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Cushion Foundation

Über den koreanischen Hautpflege-Fortschritt

Cushion Foundation ist in Korea seit 4-5 Jahren im Trend, Europa ist dagegen noch im BB-Creme Wahn. Was ist bei Makeup und Hautpflege aus Korea zu bedenken?

Cushion Foundation

Cushion Foundation ist nichts anderes als flüssiges Makeup in einem „gepolsterten“ Schwamm.
Das einzig „innovative“ beim Auftrag ist das „Air-Pad“ zur Applikation, welches ein kühlendes Gefühl geben soll und ein Airbrush Finish – definitiv kein Must-Have.
Etude House hat ein Video, wie der Auftrag aussehen soll.

Cushion Makeup flüssig

Cushion Foundation ist normale flüssige Foundation in einem Schwammbett.

Das Air Pad und der Schwamm (in dem sich das Makeup befindet) sollen beide antibakteriell sein. Bei der dunklen Farbe vom Air-Pad muss ich auch sofort an die antibakteriellen Konjac Sponges denken (zu begutachten auf Magis Instagram oder einer Review von Kosmetik Vegan).
Antibakterielle Schwämmchenapplikatoren gibt es in Europa bisher nur vereinzelt, in Korea schon eher und meistens mit Chitosan antibakteriell gemacht.
Wenn man nach Reviews zur Etude House Cushion Foundation sucht, findet man auch Anleitungen, wie das Air-Pad zu reinigen ist – im Hinterkopf möglichst immer die Bakterien haben, welche in Makeup auftauchen.

Die von mir gewählte Nuance ist neutral bis gelbstichig und passt einer NC15-20. Bei mir sieht sie im Gesicht aufgetragen dunkler aus als eine NC15, da sie sich wegen dem fehlenden Gelbstich mit meinem Hautton beißt, sie dunkelt nicht nach.

Nuancenvergleich Cushion Makeup

Links MAC Mineralize Moisture Foundation NC15, rechts Etude House Any Cushion W13

Etude House Precious Mineral Any Cushion hat die bisher höchste Deckkraft, welche ich je hatte – bei einer kleinen Verbrauchsmenge. Die Verbrauchsmenge hat jedoch Nachteile für den enthaltenen mineralischen SPF 50 Sonnenschutz:

Sonnenschutz

SPF 50 hört sich viel an – jedoch wird dieser im Labor bei einer festen Miligramm-Anzahl gemessen und ist dementsprechend kleiner, wenn man weniger Produkt verwendet.
Gerade in Makeup kommt man nie auf die erforderlichen 2mg und Brightest Bulb hat eine Tabelle aufgestellt, inwiefern der Sonnenschutzfaktor bei kleinerer Auftragsmenge abnimmt.

Wenn man die Hälfte der erforderlichen Menge benutzt, fällt ein SPF 50 auf einen SPF 7. Da im europäischen Sonnenschutz oft nur ein Drittel den UVA Schutz (gegen Hautalterung) bildet, ist man bei einem PA von 2!
Man fühlt sich mit einem SPF 50 sicher, ist es dabei nicht. Keine Angst vor hohen Sonnenschutzfaktoren, denn meistens erreicht man diesen nicht (und kann auch durch SPF50 im Sommer gut Vitamin D tanken).

SPF Chart Brightest Bulb

Brightest Bulbs Blogposts über „How much is 2mg per centimeter squared“ Teil Eins und Zwei.

 

 „Whitening“ und Niacinamide

Etude House wirbt mit Whitening – hier sei zu erwähnen: Es gibt kein Whitening in der Hautpflege.

Wer nicht zum Laser greift, kann seinen Teint nicht mit Pflege aufhellen. Was „Whitening“ und „Brightening“ tatsächlich tun, ist nichts anderes, als das Verhindern von Tyrosinase und ist somit gegen Hyperpigmentierung. Die Haut bildet keine dunklen Flecken und erscheint ebenmäßig hell.
Man braucht somit nicht als Europäer Angst vor dem Begriff Whitening zu haben, da es ausschließlich positive Effekte hat.

Viele denken bei Whitening sofort an Arbutin. Dieses wird in der Etude House Any Cushion nicht benutzt, sondern ein anderer Wirkstoff gegen Hyperpigmentierung: Niacinamide.

Neben den unglaublich vielen Vorteilen von Niacinamide (Feuchtigkeit, reguliert bei unreiner Haut die Sebumproduktion und kann die Kollagenproduktion ankurbeln), verhindert Niacinamide den Transport von mit Melanin (dieses macht die Haut dunkel) gefüllten Zellen.
Dieses funktioniert somit ein wenig anders als Arbutin.

Etude House Precious Mineral Any Cushion SPF50 PA+++
Water, Cyclopentasloxane, Zinc Oxide (Ci 77947), Titanium Dioxide (Ci 77891), Ethylhexyl Methoxycinnamate, Methyltrimethicone, Dicaprylyl Carbonate, Cyclohexasiloxane, Cetyl Peg/ppg- 10/1 Dimethicone, Butylene Glycol, Niacinamide, Acrylates/ethylhexyl Acrylate/dimethicone Methacrylate Copolymer, Sorbitan Isostearate, Vinyl Dimethicone/methicone Silsesquioxane Crosspolymer, Phenyl Trimethicone, Sodium Hyaluronate, Mother Of Pearl, Methyl Methacvlate Crosspolymer, Aluminum Hydroxide, Sodium Chloride, Disteardimonium Hectorite, Trimethylsiloxysilicate, Stearic Acid, Triethoxycapryly-Lsilane, Caprylyl Glycol, Glycerin, Disodium Edta, Ethyl-Hexylglycerin, Adenosine, Alcohol, Iron Oxides (Ci 77492), Iron Oxides (Ci 77491), Iron Oxides (Ci 77499), Fragrance

Etude House Any Cushion

Etude House Any Cushion offen

Etude House Any Cushion Hygienesiegel

Etude House Any Cushion komplett

Any Cushion geschlossen, mit Hygienesiegel und geöffnet mit „Air-Pad“

 

Über koreanische Pflege

Das Niacinamide und die Hyaluronsäure im Etude House Any Cushion macht die Foundation zu einem wertvollen Routineteil in der Hautpflege.

Viele machen sich teils wegen Arbutin in koreanischer Pflege Gedanken, dabei ist es unbedenklich: Adelsblass&Kunterbunt hat dazu einen guten Blogpost verfasst.
Arbutin ist ein natürliches Derivat von Hydrochinon (aus krebserregenden Gründen nur vom Hautarzt erhältlich in Deutschland), welches in Amerika frei verkäuflich ist.
Dazu sind die Dosierungen meistens immer gering: 4-7% sind gängig, jedoch wird man auch in koreanischer Pflege kaum hohe Dosierungen finden, da zu viel Arbutin einen sogar negativen Effekt auf Hyperpigmentierung hat und dieses durchaus in Korea bekannt ist.

In Korea sind Inhaltsstoffe erlaubt, die in Europa oder den Staaten nicht zugelassen sind, was mich teils sogar traurig macht. Der Sonnenschutz von Missha hat zB. einen hohen Tragekomfort und in den Staaten muss man sich noch mit dicken Texturen und veralteten, unstabilen Filtern plagen.

Europa setzt sehr schnell Mindestwerte fest, teils schon bei unbestätigten Vermutungen. Parabene (unbedenklich, in Europa zu Werbezwecken noch veraltet schlecht bewertet) sind in Korea zB. in einer Höchstkonzentration von 1% erlaubt, in Europa 0,8% (wobei eine Parabenart maximal 0,4% erreichen darf). Europa hat die striktesten Regulierungen auf der Welt – wenn in Europa der Richtwert bei Arbutin fehlt, dann ist das ein Zeichen von Unbedenklichkeit.
Dabei sollte man sich nicht von Spiegel Artikeln in die Hysterie jagen lassen und kritisch nur „Birnen sind ungesund“ herausfiltern.
Wegen der strengen europäischen Regulierungen müssen wir in Europa auch auf das 0,5 Retinol Serum von Skinceuticals oder auf das Vitamin C Serum von Paulas Choice verzichten. Beides unglaublich gute, unbedenkliche Produkte.

Niacinamide ist mein Lieblingsinhaltsstoff und ich schätze es, wenn er in Foundations vorhanden ist – wie auch z.B. im Beauty Balm von Illamasqua oder einigen Max Factor Produkten.
Auch A Model Recommends hat vor zwei Tagen wieder ihre Liebe für Niacinamide betont, weshalb ich hier mit der Vorstellung der Any Cushion mit Niacinamide ihr beipflichte.

Illamasqua Skin Base

Die Illamasqua Skin Base Foundation enthält ebenfalls Niacinamide!

 

VG
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Agata
Ich verteidige gerne in Verruf geratene INCI (ob von der Werbeindustrie auferlegt oder durch Gruppendynamik entstanden), sehe ungern Trademarks von altbekannten Wirkstoffen ("Pro-Retinol") und liebe das Thema Irritation!

Was sagst du dazu?

45 Kommentare
  1. Reply Julia 21. September 2013 at 19:16

    Danke für den tollen Beitrag! :-)
    Bin im Moment auf der Suche nach einer guten BB Cream bzw. Foundation mit LSF (benutze aber trotzdem noch ausreichend Sonnencreme mit LSF 20 drunter).
    Das Problem ist nur, dass die meisten BB Creams Unreinheiten bei mir verursachen und viele Foundations sehr unnatürlich cakey aussehen. An Hautsschüppchen kann es eigentlich nicht liegen, da ich Säuren benutze. :/
    Aber die Cushion Foundation hat gute Chancen in meiner nächsten roseroseshop Bestellung zu laden :-)

    • Reply Agata 22. September 2013 at 10:53

      Mit Thermalspray vorher angefeuchtet ist sie minder bis kaum cakey, ohne ist sie definitinv cakey.

      Jedoch für die Deckkraft empfinde ich es sehr akzeptabel, da es irgendwie auf den Wangen zu sehen ist, aber nicht an der Stirn – wo alle anderen Foundations bei mir cakey sind.

  2. Reply Tessa 21. September 2013 at 19:31

    Durch ihre oft kindischen Verpackungen hab ich Etude House nie ernst genommen. Aber das scheint ja eine Trugschluss gewesen zu sein :nerd:
    Auch wenn mir die Applikationsform nicht gefällt (hätte Angst, dass die Oberfläche trocken wird, dass die Aufnahme erst zu stark und später zu schwach ist und ich glaube, es ist eine ganz gute Möglichkeit wenig Produkt für einen höheren Preis zu verkaufen, wenn man den Platz hauptsächlich mit einem Schwamm füllt), hört sich der Inhalt doch gut an.
    Niacinamide hab ich eben schnell gegoogelt. Gibt es auch in oraler Form. Ist das zu empfehlen, hat das die gleiche Wirkung für die Haut, wie wenn man sie in Cremeform aufträgt? (Oder hat das auch andere körperlichen Nebenwirkungen, ich meine: meine Haut ist mir wichtig, aber natürlich nur in Grenzen)

    • Reply Agata 22. September 2013 at 11:21

      Ich kenne B3 nur als Mittel gegen Cholesterin – B3 wird auch zu Niacinamide im Körper, welches die DNA Reperatur fördert.
      Kurz gegoogled schreibt Leslie Baumann (hat btw ein tolles gut verständliches Buch zu Hautpflege geschrieben), dass man diesen Effekt auch oral eingenommen vermuten kann:
      https://skintypesolutions.com/index.php?option=com_article&view=article&id=74

      Lieber nochmal selbst nachforschen und bevor Du Dich dafür entscheidest, vorher mit Hautarzt checken und sich dann nicht über die garantieren B3 Flushes wundern :p

      • Reply Tessa 22. September 2013 at 12:44

        Da ich *flüster* Raucher bin, wird der zum Glück/leider nicht so heftig sein. :giggle:
        (Aber ja- Nahrungsergänzung sollte natürlich mit dem Arzt abgesprochen werden)

  3. Reply subkutan 21. September 2013 at 20:19

    Bin auch schon über die Foundation gestolpert, aber als ich „Schwamm“ las, war es zwecks potentiellen Bakterien sofort vorbei mit einem weiteren Interesse meinerseits ;) werde deine links bezüglich dessen mal lesen.

    Zu dem Niacinamide: Die Frage ist, ob aufgrund der Formulierung der Foundation wirklich nennenswert wirksames Nicotinamid vorhanden ist? Laut olionatura ist dies stark abhängig von der Formulierung eines Produktes. Je wasserhaltiger dieses ist, desto mehr frei vorhandenes Nico steht der Haut zur Verfügung:
    http://www.olionatura.de/_rohstoffe/index.php?id=17&menue=vitamine.
    Soweit ich weiß, ist es am besten in einem GW oder in einem leichten Fluid aufgehoben.

    • Reply Agata 22. September 2013 at 11:33

      Jau, die Dosierung wird klein sein – was allgemein ein Problem bei koreanischen Produkten ist: Zwar sind 999 tolle Pflanzenextrakte drin, aber meistens unter 1%.
      Ist nur ein Boni, über den man sich freut, wenn man sonst auf seine schnöd langweilige Textur-only Foundation guckt :(

      „Freisetzung“ ist ehrlichgesagt ein Mystery Begriff für mich. Ich weiß nie, ob damit die Aufnahme in die Zellen gemeint ist oder die Absorption oder die Umwandlung in eine andere Form. Freue mich über Aufklärung :p
      Habe allerdings gerade nachgeguckt: Die Cushion ist O/W, falls es hilft.

      • Reply subkutan 22. September 2013 at 13:27

        Oh, da bin auch überfragt, kenne Nico nur vom Selberrühren :-) .
        Ich meinte die Wirkstofffreigabe im Produkt, um überhaupt von der Haut aufgenommen werden zu können. Es ist halt so, dass es immer auch auf die Galenik einer Rezeptur ankommt, demnach viele weitere Parameter relevant sind damit ein Wirkstoff überhaupt funktioniert (bspw. BHA und PH-Wert oder die Verkapselung bestimmter Stoffe, um diese vor Sauerstoffkontakt zu schützen). Beim Nico ist es halt der Wassergehalt eines Produktes, da es sich um ein Flüssigkeitskristall handelt und einige Stoffe bspw. auf der Haut rekristallisieren können.

        O/W sagt erstmal nur, dass die äußere Phase aus H2O besteht in der dann die lipophilen Stoffe gebunden sind und weniger über den tatsächlichen Gesamtwassergehalt einer Emulsion.

        Alles in allem also maximal ein „Boni“ :-P

        • Agata 24. September 2013 at 11:48

          Danke, das hilft ungemein :)
          Auf Boni einige ich mich gerne!

          John von Triple Helix hat auch mal geschrieben, dass Salicylsäure in stark alkoholhaltigen Produkten (welche zu schnell verdunsten), keine Wirkgrundlage hat. Verhält es sich dazu ähnlich?

  4. Reply Carly 21. September 2013 at 20:22

    Mit so Gadget-Kram kriegt man mich ja immer wieder. Ich freu mich auf Bangkok :>

    • Reply Agata 21. September 2013 at 20:30

      …massig Pad Thai > Cushion! :)

  5. Reply Bookbeauty 21. September 2013 at 20:24

    Ich habe diese Foundation auch und finde sie ganz ok, das Finish ist super =) allerdings bei meiner Mischhaut fettet es schnell nach.
    Nachkaufen würde ich es nicht, muss aber zuerst mal mein Backup auch noch aufbrauchen…

    • Reply Agata 22. September 2013 at 11:34

      Hast Du vielleicht einen Vergleich zur IOPE Cushion? Da sprechen viele von „sheer“, was mich ja eher interessieren würde!
      (Oh, Dein Blog hat einen ungewohnten RSS Feed!)

  6. Reply beautyjungle 21. September 2013 at 21:15

    Ich habe bei FutureDerm gelesen, dass Niaciamide nicht ohne Restveratrol benutzt werden sollen, da die Zellen sich sonst zu Tode arbeiten. Man kann das ja auch oral einnehmen. Hast du dazu zufällig auch recherchiert? Ich muss mich noch einlesen!

  7. Reply nada 22. September 2013 at 09:41

    Hallo Agata, danke für einen weiteren spannenden Beitrag.
    Weil du schreibst, dass man z. B. Skinceuticals Retinol 0,5 bei uns nicht bekommt, ich habe mir vor drei-vier Jahren bei Amazon das Produkt mit Retinol 1,0 bestellt und bekommen, das geht leider nicht mehr, aber über ebay wird es auch angeboten, das müsste dann auch ankommen, oder was meinst du dazu?
    Mir ist schon klar, dass es über ebay immer ein Risiko ist…

    • Reply Agata 22. September 2013 at 11:47

      Blubb.
      Eigenverantwortung!

    • Reply Blume 22. September 2013 at 21:42

      Mir wär das zu riskant. Die Chance, dass es dem Zoll in die Hände fällt, ist doch leider sehr groß, denke ich. :-(

      • Reply Agata 22. September 2013 at 22:15

        Eine Tasche wurde mal vom Zoll abgefangen und wurde als Waffe deklariert („Knuckle“ Clutch im Alexander McQueen Style): Annahme musste verweigert werden oder Anklage.

        Annahme verweigern geht immer :(

        • Paphiopedilum 23. September 2013 at 03:17

          Ich hab diese oder eine ähnliche Geschichte über eben diese Tasche im Fernsehen gesehen, aber mit Flughafenabfertigung, statt mit Zoll. Das ging dann tatsächlich vor Gericht, und es gab es auch ein Urteil dazu, ich glaube sogar höchstrichterlich, bei dem festgestellt wurde, daß es sich bei einer solchen Tasche definitiv und ausdrücklich NICHT um eine Waffe handelt, und sie auch in keinem Rechtsbereich so einzustufen und zu behandeln ist. Wär auch absolut schwachsinnig. Klar kann man mit so einer Tasche zuschlagen und jemanden sehr schwer verletzen; aber im Zweifelsfall kann man letztlich ja fast alles in irgendeiner Weise als Waffe verwenden…

        • Agata 23. September 2013 at 10:28

          Ich habe ihnen damals sogar ein Bild von der New Yorker Homepage ausgedruckt gezeigt, dass dieser Stil regulär in Deutschland verkauft wird.

          Jedoch ist der Karlsruher Zoll speziell, habe nach jedem meiner zwei Besuche eine Beschwerdemail geschrieben, da dort nur sexistische, aufgeblasene Vollspaten arbeiten (Nacktbilder im Büro, sehr persönliche Fragen, derbst dumme Sprüche etc).
          Es ist ein Krampf zu argumentieren, wenn man nicht ernst genommen wird und sich die andere Seite gruppendynamisch nur aufspielt.

          Habe letztens jedoch ein anderes Zollbüro mit anderer Belegschaft zugeschrieben bekommen und WOAH war das ein angenehmer Unterschied.

        • Paphiopedilum 23. September 2013 at 16:34

          Krass… Da hab ichs etwas besser, denn zufällig arbeitet eine ehemalige Mitschülerin von mir beim Zoll. Insofern kenn ich die anderen Beamten gar nicht.

          Hast Du selber so ne Tasche??? Klingt irgendwie so. Ich nämlich auch :-))) Daher hab ich auch diesen rechtlichen Aspekt so genau verfolgt.

        • Agata 24. September 2013 at 11:50

          Ich habe es danach aufgegeben :(
          Haha, wie wir ähnlichen Taschengeschmack haben müssen <3

  8. Reply Kiss & Make-up 22. September 2013 at 14:27

    Wow, this is so interesting. The texture and the formula is unlike any I have ever tried.

  9. Reply Dingens 22. September 2013 at 22:48

    Also Parabene generell als „ungefährlich“ einzustufen halte ich für mutig. Klar, nicht jeder Tierversuch lässt sich auf den Menschen übertragen. Aber dass Parabene bei männlichen Ratten die Spermien schrumpfen und bei weiblichen dafür den Uterus wachsen ließen, gibt mir als Endverbraucher dann doch zu denken.
    Ich bin grundsätzlich froh, dass es in Deutschland so strenge Richtlinien gibt. Schließlich fehlen hierzu entsprechende Langzeitstudien, die belegen, dass die Ähnlichkeit zu Östrogen tatsächlich so harmlos und ungefährlich ist.
    Und „da gibt es weitaus gefährlichere Stoffe, die längst zugelassen wurden, das ist doch alles Lobbyismus“ macht die Sache für mich auch nicht vertrauenswürdiger.

    • Reply Agata 22. September 2013 at 23:14

      Parabene oral eingenommen != Parabene topisch.
      Ähnlichkeit zu Östrogen = Methylparaben ist so stark wie ein hundermillionstel Östrogen in der Stärke: Hysterie wird betrieben, aber die Pille mit 15mg täglich ist gesellschaftlich konform.
      Es gibt massig Kosmetika mit Phystoestrogenen, welche von der Stärke nah an Östrogen rankommen – wer führt einen Feldzug gegen die Granatapfelserie von Weleda?

      Der hormonelle Einfluss in Kosmetika wird gerade auch in den Medien gepusht und wird ebenfalls einen getrennten Blogpost als Thema bekommen ;)

      • Reply Dingens 22. September 2013 at 23:51

        P.s.: Hundertmillionstel? Quelle?
        Laut Bundesinstitut für Risikobewertung: „Festzuhalten ist, dass in allen Studien die östrogene Potenz der Parabene ca. um den Faktor 1000 niedriger ist als die von physio- logischem Östrogen.“

        • Agata 23. September 2013 at 00:44

          Parabene sind unterschiedlich stark und Methylparaben ist zugegeben das schwächste in der Wirkung – Verallgemeinerung („der Parabene“) ist da kaum möglich, bei Angaben wie:
          „For example, parabens are 1,000–1,000,000 times less estrogenic than estradiol, the major estrogenic compound in the body.“ http://www.skininc.com/skinscience/physiology/17480359.html?mobi=y
          „Their potential to activate estrogen receptors is, however, markedly less than that of estradiol-17β, the main natural estrogen: from 100,000- to 10 million-fold weaker depending on the length of the alkyl chain and the gene expression, that results, is different.“ http://www.dermocosmetologie.fr/wp-content/uploads/2012/03/120124_NEWSDERMOSCOPIE_parab%C3%A8nes_100112-online-version-anglaise.pdf
          Man findet auch lustige 25 Millionen Angaben – es kommt immer auf die getestete Parabenart an – eine allgemeingültige Quelle zu zitieren reicht da nicht!

          Jau, Parabene sind hormonell – jedoch wird nie erwähnt, wie unglaublich klein dieser Effekt ist.

  10. Reply Dingens 22. September 2013 at 23:42

    Hype, Hysterie, whatever. Die Datenlage ist gerade was die Langzeitwirkungen angeht sehr dünn und z.b. Benzylparaben als Konservierungsmittel überhaupt nicht für den Gebrauch in Kosmetika zugelassen. Die Aussage „Parabene sind ungefährlich“ halte ich nach wie vor für wackelig.

  11. Reply Paphiopedilum 23. September 2013 at 03:13

    YAY, endlich mal ein Post von Dir, den ich nicht nur staunend lesen, sondern zu dem ich auch was kommentieren kann… ;-) Da ich ja eine Schwäche für ungewöhnliche Foundations hab, spricht mich diese Cushion Foundation hier sehr an, bzw. macht mich einfach sehr, sehr neugierig… Werde mich bei den diversen Reisen, die in nächster Zeit anstehen, auf jeden Fall mal danach umschauen. Was mich daher interessieren würde – wie bist Du mit dieser Foundation insgesamt zufrieden? Hat sie was die Anwendung und das optische Ergebnis betrifft irgendwelche speziellen Merkmale, evtl. gar Vorteile, oder ist es tatsächlich eine „stink“normale Flüssigfoundation, nur in einer speziellen Darreichungsform???

    • Reply Agata 23. September 2013 at 11:00

      Süß :)
      Verblenden ist halt ein Traum, da man wie mit dem Beauty Blender nur tupft. Diese sehr hohe Deckkraft wird sehr dünn und freaking schnell aufgetragen – schneller als mit dem BB, da die Auftragsmenge „passt“ und man nicht doch mal blenden muss.

      Dabei ist sie derbst feucht und durchaus etwas für trockene Haut (trotz der vielen ölabsorbierenden Inci), jedoch habe ich an der seitlichen Wangenpartie das besagte cakey Problem: einzelne Foundationpünktchen, die wie Poren aussehen. Es muss sichtlich ein Verdunstungseffekt sein, an der Stirn kommt das nicht vor.
      Man bekommt den Effekt weg, wenn man nach einer Stunde nochmal kurz über die Wange fährt mit den Fingern.
      Ansonsten ist sie auch von Nahem sehr ästhetisch für die Deckkraft und hält lange, wird auch als wasserfest beworben.

      Man könnte zwar gut layern, doch die Deckkraft ist wirklich hoch nach dünner Schicht durch Thermalspray.
      Mineralischer Sonnenschutz, man wird beim Photographieren mit Blitz zum Geist :)

      Leider kenne ich keine Foundations mit so hoher Deckkraft, insofern ist das „neu“ Gefühl nur deswegen da.
      Gäbe es jedoch meine regulären Foundations in diesem Cushion, würde ich das bevorzugen, weil freaking schnell und Blenden unnötig.

      „IOPE“ waren die ersten mit Cushion Foundation und das ist weiterhin der Kassenschlager und soll sheerer sein. Könnte ich mich neu entscheiden, dann pro andere Textur.

  12. Reply Anna Karina 24. September 2013 at 19:48

    Toller Artikel, Agata! Parabene sind definitiv „Opfer“ einer Schmutzkampagne. Bisher gibt es, trotz mehrerer breit angelegter Studien, keine wissenschaftliche Evidenz für eine Verbindung tropischer Applikation von parabenhaltigen Produkten und möglichen Gesundheitsrisiken. Zwar passen sie nachweislich prima in die y-Rezeptoren, in die auch Östrogen passt, und wurden in Brustkrebsgewebe nachgewiesen, was nahelegt, dass sie eine Rolle in der Krebsentstehung spielen KÖNNTEN. Allerdings müssen sie dazu oral aufgenommen werden. Unsere Haut ist so aufgebaut, dass sie möglichst wenig durchlässt. Der Schlussleistenkomplex ist so dicht, dass Unternehmen viel tüfteln müssen, um Mikromengen von Wirkstoffen via Carrier-Molekülen wenigstens etwas tiefer in die Hautschichten eindringen können. Ins Blut gelangt praktisch nichts aus der Hautpflege, und selbst wenn es das täte, so sind die Mengen immer noch extrem klein, dass sie kaum Schaden verursachen können. Übrigens enthält auch Sojamilch Phytoöstrogene, über die sich ja kaum jemand aufregt. Spannendes Thema : )

  13. Reply Luisa 26. September 2013 at 08:39

    Hallo Agata!

    Vielen Dank für deinen tollen Bericht und vor allem für die Info bezügl. LSF: ich dachte immer meine LSF 30 BB Cream schützt mich gut oO Jetzt bin ich ganz schön geschockt. Weisst du ob es sich mit LSF in Puder genauso verhält (z.B Lioele Powdery Sun Chiffon)?
    LG

    • Reply Agata 26. September 2013 at 13:41

      http://www.magi-mania.de/sonnenschutzangaben-bei-makeup/
      Am Ende vom Artikel sind Quellen verlinkt und auch im Artikel wird erklärt, dass man den SPF von Pudern meist durch 14 teilen muss, da man so wenig Produkt davon nimmt.

      Auch Brightest Bulb (oben im Bilduntertitel verlinkt) hat gezeigt, wieviel Puder man auftragen muss, um auf den ausgeschriebenen SPF zu kommen. Sie war dabei sehr staubig :)

  14. Reply Linda 28. September 2013 at 04:30

    Zu dem Thema Sonnenschutz und Foundations/ Moisturizer habe ich letztens wo gelesen, dass Sonnenschutzprodukte in einen ungebrochenen Schicht auf der Haut „liegen“ und daher nicht einmassiert werden sollte, was man aber bei genau diesen Produkten (Stichwort: buffing) oft tut. Insofern ist die ganze Sache so oder so fragwürdig…

    • Reply Agata 28. September 2013 at 11:19

      Bei The Triple Helix – er hat eine spezielle Auftragsmethode von Foundation, sodass er den Sonnenschutz (der ideal aufgetragen immer in eine Richtung geblendet wird) nicht diffus reflektieren lässt.

      Das gilt halt nicht nur für Foundation, sondern jeglichen mineralischen Sonnenschutz :)

  15. Reply Linda 28. September 2013 at 05:43

    Das andere: Brightest Bulb hat zum Thema Hyperpigmentierung und BB Cremes eine ganz andere Meinung als du, nämlich dass Melaninhemmung immer die ganze Haut aufhellt, und nicht nur Pigmentflecken. Was sagst du dazu? http://www.brightestbulbinthebox.com/2013/05/the-five-most-ridiculous-claims-people.html

    • Reply Agata 28. September 2013 at 11:16

      Ist eine recht identische Meinung: Die Haut kann nicht heller werden, als sie ursprünglich ist :)

  16. Reply Madelaine 23. März 2014 at 18:09

    Schade.. Ich habs im Video von Magi gesehen und dachte Geil. Ein Produkt mit hohem LSF… Nichts ist. Mann ey, das ist doch zum heulen. Mit der dicken Schickt Creme unter dem Make-up ist das immer sone Sache…

    LG Mady

  17. Reply susanne 30. Oktober 2014 at 13:04

    hallo agata,

    ich will diesen winter die cushion foundation von innisfree ausprobieren (im sommer ist sie mir leider zu hell gewesen).

    ich bin nach ein bisschen ausprobieren aber richtig angetan und werde definitiv mehr koreanische kosmetik ausprobieren.

    das einzige ist, wie bei dir, bilden sich bei meiner cushion kleine pünktchen. ich glaube weil sie so dünnflüssig ist sinkt sie in die poren ein?? also ich habe dann um die nase herum kleine pünktchen, die aussehen wie poren.

    vielleicht hat hier jemand einen tipp wie man das von vorneherin vermeiden kann – vielleicht etwas drunter auftragen??

    aber sonst sieht die haut mit dieser cushion foundation richtig porzellanartig aus und v.a. sie fühlt sich so leicht an.

    super schön :-)

    VLG

    Susanne

    • Reply Agata 30. Oktober 2014 at 13:21

      Genau – da kommt man wahrscheinlich nur mit starkem Silikonprimer entgegen. Jau, kenne das Problem!

  18. Reply Lisa 10. April 2015 at 13:44

    Hallo liebe Magi!
    Schöne und ausführliche Zusammenfassung! :) Wollte dir nur schnell den BB Cream Shop ans Herz legen. Dort gibt es neben asiatischen Sonnencremes und BB Creams auch einige Cushion Foundations (u.a. die Etude House Precious Mineral) und sie versenden aus den Niederlanden. Meine letzte (Sonnencreme-)Bestellung war innerhalb von 3 oder 4 Tagen da. Also, falls du das nächste Mal nicht aus Korea bestellen willst.. ;)
    Liebe Grüße
    Lisa

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