disteardimonium Hectorite, Hectorite, Sodium Chloride, Hexyl Laurate, Dimethicone/Vinyl Dimethicone Crosspolymer, PEG-10 Dimethicone, Stearic Acid, Alumina, Trisodium Ethylenediamine Disuccinate, Phenoxyethanol, Chlorphenesin. May Contain [+/-]: Titanium Dioxide (CI 77891), Iron Oxides (CI 77491, CI 77492, CI 77499), Tin Oxide, Aluminum Hydroxide, Bismuth Oxychloride (CI 77163), Mica, Triethoxycaprylylsilane.
Ohne Gewähr - entscheidend sind die Angaben auf der Produktverpackung.
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THE ORDINARY Serum Foundation Diary

Für meine erste Foundation-Review seit langer Zeit, insbesondere in Video-Form, habe ich endlich etwas gewagt, das mir seit vielen, vielen Monaten vorschwebte: eine Dokumentation des Auftrags und der Optik über mehrere Tage hinweg – das Ganze mit unterschiedlichen Tools und Primern.

In der Umsetzung kann es nur besser werden, aber es bietet bereits jetzt spannende Einblicke, die auch mir geholfen haben die Performance der THE ORDINARY Serum Foundation bewusst wahrzunehmen. Die Dokumentation ist lückenhaft, jedoch sind alle Lichtszenarien dabei. Das fehlt mir sehr oft bei „unauffälligen“, nicht bunten Produkten: am Abend denke ich nicht daran zu analysieren. Jetzt aber!

Tag 1 – abends (Dämmerlicht)

Wichtig: Augenpartie wg. Unverträglichkeit abgeschminkt, daher Ränder nicht beachten.

Untergrund: Pflege mit Öl (schein nicht irrelevant – mein Eindruck: besseres Finish zunächst – schlechtere Haltbarkeit)

Tool: angefeuchteter Beautyblender – viel zu großer Verbrauch, trockeneres Finish

Primer (rechts im Bild): THE ORDINARY High-Adherence Silicone Primer (mag ich nicht, auch mit anderen Foundations nicht)

Puder: GUERLAIN Meteorites Compact („minimal-invasiv“ aber mit Schimmer)

Tag 2 – nach dem Auftrag (Tageslicht) + abends (Blitz)

Wichtig: auf dem 1. Bild vor dem Puder; schwüler Tag, Umbau im Zimmer + „Scheinwefer“ = schwitzen

Primer (rechts im Bild): TOO FACED Hangover Primer

Tool: Oval Brush [Amazon] – Favorit im Test

Puder: GUERLAIN Meteorites Compact

Tag 3 – nach dem Auftrag (bei Kunstlicht)

Primer: THE ORDINARY High-Spreadability Primer

Tool: Finger

Puder: MARC JACOBS Perfection Powder Featherweight Foundation (viel, bisschen Deckkraft, Verfeinerung und Mattierung)

Tag 4 – nach dem Auftrag (Tageslicht – seitlich, sehr fies)

Untergrund: links im Bild keine Pflege – rechts THE ORDINARY NMF

Primer: keiner

Tool: Ebelin Puderpinsel (fluffiger, großer Synthetikpinsel)

Puder: keiner

Tag 5 – abends (bei Kunstlicht)

Primer: nach viel Pflege wieder THE ORDINARY High-Spreadability Primer

Tool: Oval Brush

Puder: keiner

Hinweis: Ich habe an den meisten Tagen den tarte Amazonian Clay Concealer verwendet, jedoch versucht nur so wenig wie möglich davon aufzutragen. Ich glaube,

Kommentar

Weckt ein Produkt solch hohe Erwartungen, tendiert man bei Enttäuschung natürlich nur die negativen Seiten zu betonen. In diesem Fall haben sich die meisten meiner „7 Gründe für den Hype“ bewahrheitet – es sind Dinge wie die Farben, der Preis und das Packaging – daran konnte sich nicht viel ändern, sie sind aber ein fettes PRO für das Produkt.

Dass viele die Rezeptur nicht vertragen – sei es wegen „Coco Alcanes“ oder dem „Bismuth Oxychloride“ – relativiert jedoch den Punkt, dass man THE ORDINARY vertraut mild und rücksichtsvoll zu formulieren.

Bei kleinem Budget sind Experimente sicherlich schwierig, wer aber von höherpreisigen Produkten kommt, hat nur 6,70€ zu verlieren – schlimmstenfalls wird gemixt, verschenkt oder verkauft.

Fazit

Ich werde die Behauptung, es handle sich um einen „High-End-Killer“ oder „die weltbeste Foundation“ einfach nicht in meinem Hinterkopf los. Mit solch clickbait-igem Beigeschmack stachelt man die Erwartungen so hoch, dass sie nur enttäuscht werden können und selbst bei zufriedenstellender Performance irgendwie die Freude daran verliert.

Die Foundation mag vor allem in der Theorie vorbildlich sein, bei der Performance hebt sie sich meiner Meinung nach aus ihrem eigenen Preissegment nicht ab: es gibt ähnliche, schlechtere aber auch bessere Formulierungen um 10€.

Wären komfortsteigernde, hautbildverfeinernde Bestandteile zugleich reizfrei, gar pflegend, stünden viele von uns vermutlich nicht immer wieder vor einem Dilemma.

Das Wunder kann 2017 auch THE ORDINARY noch nicht vollbringen und schwingt eher zur 1. Kategorie.

Routineneinbindung: nein

Nachkaufwahrscheinlichkeit: 20%
bei meiner leichten Mischhaut mit unruhigem Hautbild – ich warte die Closeups meiner bevorzugten Makeups ab…

Empfehleungswahrscheinlichkeit: 70%
bei öligeren Hauttypen

In den Kommentaren unter meinem Video tummeln sich unterschiedliche Wertungen zum Makeup, warum sich ein Blick lohnt. Mein Eindruck, dass sie bei normaler bis leicht fettiger Haut besser aufgehoben ist – zumindest in Bezug auf das Finish – wird mehrfach geteilt. Vielleicht ist sie ja etwas für DICH.

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Autor

Mother of Pearl, Shimmer & Magimania
graublau | ∫∫∫ braun & fein | Ω sehr hell & gelblich | Sommertyp | leichte Mischhaut | Haardesaster

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Ein Kommentar
  1. Danke für deinen ausführlichen Artikel und das sehr ausführliche Video. Das muss extrem viel Arbeit gewesen sein für dich. 🙂

    Ich war vor kurzem in London und habe mir dort vor Ort die High Coverage Foundation gekauft. Erstmal war der Laden so voll, dass ordentliches Ausprobieren und Beratung nicht möglich waren. Trotzdem habe ich – durch ein bisschen Glück – den richtigen Ton für mich gegriffen. (An der Kasse habe ich das junge Mädchen dann mit Barzahlung verwirrt. Oh weh, oh weh…)
    Zuhause habe ich sie dann getestet. Am ersten Tag war ich überhaupt nicht begeistert, weil sie sehr cakey wirkte. Ich habe aber schnell bemerkt, dass es am Concealer von Catrice lag. Die haben sich nicht verstanden. Beim zweiten Tag war ich dann schon wirklich zufrieden. Nicht cakey, nur sehr wenig Concealer nötig (und ich stehe sehr auf Concealer sonst…) und auch am Abend ein gutes Ergebnis. Bei mir wirkt sie in keinem Punkt trocken oder zu matt. Für den Preis werde ich sie mir bestimmt noch einmal kaufen, verwende jetzt aber auch noch andere Foundations zwischendurch. Mit der Deckkraft der essence Concealer und Coverage bla Foundation kann sie nicht mithalten, mit der Haltbarkeit der Revlon Color Stay Foundation auch nicht.
    Trotzdem finde ich sie für das Geld wirklich gut und bin zufrieden. Vielleicht auch weil ich vorher nur deinen ersten Artikel dazu gelesen hatte, war ich nicht mit großen Erwartungen behaftet.
    Übrigens habe ich sie mit einem angefeuchteten Schwamm von Real Techniques aufgetragen und konnte keinen übermäßigen Verbrauch feststellen.

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