Ist das Gesicht einer Beauty-Marke entscheidender als die Produkte?

Es erreichte mich soeben eine Vorschau auf die Neuheiten von ISADORA für den Herbst 2015. Neben den einzelnen Pressemitteilungen zu den Produktgruppen lag der Sendung auch eine Bogen mit der Bekanntmachung dabei

Xenia Deli
das neue Gesicht von IsaDora

Natürlich gibt es immer wieder News dieser Art, die ein neues Testimonial für eine Beauty Brand präsentieren. Es sind jedoch in der Regel Prominente, deren Namen man sofort ein Gesicht, einen Beruf, ein Image zuordnen kann. In diesem Fall war mir nichts davon bekannt.

ISADORA Gesicht bisher

War euch in den Jahren zuvor eigentlich aufgefallen, dass jede ISADORA Kampagne vom selben Model präsentiert wurde? Ich für meinen Teil bis vor einer Weile nicht, bis man mich bei einem Launch Lunch von ISADORA vor rund 2 Jahren  im Gespräch darauf hinwies. Die Looks waren oft so unterschiedlich, wenn auch entsprechend ISADORAs Zielgruppe nie extraordinär, dass man zweimal hinschauen musste. Wandelbarkeit konnte man der schönen Frau nicht absprechen und gewiss auch nicht ihre nahezu perfekten Gesichtszüge. Doch irgendwas war es, mit dem ich nie warm wurde.

IsaDora Cosmetics Model

Ein Auszug der ISADORA Kampagnen bisher

Ich habe die Preview zu den neuen Kollektionen von ISADORA bereits vorher gesehen und es war mir tatsächlich nicht aufgefallen, dass eine andere Frau sie ziert. Nun wurde ich aber darauf gestoßen und es fielen so einige Dominosteine in meinem Kopf.

Obwohl beide Frauen wunderschön und vom Typ her einander sehr ähnlich sind, fühle ich mich deutlich mehr von Xenia Deli als Konsumentin angesprochen. Vielleicht ist ihr Look zeitgemäßer oder es ist einfach Geschmackssache, aber bereits vor 10 Jahren hatte ich mich beim Anblick der ISADORA Kampagnen nie angesprochen gefühlt. Das Phänomen erlebe ich haargenau so auch von ARTDECO und dessen Schwesternmarken – besonders MAKE UP FACTORY (Müller-exklusiv – nicht mit MAKE UP FOR EVER zu verwechseln).

Sicherlich spielen noch weitere Faktoren mit, aber ich möchte trotz Kitzeln in den Fingerspitzen nicht abschweifen.

Mir sind zwei Punkte aufgefallen, die mir sofort in den Sinn kommen, wenn ich über die Models von ISADORA und ARTDECO Marken nachdenke (nicht ausschließlich, aber das sind die bekanntesten):

1. PHOTOSHOP, bis die Augen tot aussehen

Bildretusche ist gewiss Branchen-Standard. Wie ich aber bei einem Kampagnen-Shooting einmal mitbekommen habe, ist bei professionell vorbereiteter Kulisse eigentlich nicht mehr viel zu korrigieren. Die Gesichter der Models sehen bei der extremen Beleuchtung auf den rohen Bildern bereits perfekt aus! Und dennoch habe ich bei den genannten Marken das Gefühl, die Bilder seien überbearbeitet. Ob nun wirklich zu viel Bildbearbeitung oder nicht: es ist sicherlich kein Zufall, sondern Wunsch der Marke es so aussehen zu lassen und das spricht mich als Kundin einfach nicht an.

2. Die Zielgruppe: ich fühle mich zu jung für die Marke

Das vorherige ISADORA Model (ich finde den Namen einfach nirgends) wirkt auf den Kampagnen gut 10 Jahre älter auf mich. Damit meine ich, dass ich sie in diesem Video wie diesem für „Ende 20“ halte und auf den fertigen Bildern auf Mitte bis Ende 30 schätzen würde). Die Zielgruppe scheinen für meine Wahrnehmung Frauen jenseits der 40 zu sein. Es ist vermutlich dieser kommunizierte Widerspruch in den Kampagnenbildern, der mich so irritiert: faltenfreie Pfirsichhaut und dennoch reifere Gesichtszüge.

Oder ist es gar nicht das Gesicht, sondern der Stil, in dem die Bilder inszeniert werden? Die Handschrift der Marke…

Ich glaube, die meisten von uns sitzen da im selben Boot. Ihr seid MAGIMANIA-Leserinnen, weil wir gemeinsame Vorlieben bei Makeup haben, sodass wir uns vermutlich nur innerhalb unserer „Bubble“ austauschen können. Es würde mich dennoch sehr interessieren, ob ihr den Eindruck habt, dass das Gesicht auf dem Display und den Werbeplakaten eure Kaufentscheidung beeinflusst und eure Sympathie zu einer Marke nachhaltig prägt. Habt ihr vielleicht sogar positive Beispiele? Was saht ihr zu Xenia und wird sie euch vielleicht einmal mehr am ISADORA Display stehen lassen?

 

 

Autor

Mother of Pearl, Shimmer & Magimania
graublau | ∫∫∫ braun & fein | Ω sehr hell & gelblich | Sommertyp | leichte Mischhaut | Haardesaster

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43 Kommentare
  1. wow, was für ein interessanter Beitrag! Ich kann nicht erklären warum, aber mir geht es tatsächlich so: Das neue Model finde ich 100 mal ansprechender, obwohl beide wunderschön sind. Irgenwie wirkt das alte Model kühl auf mich? Zumindest reißen mich die Kampagnenbilder überhaupt nicht mit. Das neue hingegen hat irgendwie was niedliches, gleichzeitig sexy und erwachsen. Da denke ich mir: Wow, klasse Make Up und Schminktechnik!
    Ich kann nicht sagen woran es liegt, vielleicht etwas Weichzeichner weniger? Verrückt!

    • Cool, dass es Dir auch so geht – also auch dieses „ich weiß nicht, woran es liegt, aber…“

      Mir fällt noch ein, dass ich die ISADORA Visuals auch meist mit hellem Hintergrund im Gedächtnis habe, sodass die Kontraste sich meist im Gesicht abspielten und sie dadurch vielleicht härter haben wirken lassen. Aber meine Hand würde ich dafür auch nicht ins Feuer legen.

  2. Also für mich spielt es schon eine Rolle, ob mir das Gesicht einer Kampagne sympathisch ist. Ich finde z.B. Estee Lauder hat sich mit Kendall Jenner keinen Gefallen getan. Klar ist sie ein angesagtes Model. Aber mir ist sie einfach unsympathisch. Außerdem verbinde ich mit Estee Lauder ein erwachsenes Klientel. Frau Jenner hingegen ist ja vor allem bei Teenies angesagt (oder? Kommt mir so vor), ist als Kampagnengesicht also niemand, mit dem ich mich als Kundin identifizieren kann.

    • Ich glaube, hierzulande ja, aber in den USA sind die Jenners ja ein ganz anderes Kaliber. Ich denke dennoch, dass es definitiv eine Verjüngungskampagne für EL ist und ich glaube, es funktioniert gut. Sie haben’s ja mit den Produkten schon versucht, aber ich glaube, allein das hat noch nicht so gezogen.

      Ich finde aber, dass es definitiv auch ein Unterschied ist, ob’s ein „Gesicht“ ist, eine Jahreskampagne oder sogar nur eine LE. Findet man ja alles. Und bei Jenner ist es weder exklusiv (es gibt noch andere EL Models) und das wird sicher auch nur zeitlich limitiert sein. Da ist das natürlich nur ein Bruchteil des Images.

      • Ich sehe das genau so wie du, Magi. Estee Lauder hat mit der Jenner ALLES richtig gemacht, was sie hätten richtig machen können. Ob man sie nun mag, oder eben nicht; es ist so sicher, wie das Amen in der Kirche, dass sich die jüngere Zielgruppe nun auch für Lauder interessieren wird.
        Kendall Jenner und Gigi Hadid sind ja derzeit DIE Topmodels und Hadid ist bei Tom Ford Beauty und man merkt das schon in meinem Umfeld, dass das dann wiederum Leute wissen, die aber kein einziges Produkt der Marke kennen.

  3. ehrlich gesagt nein – zumindest nicht bewusst.
    Ich glaube auf mich wirkt eher das Gesamtkonzept der Marke. Wenn es eben altbacken auf mich wirkt fühle ich mich weniger angesprochen und fasziniert, hingegen können mich ja aber auch indie-Marken, die teilweise gar nicht mit Modelbildern arbeiten vom Hocker reißen, weil ich Produkte und Aufmachung spannend und innovativ finde.

    Ich glaube sogar ich würde so weit gehen, zu sagen, dass ich die Damen bewusst ausblende, weil sie eben alle sogar nicht echt sind. Da ist mir egal ob 18 oder 50 und auch egal ob wenig oder viel Photoshop betrieben wird – sie sind flache Werbegesichter mit eingefrorenem Lächeln, die nichts mit mir oder den Damen in meinem Freundes- oder Bekanntenkreis zu tun haben, die sich gern schminken. Würdest du mich rückwirkend nach dem Modelgesicht einer LE oder Marke fragen, die ich schön fand – ich könnte mich höchstens in Ausnahmefällen daran erinnern. Das lässt sich aber natürlich auf alle Werbebilder übertragen und steht nicht in direkter Verbindung zu Kosmetik. Mich interessiert auch das Gesicht auf der Kinderschokolade reichlich wenig.

    Ich finde manchmal die Make Ups ganz hübsch, die man ihnen geschminkt und aufretuschiert hat und registriere das schon, habe es aber wieder vergessen, wenn ich den Laden verlassen oder die nächste Onlineseite geöffnet habe. Mich erreicht man damit wohl scheinbar nicht 😀 Vielleicht liegt das aber auch einfach am Überfluss.

    • Ich denke, wer von „bewusstem Ausblendem“ spricht, ist tatsächlich noch beeinflusster. Ich mache das bei Dingen, die mich weniger interessieren auch und merke umso mehr, wie es dann nachhaltig wirkt.

      Dann wäre aber die Frage, was genau vermittelt Dir dieses „Altbackene“. Das wollte ich bei den Marken so nicht sagen, aber ist genau das Wort, was mir immer als erstes in den Sinn kommt. Es können ja nicht die Produktfarben selbst sein. Mittlerweile ja auch nicht die Produktformulierungen. Verpackungen schon eher, aber die sind ja auch mal so, mal so und bei manchen Marken wirken die selben Verpackungen auf einmal cool. Sehr mysteriös.

      Ich denke, dass ein extremes Pendant dazu ist, welche Bloggerin etwas gut findet und welche nicht. Bei einigen Leuten lässt mich Gehype völlig kalt und eine muss nur sagen: ich find’s toll und ich hab’s schon gekauft. Und das hat in der Regel selten etwas mit Fachwissen oder guten Makeup-Skills zu tun. Super strange.

      • Ich weiß nicht was immer genau der Auslöser für so ein empfinden ist, aber mit der neuen Douglasmarke bin ich ja bspw. auch von Anfang an nicht warm geworden und die haben kein Covermodel oder? Oder zumindest keines was einprägsam wäre, denn ich habe kein Bild vorm inneren Auge. Also müssen es ja doch auch andere Aspekte sein. Dass es tatsächlich häufig das Covergirl sein sollte denke ich weniger – zumindest definitiv nicht bei mir. Dann viel eher Verpackung, Produktauswahl, Vorhandensein von Innovationen usw.

        Was das Gehype angeht stimme ich dir zu. Es gibt Youtuber oder Blogger da springe ich schnell an – kaufe das Produkt und wundere mich dann, dass es mir nicht so gefällt, dabei sind jene Person und ich völlig unterschiedliche Typen. Aber die Sympathie macht’s halt.
        Allerdings muss ich auch sagen, dass man manchmal gar nicht weiß woher man angefixt wurde. Ich habe vor kurzem ganz gierig liquid lipsticks von pretty ziombie cosmetics geordert, weil ich dafür halt gerade sehr anfällig bin. Wer mich da aber drauf gebracht hat weiß ich im Nachhinein gar nicht mehr. Bis vor Kurzem kannte ich die Marke gar nicht. Ob man diese subtile Wirkung dann auch auf Models übertragen kann … wer weiß.
        Ein reiner Sympathiepunkt kanns ja doch nicht sein oder? Schließlich ist es nur ein Model wie jedes andere. Man ‚kennt‘ sie nicht, wie man diverse Blogger und Youtuber ‚kennt‘, die einen dann anfixen. Also würde man ja rein nach dem ‚jüngeres Gesicht“ oder „anderer Typ – andere Ausstrahlung“ seine Kaufentscheidung treffen. Das fände ich schon seltsam. Die Sicht eines Marketingpsychologen wäre hier sicher mal spannend.

        • Ich glaube, Douglas hat einfach hie und da ein Stock Image für die Promo benutzt aber kein „Gesicht“ zur Marke. Das stimmt. Aber dass ausschließlich das Testimonial für Sympathie oder Antipathie verantwortlich ist, möchte ich auch gar nicht behaupten. Eher: wenn es eine A/B Unterscheidung mit 2 unterschiedlichen Models gegeben hätte, dass diese unterschiedliche Resonanz aufgewiesen hätten.

          Ich glaube, grundsätzlich ist es aber auch ein Unterschied, ob man sich intensiv oder minimal mit einem Thema auseinandersetzt. Ich vermute, wir ticken da als Blogger ein wenig anders, auch wenn ich schon denke, dass wir es wahrnehmen aber anders damit „umgehen“. Die typische Kundin ist ja eher vor Ort, sucht ggf. ein neues Produkt und hat die Qual der Wahl.

  4. Ich hätte allerdigns nicht gedacht das davor immer nur ein und dasselbe Model für die Looks geshootet wurde.

    Aber Du hast Recht das neue Gesicht wirkt durchaus ansprechender. … verjüngt, was damit auch die Marke wieder verjüngt, moderner, was damit auch die Marke modernisiert. Das ist wie mit einem 40jährigen Mann der eine 20jährige Freundin hat 😉

    Vom Eindruck her: Je nach Look kam mir das „alte“ Model oft vor wie etwas hochnäsige, reiche, nordöstliche Eurasieerin mit zuviel MakeUp und damit für mich persönlich nicht wirklich ansprechend. Aber ich schaue da auch wirklich seltenst hin. Für mich sind das Werbefotos und die sehen immer gut aus, ob retuschiert oder nicht. Keine aussagefähige Reputation für mich.

    Die Frage ist nun nur noch: Wie lange darf die Neue bleiben bis auch sie wieder zu alt und zu verbraucht ist um die Marke gut aussehen zu lassen 😉

    • Haha, ja, genau. Ich finde, in den Videos wirkt sie gar nicht mal so. Da sieht man, was für ein Image sich eine Marke nur durch Bildauslese und Komposition zurechtmodellieren kann. Es erschreckt mich immer wieder auf’s Neue, weil es Dinge sind, die man irgendwie weiß, aber konkrete Beispiele sind dann echt mal so 😯

      Ich finde, neben tollen Kampagnen Bildern sehen die selben Produkte wie neben einer miesen so viel attraktiver aus. Es geht ja nicht immer darum, dass man sie dann kauft, aber überhaupt auf dem Schirm hat. Ein gutes Beispiel wären dann ja Thumbnails im Dashboard und auf welche man klickt.

  5. Ich finde das neue Model auch viel besser! Bei der „alten“ finde ich es so komisch, dass sie immer den Mund halb offen stehen hat. Ich weiß, dass das eine viel genutzte Pose ist, aber bei ihr wirkt es irgendwie total gekünstelt. Und sorry, aber mit den blonden Haaren sieht sie richtig dumm aus.
    Da ist die neue wesentlich sympatischer und irgendwie auch echter. Und lustigerweise war es wirklich das erste mal bei der Marke, wo ich dachte: oah, was für ein geiler Lippenstift. Das wäre mit dem alten Model vermutlich nicht passiert.

    Sehr interessanter Blogpost :-*

  6. Das ist ja ein ziemlich spannender Aspekt. Ich habe mir nach deiner „Einleitung“ erstmal nur die Fotos von beiden angeschaut und überlegt was sie für mich aussagen und wovon ich mich angesprochen fühle.
    Der Look des bisherigen Modells wirkt auf mich sehr elegant, erwachsen, Lady-like. Sie hat außergewöhnliche Wangenknochen wie ich finde und ja sie wirkt ein bisschen Hollywood mäßig auf mich. Im Sinne von – so sieht in Wirklichkeit eh niemand aus. Ich würde die Fotos Highend Marken zuordnen, für die anspruchsvolle Frau 40+ .
    Ich sehe mich darin nicht als Zielgruppe.

    Xenia Deli, hat ebenfalls ein wunderschönes Gesicht – aber die Wangenpartie ist sehr gegensätzlich zum vorherigen Model. Weicher, runder. Dadurch wirkt das Gesicht auf mich jünger, natürlicher und und nicht negativ gemeint „herkömmlicher“.
    Die hübsche junge Frau von Nebenan. Ich fühle mich durch das Bild doch sehr viel stärker angesprochen und wenn ich jetzt darüber in ner Zeitschrift stolpern würde, fühlte ich mich deutlich stärker angesprochen.
    Spannend.

    • Geht mir genau so.

      Wobei für HighEnd-artige Werbung ist da immer etwas, das mir zu „gewollt“ aussieht, so erzwungen HighEnd-sein-wollen-ohne-es-zu-sein. Dieses „sophisticated“ fehlt. Es wirkt so drapiert… Ich finde, High End Marken schaffen viel Häufiger eine Kulisse drum herum mit Details, die eine Geschichte transportieren.

  7. Jetzt wo du darauf hinweist fällt es mir wie Schuppen von den Augen! Mir wäre nie aufgefallen, dass das ein und die selbe Person ist!^^ liegt wohl an dezenter Photoshop-Eskalation! 😀
    Sorry aber das spricht mich gar nicht an, ist für mich völlig 90er und unnötig!
    Ich mag Werbung mit Promidamen (z.b. Heike Makatsch) irgendwie lieber. Das liegt nicht an der Person an sich, sondern daran dass diese oft (nicht immer!) weniger tot gephotoshopt sind (damit man sie noch erkennt^^).
    Lg Sarah

  8. Bei den alten Produktfotos hat man durch die Überbearbeitung nicht das Gefühl, dass sie irgendwas zu den Produkten an sich aussagen. Es sieht aus, als hätte man dem ungeschminkten Model in Photoshop das Makeup angemalt. Gleichzeitig sind die Farben aber Größtenteils so durchschnittlich, dass man nicht zwei mal hinguckt.

    Das das alte Model immer das gleiche ist, ist mir auch nie aufgefallen. Das einzige “Produktfoto“ dass mich von IsaDora zum Kauf verführt hat war allerdings auch auf einem Blog. (Habe den Lippenstift ‚Deco Rose‘ auf KalterKaffee gesehen.)

    Die Catrice Looks zu den LEs sehe ich mir tatsächlich immer gerne an, vllt auch weil sie eher kreativ sind als IsaDoras von jedem Mainstream Beauty Ideal so viel wie möglich‘.

  9. Ich nehme ja solche Werbegesichter so gar nicht wahr… Nehmen wir mal MAC die werben ja auch immer wieder mit Stars und Sternchen, ich habe aber so gar keine Ahnung wer da nun dabei war oder nicht – spricht mich das Produkt nicht an, kann da weiß Gott wer als Gesicht dienen, ich kauf es nicht! Bin ich aber von etwas begeistert könnte Miss Nobody abgebildet sein, ich kaufe und fertig. Isadora und Artdeco sind Marken die ich von der Gesamterscheinung meist recht altbacken finde, obwohl gerade Artdeco immer wieder wirklich schöne Blushes mit tollen Prägungen in LEs herausbringt, da mich aber das Gesamtkonzept Artdeco schwer mitreißen kann, fällt es mir schwer zum einzelnen LE Blush zu greifen – eigentlich total bescheuert und rational nicht wirklich zu erklären.
    Bei Blogempfehlungen ist es wieder anders. Da hab ich meine Lieblinge und wenn die sagen ‚Ist super!‘ dann ist das Produkt schon halb gekauft… 😀

    • Ja, ich hab’s mir schon gedacht, dass die meisten Stammleser da ähnlich ticken, wie ich. Dabei ist das Image von ARTDECO allgemein ja völlig anders.

      Ich glaube ja persönlich nicht daran, dass man es abstellen kann das Model wahrzunehmen – ob man’s nun kennt oder nicht. Gerade DAS empfinde ich ja Werbung: die unterbewusst wahrgenommene Message und nicht das, was man bewusst wahrnimmt oder „versucht“ zu ignorieren. Aber das Model ist es gewiss nicht allein.

  10. Es ist mir gar nicht aufgefallen, dass das „alte“ IsaDora Model immer die Gleiche war. Immerhin war sie recht wandlungsfähig. Manche Looks find ich richtig schön, manche langweilig. Auf manchen Bildern sieht sie älter aus, auf anderen jünger… Das neue Model sagt mir aber auch etwas mehr zu, was eigentlich eher an der Gesichtsform liegt. Die hat nicht diese markanten Wangenknochen.
    Mich blenden hübsche Models kaum, denn an mir sehen die meisten Produkte eh total anders aus als am Model. Ich hab bislang keine einzige Kampagne mit nem Model gesehen das mir halbwegs ähnelt.

  11. Also das einzige Mal, dass mich ein Gesicht einer Marke wirklich bewusst „gecatcht“ hat, war die erste Bobbi Brown Kampagne mit Katie Holmes. Die Pressebilder/ -videos sahen so schön aus, dass ich mich daraufhin näher mit den Produkten beschäftigt habe. Dass die Dame auch ähnliche Features hat wie ich, hat bestimmt auch mit reingespielt.

  12. Habe den Namen gefunden: Candice Neill heisst die Gute 😉

  13. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich nicht glaube sehr von diesen Covergirls/frauen beeinflusst zu werden, einfach weil ich sie außer auf Blogs eigentlich nie sehe. Und ich schaue zwar regelmäßig mal in die Previews rein, aber halt doch nun auch nicht so oft und wenn vergesse ich es auch total schnell wieder und wüsste gar nicht mehr welche Marke was war. Ich stehe aber auch oft genug vor den Regalen und kann mich partout nicht mehr erinnern, von welcher Marke das Produkt xy war, dass ich mir anschauen wollte. Und wenn man sich diese Frauen ansieht: Ich frag mich ganz oft, was die Aufmachung der Dame mit der beworbenen Kollektion zu tun hat. Bei irgendwelchen Sommer-Sonne-Strand-LEs geht das ja immer noch. Aber bei allen „normaleren “ Kollektionen, gerade auch bei gehobenen Herstellern finde ich das immer fragwürdig was die mir überhaupt sagen wollen.

    Was modern oder altbacken bzw. (un-)sympathisch oder hot vs not ausmacht ist (für mich) denke ich was anderes. Die Verpackung spielt da zb eine ganz große Rolle. Gerade heute hatte ich das Catrice Prime and Fine Puder in der Hand und wunderte mich mal wieder, für wie hochwertig ich die Verpackung empfinde und wie enttäuscht ich doch jedes Mal, wenn ich das Produkt nach Längerem wieder raushole, doch bin. Irgendwie erwarte ich jedes Mal wieder etwas „tolles“, was das Produkt einfach für mich absolut nicht hält. Und da geht es nicht nur um Design, um das tatsächliche Gewicht, die Stabilität, die Verarbeitung etc, sondern auch ganz krass um so Sachen wie Schriftarten samt Farbe und Platzierung auf dem Produkt. Dieser Punkt mit der Schrift fiel mir bei meinen ganzen Chubby-Klonen sehr auf. Oder dieses fürchterlich klobige Design der neuen Mac Puder. Das fühlt sich finde ich unnötig groß und schwer an, dabei aber weniger stabil als der Vorgänger. Und es fühlt sich an als hätte sich da jemand keine Gedanken gemacht. Ich mein wozu brauche ich einen Spiegel im Produkt, wenn kein Platz für ein Schwämmchen oder einen kleinen Pinsel ist? Ich mein ich bin auch kein Freund von mit Schwämmchen schminken, aber für unterwegs tuts das meiner Meinung nach und nur für unterwegs ist für mich ein Spiegel in der Größenordnung interessant.

    Auch ganz wichtig dafür, ob ich mir ein Produkt überhaupt genauer anschaue ist (vor allem bei LEs) der Aufsteller. Wenn man da mal drauf achtet, gibts da ja schon enorme Unterschiede. Manche sind tierisch bunt, was zwar Aufmerksamkeit anziehen mag, aber dafür fühle ich mich zu alt. Ich bin schließlich keine 12 mehr. Zu bieder ist aber auch nicht unbedingt empfehlenswert. Manche wirken total billig. Nicht nur vom Material, auch von der Anordnung der Produkte her.

    Ansonsten hat für die online nach Produkten suchende Gemeinde der Sympathiewert von Bloggern und Youtubern, die die ausgewählten Produkte zeigen,glaube ich wesentlich mehr Bedeutung als der Sympathiewert der Dame auf dem Cover der Kampagne.

    • Da nicke ich zu und kann das auch für mich so beantworten. Ich sehe das Model in dem Fall aber eben als weiteres Element in der Aufzählung. Wie Du vom Display sprichst: genau das, nur eben, dass ein Gesicht eben die Message noch mehr transportiert. Das ist ja nun auch erwiesen, dass wir Menschen sofort auf Gesichter schauen und auch in Mustergewusel immer „Gesichter“ finden etc. Evolution einfach. Da kann ich es mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man diesen Instinkt abstellen kann sondern eher, dass er umso intensiver unterbewusst wirkt.

      Aber ob da die Sympathie zu der eigentlichen Person und ihren individuellen Gesichtsmerkmalen intensiver wirkt als das vom Auftraggeber vorgegebene Styling, Bildwahl, Inszenierung, würde mich doch interessieren. Auf jeden Fall hatte ISADORA mit der Modelwahl bisher sowie den Bildern stets unangenehme Makellosigkeit und Arroganz transportiert.

  14. Ich muss gestehen, dass ich seltenst auf die „Gesichter“ einer Marke achte. Höchstens mal bei Parfum. (Jedoch habe ich meinen Schminkikonsum auch stark zurück gefahren. :P)
    Die alten Fotos riefen einem ja förmlich „90er!“ entgegen (nicht zeitgemäß) und das Model wirkte m.E. sehr kühl.

  15. Für mich ist das Gesicht einer Kampagne sehr wichtig. Tatsächlich sollte das mein Kaufverhalten nicht beeinflussen dürfen, doch tat tut es leider. Ob Lily Collins für Lancôme oder Dita von Teese für Artdeco – bestimmte Gesichter sorgen dafür, dass ich einen Look und die zugehörigen Produkte spannender finde oder eben nicht.

    Isadora mochte ich zuvor auch, obwohl ich (wie angesprochen) die Marke immer mit reiferen Frauen assoziiert hatte. Eine Verkäuferin bei Douglas war vor Jahren jedoch einmal so engagiert in Hinblick auf Isadora, dass ich trotz der überperfekten, unnahbaren Lady näher hingeschaut habe. Und die Produkte sind gut, ich habe zahlreiche Lacke, Cream Concealer und Co. Und ja, das neue Model spricht mich auch mehr an. Ich will jetzt schon den Lippenstift kaufen. :rotfl: :rotfl: :rotfl:

    Mia

    • JA! Genau, die Produkte sind besser, als das Display assoziiert oder? Gerade bei den für meinen Geschmack fürchterlichen Nagellackverpackungen ist der Pinsel einer der besten, die ich kenne im Zusammenspiel mit der Textur. Und die Farben sind auch nicht immer nur bieder (wenn auch viele).

      DITA VON TEESE LE ist ein tolles Beispiel. Hat der Marke ich, glaube ich, auch gut getan. Denn da waren ja viele permanent erhältliche Produkte dabei, keine besonderen Farben und die Verpackung bis auf die coolen Nadelstreifen aber ein nicht so schönes LE-Logo auch nicht anders. Und trotzdem war das Ganze irgendwie greifbarer, attraktiver und schaffte Identifizierung. Ich bin ja auch kein Fan von DvT (aber ich nicht das Gegenteil) und eigentlich finde ich auch den PinUp-Look eher uninteressant, aber ich war total Feuer und Flamme für die Aktion.

      • Ja die Dita von Teese LE – Promo fand ich auch toll und benutze auch noch Produkte davon. Da war eine Spannung darin, man hatte eine Assoziation, in welche Richtung es geht und es war tortzdem spannend und auch alltagstauglich.
        Oder Cara Delevigne für Zalando – sie passt als Typ zu Topshop. Jung, trendy, frech und nicht abgehoben.

  16. Hmm, gute Frage. Wenn du nicht explizit darauf hingewiesen hättest, dass es sich um zwei unterschiedliche Models handelt, hätte ich den Unterschied gar nicht bemerkt. Auf mich wirken beide hübsch, aber nicht außergewöhnlich. Das mag sicher auch an der Art der Darstellung in den Kampagnen liegen. Ich kann mich auch nicht erinnern, wann welches Kampagnen-Gesicht (mal abgesehen von den Stars wie Kate Winslet & Co.) mir wirklich ins Auge gestochen wäre.

    • Geht mir auch so. Ich kann mich da selten erinnern, aber das heißt ja nicht, dass man sie übersieht.

      Wäre natürlich nun interessant, was es ist, dass vermutlich in den meisten von uns hier dieses „altbacken“ und fehlendes „Haben-will“ verursacht. Geht mir auch so. Ich habe mir zwar schon Produkte gekauft und habe vor allem auch viele zugeschickt bekommen und weiß daher, dass es nicht an den Produkten liegt: die meisten sind neutral verpackt und die Qualität okay bin teilweise sehr gut, und dennoch…

      Vielleicht fehlt einfach diese Lifestyle Message – mitunter dadurch,d ass die Marken bei Bloggern kaum eine Rolle spielen (man findet sie ja meist nur auf Tester Beauty Blogs) aber eben kaum von „Image“ Bloggern gezeigt werden. Dieses Emotions-Ding. Auf schwedischen Blogs sieht man’s ja schon häufiger.

      • Wenn ich meine restliche Make-up-Sammlung so betrachte, dann fällt mir auf, dass ich fast ausschließlich hochpreisige Produkte von Dior, Chanel & Co. mein Eigen nenne. Lediglich Kajal, Wimperntusche und ein Lippenbalsam stammen aus der Drogerie. Und in Ermangelung einer echten Alternative habe ich noch den Eyebrow Enhancer von Artdeco (auch so eine Marke an der ich sonst immer vorbeilaufe). Mir macht hochwertige Kosmetik einfach mehr Spaß, die Verpackung ist schicker und stabiler (ich reise viel, da muss mein Gepäck oft was aushalten), ich habe nach dem Kauf so richtig das Gefühl mir was gegönnt zu haben, die Texturen und Farben sind meistens (nicht immer) besser und irgendwie besonderer. Es klingt jetzt vielleicht komisch, aber wenn ich in die Pafümerie gehe und vor all den schönen Sachen stehe und würde dann Isadora kaufen, käme mir das irgendwie wie ein Trostpreis vor. Meine Devise bei Kosmetik ist eh „Wenn schon, denn schon“. Für mich ist das alles der totale Luxus. Das einzige was ich wirklich täglich brauche ist Mascara, Concealer und Kajal. Alles andere ist mehr oder weniger optional und das will ich dann auch von A-Z genießen wenn ich schon mal die Zeit (und die Lust) habe im Farbrausch zu schwelgen.

        Zum näheren Betrachten verleitet mich im Grunde zu allererst die Verpackung. Ist etwas sleek, stylish, liegt gut in der Hand, schwarz, silberfarben…dann stehen die Chancen gut, dass ich einen zweiten Blick riskiere. Ist es dann noch von einer hochwertigen Marke (bspw. Nars, MAC, Dior, Guerlain) und gefällt mir das Produkt nach ausgiebigem Test, dann kaufe ich….und freue mich wie ein kleines Kind.

        Dieses Gefühl könnte mir Isadora nicht vermitteln. Das liegt weniger am Werbegesicht als vielmehr an der Aufmachung der Produkte. Ich hab mir gerade nochmal die Douglasseite angesehen. Die Sachen wirken uneinheitlich. Die einen Lidschatten stecken in Verpackungen mit eher geschwungener Form, die anderen in geometrisch geformten, dann die transparenten Deckel, die so ein Drogerieflair verbreiten, silberne Streifen zur Deko, die geschwungene Schrift…Das alles erinnert mich an die Schminksachen meiner Mutter in den frühen 70ern, als man noch babyblauen Schimmerlidschatten zu perlmuttigem Lippenstift trug.

    • PS: Isadora ging an mir bisher völlig vorbei. Die Marke löst in Ihrer Gesamtheit keinerlei Haben-will-Gefühl bei mir aus und wirkt auf mich viel zu altbacken. Die Zielgruppe ist für mein Gefühl eher 50+ (wobei die 50-jährigem, die ich kenne ganz weit vom Omadasein entfernt sind)

  17. Das neue Model spricht mich gar nicht an – oder deren Make up – ich dachte sofort: ohje frühe 90iger oder sogar noch 80iger?? bäh. Kenne ich schon, soll nie wieder Trend werden. Diese Balkenaugenbrauen… dieses künstliche Augenmakeup… diese nicht zum Hauttyp passende Lippenfarbe. Wobei die Artikel der Herbstkollektion durchaus interessant aussehen. In dem Fall würde mich ein großes Bild vom Model über der LE eher zum Vorbeilaufen bringen.
    Die früheren Kampagnenbilder – ist das echt immer die gleiche Frau? – sind alle irgendwie nichtssagend. Ich fühle mich nicht angesprochen- Da ich nicht ende 20 bin, bin ich vielleicht Zielgruppe. Hm. Geht an mir vorbei. Ich möchte weder so im Job rumlaufen noch so am Pool liegen oder auf eine Party gehen. Die früheren Kampagnenbilder sind so nichtssagend, dass sie allerdings nicht stören wie das neue. Aber eben auch nicht anziehen. Vielleicht ist es grade das, wenn ein Model so unterschiedlich aussehen kann und so viel retuschiert wird, sieht man den Menschen, den Typ den Style der Frau nicht und damit wird es uninteressant. Wie komplett künstlich. Wenn man digital eine Frauengesicht malt, fehlt auch das Leben, das Echte darin.
    Echte Frauen, mit dem gewissen eigenständigen Typ, einem abgefahrenen Style oder auch ganz klassisch finde ich spannender. Oder eben Kampagnenbilder, die vom fotografischen spannend sind (auch wenn nie so tragbar) wie Catrice Feathered Fall oder viele von den Plakate von Mac.
    Vielleicht sollten Firmen an ihrer Zielgruppe testen, wie die Kampagnenbilder ankommen, oder sich wenigstens fragen, was eine potenzielle Käuferin dazu bringt, auf die LE zuzugehen.
    Bei Isadora frage ich mich sowieso, wer Zielgruppe ist. Ist für mich schwer erkennbar. Ich versuche es mal: Ok nicht ganz jung, keine Teenies oder Twens. Also über 30, aber nicht willig oder in der Lage sich Luxusmarken zu kaufen und nicht mutig genug sich trendigeres anzusehen? Also eher klassisch – aber richtig klassisch wirkt es auch nicht. Ich bin überfragt.
    Jetzt hab ich mal geschaut was IsaDora auf der Webseite über sich und seine Produkte sagt (über die Zielgruppe sagen sie nichts). Kurz aufgelistet : Qualität zu günstigem Preis. Schwedische Firma. Ohne Parfümstoffe, da diese Allergien auslösen können und klinisch getestet um Reaktionen zu vermeiden. Auch 100%mineralische Produkte. Eleganz. Neuste Trends. Neue Produkte. Legen wert auf Verpackung und Inhalt. Alle 2 Monate eine LE. Ein Hauch von Luxus.
    Trotzdem ich die Marke bei Douglas schon gesehen hab und auch schon nach einzelnen Produkten gesucht habe, über die auf einem Blog berichtet wurde, wusste ich nichts davon. Das Marketing macht für mich die Werte der Firma nicht sichtbar. Irgendwie schade eigentlich.

  18. Uiuiuiui! Was ein interessantes Thema!
    Also ich musste auch genauer hinsehen und dann, Tatsache: Immer die gleiche Frau. Und ja, auch ich fühle mich alterstechnisch nicht angesprochen. Die Looks sehen immer gut aus, aber eben reifer… älter. So wie du es schreibst. Und sie hat (vielleicht aufgrund der ausgiebigen Retousche) was künstliches an sich, Unnahbar und damit auch nicht erreichbar. Vielleicht schreckt mich das so sehr ab, das ich es die ganze Marke als uninteressant fand.
    Das neue Model wirkt deutlich frischer und jünger…
    Ich denke wir lassen uns schon durch bestimmte bekannte Gesichter beeinflussen… wir fühlen uns vielleicht dann den Personen näher oder nähern uns wenigstens Optisch an ?:-) ? Revlon und Loral sind da sicher große Vertreten, gleich mit mehreren „Markenrepräsentanten“… die werden sich das sicher gut überlegt und erforscht habe, welches kleine Knöpfchen in unserem Hirn anspringt, wenn wir Heike und Co :rose: so beobachten und dann für uns selbst Kosmetik einkaufen… und entsprechend ins Regal greifen :nerd:
    Super spannend! Danke für den Denkanstoss!
    Liebe Grüße,
    Liz MiniMe

  19. Schön daß Du das aufgreifst. Candice Neil war geschlagene 7(!) Jahre lang das Model von Isadora, das muß man der Dame erstmal nachmachen 😉 Ich freue mich auch über die Veränderung, mir ist Xenia Deli sehr sympatisch aber ich muß sagen daß ich auch Candice sehr mochte. Ich stimme vielen Vorrednern zu – wenn das Model übermäßig gephotoshopt (?) ist denke ich auch nur immer 😯 ?:-) :smug:. Ich denke da z.B. an Katie Holmes in den Bobbi Brown Ads. Aber ich schaue eigentlich hauptsächlich auf den geschminkten Look und wie die Produkte an dem Model aussehen. Denke hier unwillkürlich an Christine von Temptalia wenn mal wieder eine sehr unvorteilhafte Lippenstiftfarbe o.ä. swatcht. Da habe ich dann keine Kauflust mehr, denn wenn es ihr als sehr hübsche Frau nicht steht, wie sieht es dann bei mir aus?

    Was mich immer sehr interessiert ist die Auffassung anderer wenn es um IsaDora geht. Ich wohne jetzt ja schon fast 19 Jahre in Schweden und IsaDora ist eben eine der großen Marken hier. Nicht billig (denn was ist hier schon billig…) aber natürlich nicht so exklusiv wie z.B. Chanel und co. Im Vergleich kosten IsaDoras Mascaras im Schnitt 149 kr (ca. €15, eine MAC-Mascara kostet 190-250 kr und DiorShow kostet 340kr. Auf der anderen Seite haben wir aber auch kaum billigere Alternativen (so wie Catrice und Essence z.B.), Viva la Diva ist mit die billigste Marke und selbst da kostet eine Mascara 85 kr (~€8,50)…

    Ich mag IsaDora. Die Qualität der Produkte stimmt – gut, natürlich gibt es Ausnahmen, aber z.B. die Nagellacke, Lippenstifte und Mascaras sind super, und auch die Quads, Foundations und Bronzing-Puder sind sehr empfehlenswert! Gerade die Foundations erinnern mich oft an Catrice, und deren Foundations mag ich auch sehr. Setzt man sich mit der Marke auseinander merkt man daß es wirklich gute Produkte sind, aber ich habe volles Verständnis daß viele in D es nicht tun da es in D eben sehr viele billigere Alternativen gibt, die vielleicht auch „spannender“ sind.

  20. Ich finde das neue Model nicht besser als das alte, das liegt aber vermutlich daran, dass ich beide auf den Fotos viel zu überschminkt finde. Ich weiß, dass immer ein kompletter Look mit allem pipapo beworben wird, aber mir ist da zu viel.
    Für mich müsste Werbung den Blick auf ein Produkt lenken. „Ungeschminktes“ Gesicht und Lippenstift oder Wimpern oder Nägel usw.
    Der altbackene Eindruck kommt meiner Meinung nach auch davon, alles massig aufzulegen. Die internationalen Modenschauen zeigen aber schon lange ganz andere Richtungen, zurückhaltend oder im Detail übertrieben, oder als stilisierter Einheitslook wie Chanel gerade mit den halblangen Perücken.
    Beide Models sind für mich geschminkt wie in den 80ern und wirken völlig austauschbar.
    Das liegt nicht an ihnen, sondern das, was aus ihnen gemacht wird. Die Firmenphilosophie will zuviel.
    Bei IsaDora hab ich aber eher ein Problem mit den für mich sehr unschönen Verpackungen, die mir wichtiger sind. Ich nehme das in Zukunft schließlich zig Mal in die Hand, mag ich das? Ich hab einen Lippenstift der Marke in der matten Version und der ist absolute Weltklasse in der Qualität, aber man kann die Hülse nicht von allen Seiten schließen, manchmal passt es nicht. Das nervt. Dazu sieht er von außen langweilig aus. Über deren Displays gleitet mein Blick im Ganzen, nichts fängt ihn ein. Wenn ich nicht eine bestimmte Textur und Farbe gesucht hätte, hätte ich das völlig übersehen. Schade eigentlich.

    Zu den Models noch mal – mir sind ständig wechselnde lieber, die mit unterschiedlicher Stimmung und Mode (was haben die Models eigentlich sonst noch an?) werben können. Ich habe bisher noch gar nicht gewusst, dass IsaDora überhaupt mit Models wirbt, mir sind Farbe, Konsistenz und Verpackung wichtig, finde es aber jammerschade, was hier für Aufmerksamkeit für wirklich tolle Produkte verschenkt wird.

  21. Ich achte nie auf das eigentliche Aussehen des Models, das heißt auf ihr Alter oder ihre Geschichtszüge- sehr wohl aber auf ihr Makeup. Ist das ansprechend (Nars) oder aufgregend (Ardenncy Inn) gemacht, hat die Marke gleich mein Herz gewonnen, weil ich mir denke, wenn die wissen, wie man Make up anwendet, wissen sie sicher auch wie man es herstellt.

  22. Ich dachte zuerst: Hm nein, die Gesichter einer Kampagne sind mir völlig wurst. Aber nachdem ich die Kommentare durchgelesen habe, dachte ich dann doch an zwei Beispiele, bei denen mir die damals neuen Testimonials die Marke sympatischer gemacht haben. Das wären nämlich Emma Watson für Burberry und Katie Holmes für Bobbi Brown. Beide wirken auf mich wahnsinnig sympatisch und zwar schön, aber erreichbar, identifizierbar schön. Nach dem Motto: Hmm also wenn ich mich so schminke wie die Katie auf dem Bild, könnte ich tatsächlich etwas wie sie aussehen.

  23. Ja, mir geht es genau wie dir – das neue Model finde ich viel ansprechender, echter, sympathischer. Das alte Model war zwar hübsch, macht auf mich aber einen unsympathischen, kühlen Eindruck … ich würde ihr schon fast eine gewisse Arroganz zusprechen. Das alte Model wirkt auf mich auch älter, so wie Mitte 40 … das liegt aber eindeutig am Stil, denn wenn man sich die Haut anschaut, sieht man ja ganz klar, dass auch das alte Model jung ist (wobei … nach 2 Stunden Photoshop kann jeder wie Mitte 20 aussehen ;)). Es sieht aus, als wäre sie vom Stil her auf alt getrimmt worden … vielleicht um die durchschnittliche Douglaskundin anzusprechen? Für mich ist Douglas teilweise immer noch ein Geschäft, bei dem hauptsächlich Frauen in ihren 40ern/50ern einkaufen … vor Ort. Online sieht das ja schon ganz anders aus. Sehr spannende Beobachtung jedenfalls! LG

  24. doch, ja, das Gesicht, vor allem der Style der Kampagnenmodels und dann natürlich die Gesamtanmutung beeinflussen mich durchaus. Ich kauf dann zwar nichts unbesehen, aber ich werde neugierig oder eben nicht. – Bei Isadora passt(e) das Chamäleon Model zur langweiligen Durchschnittlichkeit der Verpackungen. Ich finde manche Produkte qualitativ gut, aber in der Tat war da bislang wenig, was mich allein von der Aufmachung richtig angemacht hätte.
    Die Verjüngung von Estee Lauder klappt für mich nicht so richtig. So sehr ich die Pure Color envy Lippenstifte auch mag, so sehr empfinde ich Kylie Jenners Auftritt als Besuch bei Oma. Ich finde die Kampange unglaubwürdig und zu sehr gewollt. Aber das ist ja vielleicht schon wieder das KJ Prinzip….
    Chanel indes punktet bei mir mit den Kampagnen. Wenn ich die Produkte in der Parfümerie rumstehen sehe, wirken sie auf mich eher spießig und madamig. Aber es gibt Fotos, die mich richtig heiß auf einzelne Produkte gemacht haben (der violette Stylo in der Sommeredition und das jazz-Quad, das bei uns erst Ende August kommt bspw.)

  25. Offener Blasmund (Fellatio anyone?!) dazu wirklich viel zu viel Photoshop. Ich finde die Bilder mit schöner Regelmäßigkeit abstoßend und habe daher noch nie etwas von der Marke gekauft. Diese Ästhetik ist mir einfach fremd und erzeugt das Bild einer billigen, hirnlosen Blondine mit glitzernden 7/8 Jeans und Dauerwelle, an dessen Kleidung überall Label wie Sansibar prangen. Urgs.

    Ach – dieses Model hat dem Mund ausnahmsweise zu.

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