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Makeup Artistry, Akuter Visagismus und alles dazwischen

Ich kam vor kurzen beim Kaffee mit Tante Magi auf das Thema und sie hat mich unter Androhung der Höchststrafe (Zitat: „Ich schmink dich mit Drogerie Makeup!“) dazu verurteilt darüber einen Beitrag zu schreiben. Haha, naja… So oder so ähnlich war es bestimmt.

Viele Leute habenein Verständnis davon was so ein „Makeup Artist“ tut, klar, er schminkt Models… Oder Schauspieler, oder Bräute, oder er tut es im Theater, an einer Schule, beim Film, auf Modenschauen, und manchmal auch im Fernsehen. Aber da geht es ja schon los, das Beschreibt das Arbeitsfeld ALLER Visagisten auf der Welt! Was selten jemand bedenkt ist, dass das alles sehr unterschiedliche und meist in sich geschlossene Industrien sind in denen mancher sich entfalten kann aber ein anderer vielleicht auf ewig ein reiner Dienstleister bleibt.

Am Anfang jeder Makeup Karriere, vielmehr noch vor Beginn der Ausbildung muss man sich darüber im Klaren sein in welchem Bereich man arbeiten möchte, denn darauf muss das Training gezielt angesetzt werden. Im groben Ganzen stehen diese neun Bereiche zur Wahl:

 

  • Retail – Verkauf am Counter, auf Messen, als Ding Dong Tante oder im Kaufhaus.
  • Bridal – Bräute, hauptsächlich private Kundschaft die zu Hause bedient wird.
  • Media – Photografie, Video, Film & TV, meist für Werbung, TV Shows und Interviews.
  • Beauty – Photografie, im Optimalfall auch Print und Full HD, Werbung für Kosmetik und kreatives.
  • Fashion – Modenschauen, Photografie, wobei für Werbung oft auf Media zurückgegriffen wird.
  • Music – Von der Kreativität mit Fashion zu vergleichen, jedoch eher auch auf Media trainiert.
  • Theater – Vom Umfang fast wie Film und SFX, jedoch für den 20m entfernten Zuschauer gearbeitet.
  • Film – Maske, Special Effects, Prosthetics, Full HD, das volle Programm! Für Film & (HD)TV.
  • SFX – Animatronics, Prosthetics, riesige Leichenhaufen und Dinosaurier. Als Experten für den Film.
  • Celebrity – Sehr, sehr selten, dass jemand NUR Promis schminkt, daher erstmal außen vor gelassen.

Sehr, sehr selten kann man Brachen-übergreifend arbeiten, viele Makeup Artists die selbst mehr oder weniger berühmt sind, können sich das oft „erlauben“, wobei es wirklich nicht verboten oder verpöhnt ist, es ist schlicht und einfach kaum machbar. In jeden Bereich muss man sich erstmal einarbeiten, Kontakte knüpfen, Erfahrungen und Referenzen sammeln.

 

Die Aussage: „Ich bin Makeup Artist.“, ist also genau so präzise wie die Aussage: „Ich habe Mischhaut.“

 

Ich siedle mich selbst zwischen Media und Beauty an, also bin ich Media & Beauty Makeup Artist, das ist eine präzise Aussage.
Sehr einfach vereinbaren lassen sich auch:

  • Retail & Bridal – Ding Dong hat schon immer gut funktioniert, daher kaufen Brautkunden auch immer gerne Kosmetik.
  • Fashion & Music – Heutzutage ist es optisch kaum noch zu unterscheiden, wer es in NYC aushält, kann Karriere machen!
  • Film & SFX – Viele Maskenbildner eröffen eigene „Workshops“ oder „Studios“ in denen sie alle Effekte selbst erstellen.

Vergessen kann man es, als „Basis-Douglette“ auf einmal ins dicke Hollywood business einzusteigen aber das braucht man hoffentlich niemandem zu erklären. Wenn man da hin möchte muss man auf jeden Fall nach Amerika ziehen, dort eine Makeup School besuchen, denn die Amis lieben Zertifikate und dann müsste man sich in Hollywood direkt vor Ort stückweise ins große Filmgeschäft hochschlafen. Wink Nein, mal ehrlich… Ziele setzen ist ok, realistisch sollte man dennoch bleiben. Das gilt für alle Lebenslagen.

 

Wer gerade anfängt sich für diesen Bereich zu interessieren, braucht jetzt keine Panik bekommen, dass er sich ganz schnell entscheiden muss. Ich habe das auch erst nach drei Jahren auf die Reihe bekommen. Ruhe bewahren, entspannt und motiviert an die Arbeit gehen ohne zu überdrehen und total auszuflippen. Ich hatte schon Assistenten, die sich für den größten Star am Set gehalten haben… Die Realität zeigt, dass die „Maske“ den ganzen Tag in der Ecke steht und aufs nächste Nachpudern wartet.

In diesem Sinne, auf bald!
-Steve

Steve
Name: Steve Vayne

Alter: 26

Beruf: Makeup Artist

Seite: stevevayne.com

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49 Kommentare
  1. Antworten Karmesin 15. März 2012 at 18:24

    Interessanter Einblick und toller Schreibstil! Liest sich echt richtig gut. Ich denke ab und an mal dran mal eine Ausbildung zur MUA zu machen aber verwerfe es immer wieder weil ich wenn überhaupt nur einen Fernlehrgang machen könnte und das vermutlich nicht wirklich gut ist. Echt schade, dass es hier keine Schule gibt. Mit einem Kleinkind daheim kann man so schlecht mal eben für Monate in eine andere Stadt ziehen (zum Pendeln ist es auch zu weit).

    Aber hobbymäßig tobe ich mich aus. Da habe ich schon einiges gemacht. Das ist natürlich kein Profiniveau aber es macht Spaß. Vor allem die ausgefallenen Sachen. Da hab ich schon Meerjungfrau, Wasserleiche, Android, Fee und Schlange durch.

    Liebe Grüße
    Karmesin

  2. Antworten Sara Bow 15. März 2012 at 18:46

    Ich bin für mehr Blogeinträge von Steve!! Dance Clap Dance

  3. Antworten WaxWhiteRose 15. März 2012 at 18:54

    Ich stimme voll und ganz zu, mehr Steve-Blogeinträge, bitte! Evil Grin
    Ich finde die Einblicke in das Leben als MUA unglaublich spannend, überlegt habe ich auch schon, aber ich weis, dass es mich in Richtung Fashion, Music und Film ziehen würde, alles gemeinsam würde sich aber nur schwer kombinieren lassen und der Einstieg ist dort ja auch besonders schwer.

    Man sieht ja, dass einige Bloggerinnen, die in eine MUA Ausbildung investiert haben, bei Douglas hinterm Counter enden oder arbeitslos zu Hause herumsitzen und das wäre beides nichts für mich.

    • Antworten Magi 15. März 2012 at 18:54

      Und er hat sich Sorgen gemacht, dass das keinen interessiert Duck

      • Antworten Karmesin 16. März 2012 at 07:00

        Ach je, nein! Ist wirklich ein toller Beitrag geworden! Bitte mehr davon!

  4. Antworten TeaTimeGirl 15. März 2012 at 18:55

    Ich finde es so interessant mal ein wenig hinter die Kulissen blicken zu können! Wenn jemand vom Fach sein Wissen teilt, berät und aus dem Nähkästchen plaudert, ist das immer spannend. Würde mich sehr freuen, mehr von Steve lesen zu können Smile

    Also ich hab eben was gelernt, so. Razz

  5. Antworten keimonish 15. März 2012 at 19:26

    Ich weiß nicht, ob das jemals ein Beruf für mich gewesen wäre….eher nicht,
    aber seit ich in meinem Nebenjob als Kleindarsteller, Statist und Werbemodel tätig bin, lerne ich verschiedene Berufsbilder in dieser Branche kennen und es interessiert mich ganz einfach und in diesem Zusammenhang macht mir Schminken auch Spaß.

    Was ich mitbekommen habe, ist: es gibt viele Wege um ans Ziel zu kommen, wenn man nur zielstrebig genug ist….auch als Quereinsteiger. Beziehungen scheinen aber auch eine Rolle zu spielen.
    Maskenbildner grenzen sich aber sehr von den Visagisten ab. Die ich kenne, legen sehr viel Wert auf IHREN Berufsstand und sagen: Visagisten können NUR verschönern….SIE aber, können verändern Smile

    • Antworten Steve 15. März 2012 at 19:35

      Ja, und wenn man sich die Arbeit der Theatermaskenbildner mal von Nahem anguckt wird’s einem ganz anders Wink

      Ich hab auch auch schon FX gemacht, falls jemand HD taugliche Silikonprosthetics braucht? Grin

      Hmm, vielleicht doch lieber jemand’n Tipp wie man immer schön aussieht? Haha

      • Antworten keimonish 15. März 2012 at 19:44

        na, für MICH sowieso RazzSmile Ich will immer nur Verschönerungstipps Wink

        aber sehr spannend find ich auch die Effekte, die geschminkt werden können. Ich war mal einen ganzen Tag Effektmodell für HDTV-bedingungen…..da sah ich ich am Ende ganz schön echt und gruselig aus, mit meinen ganzen „Wunden“ und „Verletzungen“.

        Letztens durfte ich in der Maske eine Weile mit zuschauen, wie ein Schauspieler von 42 auf 70 Jahre geschminkt wurde. DAS hat mir schon sehr imponiert.

      • Antworten Karmesin 16. März 2012 at 07:01

        Ich habe vor kurzem das erste mal mit Silikon gearbeitet und fand es schwieriger als ich es mir vorgestellt hatte. Ich muss wohl noch ein wenig üben Wink

  6. Antworten Jennifer 15. März 2012 at 19:47

    Ich finde den Bericht auch sehr Interessant, würde auch gerne mehr von Steve lesen Smile

    Das ist wirklich sehr aufklärend, dachte nicht das es da so große Unterschiede gibt…. aber ich hab mir jetzt ehrlich gesagt auch noch nie wirklich soviel Gedanken drüber gemacht Wink

  7. Antworten Jana 15. März 2012 at 20:58

    Sehr informativer Text, hat Spaß gemacht, ihn zu lesen Beauty

  8. Antworten Moppi 15. März 2012 at 21:03

    Mein Traum wären Beatyshootings, selber schminken und selber fotografieren.
    Toller Bericht, Steve!

    Viele Grüße!

  9. Antworten Mrs.Vedder 15. März 2012 at 21:29

    Wunderbar und witzig geschrieben!

  10. Antworten M E L O D Y 15. März 2012 at 22:03

    Sehr interessanter Post, vielen Dank. Davon will ich mehr lesen! Ich finde dieses Berufsfeld sehr interessant. Mehr!
    Liebste Grüsse,
    M E L O D Y

  11. Antworten MennoMia 15. März 2012 at 22:08

    Ich sag immer, wenns nach dem Studium nicht klappt, dann werde ich MUA. Spätestens in der MidLiveCrisis sehe ich mich bei der VolkshochschuleGrin
    Mal im ernst ich finde den Beruf wahnsinnig toll und interessant, aber der Beruf setzt hohe Flexiblität vorraus und Irgendwo im Niergendwo zu sitzten bringt einen ja wohl nicht nach vorn.
    Für Avon die Klinken zu putzen oder eine olle Douglettenschrapnelle zu werden? Nein danke. Ich selbst hätte zu hohen Anspruch an mich, den ich auf Grund von meinem Wohnort nicht gerecht werden könnte.
    Ich schau mir einfach die Seiten meiner liebsten MUA an und was sie gerade gemacht haben und erfreue mich daran.
    Es gibt einen Fotografen der wahnsinnig tolle Porträtfotos schießt, bei Ihm würde ich gerne mal über die Schulter schauen bzw., seinem MUA.
    http://www.b-p-p.info/assets/Blog/IPQJurierung/hanseinspanier014.jpg

  12. Antworten Lisa 15. März 2012 at 22:17

    Haha Steve, du schreibst grandios! Und informativ natürlich auch.

  13. Antworten YoursSabrina 15. März 2012 at 22:19

    Auch ich möchte gerne mehr von dir lesen Steve!

    Ich find den Einblick sehr interessant, habe mir auch fast sowas gedacht. Allgemein finde ich den Berufsstand sehr interessant ohne das es irgendeine Alternative für mich wäre (wie es aussieht fange ich im Steuerwesen an)

  14. Antworten Hana 15. März 2012 at 23:11

    Vielen Dank für den interessanten Bericht!!

  15. Antworten beautyKatze 15. März 2012 at 23:20

    Ein toller Beitrag. Steve ist eine ganz tolle Bereicherung bei magi-mania, ich freue mich wirklich außerordentlich Heart
    Ich musste auch mehr als einmal lachen Razz
    „Basis-Douglette“… Eek!

  16. Antworten Marissa 15. März 2012 at 23:34

    Hi Steve, vielen Dank für deinen tollen Beitrag!

    Ich will nicht Visagist werden und trotzdem finde ich es toll, die Ansichten eines Profis zu lesen. Denn irgendwie begnet einem die Frage was so „Make-Up-Artists“ eigentlich genau machen als beauty-affiner Mensch natürlich schon. Außerdem schreibst du echt interessant, ich habe bisher alle deine Beiträge sehr gern gelesen, danke auch für das informative Interview neulich. Bitte hör nicht auf damit (oder ich hoffe Magi bedroht dich ansonsten wieder Wink ), und schreib auch gern wirklich Ideen und Tricks wie du oben in den Kommentaren angekündigt hast!

  17. Antworten Paphiopedilum 16. März 2012 at 01:00

    Das ist wirklich alles sehr interessant und aufschlußreich, aber ich würd dann doch gern noch wissen, was im Gegensatz zum Makeup Artist eigentlich ein Visagist ist, bzw. inwiefern sich diese beiden Begriffe, respektive Berufe von einander unterscheiden. Weiter oben hat jemand ja schon über Visagisten geschrieben, aber es kam nicht wirklich zu ener Begriffsklärung. Und dann noch als drittes, was eine Kosmetikerin im Rahmen all dessen tatsächlich ist (das Wort gibts irgendwie nur in der weiblichen Form, jedenfalls hab ich noch nie was von einem „Kosmetiker“ gehört). Makeup Artist – Visagist – Kosmetikerin; das sind diese drei mir geläufigen Begriffe, von denen ich eigentlich überhaupt nicht weiß, was der eine ist, und der andere nicht, etc.. Eine medizinische Kosmetikerin meine ich in dem Zusammenhang übrigens ausdrücklich nicht. Aber die heißt ja eben auch „medizinische“ Kosmetik, und nicht nur Kosmetik.

    Find ich echt cool, daß wir mal über all diese Begrifflichkeiten sprechen; wenn ich im Bekanntenkreis mit sowas anfang, egal, ob nun Themenkomplex Makeup oder irgendwas anderes, ernte ich immer nur ein verständnisloses „is doch wurscht“… Aber mich interessieren diese (zumindest für den Laien) feinen, präzisen Unterschiede in der Nomenklatur schon.

    • Antworten Steve 16. März 2012 at 01:13

      Das ist wirklich ein Kuddelmuddel mit den Begriffen.
      Viele Profis steigen da augenscheinlich selbst nicht durch… Es gibt:

      – Kosmetiker (Nicht invasive Kosmetikanwendungen)
      – Medizinische Kosmetiker (Invasive Kosmetikanwendungen)
      – Maskenbildner
      – Visagisten
      – Makeup Artists
      – Makeup Designer

      Für meinen Begriff sind das alles Puderluder Wink

      Makeup Artist ist meiner Meinung nur das adaptierte US Amerikanische Synonym für den Beruf des Visagisten. Da gibt es eigentlich keinen Unterschied wobei viele sagen, dass Visagisten eher aufs hübsch machen spezialisiert sind und Makeup Artists sich im Optimalfall auch mit den technischen Gegebenheiten eines Fotoshootings oder Videodrehs auskennen und da jeweils auf spezielle Techniken trainiert sind.

      Diese Eigenschaft kann man aber auch nicht pro Forma allen Visagisten aberkennen. Das wäre schlichtweg falsch.

      Maskenbildner sind wie Maulwürfe: Gern unter sich Wink

      Kosmetiker die nicht die staatliche Ausbildung abgeschlossen haben dürfen gewisse Anwendungen nicht durchführen, sie sind daher eher so etwas wie Maler un Lackierer im Gegensatz zu den medizinischen Kosmetikern deren Beruf schon eher Richtung Altbau-Sanierung geht.

      Also… Kosmetiker befassen sich tendenziell eher mit der HautPFLEGE, Visagisten und Makeup Artists mit dem optimieren oder verändern des Erscheinungsbildes.

      Maskenbilder können dich auch aussehen lassen wie ein Maulwurf Wink

      • Antworten Lin 16. März 2012 at 01:32

        Das Maskenbildner sich bei dieser Diskussion gerne abgrenzen ist mir auch schon aufgefallen. Aber auch irgendwo zu Recht wie ich finde. Von einem Maskenbildner für Film & Theater werden ja doch ganz andere Sachen verlangt als von einem „MakeUp Artist“.

        Für das „normale“ MakeUp wird an vielen Tehatern ja keiner eingestellt, das muss der Künstler schon selbst hinkriegen.

        Maskenbildner wäre aber auch der einzige Beruf in dem Kuddelmuddel der mich auch nur im Ansatz reizen würde, einfach aufgrund der Vielfalt.

        • Steve 16. März 2012 at 01:38

          Joa, wenn du Lust hast wochenlang Perücken zu knüpfen Wink

        • keimonish 16. März 2012 at 09:25

          Steve: Das scheint ja für Dich ein traumatisches Erlebnis gewesen zu sein lol….
          Du hast ja schon von Deinem Anfang geschrieben.
          Aber vllt. empfinden das andere gar nicht SO schlimm ?
          Ich hab nur mal ein paar Tage nebenbei zugesehen, beim Perückenknüpfen. Ich fand auch DAS interessant. Und „wochenlang“ ist ja auch begrenzt ?!Smile Wenn DAS dazu gehört, um mein Ziel zu erreichen, (wenn ich es hätte…..) dann würde ICH auch wochenlang Perücken knüpfenSmile

        • MennoMia 16. März 2012 at 10:06

          Schauspieler lernen auch in der Ausbildung sich zu schminken, bzw ordentlich abzupudern. So ist es zu mindestens bei meinen Schauspielern die ich kenneSmile

        • Steve 16. März 2012 at 21:10

          Pahaha Grin Bei keinem Film der Welt lässt man sich die Schauspieler selbst anmalen. Sollte das der Fall sein bist du auf jeden Fall am falschen Set Wink

        • keimonish 17. März 2012 at 10:43

          Ich mach meinen NJ jetzt 7 Jahre bei In-und ausländischen Produktionen. Ich hab es auch noch NIE erlebt, dass sich SchauspielerInnen selbst geschminkt hätten. Was ich schon gesehen habe, ist, dass manche Schauspielerinnen ihre eigene Kosmetik mitgebracht haben, um sich damit schminken zu lassen. (bzw. manche ganz eigene Produkte bei IHREN Maskenbildnern „gebunkert“ haben)…

      • Antworten Paphiopedilum 16. März 2012 at 04:36

        Ah ok, dann ist es mir jetzt schon viel klarer. Die Personen, die mich zur Abiturfeier und versuchsweise für meine Hochzeit jeweils „professionell“ geschminkt haben, nannten sich beide Kosmetikerin. Hatten aber überhaupt nix mit Hautpflege zu tun, sondern haben halt geschminkt. Das Ergebnis war allerdings in beiden Fällen so, daß es mich eigentlich auch nicht wirklich wundert, daß sie offenbar nicht mal die korrekte Berufsbezeichnung kannten für das, was sie da zu machen versuchten… Es sei denn sie sollten tatsächlich Kosmetikerinnen gewesen sein, das würde erklärt haben, weshalb sie nicht schminken konnten. Hab mich zu meiner Hochzeit dann selber geschminkt Wink

        Danke jedenfalls für diese ausführliche Aufdröselung!

        • Karmesin 16. März 2012 at 07:06

          Das muss ja nichts heißen, mich hat auch schon eine MUA geschminkt die auch beim Fernsehen gearbeitet hat und ähnliches und es sah schlimm aus. Zu ihrer Verteidigung muss ich aber sagen, dass das Licht schlecht war. Zu meiner Hochzeit hat mich meine Friseurin geschminkt (bis auf die Mascara, die hab ich selbst aufgetragen) und es sah klasse aus. Big Smile

        • Paphiopedilum 16. März 2012 at 14:38

          Ja natürlich, da hast Du schon recht, das muß nichts heißen. Daß nicht alle Visagisten / Kosmetikerinnen, auf die man als Normalsterblicher so trifft, schlecht sind, ist mir natürlich klar. Übrigens waren auch meine beiden Friseurinnen, die das mit dem Schminken eben noch zusätzlich angeboten haben, und mir erklärten, sie hätten irgendwelche Zusatzausbildungen zur Kosmetikerin gemacht. Sicherlich hatte ich schlicht und einfach zwei Mal Pech, allerdings glaube ich schon, daß es mitunter schwieriger ist, als man meint, jemanden zu finden, der es wirklich drauf hat und richtig gut kann. V.a. für unsereins, die selber für einen Laien so vergleichsweise viel Ahnung vom und Begsiterung fürs Schminken haben. Da ist man vielleicht auch ganz automatisch besonders pingelig. Für mich kann ich das jedenfalls bejahen, obwohl es also beileibe nicht nur Kleinigkeiten waren, die man unter „pingelig“ abtun könnte, die bei meinen beiden Profi-Makeups daneben gegangen sind. Aber es kommt vermutlich einfach grundsätzlich noch erschwerend hinzu.

        • Karmesin 16. März 2012 at 19:04

          Ja, das stimmt. In der Parfümerie gucken sie auch immer schon ganz seltsam wenn man einige Sachen weiß, die der Dame am Counter grade nicht einfallen wollen Wink

        • beautyKatze 17. März 2012 at 13:58

          ahaha Deja-Vu! Ich geh immer zu Douglas wenn ich weiß, dass eine tolle MAC Kollektion rauskommt, um zu fragen wann sie bei uns erscheint. Und ganz oft werd ich dann seltsam von der Seite angeschaut und die Dame weiß nicht wovon ich rede und schon garnicht ob und wann es rauskommt^^ Ging mir exakt so letztes Jahr mit der MAC BB Cream. Die wussten nicht mal was es sein soll Clap

  18. Antworten mydarkersidejewel 16. März 2012 at 07:24

    Danke für den Einblick – ich finde das ganze Gebiet irgendwie immer sehr undurchsichtig für mich als Drogerie-MakeUp-Benutzer ROTFL Devil

    Schwer vorstellbar, dass man mit Bridal-MakeUp wirklich eine Haupteinnahmequelle gestalten kann. Für mich war das eher was, was so jeder irgendwie nebenher macht Question So wie so viele Friseure auch.

  19. Antworten jazz 16. März 2012 at 07:47

    Steve ich danke Dir von Herzen für diesen Beitrag!
    Das ist wie eine Schatzkiste für mich und bestätigt mich in meiner Ansicht der Branche. Generell sauge ich Deine Beiträge über Makeup Artistry auf wie ein Schwamm Nerd

    Ich selbst stehe noch ganz am Anfang (Stelle mir z.B. grad mein Kit zusammen) und entscheide mich gerade in welche Richtung ich nach meinem Kurs möchte.

    FX, Film und Theater schließe ich für mich einfach schon mal aus, da ich da nicht genug Kentnisse habe und mich dafür nicht genug interessiere.

    Bleiben aber ja noch eine Menge anderer Bereiche übrig… Retail wirds wohl auch eher nicht werden.

    Ich geh jetzt mal auf die stille Treppe und denk drüber nach Laugh Eek!

  20. Antworten Marita 16. März 2012 at 10:31

    Steve, entscheidend ist der letzte Satz! Der gute Loriot hat da mal mit seinem Brennglas draufgehalten. Alter Sketch aber wirklich witzig und wie immer in solchen Fällen sind ein paar Körnchen Wahrheit zu entdecken Grin http://www.youtube.com/watch?v=ulrOrGJquDw

    • Antworten Steve 16. März 2012 at 21:08

      Der link geht nicht Frown

      • Antworten Marita 18. März 2012 at 13:38

        Komisch, wenn ich klicke funktioniert der Link Question Ansonsten bei youtube nach Loroit + Maskenbildner suche, da kommt es dann sofort.

  21. Antworten Player 1 16. März 2012 at 11:16

    Vielen Dank für den Bericht!
    Ich bin seit ein paar Jahren ganz angetan von Special-Effect Make-Up. In meinem Umkreis gibt es sogar eine Schule, allerdings Privat und mit mehreren Tausend Euro nicht machbar für mich zurzeit…

  22. Antworten schon ausprobiert 16. März 2012 at 13:39

    Dickes Lob an Steve….hast bestimmt oft besseres zu tun und opferst deine Zeit mit uns „Hobbybeautydunseln „…..und ich habe nicht das Gefühl, dass Du uns nicht ernst nimmst……neija unter Magis „Folterandrohung“ bleibt Dir auch nicht viel anders übrig. Nur beim nächsten Mal droht sie Dir dann wahrscheinlich mit Aldi Make Up Evil Grin

    Ich finde es spannend welche Eindrücke Du uns zeigst…bitte bleib!

  23. Antworten Andreea 16. März 2012 at 14:02

    Hihi, genial! Ja, basis-Douglette ist kein guter Einstieg – aber wie finenziert man sich diese Ausbildungszeit, die man mehr oder minder selbst bezahlt?

    Da es kein anerkannter Beruf ist, muss man ja entweder vond er Kohle leben die man verdient (ohhhh… Frown ) oder aber noch jobben.

    Oder kommt man mit der Arbeit über die Runden?
    Bissel hier, bissel da?

    • Antworten Steve 16. März 2012 at 21:07

      Für viele soll das unfassbar schwer sein Fuß zu fassen^^

      Allerdings muss man sich bei dem Job auch wirklich gegen Anschaffungen wie Haus und Baby entscheiden, sonst ist man nicht flexibel genug.

      Ich freu mich immer wenm sich Kolleginnen ein Baby einbauen lassen, von ganzem Herzen Grin

  24. Antworten Patricia 17. März 2012 at 18:56

    Mehr Steve bitte!

    Sehr ehrlicher Post! Finde ich gut, dass du da auch etwas differnzierter wirst und aufklärst. Danke hierfür. Smile

  25. Antworten michischaaf 20. März 2012 at 13:55

    toller Beitrag, da ich mich auch sehr dafür interessiere!! ich würde es so gerne beruflich machen und ich bin auch motiviert dahinter. freue mich drauf! danke für die infos