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Sonnenschutzangaben bei Makeup

Wie funktionieren sie?

UV-A Strahlung macht ⅔ der Hautalterung aus und bleibt im Gegensatz zur UV-B Strahlung (welche z.B. für Sonnenbrand verantwortlich ist, aber auch für Vitamin D Bildung) das ganze Jahr über identisch. Photoaging ist so gut erforscht, dass es teils schon in der Schule als Thema vorkommt.

Das ist ein Grund, weshalb ich ebenfalls im Winter meine Sonnencreme nachkaufe und mit besten Gewissen die Dosierungsanleitungen befolge. “Vorsorgen statt Reparieren” – in Asien und Amerika ist der tägliche Sonnenschutz kein Thema mehr, in Europa hingegen boomt der Anti Aging Markt.

 

Doch weshalb Dosierungsanleitungen?

Da der ausgeschriebene Sonnenschutzfaktor immer an die gleiche Appliziermenge gekoppelt ist: Nämlich 2mg Produkt auf einem Quadratzentimeter Haut. Hier entsteht nun die Problematik: Tragen wir überhaupt die benötigte (Gramm!-)Menge Foundation im Gesicht?
Dermatologen empfehlen ein Viertel bis ein Drittel Teelöffel oder einen Finger lang Produkt im Gesicht, das sind umgerechnet 1,23-1,62ml. Das heisst, wenn man nur die Hälfte von 1,2mg im Gesicht aufträgt, dann ist nur die Hälfte des Sonnenschutzfaktors aktiv und so weiter.

 

Die Agata!

Agata und die Fingerregel zur Dosierung von Sonnenschutz im Gesicht und wieviel Foundation sie tatsächlich benutzt.

 

Nehmen wir an, man besitzt eine 30ml (was meistens Standard ist) Foundation – man müsste diese bei täglicher Benutzung in einem Monat (30 dividiert durch eine Zahl größer als 1) verbraucht haben, damit man den im Labor errechneten Sonnenschutzfaktor tatsächlich erreicht – wer unter Euch layert so stark, dass sie/er diesen Konsum erreicht?

Bei Pudern ist die Appliziermenge weitaus heikeler: Magi und ich haben uns damals in den Kommentaren über den SPF Wert vom Artdeco Marrakesh Sunset Bronzer (zugegeben, aus einem anderen Grund) gewundert.
Nehmen wir an, man würde es über das ganze Gesicht verteilen. Eine Frau benutzt im Durchschnitt 0,085g Puder – das heisst, man müsste 14-mal so viel auftragen, um den gewünschten Sonnenschutz zu bekommen. Obwohl Pudermakeup oder Blotting Powders größtenteils durch ihren hohen Anteil an mineralischen Pigmenten von Haus aus auf einen hohen Lichtschutzfaktor kommen würden, wird die erforderliche Dosierung nie erreicht und man sollte diese Produktkategorie beim Thema Sonnenschutz nicht in Betracht ziehen.

 

Wie gehe ich damit um?

Als Faustregel bei flüssiger Foundation teile ich den Sonnenschutzfaktor durch den Faktor 3. Das ist allerdings ein persönlicher Wert – je nach Konsistenz und Anwendung (manchmal wird Foundation nur auf Problemzonen schwach eingetupft) kann der Divisor größer werden.
Bei Feuchtigkeitscremes (auch da achten wir kaum auf die empfohlenen Dosierungen, welche wir nur mit Sonnencreme Packungsbeilagen assoziieren) bin ich großzügig und nehme immer zwei Drittel des ausgeschriebenen SPF – das sollte jeder von sich aus mit der Fingerregel bestimmen.

 

Manchmal ist das Ergebnis des resultierenden SPF nicht drastisch unterschiedlich!

Die obige Anwendungsregel würde aus z.B. der Chanel Vitalumiere Aqua Compact mit SPF15 nur noch einen Faktor von SPF5 machen, doch die Estee Lauder Day Wear Antioxidant BB Creme mit SPF35 hätte noch knapp SPF12 – was somit weiterhin mehr als 90% der UV Strahlen reflektiert oder absorbiert. Sie hat somit nicht zwei Drittel ihrer Schutzwirkung verloren, sondern weniger als zehn Prozent.

Chanel Vitalumiere Aqua Compact mit SPF15

Manchmal haben einige Farbtöne einer Foundationreihe keinen/weniger SPF, womit eine größere Nuancenvielfalt formulierbar wird – Bei der Vitalumiere Aqua Compact ist das nicht der Fall.

 

Estee Lauder DayWear BB Creme SPF 35

„BB“ gerecht – man braucht unter der Estee Lauder BB nicht unbedingt zusätzlich Sonnenschutz.

 

DR. GRANDEL PROTECTION UV LSF 30 Serum

Lustige Dosierungsanweisung: „Eine Pipettenfüllung für das Gesicht“.

 

IMHO:

Als Magi zur Umfrage Warum verwendet ihr Foundation-Primer aufrief, war meine Antwort klar: Zusätzlicher Lichtschutz.

Es gibt absolut keinen Grund (außer Sonnenallergie), um über einen stabilen LSF 30 zu gehen – ich selbst peile immer einen Wert um den LSF 15 an.

Dieses erreiche ich je nach vorhandenem SPF der Foundation (meine aktuelle hat leider keinen Sonnenschutz) entweder mit dem MAC Prep+Prime Fortified Skin Enhancer SPF 35, dem UV-Serum von Dr. Grandel SPF 30 oder der MAC Studio Moisture Fix SPF 15. Für die Augen benutze ich den MAC Studio Fix Concealer SPF 35.

 

Temptalia: Five Things to Know about Sunscreen
Leslie Baumann, M.D.: Are SPF Powders Reliable Sun Protection?
New York Times: The Claim – With Sunscreens, High SPF Ratings Are Best
Zusammenfassung und ein beliebtes Beispiel zu Photo-Aging

VG

Ich verteidige gerne in Verruf geratene INCI (ob von der Werbeindustrie auferlegt oder durch Gruppendynamik entstanden), sehe ungern Trademarks von altbekannten Wirkstoffen ("Pro-Retinol") und liebe das Thema Irritation!

138 Kommentare
  1. Reply
    sabieeene 11. Januar 2013 at 20:30

    Ich glaube,LSF und SPF sind nicht das gleiche,Lichtschutzfaktor und Sunprotectionfilter heissen die ohne Kürzel. Hab darüber mal was gehört aber es i.wie wieder vergessen,kannst Du näheres darüber ausführen?

    • Reply
      Agata 11. Januar 2013 at 20:48

      Jau, diese waren unterschiedlich.
      Die Colipa (in Europa für u.a. Kosmetikverordnungen zuständig) hat die Methode der FDA (Pendant dazu in den USA) in 1994 übernommen.

      Unterschied war, dass Colipa nach der Zeit ging, welche eine blasse Person in der Sonne verbringen konnte, ohne rot zu werden. Nach der FDA Methode geht es darum, wie lange man mit Sonnenschutz angewendet der Sonne ausgesetzt werden kann ohne einen Sonnenbrand zu bekommen relativ zu der Zeit ohne Sonnenschutz :)

  2. Reply
    Paphiopedilum 11. Januar 2013 at 21:04

    Ich finde das sehr interessant zu lesen,und muß gestehen, daß ich mir derlei Gedanken noch nie gemacht habe. Allerdings kaufe ich mir Foundation auch nicht wegen eines etwaigen SPF; oder ließe sie stehen, weil sie keinen hat. Foundation ist so ein schwieriges, komplexes Thema, daß die Prioritäten da einfach anders sind; nämlich eine zu finden, die auf dem eigenen Teint gut funktioniert. Optimalerweise noch in einer passenden Farbe, ohne daß man anfangen muß irgendwas zu mischen. Für meine Hautcreme dagegen denke ich mir schon, daß es gut ist eine mit SPF zu haben. Groß mit Dosierungen hab ich mir da aber auch nix überlegt. Würde ich offen gestanden auch nicht unbedingt. Lichtschutz zu haben, wenn evtl. auch einen etwas geringeren, als die Deklarierung suggeriert, genügt mir persönlich. Ich meide die Sonne ohnehin, und hab auch weder eine berufliche Tätigkeit noch ein Hobby, bei der bzw. dem ich auffallend viel Zeit im Freien verbringen würde.

    • Reply
      Agata 11. Januar 2013 at 21:12

      Ja, die meisten meiden sogar Lichtschutz in Foundation, da sie Angst vor Reflektion haben (und man ein Geistergesicht auf Bildern hat).

      Andere bevorzugen das sogar, weil Make-Up oft mineralischen Lichtschutz verwendet (da die Pigmente eh vorhanden sein müssen) und chemische Lichtschutzfilter noch einen negativen Touch haben.

      Denk‘ daran, dass UV-A Strahlung auch durch Fenster geht und man sich nicht unbedingt im Freien aufhalten muss :)

      • Reply
        Paphiopedilum 11. Januar 2013 at 21:20

        Ja, ich weiß. Aber ich bin echt ein Lichtflüchtling. Auch im Gebäude. Versteht kein Mensch, die Meisten sagen, sie wären längst depressiv, wenn sie so wenig Tageslicht abbekämen wie ich. Aber mir taugts, ich bin nach wie vor eine Frohnatur :-)

        • Agata 11. Januar 2013 at 21:22

          Aww :)

  3. Reply
    Innocence. 11. Januar 2013 at 21:25

    Sehr interessant, danke für den Post! Wäre nie von alleine auf diese Idee gekommen, aber klar-macht Sinn, dass der LSF von der Menge abhängt, die man aufträgt. lg

  4. Reply
    Coco 11. Januar 2013 at 21:45

    ich habe zwar lsf in meinen foundation, habe mich aber nie damit auseinander gesetzt, ob dieser wirklich ausreichend ist. werde mir wohl auch einen primer mit lsf zulegen.
    wenn man sonnencreme unter der foundation trägt, geht das auch oder sollte man sich besser einen primer mit lsf zulegen?

    • Reply
      Agata 11. Januar 2013 at 21:49

      Sonnencreme drunter geht auch – ich habe vor dem MAC Primer einen Bioderma Sonnenschutz unter dem Make-Up verwendet.
      Die Frage ist, was Du Dir von Primern erhoffst – den meisten reicht eine Silikonbasis (leichterer Auftrag, weniger Oxidation, längere Haltbarkeit da gleiche Emulsionsart – soetwas gibt es oft bei Sonnencremes), aber es gibt auch mattierende/ölabsorbierende Sonnencremes (Avene Cleanance Sonnenschutz, Rossmann Eigenmarke).

  5. Reply
    aniusha 11. Januar 2013 at 21:45

    ich glaube, dass ich von vielen Sonnenschutzprodukten Pickel bekomme. Weißt du woran das liegen könnte?
    Sehr interessanter Beitrag, danke!

    • Reply
      Schnikki aus dem Beautydschungel 12. Januar 2013 at 08:56

      Ich glaube, da hilft nur ausprobieren. Es gibt in Apotheken unterschiedliche Sonnencremes, mal speziell für schlechte Haut, bei Sonnenallergie usw. Da macht es Sinn, mal was Spezielles auszuprobieren. Ohne geht ja nicht und mit Pickel davon geht auch nicht :-)

    • Reply
      Agata 11. Januar 2013 at 22:34

      Leider Nein :(
      Komedogene Stoffe sind persönliche Empfindung und es gibt nur ein paar sehr gängige Kandidaten, welche leicht nachzuschlagen sind.

      Allerdings wird unreine Haut oft durch Irritation ausgelöst, da Irritation zu einem erhöhten Sebumausschuss führt. Filter, welche nicht photostabil sind, zerfallen und lösen dabei 1) oxidativen Stress aus und somit 2) hormonelle Veränderungen.

      Falls Du in Propierlaune bist, empfehle ich einen photostabilen Sonnenschutz mit Tinosorb S als Filter. Die obige erwähnte Bioderma Photoderm AKN hat diesen Filter, dazu noch Salicylsäure (entzündungshemmend) und viele Antioxidantien, die den oxidativen Stress abfangen können, falls doch welcher entsteht.

      • Reply
        aniusha 12. Januar 2013 at 20:38

        cool, danke für deine Hilfe!
        Ich habe auch schon immer von meiner Haut behauptet, dass ich nur Pickel bekomme, weil meine Haut empfindlich ist.

        Diesen Sonnenschutz von Bioderm werde ich mir aber auf jeden Fall anschauen und wahrscheinlich dann auch zulegen!

  6. Reply
    Die Pinuplady 11. Januar 2013 at 21:47

    Das war ja ein wirklich hilfreicher Beitrag! Man denkt immer Oh, LSF 15 Gut!
    Aber das ist dann ja ein Trugschluss. Im Sommer trage ich, wenn ich rausgehe dann einen LSF 30 unter meiner Foundation auf, wenn ich denn eine trage. Danke für den Beitrag.
    Viele Grüße

  7. Reply
    Caramel 11. Januar 2013 at 21:50

    Aaaalso als angehende Dermatologin ;-) predige ich auch immer Lichtschutz, Lichtschutz, Lichtschutz. Ich trage im Sommer meistens ein leichtes Sonnenschutz-Fluid (z.B. La Roche Posay) mit LSF 50 unter meiner Foundation auf.

    Im Winter allerdings (und ich rede jetzt hier von Dez-Jan-Feb) & in der Konstellation, dass ich eh nicht groß rausgehe (zur Ubahn, Supermarkt, etc max 5-10 min) trage ich keinen extra LSF unter der Foundation auf (meine gibt einen SPF von 5 an, was eh ein mittlerer Witz ist).
    Ich denke, das bisschen UV Strahlung, das ich im Winter abkriege ist im Gegenteil sogar SEHR wichtig für die Vitamin D3 Produktion. Es gibt wirklich Empfehlungen von Dermatologen, dass man sich im Winter ruhig 5-10 min mit dem Gesicht dem Tageslicht zur Mittagszeit aussetzen soll eben wegen Vit D.

    Wie gesagt, das ist jetzt nicht die Lizenz um ins Solarium zu gehen, oder sich gar im Sommer draussen zu rösten- aber die UV Strahlung hat ja nun mal auch positive Aspekte.

    • Reply
      Agata 11. Januar 2013 at 22:00

      Finde ich toll, dass Du Sonnenschutz so anpreist :) Hätte auch gerne einen Hautarzt, welcher „Heute schon Sonnenschutz drauf?“ als Plakat im Wartezimmer hat :p

      Das Problem ist, dass wir in Deutschland im Winter kaum/keine UV-B Strahlung haben – deswegen benutze ich im Winter ohne schlechtes Gewissen Sonnenschutz, da man auch mit ausgedehnten Spaziergängen keine hohen Werte erreicht.
      Man ist in unserem Breitengrad leider sehr von Vitamin D Präparaten abhängig – jedoch sei auch hier angemerkt, dass man Vitamin D nicht überdosieren sollte!

      Das Gute an Vitamin D ist auch, dass der Körper dieses über Monate speichert und man im Frühling/Sommer (wenn die UV-B Strahlung wieder stärker ist) „tanken“ kann.

      Ich persönlich mache es so, dass ich im Sommer deswegen nur Hautpartien eincreme, welche keine Beschleunigung der Hautalterung abbekommen sollen: Gesicht und Hände. Den Rest des Körpers lasse ich gerne Vitamin D umwandeln.
      Im Winter voller Sonnenschutz mit D3/Calcium/Magnesium Nahrungsergänzungsmitteln.

  8. Reply
    Kiss Chopper 11. Januar 2013 at 22:00

    Ein wirklich sehr interessanter Text. Um ehrlich zu sein habe ich mir noch nie Gedanken um einen LSF gemacht. Auf die Idee der Dosierung wäre ich wohl auch nie gekommen, obwohl es ja logisch ist.

    Liebe Grüße

  9. Reply
    Carly 11. Januar 2013 at 22:04

    Und schon gehts los mit der Fragerei :) Ich verwende zur Zeit regelmäßig (nachts) AHA- und BHA-Produkte (Zeniac und Triacneal). Brauche ich einen höheren LSF?
    Liebst, Carly

    • Reply
      Agata 11. Januar 2013 at 22:15

      Hey Carly,

      falls Du schon einen Sonnenschutz verwendest, dann brauchst Du nicht unbedingt einen HÖHEREN Sonnenschutz. Hauptsache ist, dass dieser stabil ist (d.h. die erforderliche Dosierungsmenge benutzen) und möglichst über LSF 15 ist – da dieses schon über 90% der Strahlungen reflektiert/absorbiert.

      Wie Du sicherlich schon weisst, machen viele Säuren (darunter AHA) die Haut sensibler für Sonnenstrahlen und somit könntest Du mit dem Weglassen von Sonnenschutz Deiner Haut mehr schaden, als Du mit der Verwendung des Produktes gewinnst!

      BHA ist übrigens eine Ausnahme und macht die Haut kaum lichtsensibler – dazu wird es auch bald einen Post geben.
      Trotzdem ist Sonnenschutz nie verkehrt, siehe obige Erläuterung zur Hautalterung :)

      • Reply
        Carly 11. Januar 2013 at 22:54

        Danke fürs Antworten :)
        Zur Zeit benutze ich eine BB-Cream mit SPF 28 – wäre also unter Umständen schon aufstockungsbedürftig. Einen Primer verwende ich sowieso, aber der MAC Prep&Prime sprengt wohl mein Budget. :/
        Wenn ich das richtig interpretiere, was du Coco geantwortet hast, könnten (mattierende) Sonnencremes wie von Avène oder Bioderma aber als Primer-Ersatz fungieren, also die BB-Cream etwas widerstandsfähiger, leichter aufzutragen, matter etc. machen? (Wobei ich dann wahrscheinlich eher Avène nehmen sollte anstatt nochmal Salicylsäure tagsüber…)
        Achso, und was ist denn mit sehr öliger Haut und LSF? Hab immer mal gelesen, dass auch Sebum Sonnenschutz zersetzt…

        • Agata 11. Januar 2013 at 23:29

          Nicht zersetzt, aber es reibt ihn ab, ja :)
          Da helfen auch nur ölabsorbierende Inhaltsstoffe oder auch simples fixieren mit Puder, sodass keine Abtragung stattfindet.

          Die Salicylsäure in der Bioderma ist ausschliesslich entzündungshemmend und macht nicht zusätzlich lichtsensibel, da sie nicht als Wirkstoff (im Gegensatz zur Zeniac!) aktiv ist (da Sonnenschutz nie chemisch sauer formuliert wird) – kann somit problemlos zusätzlich benutzt werden.

        • KIKI 5. Mai 2013 at 16:13

          Also wenn ich eine Creme oder ein Serum mit Sonnenschutz verwende und darüber Founation und Puder nutze, ist der Sonnenschutz dann ausrichend fixiert? Oder bezieht sich das abpudern nur auf den Sonnenschutz in der Foundation?Ich versuche das langsam mal alles der Reihe nach zu verstehen,gelingt mir aber nur teilweise :-)
          LG KIKI

        • Carly 11. Januar 2013 at 23:46

          Okay, im Pudern bin ich Profi :D
          Ahh, da haben wir wieder den Spaß mit den PH-Werten.
          Dann werd ich mich mal mit der Photoderm auseinandersetzen – dankee!

  10. Reply
    PTJ 11. Januar 2013 at 22:14

    Sehr interessant und auch sehr schön geschrieben!
    Foundation etc. kaufe ich sowieso nicht, wegen LSF oder so. Da verwende ich immer eine Sonnencreme, da ich nicht viel bzw. überall Foundation trage.
    Dass die Strahlung 2/3 der Hautalterung ausmacht hätte ich nicht gedacht, dass es so viel ist. Da werde ich wohl wieder regelmäßig Sonnenschutz auftragen. Zurzeit trage ich sie aber auch nicht, weil es noch sehr dunkel ist, wenn ich das Haus verlasse und auf dem Rückweg ist es auch nicht viel heller…
    Ich denke, dass Problem ist auch noch, dass man sie ja immer neu auftragen sollte. Die Grundierung wird dadurch ja dann teilweise entfernt und das finden einige nicht so toll.

    • Reply
      Agata 11. Januar 2013 at 22:22

      Die Thematik mit dem „Sonnenschutz jede zwei Stunden neu applizieren“ ist teils (aber nur teils) veraltet.
      Mittlerweile wurde die gängige Empfehlung insoweit abgeändert, dass man nur kurz vor der Aussetzung der Sonne und ein zweites Mal ein paar Minuten später der Sonnenschutz aufgetragen werden – danach sollte man nur noch neu auftragen, wenn man viel schwitzt/schwimmt et cetera.

      Diese Empfehlung wurde aber nicht wegen des schnellen Zersetzens ausgesprochen, sondern nur, weil fast jeder Benutzer zu wenig der erforderlichen Menge aufgetragen hat! Diese Methode soll nur sicherstellen, dass die Dosierungsanleitungen befolgt werden.

      Mittlerweile gibt es auch sehr viele andere Filter/Wirkstoffe, welche selbst sehr unstabile Filter wie Avobenzone stabilisieren – das Thema bleibt interessant.

  11. Reply
    babeta 11. Januar 2013 at 22:22

    danke agata, du schafst wieder, mit den interessenten + praktischen infos meine frühere abneigung zu make up, weg zu wischen :)

    • Reply
      Agata 11. Januar 2013 at 22:38

      Das freut mich, allerliebste Babeta :)

  12. Reply
    sarahh 11. Januar 2013 at 22:25

    ein sehr interessanter beitrag!

    ich würde gerne mehr dazu erfahren – ich habe leider noch keine funktionierende kombi für den sommer gefunden. da ich leider im kinnbereich immer mit verhornungen kämpfe, ist dieser bereich auch dunkler als der rest des gesichtes (sieht aus wie verkehrter scharlach)
    wenn ich nur sonnenschutz unterm makeup trage, ist das meiner haut nicht recht und reagiert mit pickel und unterlagerungen oder pflegt zu wenig. irgendwas is immer, hab schon einige sonnenprodukte durch. echt doof, da ich die sonne ohnehin meide (typ schneewittchen – keine bräune und sonst gleich mal sonnenbrand)
    dass sich dann der angegebene lichtschutz in den produkten auch noch reduziert, ist dann noch dazu so ne sache… das dr. grandel serum werde ich mir def. mal ansehen! bisher blieben meine anfragen in den „fachgeschäften“ erfolglos: „nehmen Sie doch einfach Sonnencreme!“

    • Reply
      Agata 11. Januar 2013 at 22:52

      Test Du etwas gegen die Verhornungen? Peeling?

      Wobei ich sagen muss, dass die Textur vom Serum nicht so leicht ist, wie man es vom Begriff „Serum“ erwartet!

      • Reply
        sarahh 12. Januar 2013 at 12:20

        ja mache ich (peeling 1 – 2x / woche)- leider ergebnislos – verfärbung bleibt

        das mit dr. grandel ist schade bzgl der reichhaltigkeit

        werde dann wohl dass shiseido sonnen make up austesten.
        stimmt es eig dass wenn zuerst eine tagescreme mit sagen wir angegebenen lsf 5 aufgetragen wird, darüber zb die estee lauder bb – wirkt ja nur die tagescreme mit lsf 5 da ja die wirkung der bb sich nicht entfalten kann, da ja die creme darunter liegt?!

        • Agata 12. Januar 2013 at 12:53

          Wenn Du beide gleichzeitig aufträgst, ohne dass die LSF 5 drunter antrocknen konnte, sind beide aktiv!
          Wenn die LSF 5 drunter antrocknen würde, besteht immer noch eine Chance, dass die chemischen Filter in der Estee Lauder BB funktionieren, aber auf jeden Fall der mineralische (Titanium Dioxide – deckt halt alleine nicht die komplette UV-Range ab).

        • KIKI 4. Mai 2013 at 18:46

          Was genau ist denn der Unterschied zwischen chemischen und mineralischen Filter? Und wie kann man erkennen welche meine Foundation besitzt? :-)

        • Agata 4. Mai 2013 at 19:38

          Dazu gibt es gerade einen guten Artikel von Adelsblass&Kunterbunt: http://goo.gl/5A6fo

        • sarahh 12. Januar 2013 at 18:34

          vielen dank für deine info! du hast mit diesem Artikel den nerv eines Problems getroffen, dem ich bisher relativ ratlos gegenüberstand – danke!

  13. Reply
    Lila 11. Januar 2013 at 22:40

    Sehr guter Text. Verlinke ich direkt mal auf meinem Blog!
    Ich gehöre (zum Glück) zu den Leuten, die extrem wenig Sonnenbrand kriegen und viel abkönnen. Soviel ich weiß, heißt SPF 20, dass man 20x so lange in der Sonne baden kann als die Haut normalerweise ohne Schutz verträgt. Wie lang man verträgtr kann man bei der Lucian Scale nachschauen… Ich warne aber davor, es wirlich 100% ernst zu nehmen. Lieber sicher gehen als Probleme kriegen!
    Es is echt kass, das man 15x so viel benutzen sollte, als man snst tut. Fühlt man dann sich nicht vollgekleistert?! Also bei meiner BB Cream benutz ich schon etwa ne Fingerlänge… aber beim Puder o.O

    • Reply
      Agata 11. Januar 2013 at 23:01

      BB Creams trage ich mit den Händen auf und da benutze ich ebenfalls mehr Produkt – wie Du :)

  14. Reply
    Katrin 11. Januar 2013 at 23:18

    Wow, ich bin hin und weg. Erstmal noch ein herzliches Willkommen! Ich finde es klasse, nicht nur Beauty sondern auch Pflege deutlich zu thematisieren.
    Ich bin jetzt schon hin und weg von deiner Expertise!
    Und aber, das gebe ich zu, auch ein bisschen erschrocken. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mir über die Dosierung und somit die Auswirkungen auf den SPF bisher kaum Gedanken gemacht habe. Ich glaube morgen geht es gleich ab, Sonnenschutz/ Primer kaufen, um das ein bisschen auszugleichen. (Denn ich habe zwar in Foundation UND Puder SPF, sodass ich eigentlich immer geschützt bin, ich benutze aber definitiv weniger als einen ganzen Finger lang von den Produken… wah!!
    Dabei dachte ich immer, dass ich ausreichend creme (eben im Sommer und spezifisch wenn man in die Sonne geht) aber jetzt bin ich gleich nochmal doppelt motiviert! Quasi für mein zukünftiges Ich! =)
    Ich würde mich anschließen und auch noch eine Frage stellen (nachdem ich mir hier erstmal sehr interessiert alle anderen durchgelesen habe), ich hoffe, das ist ok:
    Wie hälst du es um die Augen? Immer mit Concealer mit SPF? Oder auch mal eine Augencreme mit SPF? Denn normale Produkte fürs Gesicht sind ja oft um die Augen nicht die beste Wahl…

    • Reply
      Agata 11. Januar 2013 at 23:37

      Ja, SPF in Augenprodukten wird so formuliert, dass dieser nicht in den Augen brennt – das ist der einzige Unterschied zu herkömmlichen Produkten :) „Sensitiv“ Produkte haben den gleichen Effekt.

      Vielen ist Sonnenschutz im Augenbereich auch der wichtigste – ich benutze jedoch auch meine normale Sonnencreme/Primer bis unter die Augen und den oben genannten Concealer :)

  15. Reply
    Gwen 11. Januar 2013 at 23:49

    Was ist denn mit dem „der erste Sonnenschutz den man aufträgt wirkt, alles andere nicht “ ? Demnach könnte man nicht layern. Höchstens unterlage mit hohem lsf und drüber mit weniger….

    • Reply
      Agata 12. Januar 2013 at 00:53

      Ja, da gibt es zwei Schulen. Eine Schule predigt, den Sonnenschutz als erstes aufzutragen, damit die Zellen diesen besser absorbieren. Doch dieses ist zum Beispiel nur für chemischen Sonnenschutz gültig.
      Verbreiteter ist die Reihenfolge Serum/Feuchtigkeitspflege > Sonnenschutz > Foundation, wobei die erste Schicht nicht angetrocknet sein darf.

      Es gibt jedoch tatsächlich einige „Layer“-Regeln beim Sonnenschutz. Oben schon erwähnt, gibt es Filter, welche Avobenzone stabilisieren. Andersherum geht es auch: Wenn man Avobenzone mit Octinoxate kombiniert, dann wird dieses degradiert.
      Auch ist wichtig, wie man chemischen und mineralischen Sonnenschutz kombiniert. Doch solange man beide Kategorien gleichzeitig aufträgt (ohne dass eine Schicht davon antrocknen konnte), bestehen keine Bedanken.

  16. Reply
    Rosa 12. Januar 2013 at 00:01

    Ich benutze unter meiner Fundation die BB Creme von Smashbox, die lt. Angabe auf dem Produkt einen SPF von 35 hat, für den Winter reicht mir das. Im Sommer sieht das ganze natürlich anders aus, da ich leider von zuviel Sonne im Gesicht Pigmentflecken bekomme, benutze ich unter meiner Foundation den Sunblocker von la Roche Posay Anthelios xl fürs Gesicht mit einem SPF von 50 + ohne die gehe ich im Sommer nicht raus.

  17. Reply
    Tini 12. Januar 2013 at 00:11

    Wow, das war mal ein informativer und gut geschriebener Blogpost! Ich kommentiere selten und noch seltener lese ich mir tatsächlich alle anderen Kommentare durch, aber hier kann man wirklich dazulernen. Kompliment an Magi, so eine kompetente Co-Autorin mit ins Boot geholt zu haben, das passt und ergänzt Magimania perfekt.
    Ich bin jetzt schon gespannt darauf, mehr von dir zu lesen, Agata!

    • Reply
      fashiontastic 12. Januar 2013 at 12:27

      das sind exakt meine gedanken und bevor ich sie wiederhole häng ich mich hier dran.

  18. Reply
    Valerie 12. Januar 2013 at 00:41

    Kann man eigentlich auch zu viel Sonnenschutz auftragen? Ich benutze immer recht viel, auch im Winter, und frische sogar nach tagsüber…

    • Reply
      Agata 12. Januar 2013 at 01:20

      Stichwort Vitamin D fiel hier schon zwei mal :)

      Hormonelle Einflüsse und freie Radikale sind immer noch ein Thema bei manchen chemischen Filtern, aber auch uncoated mineralische Filter zersetzen sich. Photostabile Filter mit Antioxidantien wirken dem entgegen.
      Auch gibt es viel Kritik dazu, dass mineralische Filter in Nanogröße (so wird der weisse Film minimiert) die Haut zu tief penetrieren – doch da gibt es viele entwarnende Studien dazu.

      Bei Sprüh-Sonnenschutz (besonders mineralischen) sollte man aufpassen, diesen nicht einzuatmen!

  19. Reply
    Isabel 12. Januar 2013 at 00:59

    Ich fand deinen beitrag sehr interessant! :)
    Ich hab da ’ne frage zu…also ich bin extrem hell und vertrag auch die Sonne nicht alszugut, bei Foundation hab ich kaum auswahl da ich extrem Hell bin. Wär schön wenn ich nicht auf foundation zurück greifen müsste ist aber nunmal so! Meine frage ist jetzt kann ich unter die Foundation die Avene Trés haute protection Emuslion drunter tragen (50+)? Sollt ich die noch mit einer pflegenden creme mischen?
    Danke! :)

    Liebe grüße

    • Reply
      Agata 12. Januar 2013 at 01:31

      Falls Du die Tres haute protection als eine gute Make-Up Unterlage empfindest, spricht nichts dagegen. Diese hat auch lichtstabile Filter :)
      Hast Du denn davor noch eine Feuchtigkeitscreme unter dem Make-Up getragen?
      Für ölige bis Mischhaut wird dieses nicht nötig sein, bei trockener Haut sollte man das von selbst einschätzen. Besser wäre jedoch ein Feuchtigkeitsserum – das aber nur, weil viele Schichten für die Haltbarkeit vom Make-Up kontraproduktiv sind :)

      Falls Du Dir Gedanken wegen der Verdünnung machst – das ist kein Problem, wenn Du trotzdem die erforderlichen Dosierungen benutzt!

  20. Reply
    Vio 12. Januar 2013 at 01:04

    Oh man, vielen Dank für Deinen Post!

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich es mit Sonnenschutz nicht immer so genau nehme. Da ich sehr helle Haut bekomme und weiß, dass ich Sonne nicht vertrage, meide ich zwar Sonne und benutze im Sommer Sonnencreme mit lsf 50 eben wegen dieser Dosierungsproblematik.

    Aber über Sonnenschutz im Winter habe und Anti-aging habe ich mir bisher kaum Gedanken gemacht. Nochmal vielen Dank für deine fundierten Informationen! Ich werde mich da mal einlesen.

    Ich finde es sehr schade, dass es so wenige Gesichtscremes mit hohem lsf gibt. oder ich suche einfach bei den falschen marken. ich nutze derzeit eine feuchtigkeitscreme von eucerin, die leider auch keinen lsf hat. kannst du da vielleicht produkte/marken empfehlen? dr. grandel scheint ja schon in die richtung zu gehen.

    nochmal vielen dank für deinen tollen post! ich bin sehr, sehr, sehr gespannt mehr von dir zu lesen!

    • Reply
      Agata 12. Januar 2013 at 01:41

      Puh, Gesichtscremes mit Lichtschutz sind tatsächlich etwas, wo man länger nach einem idealen Produkt sucht. Besonders, weil man dort lange nach etwas wie Tinosorb S/M sucht – in als Sonnencremes deklarierten Produkten ist das schon leichter zu finden.

      Balea hat viele Produkte mit LSF 15, Oil of Olaz bietet Sonnenschutz wegen der Anti Age Erwartungen oft an.
      Avene und LRP haben von ihren Feuchtigkeitscremes UV Varianten, Eucerin ebenfalls, die Tagespflege für unreine Haut sogar einen LSF30.

      Da Dir schon das Serum von Dr. Grandel gefallen hat, auch Supergoop! haben ein UV Serum und Paul&Joe noch einen UV Primer (den ich gerade teste).

      Denk‘ jedoch daran, dass es oft keinen großen Unterschied zwischen Sonnencreme und Tagespflege mit Sonnenschutzfiltern gibt. Eine sehr gute Reihe ist die Sundance Radical Control Complex Sonnencreme.

      • Reply
        Vio 12. Januar 2013 at 13:55

        Vielen Dank für Deine Antwort! Supergoop kenne ich noch gar nicht, werde ich aber gleich mal googlen. Die Sundance Creme habe ich sogar hier. Allerdings bin ich damals, als ich mir die Inhaltsstoffe angeschaut habe, darauf gestoßen, dass Avobenzone wohl nicht ganz unbedenklich sind aufgrund ihrer hormonellen Wirkung (hoffe, ich habe das so richtig in erinnerung). deshalb habe ich sie nur benutzt, wenn ich wusste, dass ich in die sonne gehe.

        Was mir noch einfällt: Was meinst du zu Infrarotstrahlen? Da lese ich immer sehr unterschiedliche informationen, ob sie nun die haut schädigen können oder nicht. ladival wirbt immer mit speziellem schutz dagegen.

        • Agata 12. Januar 2013 at 14:30

          Jau, viele (muss man checken, die „Sonnencreme“s auf jeden Fall ja) enthalten Tinosorb-S, welches Avobenzone stabilisiert – das Zerfallen macht den hormonellen Einfluss aus und Avobenzone ist von sich aus einer der unstabilsten Filter.

          Der IR-A Schutz besteht bei Ladival aus Flavanoiden, Karotinoiden und Vitaminen, um die freien Radikale (die durch IR-A entstehen) zu neutralisieren – das ist nichts anderes als Antioxidantien. Antioxidantien sind verbreitet in Pflege zu finden und werden wegen ihrer Sonnenschutzwirkung auch sehr gerne in Sonnenschutzprodukten benutzt :)

  21. Reply
    Eta 12. Januar 2013 at 04:46

    Während ich einige Beautyblogs recht gleichwertig bebrowse, hat diese Post-Kategorie euch für mich nach ganz oben katapultiert. Ich bin hin und weg. Endlich wird mein Wissenschaftsbedürfnis gestillt.

  22. Reply
    Karmesin 12. Januar 2013 at 06:50

    Sehr interessanter Artikel! ( Und ein Lächeln!! ;-))
    Ich muss ja sagen, dass ich Produkte nicht nach dem LSF aussuche sondern danach wie gut ich es vertrage/ es zu mir passt. Ein LSF ist für mich eher ein netter Bonus. Ich meide die Sonne wo ich nur kann und weiß um die „Gefahr“ aber mir ist dennoch wichtiger das Produkt gut zu vertragen oder das eine Foundation farblich zu mir passt (ist leider sehr selten).
    Ist es nicht auch so, dass der LSF nur der Faktor ist um den die Zeit die meine Haut in der Sonne aushält ohne das schädliche UV-Strahlen durchkommen verlängert? Also wenn es bei mir (seeeehr hell) vielleicht 5 Minuten sind wären es mit einem LSF 10 50 Minuten? Müsste ich dann nicht jede Stunde nachcremen? Wenn ich mich morgens wasche, eincreme und schminke aber erst Mittags rausgehe,ist der Schutz dann noch gegeben? Also bei chemischem LSF, mineralischer ist da ja ein wenig anders weil der mit Reflektion arbeitet, oder?

    Liebe Grüße
    Karmesin

    • Reply
      Isa 12. Januar 2013 at 13:20

      Kann mich nur anschließen, zumal letztens ein Test im TV kam das dass nacher eincremen sowieso nichts bringt :(

    • Reply
      Agata 12. Januar 2013 at 12:21

      Zur “Sonnenschutz jede zwei Stunden neu applizieren” Sache steht oben in den Kommentaren schon mehr – im Endeffekt ist hier auch nur wichtig, die erforderlichen Dosierungen einzuhalten und man ist noch am Abend geschützt.

      Mineralische Filter zersetzen sich unbehandelt leider auch, jedoch sind die meisten einge“coat“ed, sodass diese stabiler sind. Dieses erkennt man leider noch nicht an den INCI Deklarationen (auch das Erkennen von Nano Filtern erkennt man nur, wenn der Hersteller dieses angibt) – wenn der Weißschleier (der durch grobe Mineralpigmente entsteht) jedoch aufgetragen minimal ausfällt, dann ist damit zu rechnen :)

    • Reply
      Karmesin 12. Januar 2013 at 06:51

      Ach ja, auch wenn ich nicht primär darauf achte haben meine Cremes eigentlich fast immer einen LSF. ;-)

  23. Reply
    Tina 12. Januar 2013 at 08:48

    Ja, der Sonnenschutz. Muß zugeben daß ich damit schlure, vor allem im Winter. Sitze im Prinzip den ganzen Tag am Computer und sollte von daher mehr darauf achten. Halte es aber genau wie Du: Immer Primer, und dann eine Foundation mit SPF. Derzeit benutze ich wieder viel Mineralfoundation ( Everyday Minerals), und die schützt ja wenigstens etwas.

    Ich muß aber auch sagen daß ich mir gerne eine spezielle SPF-Creme zulegen würde aber nicht so richtig weiß welche. Habe bei Tagescremes mit SPF oft die Erfahrung gemacht (z.B. mit dem Day Fluid von Exuviance) daß die Creme dann auf der Haut „rollt“, wenn Du verstehst was ich meine. Hast Du Tips?

    • Reply
      Agata 12. Januar 2013 at 12:33

      Jau, das passiert, wenn sich zwei Emulsionsarten nicht vertragen.
      Wenn man eine silikonbasierte Foundation z.B. auf eine rein auf Wasser basierende Creme appliziert. Deswegen benutze ich die obig erwähnte Studio Fix SPF 15, da sie gleichzeitig eine unglaublich gute Make-Up Base ist.
      Es ist jedoch auch manchmal der Fall, dass Produkte sich schlecht auf Dimethicone (welches in der Exuviance drin ist) verteilen, wenn dieses nicht angetrocknet ist.
      Jetzt ein viel zu banaler Tipp: Man braucht nicht viel von dem Produkt (sodass nichts zum „rollen“ da ist). Wenn du es auf leicht nasse Haut aufträgst, verteilt man selbst eine kleine Menge leichter im Gesicht.

      Btw, das Exuviance ist ein richtig gutes Produkt!

  24. Reply
    Schnikki aus dem Beautydschungel 12. Januar 2013 at 08:54

    Agata, auf dich habe ich in dieser Blogger-Welt gewartet!
    Informative, interessante Beiträge, die weit über Makeup-Looks hinaus gehen. DANKE!

    Ich nehme mir immer vor, mehr Sonnenschutz zu nehmen im Winter, weil ich eben weiß, wie notwendig das ist, aber ich bin nachlässig. Nur in der Zeit, als ich mein Alpha-H Liquid Gold benutzt habe, hab es deren passende Tagescreme als Sonnenschutz drauf…
    Ich komme allerdings so wenig raus unter der Woche, da macht es kaum was aus.

    Danke für diesen tollen Post!

    • Reply
      Agata 12. Januar 2013 at 12:35

      Es freut mich, dass Dich Liquid Gold zum Sonnenschutz animiert hat, denn dieser ist wichtig, während man AHAs benutzt, ja :)

  25. Reply
    shelynx 12. Januar 2013 at 09:38

    Vielen Dank! Das war gut geschrieben und sehr informativ. Morgendlich gerechnet habe ich noch nicht – aber vllt. sollte ich :-)

    Alles Liebe und bis bald

  26. Reply
    Mia Alabaster 12. Januar 2013 at 11:30

    Ich habe zwar eine Foundation mit Sonnenschutz, achte aber auch auf Feuchtigkeitspflege mit chemischen UV-Filtern (LRP) oder nutze an Tagen ohne Make-Up den Super City Block von Clinique. Ich trage keine Unmengen von Foundation, weiß über die Relevanz vom Auftrag Bescheid – daher immer der zusätzliche Schutz. Manchmal geht UV-Schutz auch gut über die Ernährung, gerade im Winter bei teilweise unter 1 Sonnenstunde reicht es mir, wenn ich meine 500g Brokkoli gegessen habe. :p Und wenn es einmal doch nicht genügen sollte, so ist ein bisschen die VitD3-Produktion anregen auch nicht verkehrt. :p

    Ich persönlich finde (thematisch erweitert) Sonnenschutz bei sportlichen Aktivitäten viel schwieriger. Ob man nun Tennis spielt oder direkt Sonnenbaden geht, so sehr unterschiedlich ist die UVA- und UVA Strahlenbelastung da ja nicht. Klar creme ich mich ein (ich mag Anthelios von LRP), aber durch die Anstrengung und Bewegung habe ich das Gefühl dass der Sonnenschutz nicht wirklich gewährleistet ist. Nach langen Läufen (trotz Sonnencreme!) habe ich oft eine leichte Rötung. Wie ich das lösen kann, weiß ich nicht wirklich… :(

    Mir gefällt, dass du fachkompetent an deine Themen herangehst. Hast du etwas Fachspezifisches studiert oder dein Wissen über extensive Litertaturstudien erworben?

    Liebe Grüße :)

    • Reply
      Agata 12. Januar 2013 at 12:50

      Ja, Antioxidantien können den den hauteigenen Sonnenschutz boosten, jedoch ist das ein sehr kleiner Wert ohne Kombination mit Sonnenschutz :) Alles natürliche, von dem ich bisher gelesen habe, hat den Wert von SPF 4 nicht überschritten.

      Die Anthelios ist gut! Schwitzen ist immer noch ein Problem – mittlerweile darf man Sonnenschutz nicht mehr „waterproof“ nennen, sondern nur noch wasserresistent. Finde es somit gut, dass Du zusätzlich von „Innen“ nachhilfst!

      Informatik – mein Wissen ist dilettantisch :(

    • Reply
      Mia Alabaster 12. Januar 2013 at 11:34

      Urks, Samstag-Schlafmützen-Murkser.^^

      UVA + UVB natürlich…

  27. Reply
    Chaosknöpfchen 12. Januar 2013 at 12:55

    guter post. habe mir über dieses thema schon öfter gedanken gemacht, da ich kaum eine sonnencreme vertrage, oder ich das ergebnis meiner foudation mit sonnencreme darunter nicht sehr schön finde. allerdings benutze ich ausschließlich mineral foundation spf 15 und da ich diese nicht nur zum appudern benutze sondern richtig als foundation, brauche ich davon schon etwas mehr produkt. auch mein gesichtsöl (jojoba) hat einen natürlichen lichtschutzfaktor, der allerdings sehr gering ist… jedenfalls frage ich mich des öfteren ob der schutz der foundation eigentlich aussreichend ist, und weil ich mir iht sicher bin meide ich die sonne im sommer generell. andererseits wüsste ich auch nicht, was ich anders machen könnte um ihn zu erhöhen… ich vertrage nur diese foundation und mit dem öl bin ich auch froh dass ich endlich was gefunden habe was für mich funktioniert :/

    • Reply
      Agata 12. Januar 2013 at 13:03

      Man kann immer noch mit Antioxidantien (besonders Vitaminen) dem Sonnenschutz nachhelfen!

  28. Reply
    Isa 12. Januar 2013 at 13:21

    Hallo Agatha,

    bei Make up achte ich gar nicht auf Sonnenschutz, weil ich es sowieso sehr selten trage, aber danke für den ausführlichen und informativen Post :)

  29. Reply
    EinHorn 12. Januar 2013 at 16:42

    Wie informativ! Bisher – ich gebe es zu – habe ich mir kaum Gedanken über Sonnenschutz im Gesicht gemacht, aber dein Artikel lädt direkt dazu ein, meine Gewohnheiten zu hinterfragen. Vielen Dank dafür!

  30. Reply
    sterndli98 12. Januar 2013 at 16:44

    Ich achte wie du sehr auf Sonnenschutz, im Geschäft haben sie mich diese Woche wieder blöd angeguckt als ich gesagt habe, dass ich das ganze Jahr über Sonnencreme verwende. Als dann die Diskussion anfing, hat zumindest eine Kollegin zugegeben dass ich recht habe, dass die zweite Arbeitskollegin nicht meiner Meinung ist, wusste ich schon seit dem Sommer, denn wenn man zu zweit für 2 Wochen in die Sonne fährt mit einer Creme mit SPF von 15 und dann mit einer halbvollen Tube zurückkommt, ist der Standpunkt ziemlich klar.

    • Reply
      Agata 12. Januar 2013 at 17:01

      Ja, die wenigstens erachten in Deutschland Sonnenschutz als Anti Aging und somit eine Angelegenheit für das ganze Jahr :(

  31. Reply
    prinzessin_paprika 12. Januar 2013 at 17:59

    Da sich Sonnenschutz-Mittel (schon wirklich sehr viel probiert – NK und KK das einzige was meist geht: Alva Sanddornöl – allerdings ist da der Schutz ja fraglich) auf meiner Haut sich anfühlen wie dichte Spachtelmasse und ich immer entweder Pickel oder wassergefüllte Pusteln bekomme, versuche ich mit Ernährung und Kleidung gegen Sonnenbrand entgegenzuwirken.
    Allerdings hatte ich in meinen 37 Jahren dreimal einen Sonnenbrand und nur zweimal eine leichte Rötung an den Ohren ;-) (in Ghana am Meer während des Nachmittages).
    Nun meine Frage: ist Sonnenschutz in diesem Fall noch sinnvoll und wenn ja: Warum?
    Das ist nicht (!!) polemisch gemeint!
    Aber wenn ich die Wahl habe, dass sich meine Haut in ein pusteliges, juckendes Meer verwandelt oder eben die Falten früher ihren Weg ins Gesicht finden, dann würde ich wohl die Falten und eine ältere Haut vorziehen…

    Ich bin absolut offen für Vorschläge und Argumente – finde Deine Beiträge sehr spannend.
    *Tee hinstell und aufmerksam die Augen geöffnet!*

    • Reply
      Agata 12. Januar 2013 at 19:22

      Was ist mit reinem Zinkoxid Schutz? Er ist broadspectrum, gecoated und/oder in Nanoform hinterlässt es kaum „Spachtelmasse“ – dazu ist Zinkoxid entzündungshemmend (gegen Pickel/Reizungen). Die Pusteln hören sich jedoch nach etwas an, was man den Hautarzt einschätzen lassen sollte.

      Schutz gegen die Sonne ist tatsächlich eher blankes Anti Age (es gibt ja diesen bekannten Spruch, dass das Vitamin D von der Sonne mehr Krebszellen bekämpft als Sonnenschutz je verhindert) und natürlich muss man nicht ein 100%iges Anti Age fahren (Stichwort Antioxidantien).
      Dazu ist es Vorbeugung. Reperatur ist aufwendiger, aber bei Unverträglichkeiten gegen Filter in Betracht zu ziehen: Kollagenproduktionsnareger wie Retinol, Vitamin C (wobei dieses leider auch lichtsensibler macht) et cetera.

      Ansonsten Hoffnung auf neue Technologien. Seit den anfänglichen PABA Filtern (auf welche es viele allergische Reaktionen gab) hat sich viel gemacht – besonders ein Blick auf die in Japan zugelassenen Filter lohnt sich!

  32. Reply
    Andreea 12. Januar 2013 at 18:46

    Also der beste Sonnenschutz ist nazürlich keine Sonne – im Gesicht mittlerweile bei mir zur Paranoia ausgereift, am Körper etwas entspannter.
    Die Lauder BB ist mein heiliger Gral für den Sommer, weil ich kaum eine Sonnenmilch vertrage und nicht immer mit Sonnenhut rumlaufen kann.
    Sie hat im Urlaub einwandfrei funktioniert, wobei mir das Produkt in etwas trockener Konsistenz und ohne die starke Parfümeirung mir lieber wäre.

    Die Sonne in Norddeustchland ist vielleicht nicht ganz so krass und so häufig da, aber die Strahlung ist tendeziell ja immer da. Allerdings bin ich ein Typ, der nicht zu Sonnenbrand neigt. Wäre ich wirklich hell, würde ich täglich darauf achten.

    Das mit der Mengenangaben wusste ich allerdings auch nicht.

    • Reply
      Agata 12. Januar 2013 at 19:24

      Ja, eine unparfümierte Version empfände ich ebenfalls als genial!

      Genau, Strahlung ist immer da und gerade die Strahlung für Sonnenbrand ist nicht für Anti Age zuständig. Habe schon oft gelesen, dass man sich vor Strahlung sicher fühlt, da man nie Sonnenbrand bekommt. Dabei bemerkt man den Schaden von UV-A erst langfristig, nicht kurzfristig wie zB beim Sonnenbrand :(

  33. Reply
    Nadi 12. Januar 2013 at 20:10

    wow – das ist ein extrem interessanter Artikel. vielleicht der interessanteste, den ich bisher auf Beauty-Blogs gelesen habe! toll, dass Du nun hier bei Magi mitmachst!

    Eigentlich habe ich meine Haut immer sehr unempfindlich gegen Sonne gehalten. Wenn ich in Deutschland nicht gerade den ganzen Tag am See bin, bekomme ich keine Sonnenbrand. Da habe ich mich – außer, wir sind Baden gefahren oder waren den ganzen Tag in der Natur – nie großartig um Sonnenschutz gekümmert.

    Seit es aber in meiner Familie ein Fall von (zum Glück „nur“) weißem Hautkrebs im Gesicht gab, bin ich doch wesentlich sensibilisierter was Sonnenschutz angeht. ich finde es schade, dass ich da nicht früher mit angefangen habe. Aber gerade in meiner Kindheit und Jugend war das Thema (vor allem auch in der DDR) gar nicht aktuell.

    Trotzdem war mit nicht bewusst, dass UVA-Strahlen im Winter genauso aktiv sind wie im Sommer und für die Hautalterung zuständig sind. wieder etwas gelernt!

    Glücklicher Weise habe ich vor einer ganzen Weile schon die für mich ideale Tagespflege gefunden: die „Superdefense SPF 25 Age Defense Moisturizer“ von Clinique. Ich benutze doch recht viel davon unter meinem Make Up und hoffe, dass der Lichtschutz ausreicht. ich liebe diese Creme – sie hat eine für mich ideale Pflegewirkung und zieht trotzdem schnell ein.

    trotzdem werde ich mich vielleicht für den Sommer noch nach einer stärken Dosis umsehen.

    • Reply
      Agata 14. Januar 2013 at 00:44

      Einen Heiligen Gral gefunden mit Sonnenschutz?
      Da kann ich nur gratulieren! :)

  34. Reply
    KAwieKatze 12. Januar 2013 at 22:23

    bedeuten denn jetzt eigentlich die zahlen bei LSF und SPF den gleichen schutz? ich habs noch nicht ganz geschnallt…

    • Reply
      Agata 13. Januar 2013 at 01:53

      Diese sind mittlerweile identisch :)

  35. Reply
    beautyKatze 13. Januar 2013 at 00:33

    Wow was für ein Einstieg! Da hast du aber den Leserinnen ordentlich zu denken gegeben :-D

    Ich bin auch ein LSF Banause ohne Ende und hab nie auch nur eine Sekunde ans Addieren oder Subtrahieren der Werte gedacht. Meine Produkte haben zufälligerweise alle LSF und ich hoffe es addiert sich zu etwas annehmbarem o_O Muss das mal ausrechnen.
    Bin gespannt was für ne Granate du uns nächstes Mal vorsetzt. Respekt!

  36. Reply
    Treelo 13. Januar 2013 at 15:27

    Sehr interessant das zu wissen o.O Ich bin eine Person, die sich über sowas nicht wirklich Gedanken macht, aber dein Post hat mich echt nachdenklich gemacht…

    • Reply
      Agata 14. Januar 2013 at 00:31

      Yay, Nachdenklichkeit ist immer gut :)

  37. Reply
    Joana 13. Januar 2013 at 16:40

    Liebe Agata, ich fand deinen Beitrag sehr spannend! Ich besitze sogar die von dir genannte Sonnencreme von Bioderma, allerdings frage ich mich, wie es mit der Haltbarkeit dieses Produkts gestellt ist. Ich habe irgendwie noch die Information im Hinterkopf, dass Sonnenschutz nach spätestens einem Jahr nicht mehr so gut wirkt. Weißt du etwas darüber?

    • Reply
      Agata 14. Januar 2013 at 00:29

      Die Bioderma empfiehlt sogar nur neun Monate nach dem Öffnen der Packung, falls ich das richtig in Erinnerung habe!
      Schon die beigefügten Antioxidantien werden mit Luftkontakt zersetzt und verlieren an Wirkung (weshalb z.B. offene Tiegel nie zu empfehlen sind) – die Filter selbst sind meistens sehr stabil, auch wenn sich einige mit der Zeit zersetzen können ja.

      Hier immer auf die hintere Haltbarkeitsanzeige beziehen. Falls keine drauf ist, dann ist das Produkt für mindestens drei Jahre haltbar (nach Deklaration).

  38. Reply
    dingens 13. Januar 2013 at 18:42

    ehrlich gesagt verstehe ich den ansatz dieses posts nicht ganz. verlässt sich hier irgendjemand in sachen sonnenschutz auf puder und foundation? ich setze da auf tagescreme und sonnenschutzmittel. alles was noch „on top“ kommt, schön und gut. aber dass man da nicht ausreichend geschützt ist, kann ich mir doch an zehn fingern abzählen..? oder habe ich diesen post komplett falsch verstanden?

    • Reply
      sabi 15. Januar 2013 at 23:44

      Das ist ja deprimierend. Ich verlasse mich im Sommer natürlich nicht auf meinen Mineralpuder mit 25 LSF, dachte aber, dass er für den Winter ausreicht. Ich trage für gewöhnlich ein pudriges Mineralmakeup mit 15 LSF und eine dicke Schicht Mineralpuder mit LSF 25 übereinander und fühlte mich damit immer gut geschützt.

      Ich habe super fettige Haut und Sonnencreme unter meinem Makeup, kann ich mir gar nicht vorstellen. Deswegen trage ich auch keine Primer oder ähnliches, das verwandelt sich innerhalb von einer Stunde in eine reine Ölschicht, die mir vom Gesicht läuft. Hast du irgend eine Creme mit LSF für sehr fettige Haut?

      Und ich habe auch schon Ärzte von chemischen LSF abraten hören, weil diese die Leber zu sehr belasten? Ist da was dran?

      • Reply
        Agata 16. Januar 2013 at 00:43

        Für sehr fettige Haut ist ja jede Creme schon zu viel – man könnte die Creme auch komplett weglassen, wenn man nicht irgendwie Wirkstoffe der Haut zuführen wollen würde.

        Für ölige bis Mischhaut kenne ich nur die hier schon erwähnten Avene Cleanance Sonnenschutz/Eucerin DermoPurifyer LSF 30/Bioderma Photoderm AKN/Rossmann Eigenmarke mattierender Sonnenschutz.

        Das mit der Leber beruht auf Aussagen, dass Nanofilter in den Blutkreislauf gelangen könnten – dieses wurde, außer bei Verletzungen, nie bestätigt.

        • Claudia 11. Februar 2013 at 18:13

          Hier klinke ich mich direkt mal ein:

          wie sieht es denn bei den von dir genannten Cremes mit dem Geistergesicht-Effekt auf Fotos aus?

          Durch welche Inhaltsstoffe kommt dieser zustande, wie kann ich ihn also vermeiden?
          Und tritt er auch auf, wenn ich über der Sonnenschutzcreme Foundation trage?

          Vielen Dank schonmal!!
          Liebste Grüße

        • Agata 11. Februar 2013 at 18:16

          Das passiert, wenn mit Blitzlicht fotografiert wird und das Licht vom Sonnenschutz reflektiert wird.

          Reflektieren tut mineralischer Sonnenschutz (Titandioxid, Zinkoxid), aber auch manche chemische Filter (Tinosorb Familie).

          Mit Foundation wird der Effekt meistens sogar größer, da die weißen Pigmente in der Foundation Titandioxid sind.

        • Claudia 11. Februar 2013 at 19:30

          Danke dir!

          Gibt es denn auch Sonnencremes ohne diese Stoffe, oder sind genau das die notwendigen Stoffe, die uns vor Sonne schützen?

        • Agata 11. Februar 2013 at 20:27

          Chemische Filter, welche ausschließlich absorbieren. Sonnenschutzfilter bei Codecheck prüfen und selbst googlen, ob die Filter reflektieren/absorbieren.

          (Was jedoch nicht unbedingt gut ist: Chemische Filter werden oft mit mineralischen gemischt, um das Irritationspotential klein zu halten – das macht durchaus Sinn und es lohnt sich da, ein wenig blasser auf Bildern auszusehen!)

        • sabi 16. Januar 2013 at 14:26

          Könntest du mir eine BB Creme oder Make-up empfehlen, die für ölige Haut geeignet ist und auch über einen guten LSF verfügt?

        • Agata 16. Januar 2013 at 14:45

          Die oben genannte Estee Lauder ist für fettige Haut geeignet, da es ein paar ölabsorbierende Inci hat, einen guten LSF – nur leider recht stark parfümiert.
          Bei asiatischen BB Cremes kenne ich mich nur semigut aus und kann deswegen keine Empfehlung geben.

          Bei öliger Haut ist die Matchmaster unglaublich gut, da reicht mir der LSF alleine allerdings nicht aus.

    • Reply
      Agata 14. Januar 2013 at 00:33

      Tagescreme/Sonnenschutzmittel unterliegen ja den gleichen Dosierungsbedingungen wie oben aufgezählt :)

      • Reply
        Dingens 15. Januar 2013 at 09:36

        Ja…und? Ich kenne niemanden, der foundation oder Puder als Sonnenschutzmittel verwendet. Die Sonnenschutzangaben auf diesen Produkten spielen bei mir überhaupt keine Rolle weil ich nicht im Traum drauf käme, mich in Sachen Sonnenschutz auf dekorative Kosmetik zu verlassen. dafür ist die Schicht darunter zuständig.

  39. Reply
    Schaukelfee 13. Januar 2013 at 22:57

    Naja, Sonnenschutzmittel helfen auch nix mehr, wenn ich rauche, mich nicht ausreichende bewege (Durchblutung der Haut!), mich schlecht ernähre und wenig schlafe und mich ins Solarium lege. Und keiner weiß so richtig, was für chemische Reaktionen Sonne + Schutzmittel auf der Haut entstehen.
    Und Fakt ist: Sonnenschutzmittel schützt nicht vor Hautkrebs, sondern vor Sonnenbrand. Und den bekomme ich nicht von 10 Minuten auf dem Nachhauseweg um 16 Uhr. Und im Schatten ist LSF auch nicht notwendig. Und er verhindert die Vitamin-D-Produktion.
    Aber die Aussage des Artikels ist informativ: der angegebene LSF ist irgendwie nur relativ.

    • Reply
      Agata 14. Januar 2013 at 00:39

      Vitamin D wird zur Winterzeit in Deutschland nicht ausreichend gebildet, somit spricht nichts gegen Sonnenschutz in den kalten Monaten.

      Sonnenschutzmittel hilft gerade nicht nur bei Sonnenbrand, sondern auch gegen beschleunigte Hautalterung und diesen Effekt bekommt man auch mit 10 Minuten auf dem Nachhauseweg um 16 Uhr – ja selbst die Stunden in der Arbeit/Uni am Fenster und zu Hause am Rechner.

  40. Reply
    Claudia 14. Januar 2013 at 15:59

    Wow, toller Eintrag und sehr interessant! Ich persönlich kümmere mich um Sonnenschutz nur im Sommer, was vermutlich nicht die beste Variante ist.. aber ehrlich gesagt hab ich noch nie so genau darüber nachgedacht.

    Was ich mich jetzt frage – wie genau funktioniert das mit dem Layern? Du hast in einem der Kommentare geschrieben, dass die erste Schicht nicht antrocknen darf..
    Bei mir ist es aber oft so, dass ich mich nicht sofort nach meiner normalen morgendlichen Gesichtspflege-Routine schminke. Wenn ich dann zum Beispiel zwei Stunden später meine Foundation auftrage, nehme ich meistens einen Primer oder nochmal eine Feuchtigkeitspflege, die als Primer dienen soll und im Sommer eben Sonnenschutz (LRP Anthelios AC). Bedeutet das nun, dass mein Sonnenschutz/Primer nicht wirkt, weil ich das alles erst viel später auftrage und meine Gesichtspflege längst getrocknet ist? Finde das ein bisschen verwirrend, vielleicht kannst du mich aufklären!

    Und kennst du vielleicht zufällig einen guten SPF-Primer für trockene und empfindliche Haut?
    (Ich habe mal den NARS Multi-Protect Primer SPF 30/PA+++ getestet, dessen Beschreibung mir sympathisch war, ich war mir zum damaligen Zeitpunkt aber nicht sicher, ob ich ihn gut vertrage.)

    • Reply
      Agata 14. Januar 2013 at 17:48

      Pflege besteht unter anderem aus okklusiven Inhaltsstoffen – diese formen eine Schicht um die Haut.
      Solange man den Sonnenschutz zusammen vermengt mit der ersten Pflegeschicht, können die Zellen den chemischen Schutz noch normal absorbieren, später ist die Schicht angetrocknet und lässt weniger raus von der Haut/rein in die Haut.

      Anthelios benutzt übrigens Tinosorb S, welches absorbiert UND reflektiert. Der reflektierende Teil wird weiterhin aktiv sein, egal wann Du ihn aufträgst.

      MAC sind auf Verträglichkeit getrimmt, aber auch der NARS Primer sieht sehr gut verträglich aus – sogar unparfümiert!

      • Reply
        Claudia 14. Januar 2013 at 21:17

        Erstmal vielen Dank für deine Antwort :)

        Würde denn der reflektierende Anteil allein genug Schutz bieten?

        Von MAC vertrage ich leider Produkte aus verschiedenen Bereichen (Foundation, Concealer, Puder, Blush) nicht, daher bin ich da sehr vorsichtig geworden.. aber vielleicht teste ich einfach den NARS-Primer noch einmal ausführlich. Auf jeden Fall hast du mich mit deinem Beitrag zum Überdenken meiner Sonnenschutzgewohnheiten gebracht :)

        • Agata 14. Januar 2013 at 22:30

          Ja, Tinosorb S wird dann auch noch schützen, selbst der absorbierende Teil.
          Die Auftragsregeln sind nur ein Exempel für den Idealfall!

  41. Reply
    Kirschvogel 14. Januar 2013 at 23:18

    Whoops, ein Thema, über das ich mir zugegeben noch wenig Gedanken gemacht habe. Sollte ich aber, wenn ich das hier so lese.

  42. Reply
    Sumi Suu 15. Januar 2013 at 08:54

    Toller Beitrag, sehr interessant und informativ. Habe ihn mir gerade ein zweites mal durchgelesen, da ich auf Anhieb zwar alles verstanden habe, mir aber nicht merken konnte. Ich werde mir jetzt wohl doch ein extra Lichtschutzfaktorprodukt kaufen, da ich mich nicht auf den LSF meines Make-up’s mehr verlassen möchte. Das von dir erwähnte Bioderma Produkt schaue ich mir definitiv mal näher an!
    Vielen Dank für diesen Beitrag, freue mich schon auf deine nächsten :-).

    • Reply
      Agata 15. Januar 2013 at 11:21

      Wobei die Photoderm AKN gerade für unreine Haut sehr zu empfehlen ist und von Avène/La Roche Posay/Eucerin/Balea die gleichen Filter eingesetzt werden und auch Interessantes für andere Hauttypen bieten :)

      • Reply
        KIKI 5. Mai 2013 at 16:44

        Hallo leibe Agata hat der Bioderma Sonnenschutz auch einen aureichenden UVA Sonnenschutz? Ich konnte beim googlen keinen Anhaltspunkt für eine UVA-Siegel finden?
        Du hattest oben schon erwähnt das der Sonnenschutz in der Bioddemra photostabil sei was bedeutet das genau? Und welche Art von Filtern wird in der Bioderma verwendet chemische oder mineralische?
        LG KIKI

        • Agata 6. Mai 2013 at 23:25

          Auf der französischen Bioderma Seite sind die UVA Werte der Produkte angegeben :)
          Jau, die Bedingungen für ein UVA Siegel sind erfüllt, auch wenn es nicht ausgezeichnet sein sollte (habe ich nicht in Erinnerung).

          Durch den Artikel von A&K (den ich Dir schon verlinkt habe) schaffst Du es, herauszufinden, ob die Filter mineralisch sind oder nicht.

          Ich hoffe, die Antwort war genug „Hilfe zur Selbsthilfe“ :)

  43. Reply
    beautyjagd 15. Januar 2013 at 10:35

    Deine Kommentarantworten sind für mich mindestens so spannend wie der Artikel selbst zu lesen! Danke schön dafür :) :)

    • Reply
      Agata 15. Januar 2013 at 11:19

      Gerade das denke ich mir bei jedem Deiner Artikel auch immer!! :)

  44. Reply
    sabi 16. Januar 2013 at 00:06

    Da fällt mir noch eine Frage ein. Hast du eine Meinung dazu, ob Metyhlparaben unter Einfluss von Sonne die Hautalterung noch verstärkt.

    • Reply
      Agata 16. Januar 2013 at 00:29

      Jau, tut es – es löst zusätzlichen oxidativen Stress, welcher für die Hautalterung zuständig ist, aus.
      Das umgeht man simpel mit Antioxidantien, welche eh in gut formulierten Sonnenschutzprodukten enthalten sind.

  45. Reply
    Nene 16. Januar 2013 at 10:27

    Cool, der Bericht war total informativ für mich! Auch wenn ich das mathematische Zeug nicht so ganz verstanden hab, das muss ich nochmal in Ruhe lesen.

    Was ich mich jetzt noch frage: du benutzt nun also zu allererst noch einen Sonnenschutz, bevor du mit dem dekorativen Part beginnst? Und was bedeutet das für mich? sollte ich mir eine Sonnencreme zulegen und sie in meine tägliche Routine einbauen? Ich trage im Alltag nur einen Transparent Puder ohne LSF zum mattieren, da ich empfindliche, zu Verunreinigungen und Pickel neigende Haut habe, und sie im Alltag nicht mit Make up belasten möchte.

    • Reply
      Agata 16. Januar 2013 at 11:58

      Ob Sonnencreme/Serum oder Feuchtigkeitscreme/Primer mit SPF – Hautsache, die Dosierung stimmt und ist in der morgendlichen Routine drin, ja :)

  46. Reply
    Vany 16. Januar 2013 at 17:26

    Danke für die super Tipps! Wirklich toller Post. Einige Sachen sind sehr hilfreich.

    Liebe Grüsse

  47. Reply
    sabi 19. Januar 2013 at 12:48

    Da du schon so viele meiner Fragen beantwortest hast, fühle ich mich etwas unverschämt, aber ich habe dann doch noch welche.

    Angesichts meiner öligen Haut würde ich mich im Winter für eine BB Creme entschliessen. Wie schätzt du die Inhaltsstoffe der Garnier BB Creme Matt ein hinsichtlich des Sonnenschutzes? Ich habe eine Probe davon ausprobiert und die hat sich auf meiner Haut ganz gut gemacht. Eigentlich wollte ich etwas im Bereich NK finden, aber ölige Haut und Sonnenschutz ist im Bereich NK schwer zu finden. Oder gibt es eine andere BB Creme, die du mir empfehlen kannst?

    • Reply
      Agata 19. Januar 2013 at 13:11

      Bei der habe ich sogar überlegt, diese zu erwähnen – sie ist für ölige Haut tatsächlich sehr gut vom Finish her.

      Problem ist der von Dir angesprochene Sonnenschutz, denn der besteht nur aus Octinoxate.
      Dieser zerfällt ohne Stabilisierung mit zB Bemotrizinol oder Tinosorb M sehr schnell und zweitens keinen ausreichenden UVA Schutz bietet (dh er ist nach Regulierung mindestens ein Drittel vom ausgeschriebenen SPF, jedoch erreicht weit nicht den UVB Wert).
      Dabei ist es hauptsächlich UVA, welches uns wichtig ist :)

      • Reply
        sabi 19. Januar 2013 at 15:20

        Das ist ja furchtbar frustrierend! Danke für die Warnung. Ich hatte mit dem Gedanken gespielt die Eucerin Dermopurifyer zu kaufen, weil die ja mattieren soll und LSF hat, aber die Nutzerkommentare die ich dazu gefunden habe sind sehr entmutigend. Viele sagen, dass es nur für kurze Zeit mattiert und dann die Haut noch viel fettiger macht.

        Gibt es ein Make-up mit stabilem LSF? Oder eine tagescreme für unreine Haut?

        • Agata 19. Januar 2013 at 15:41

          Gibt schon einige genannte Kandidaten in den Kommentaren – jedoch was immer geht: Abpudern!

        • sabi 21. Januar 2013 at 00:44

          Danke für deine geduldigen Antworten. Dein erster Beitrag hat ja gleich sensationell eingeschlagen! Ich denke ich entscheide mich für Eucerin Dermopurifyer, auch wenn er so viele Silikone hat. Aber wie kann ich denn feststellen, dass der LSF hier nicht genau so schnell zerfällt? Denn Tinosorb M oder Bemotrizinol kann ich leider in den Inhaltsstoffen nicht entdecken, allerdings erwähnen sie extra den UVA Schutz.

        • Agata 21. Januar 2013 at 01:52

          zB im Wikipedia Artikel zu Avobenzone steht, welche restlichen Filter Avobenzone stabiliseren können – in der Dermopurifyer ist das zB die Tinosorb-S:
          http://en.wikipedia.org/wiki/Avobenzone

  48. Reply
    Katja 1. Februar 2013 at 17:22

    Ich finde deine Artikel wirklich sehr gut und freue mich, dass du jetzt bei Magimania dabei bist!!!! Du hast zwar in den Kommentaren schon ein paar Mal etwas zum Thema Nachcremen geschrieben (habe mir alles fleißig durchgelesen).
    Mich würde da trotzdem noch einmal interessieren, ob ich das richtig verstanden habe. Würdest du sagen, dass die höhe des LSF quasi nicht den Faktor angibt, im Sinne der Verlängerung des eigenen Hautschutzes? Da du oben geschrieben, hattest, bei richtiger Dosierung würde der Schutz auch abends noch aktiv sein. Demnach wäre diese Rechnung „Eigenschutz der Haut“ multipliziert mit dem LSF = „Anzahl der schützenden Minuten“ ja veraltet (für den normalen Alltag jedenfalls)? Demnach wäre ja, nach deiner Aussage, für die „Schutzdauer“ unwichtig ob ich LSF 10 oder LSF 15 benutze.
    Somit gibt der LSF quasi nur diesen prozentualen Anteil an (z.B. 90% bei LSF 15?) der Strahlen, die absorbiert werden (ich weiß nicht ob das der richtige Ausdruck ist..)?

    • Reply
      Agata 1. Februar 2013 at 18:04

      Yay! :)

      Das ist beides miteinander verbunden. Der SPF steht für die Menge, welche die Haut an UV-B Strahlung absorbiert:

      Bei einem SPF 15 wären das noch 6,7%, also 1/15tel von 100%. Bei einem SPF von 30 bleiben noch 3,3% (ein Dreißigstel) über.

      Umgerechnet schützt man sich somit bei folgenden Werten um folgenden Prozentsatz:
      SPF 2: 50%
      SPF 4: 75%
      SPF 10: 90%
      SPF 15: 93%
      SPF 30: 97%
      SPF 70: 98.5%
      SPF 100: 99%

      • Reply
        lexandra 15. Februar 2013 at 19:41

        Hi, finde es klasse, dass sich endlich auch mal jemand näher mit diesem Thema auseinandersetzt und dabei vor allem viel Irrglauben und viele Mythen aufklärt.
        Eines jedoch erschliesst sich mir nicht – wie kommst du auf diese SPF Berechnung?
        Meinem aktuellen Wissensstand nach, handelt es sich sehr wohl um die Zeit, die ich mit dem Sonnenschutz länger der Sonne ausgesetzt sein kann. Mich würde interessieren woher du diese ‚Tabelle‘ hast? Denn die suggeriert, m.E. fälschlicherweise, dass ein geringer Sonnenschutz von 10 schon für einen 90%igen Schutz sorgt!?

        Sorry, falls das alles sehr forsch rüberkommt, denn eigentlich finde ich deinen kompenten Ansatz hier äußerst vorbildlich.

        Liebe Grüße,
        lexandra

        Ps: Mit der ‚Behauptung‘ Sonnenschutz schütze nur vor Sonnenbrand und nicht vor Hautkrebs (und deren Vorstufen) wäre ich SEHR vorsichtig ;)

  49. Reply
    Jule 17. Februar 2013 at 15:37

    Liebe Agata, du bist absolut eine Bereicherung in der Beauty Welt!!!! Danke, danke, danke!! Habe alle deine Beiträge von Anfang an gelesen und nun schon 4 Seiten Notizen für meine zukünftige Beautypflege notiert. Ja, da gibt es für mich noch viel zu tun und vor allem noch ganz viel zum Lesen! Bisher habe ich nie auf den LSF geachtet und keine meiner Tagespflege/Augenpflege hat einen. Dabei bin ich schon fast 30 und hätte dem Thema mal Zeit widmen sollen. Ich nutze keine Foundation, sonder nur Puder und auch da: KEIN LSF :( Das wird ich nun auch direkt ändern und dank einer Sundance Sonnencreme, sind zumindest meine Hände heute geschützt (cremst du eigentlich nach jedem Händewaschen nach?!?)
    Eine Verständnissfrage habe ich jedoch noch zu der Wirkung von den Produkten übereinander. Ich hab verstanden, dass ein Serum unter der Pflege kein Problem ist, da ein Serum die Inhaltsstoffe der Pflege darüber durch lässt (Redermic R Serum + Photoderm AKN funktioniert somit) und bei AHAs und BHAs muss nur auf den PH-Wert geachtet werden (20 Minuten warten, dann Cleance K oder Paula’s Choice oder Tri Acneal + zb Pai Öl funktioniert, da Öl immer PH Neutral ist). Soweit so gut. Eine Creme schließt jedoch quasi die Haut und alles drüber kommt nicht mehr wirklich durch, außer man lässt die Creme nicht antrocknen. Aber wie weiß ich nun, ob sich zB die Avene Cleanance Emulsion (oder irgendeine andere Tagespflege aus meinem Bestand) mit dem Photoderm AKN „verträgt“ und ob ich so etwas von allen Wirkstoffen habe und der LSF auch funktioniert. Wo kann ich dieses Creme auf Creme Thema nochmal nachlesen? Wäre super, wenn du dazu noch eine Info hättest und hoffe du liest das hier noch, da ich es zum LSF Beitrag passend fand! LG, Jule

    • Reply
      Agata 17. Februar 2013 at 16:30

      Nein, ich creme meine Hände relativ wenig und meistens am Rechner oder beim Verlassen des Hauses. Falls man jedoch eine Handcreme mit Mineralöl o.ä. benutzt, ist das Eincremen sofort nach dem Händewaschen am besten, ja :)

      Da gibt es leider keine Allgemeinregeln und es gibt einige Ausnahmen, welche nirgendwo allesamt zusammengefasst sind, leider. Beim Beispiel Sonnenschutz (Du sprichst von der Photoderm) muss man zB darauf achten, dass, falls man sie mit anderen Filtern mischt, sich diese zB nicht zufällig degradieren.

      Die beste Möglichkeit ist es immer, die Firmen selbst anzuschreiben, ob sich zwei Produktarten vertragen :)

      • Reply
        Jule 17. Februar 2013 at 19:00

        Vielen Dank für deine schnelle Rückmeldung.
        Na dann bin ich ja mal gespannt, was mir die Firmen so antworten werden.
        Schade das es nicht die eine Seite gibt, auf der ALLE Infos zu finden sind :) das wäre ein Traum. Aber so heißt es erstmal weiter lesen, lesen und lesen. LG

  50. Reply
    Jules 16. April 2013 at 16:10

    Mich interessiert das oben gezeigte UV Serum von Dr. Grandel ja sehr, bin am überlegen das zu bestellen. Sollte ich es dann unter dem Hydrabio Serum auftragen oder danach? Würde ja so sagen danach, aber weil auf der Grandelseite ja steht über der Pflege. Vielleicht weiß ja jemand Bescheid :-) Ich liebe übrigens deine Artikel, Agata, und freue mich jedesmal auf den Freitag. Danke, dass du dein Wissen mit uns teilst :-)

    • Reply
      Agata 16. April 2013 at 16:34

      Grandel betont, dass die Reihenfolge egal ist. Es gibt nunmal verschiedene „Schulen“ in der Auftragsreihenfolge von Sonnenschutz. Sobald Du jedoch keine der Schichten antrocknen lässt, ist die Reihenfolge egal.

      Das Hydrabio Serum habe ich damals (es ist nun leer) immer als erste Schicht benutzt.

  51. Reply
    Adelsblass und Kunterbunt 21. April 2013 at 22:18

    Ich will echt nicht rumnörgeln, aber der Schutz gegen UV-Strahlung nimmt mit abnehmender Auftragsmenge nicht linear, sondern exponentiell ab – wenn man also nur die Hälfte der geforderten Menge des SPF 50 aufträgt, hat man keinen SPF 25 auf der Haut, sondern nur etwa 7.

    Faurschou, A. and H.C. Wulf (2007) The relation between sun protection factor and amount of suncreen applied in vivo. Br J Dermatol, 156: 716-719.

    (Wo ist denn hier das Umarm-Smiley?)

    • Reply
      Agata 22. April 2013 at 00:25

      Das ist kein rumnörgeln, sondern genau das, was ich mir wünsche.
      Dieses Thema wurde im BJ Forum so oft hoch- und runtergeleiert, dass man irgendwann verallgemeinert und Halbwahrheiten entstehen. In meinem ersten Post bat ich drum, dass man dieses doch bitte immer anzweifelt und korrigiert.

      In den Kommentaren war auch irgendwo ein Link zu „Man verliert sehr viel mehr als nur die Hälfte vom Schutz bei der Hälfte der Dosierung“, aber es gibt hier auch paar Links mit klaren „Halb/Halb“ Ansagen. Doch ich denke, Du kennst sehr gut die Gefahr von Halbwahrheiten, welche sich einschleichen :) Danke!

  52. Reply
    KIKI 1. Mai 2013 at 15:07

    Hallo,
    Zunächsteinmal ein echtes Lob u schafft es echt chemische Zusammenhänge so zu erklären das selbst ich sie verstehe :-).
    Sorry falls du die Fragen schon beantwortet hast aber wann würde man UV-Serum von
    Dr. Grandel SPF 30 denn genau anwenden (auf die Reihenfolge bezogen)? Könnte ich es auch auf meiner mischhaut verwenden? Verträgt es sich mit Benzolyperozid/AHA/BHA? Und nimmt die Sonnenschutzwirkung ab wenn ich daruber Concealer und Foundation (beide momentan ohne SPF) verwende?

    Es wäre echt lieb wenn du mir meine Fragen beantworten könntest ;-)

    • Reply
      Agata 1. Mai 2013 at 15:34

      Konsistenz immer leicht zu schwer auftragen. Das Serum ist nicht so leicht, wie man es sich vorstellt, somit nach einer Tagespflege wohl ideal.
      Solange Du keine Schicht gut antrocknen lässt, bleibt die Sonnenschutzwirkung nicht groß beeinträchtigt.
      AHA oder BHA sollte immer möglichst solo verwendet werden, damit der pH nicht groß verändert wird. Falls Du diese jedoch zB abends benutzt, verträgt sich das sehr gut, genauso BPO.

      Nein, Foundation schützt selbst zu einem SEHR kleinen Anteil gegen Sonnenschaden, da die Pigmente drin wie mineralische Filter funktionieren.

  53. Reply
    Nadine 2. Juni 2013 at 01:12

    Ich hoffe das liest überhaupt noch jemand :)
    Die empfohlene Auftragsmenge für das ganze Gesicht sind sogar 2 Finger!
    Mittelfinger und Zeigefinger für Gesicht und Hals.
    Für den restlichen Körper gilt: das ganze jeweils 1 mal für jeden Arm, jeden Unterschenkel und jeden Oberschenkel. Für Rücken und Bauch/Brust wird die Menge sogar 2 mal benötigt.
    Das heißt: auch mit der einen Fingerlänge kann man sich nicht auf den ausgewiesenen Sonnenschutz verlassen.
    Nicht umsonst heißt es „2-Finger-Regel“ :(

  54. Reply
    Bianka 8. Oktober 2013 at 20:31

    Hallo, ich habe schon länger eine Frage zum Sonnenschutz und kann im Internet oder sonst wo
    keine Antwort finden. Ich verstehe absolut nicht, wieso der Sonnenschutz im Winter mit z.B.
    LSF 15-20 oder 30 empfohlen wird (ich spreche nicht vom Skigebiet, sondern unseren grauen lichtarmen Winter mit Schhmuddelwetter).

    Ich spreche hier vor allem über UVA A; bei der Strahlenintensivität soll es sich ja das ganze Jahr um dieselbe handeln, unabhängig von der Sonnenintensität. Als Beispiel nehme ich mal, dass nach 10 Minuten (ich weiß es nicht, hierzu finde ich absolut keine Infos) OHNE Schutz die UVA Strahlung die Haut schädigt. Nehme ich also nur 30 im Winter, ist der Schutz nach 300 Min= 5 Std. aufgebraucht. Aufgetragen um z.B. 6:30 Uhr, heißt das 11:30 Uhr. Gehe ich dann also wieder raus, bin ich ungeschützt für den Rest des Tages….Selbst mit LSF 50 wäre dann um 15:00 Uhr Schluss mit Schutz (erst Recht im Sommer, lange hell) und meine versuchte Schutzmaßnahme gegen Anti Aging bringt gar nichts….???

    Ist dem so? Oder gibt es da eine andere Berechnung? Mal abgesehen davon, dass der UVA Wert ja pi mal Daumen NUR die Hälfte des UVB-Wert sein soll, in meinem Beispiel also nur 15 (150 Minuten) oder 25 mal 10= 250 Minuten?????

    Tja, das würde mich wirklich interessieren und vielleicht weißt Du ja etwas dazu, was mich sehr freuen würde. Wenn dem so ist, wie angenommen, verstehe ich allerdings den geringen vorgeschlagenen Schutz der Kosmetikindustrie überhaupt nicht, zumal viele Produkte nur UVB Schutz aufweisen, jedoch nicht UVA Schutz!! UND UVA Doch selbst in LSF 50 gering ist, da nur evt. = LSF 20 -25 für UVA ??

    Vielen Dank,falls du hierzu etwas weißt

    • Reply
      Agata 8. Oktober 2013 at 21:05

      Diese Minutenangabe für die Eigenschutzzeit ist tatsächlich so lasch formuliert (da der Eigenschutz ja zB mit antioxidantienreicher Nahrung auch bei Blasshäutern mal gut höher sein kann), dass man lieber das Original benutzen sollte – denn wie lange der Eigenschutz hält ist eigentlich nur eine schlechte Umrechnung davon, wieviel SPF an Strahlen prozentual filtern kann.
      (Und ab wieviel Minuten UVA Dich ohne Schutz schadet, kommt nunmal auf die Eigenschutzzeit an :p)

      Das sind nämlich bei einem SPF 30 (wenn DU natürlich die 2mg Produkt aufträgst!) schon 97% der Strahlung. 3% der Strahlung kommt durch und „verbraucht“ Deinen Eigenschutz – was schonmal eine gute Empfehlung ist.
      Viele nehmen jedoch immer noch die Zeitanzeigen, die jedoch komplett irreführend und nicht akkurat sind, da man ja auch je nach äußerlichen Bedingungen ruhig länger in der Sonne bleiben kann (wenn man zB in einem abgedunkeltem Zimmer sitzt, hören die Filter ja nicht auf zu wirken – sie sind selbst noch vorhanden, wenn der Eigenschutz verbraucht ist und blocken weiterhin ihren Prozentsatz an Strahlung).
      Immer nach den Prozentzahlen gehen, nie nach den Zeitangaben, die Empfehlung ist schon länger veraltet :(

      Es gibt viele Firmen, die ihren UVA Schutz mit dem PPA Wert auszeichnen (wie La Roche Posay), die mit den L’Oreal Filtern auch gut 2/3 des UVB Schutzwertes erreichen können.

  55. Reply
    Bianka 9. Oktober 2013 at 20:38

    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Genau verstehe ich dennoch nicht,was es nun mit dem PPA auf sich hat. Sagen wir mal PPA 10 gegen UVA-A. Oder wie du sagstet 2/3 des Schutzes ist gewährleistet. Also der Rest nach 2/3 UVA geht durch und die restlichen UVA Strahlen treffen von Anfang an auf den Körper, egal ob gerade eingeschmiert und wie lange man druassen/sich am fenster aufhält?

    Das verstehe ich nicht, wie gemeint. Z.B im ersten Beispiel ist man den gaanzen Tag draussen, ab wann ist der UVA Schutz vollkommen aufgebraucht?

    Zweiter Fall: ab wann aufgebraucht, wenn morgens zwar aufgetragen, aber man erst um 17:00 Uhr für eine Stunde raus geht?

    • Reply
      Agata 11. Oktober 2013 at 22:44

      PPA ist immer der genaue UVA Wert, den nicht alle Firmen angeben.
      Wenn kein PPA Wert vorhanden ist, muss man sich diesen erschätzen oder geht von der vorgeschriebenen Mindestmenge aus (in Europa ist 1/3 vorgeschrieben). 2/3 gilt nur für das Beispiel von La Roche Posay!

      Ja, es kommen immer Strahlen direkt durch, da kein Sonnenschutz 100% der Strahlen filtern kann, Maximum ist 99% bei einem 2mg aufgetragenem SPF 50. Wenn Du SPF 10 trägst, gehen IMMER 10% Strahlung durch. Selbst sofort nach dem Auftrag.

      Man kann nicht sagen, wann der UVA Schutz aufgebraucht ist, da es mit Deiner Eigenschutzzeit zusammenhängt. Diese wird hauptsächlich von Deiner Tönung (wie viel Melanin, welche Strahlung absorbiert, hat Deine Haut?) und Deiner Nahrung (wie antioxidantienreich isst Du?) bestimmt und wird Dir keiner pauschal beantworten können – der Grund, weshalb die Faktor*Eigenschutzzeit Angabe komplett unwissenschaftlich ist und man diese nicht benutzen sollte.

      Auch den zweiten Fall kann man Dir nicht beantworten, weil es wieder mit Deiner Eigenschutzzeit zu tun hat. Der UVA Schutz wird allerdings auch in der Wohnung verbraucht und nicht erst „draussen“ :p Er ist somit identisch mit dem ersten Fall aufgebraucht (besonders, weil UVA 95% aller Strahlung ausmacht).

      Übrigens bringt Nachcremen nichts, da die Eigenschutzzeit eh verbraucht bleibt und die Filter wahrscheinlich eh noch intakt sind (außer, man schwitzt/reibt sich viel).

  56. Reply
    Bianka 13. Oktober 2013 at 22:26

    Vielen Dank! Jetzt bin ich ein wenig schlauer! Gehe jedoch leider davon aus, dass der UVA Schutz dann sehr schnell aufgebraucht ist (vor allem im Sommer bzw.), auch wenn ich in meinem Fall schnell Melanin bilde und null zum Sonnebrand neige. Denke , da der UVA Schutz gering ist (1/3 bis 2/3 von z.B 90% = 30%, 70% gehen gleich durch), ist man also schnell ungeschützt, und so kann man sich nach wenigen Stunden gar nicht mehr draußen vor UVA schützen- auch im Winter nicht…am Ende des Tages/des Lichtes- schade!

    • Reply
      Agata 13. Oktober 2013 at 22:42

      … gibt ja noch Sonnenhüte :p Sind im Winter sicherlich schick!

      Mhmm es geht bei UVA Schutz hauptsächlich darum, den Schaden zu minimieren und die Hautalterung nicht unnötig zu begünstigen. Komplettes Blocken ist zur Zeit nicht möglich :)

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