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Makeup Essential: Fluffy Blending Brush

Meine unverzichtbaren Pinsel für jedes Augenmakeup

Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, dass ein Blendepinsel an jeden Schminkplatz gehört, in der auch Lidschatten zum Einsatz kommen.

Während noch vor rund 10 Jahren der flach gebundene, schaufelförmige Pinsel als Standard galt und die einzige Form war, die man auch mühelos in jeder Drogerie vorfinden konnte, sind nun auch Blending Brushes stets direkt daneben vertreten – gleichbedeutend mit: die Nachfrage durch die Masse ist da!

Dass sie sich noch nicht an die Spitze des imaginären Makeup-Essential-Rankings hochgearbeitet haben, hat sicherlich viele Gründe.

  1. „rauf damit“ ist intuitiver als „vorsichtig rauf damit und dann sorgfältig blenden“
  2. die Qualität ist hier ausschlaggebender als beim klassischen Eyeshadow Pinsel (da funktionieren theoretisch auch Wildschweinborsten, weil seitlich in Benutzung)
  3. das Blenden wird für meinen Geschmack viiiiel zu wörtlich genommen

Ja, ein Blending Brush ist natürlich auch zum Verblenden von Lidschatten da: zum Weichzeichnen der Kanten, zum Verwischen zweier Nuancen für einen weichen Übergang. Für mich jedoch sind Blendepinsel die absolute Nummer 1 beim Schminken der Augen – mittlerweile – und ich erledige damit alle Aufgaben. Meine anderen Pinsel nutze ich natürlich ergänzend, wenn es aber darauf ankommt, bekomme ich ein gesamtes Augen-Makeup auch mit einem Blender Pinsel hin.

Bester Blendepinsel Blnding Brushes Vergleich Durchschnitt

Meine liebsten Blendepinsel im Querschnitt – siehe weiter unten…

Das klassische Blenden war noch nie mein Ding, weil es genau das tut: es verblendet alles zu einem nahtlosen Brei in alle Richtungen und die Besonderheiten der individuellen Nuancen verschwinden. Ebenso schätze ich eine softe aber erkennbar definierte Kante. Die Technik erst einmal die Farben „lieblos“ aufzutragen und dann mit einem Blendepinsel zu „mixen“, ist sicherlich ein Einstieg, vermiest und erschwert einem auf Dauer das Schminken der Augen.

Für mich ist die einzig wahre Methode die Applikation mit dem Verblenden in einem Schritt zu erledigen.

Auftragen UND DANN Einarbeiten – mit einem einzigen Pinsel.

Natürlich setzt dies sorgfältiges Auftragen und mehr Geduld und Präzision beim Blenden voraus. Man erhält dafür ein Ergebnis, das zugleich nahtlos und bei dem jeder (Effekt-)Eyeshadow erkennbar ist. Für ein solches Resultat ist aber ein guter Pinsel eine Voraussetzung. Und je besser er ist, um so einfacher wird es – besonders bei Smokey Eyes.

HAKUHODO J5522 Blnding Brush

Mein Schmutzfink: HAKUHODO J5522 Blending Brush

Die Voraussetzungen

Was ich früher wegen dem irreführendem Namen wegen eher kompakten Pinseln zugemutet habe, erledigen nun rund oder leicht leicht flach gebundene, langhaarige Blending Brushes mit abgerundeter Spitze für mich.

Meine hier vorgestellten Basics fächern recht breit. Es gibt natürlich schmalere, pointierte Exemplare, die ich gern für Detailarbeiten einsetze. Um die soll es heute jedoch nicht gehen und sie stehen auch nicht „in der Konkurrenz“ zum Favoriten.

Motivation: ich bin faul und will vor allem die Grundfarbe eines Augen-Makeups schnell auf das Lid bringen.

Aber nicht nur nur die Geschwindigkeit zählt: ein großer Durchmesser der Pinselborsten sorgt für gleichmäßigeren Auftrag.

Der Umkehrschluss ist natürlich, dass man dann „zart“ beginnt und die Intensität aufbaut. Was in Zeiten von „OMG, it’s soooo pigmented“ für einige wie eine Horrorvorstellung klingt, ist für mich ein Qualitätsmerkmal von sowohl (Blende-)Pinsel als auch von Lidschatten. Intensivieren kann man bei Bedarf später. Letztendlich sind die IN-YOUR-FACE-Looks auf Instagram und YouTube sicherlich schön anzusehen, für die meisten Anwenderinnen realitätsfern.

Meine fluffigen Blendepinsel-Favoriten

Bester Blendepinsel Blnding Brushes Vergleich MAC Hakuhodo Senna

Favoriten: fluffige Blendepinsel

  1. EDWARD BESS Luxury Eye Brush – zum Größenvergleich hier, weil irgendwie völlig in Vergessenheit geraten
  2. MAC #224 Tapered Blending Brush – ein Klassiker in dieser Sparteder Blendepinsel und die Form ist grundsätzlich praktisch. Leider ist der Pinsel so starr und kratzig, dass er sich in meiner Praxis noch nie durchsetzen konnte und auch ein Grund dafür war, warum mir zu Beginn Blending Brushes suspekt waren. Ich habe ihn nur noch zum Zwecke des Vergleichs
  3. MAC #217 Blending Brush – ist genau das Gegenteil: mit Skepsis war ich ihm begegnet, wir brauchten eine Weile und dann wurden wir unzertrennlich. Oft kopiert aber nie erreicht. Eine kleine Beauty-Legende und war auch eigentlich immer verhältnismäßig erschwinglich. Er wird zwar heute noch von mir genutzt, bei weitem aber nicht mehr so oft wie früher. Als einer der wenigen hier im Vergleich relativ einfach zu bekommen. Alternativen, wie zum Beispiel von ZOEVA, sind gut, es fehlt ihnen aber immer irgend eine Prise zur gleichwertigen Empfehlung
  4. HAKUHODO J5522 (von IMATS London) – wurde zu meinem COLOURPOP Eyeshadow Pinsel auserwählt und neulich auch direkt im Video demonstriert. Die matten Nuancen trage ich immer nur mit ihm auf (die anderen mit Finger). Natürlich beherrscht er auch andere Texturen, aber es ist gut einen performen zu wissen. Er ist sehr weich, bewegt sich wie eine „Katze“ auf dem Lid und verteilt perfekt. Die relativ günstige Linie aus Premium Ziegenhaar ist ein guter Kompromiss zwischen den guten Pinseln bei uns und den absoluten Bomben aus „exotischem“ Haar für die Preise jenseits der 50€ in dieser Größe berechnet werde. Sie sind ungefähr so teuer wie MAC, dabei aber definitiv eine andere Liga. Die Qualität findet man bei uns vergleichbar bei TOM FORD.
  5. WAYNE GOSS Brush 03 – habt ihr auch schon in einigen Videos von mir gesehen und dient hier auch eher dem Größenvergleich. Mit ihm mache ich die Basics nicht sondern bevorzugt Lidfalten- / Crease-Arbeiten. Man sieht schon eine gewisse ähnlichkeit zu HAKUHODO darüber. Dunkle Borsten sind stets gefärbt und dadurch etwas weniger biegsam undetwas weniger aufnahmefreudig. Hakuhodo empfiehlt die gefärbten für Pudertexturen und die weißen für Creme – man muss sich daran nicht halten, aber bietet einen guten Anhaltspunkt. Der Pinsel ist wie die anderen von WAYNE GOSS eine wirklich tolle Einstiegsmarke. Die Formen sind sehr, sehr gut gewählt und das Preis-Leistungs-Verhältnis samt Verfügbarkeit über Beautylish ist sehr zugänglich. Man verliert im japanischen Chaos ja schon mal den Überblick
  6. SENNA Feather Brush (15) – ich freue mich sehr, dass SENNA mittlerweile recht bequem über AMAZON.com erhältlich ist, da die Pinsel eine kleine Überraschung auf der MAKEUP SHOW für mich waren. Man munkelt ja, dass Senna die „Inspiration“ für das Markenkonzept von Anastasia Berverly Hills war. Die Makeup Artist in Hollywood hat die Brauenschablonen etabliert und hat vor Jahren eine Linie nur für Augenbrauenprodukte lanciert – später dann Anastasia. Da der Pinsel sich bei mir identisch mit nachstehendem verhält, zur Praxis also mehr in Punkt 7. In Action zu sehen beispielsweise in diesem Let’s Play Makeup Video ca. in Minute 18:30 »
  7. SONIA KASHUK Multipurpose Powder Brush (Review ») – ist leider nur bei TARGET in Amerika erhältlich. Leider sehe ich gerade, dass es diesen nicht mehr zu geben scheint… 
    Wie erwähnt fast identisch mit SENNA, sodass ich sie sich immer abwechseln nach dem Waschen: einer für helle, einer für dunkle Farben. Mittlerweile vermutlich meine am häufigsten verwendeten Augenpinsel (man findet in Japan witzigerweise keine in dieser Form). Ich nutze sie immer für den Hauch und baue dann bei Bedarf auf. Ob Smokey Eyes, farbig, matt oder schimmernd. Obwohl es rieselt sogar für MAC Mineralized Eyeshadows bei Smokey Eyes (siehe Video Tutorial), weil es so perfekt rauchig wird.
Bester Blendepinsel Blnding Brushes Vergleich Borsten

In umgekehrter Reihenfolge: Sonia Kashuk | Senna | Wayne Goss | Hakuhodo | MAC | MAC | Edward Bess (verschiedene Lichtquellen)

Blendepinsel: darauf ist zu achten

Wie oben erwähnt ist die Qualität eines Blendepinsels wichtiger als bei flach und seitlich angewendeten Pinseln. Man arbeitet hier meist senkrecht zur Haut und spürt so deutlicher, wie die Borstenspitzen verarbeitet wurden. Geschorenes Haar ist tabu (sind im Prinzip Stoppel). Obwohl sanfte Borsten mittlerweile die Regel sind und erfreulicherweise nicht die Ausnahme, ist man doch schnell überrascht, wie vermeintlich nicht-pieksende Pinsel sich auf einmal anfühlen, wenn man „echt weiche“ einmal probiert hat.

Je sanfter, umso hochwertiger, umso teurer

Die erlesensten Haare werden an die höchstbietende Manufaktur verkauft. Das können sich günstige Anbieter weder leisten, noch können die Zulieferer die Anfrage von Massenmarktmengen bedienen. Zwar heißt es nicht, dass jeder teure Pinsel gut ist, aber wiederum doch, dass die herausragend guten Pinsel immer teuerer sind. Damit wir uns aber nicht missverstehen: zwischen mies und genial gibt es auch genug Auswahl…

Wer noch glaubt, die vielen Synthetikpinsel auf dem Markt seien von den Marken nur aus Liebe zu Tieren wie Pilze aus dem Boden geschossen, wird eventuell etwas desillusioniert, wenn man sich die Knappheit und Preise der Rohstoffe vor Augen führt. Mit einem fetten „vegan“ oder „cruelty free“ (natürlich nur Tiere und nicht Fabrikarbeiter) Aufdruck verkauft sich letztendlich alles besser, sodass die Branche zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen konnte.

Leider mag ich persönlich synthetische Blendepinsel nicht so gern und habe daher keine für Augen-Makeups in Benutzung. Ich besitze zwar einige, verwende sie gelegentlich für Concealer, eigentlich auch nur, um sie nicht völlig verstauben zu lassen. Eine ernstgemeinte Empfehlung kann ich daher nicht aussprechen, weil ich keinen empfehlenswert finde. Der von Ebelin ist aber ein Anlaufpunkt (wenn auch der alte besser war ^^) und viel Luft nach oben ist meiner Meinung nach bei Synthetik eh nicht. Ein guter, preiswerter Kompromiss.

Schlusswort

Es ist so schade, dass der Einzelhandel für meinen Geschmack noch viel aufzuholen hat, wenn es um Blendepinsel geht. So fallen meine Empfehlungen sehr „global“ aus, lohnen im Vergleich zu hier erhältlichen Optionen aber absolut des Aufwands – und einer vielleicht für einige einer überdurchschnittlich hohen Investition. Während mittlerweile die japanischen Pinsel meine Schminkroutine dominieren, bieten sie auch zu meiner Überraschung ausgerechnet kaum große, fluffige Blendepinsel.

Wie umfangreich verwendet ihr Blendepinsel und welcher ist euer Favorit?

VG

Mother of Pearl, Shimmer & Magimania
graublau | ∫∫∫ braun & fein | Ω sehr hell & gelblich | Sommertyp | leichte Mischhaut | Haardesaster

Was sagst du dazu?

16 Kommentare
  1. Reply
    tinted ivory 9. März 2016 at 23:57

    Du sprichst mir aus der Schminkseele, ein guter Blender ist mindestens das halbe AMU, der Rest ist Eyeliner und Mascara. :D

    Ich benutze immer noch gern meine Zoeva, nachdem ich Sigma völlig ausgemustert habe wegen auf-Dauer-Untauglichkeit an der Front. Allerdigs fransen mir auch die ein wenig zu sehr aus nach einiger Zeit. Normale Abnutzung oder doch mangelnde Quali?
    Hakuhodo…. ist mir noch zu teuer, aber ich schwanke definitiv. Mit Real Techniques Pinseln habe ich was AMU angeht nicht so dolle Erfahrungen gesammelt, Teint Tools können sie ja, aber AMU…
    Sonnige Nachtgrüße, Eva

    • Reply
      Magi 10. März 2016 at 11:40

      Kann ich nachvollziehen. Die Augenpinsel von RT verwende ich auch gar nicht. Sie sind mir auch zu pieksig. Ist als Einstieg sicher okay, aber man wird ja schnell verwöhnt.

      Das Ausfransen kann gewiss auch höherpreisigen Pinseln passieren. Ist wie mit Haupthaar: wenn sie gedehnt werden, geht die Struktur kaputt. Wenn Du trotzdem sehr sanft wäschst und abtrocknest, dann aber könnte es wirklich der kleine unterschied sein. Ich habe den Eindruck, dass die günstigeren Borsten auch etwas trockener sind, aber auch, dass sie durch den größeren Durchmesser einfach weniger im Pinsel sind und dann ist ein abstehendes Haar natürlich auffälliger als mehrere feine. Aber viele schwören ja auf den Brush Guard, den man sich ja auch easy basteln kann. Kennst Du das?

      • Reply
        tinted ivory 12. März 2016 at 22:17

        Diesen Brush Guard nutze ich tatsächlich, allerdings nur bei Pinseln die ich aktuell nicht im Gebrauch habe. Die liegen dann schön geschützt nebeneinander in der Schublade. Zum Reinigen kommt seit Ewigkeiten Dr. Bronner Flüssigseife zum Zug, ich mag die Marke total und sie reinigen gut. Schonend ausdrücken, nicht reiben jaja :) beherzige ich alles. Aber ich meine tatsächlich, die Enden werden härter und es franst auf Dauer. Besonders merke ich es halt bei AMU-Pinseln oder auch bei Blushpinseln, die ich dann zum Aufstupfen ansetze und dann auf einmal „pieks, aua“ was vorher nicht war. Sigma ging da gar nicht, das fing mir da viel zu früh an. RT ist bisher toitoi noch akzeptabel bis super, Zoeva schwächelt, ich fand die vor ein paar Jahren besser. Gerade auch die Luxe Serie hält da nicht was sie verspricht.
        Und MAC…. ich kann mir nicht helfen, finde die Marke grenzenlos überhyped. Ja klar, einige Sachen sind super, grad die MSF, Blot Powder auch, die Lippenstifte sind schön aber so insgesamt das Paket ist mir zu hochgelobt, was sie mir schon wieder unsympathischer macht. Dabei habe ich einige Schätzchen die ich echt liebe. Schräg sowas oder?

        • Magi 13. März 2016 at 11:34

          Vermutlich wird da wirklich was dran sein. Ich habe meine japanischen Pinsel noch nicht so lange, um da einen ehrlichen Vergleich zu ziehen. Eines fällt aber auf: nach dem Waschen sind sie immer in Form, während man die anderen auch sorgfältig streichen muss. Brush Guards mag ich persönlich nicht, weil mir die Pinsel dann zu pointiert sind. Liest man ja heraus, dass ich es fluffig bevorzuge…

          Ich bin weiterhin MAC Fan. Ich gebe Dir zwar Recht, dass nicht alles überwältigend gut ist, aber sie sind Pioniere und sie wagen auch mal was zu probieren. Ich glaube, gäbe es kein MAC, wäre die gesamte Makeup-Landschaft heute viel karger. Schließlich brauchen billige Marken etwas zum Nachmachen. Ich finde aber auch nicht, dass das alle Kunden wertschätzen müssten. Ich verstehe, wenn man es nicht tut. Am Ende ist ja wichtig, dass man zufrieden mit Produkten ist und nicht mit der Marke.

          Für mich war es einfach auch eine sehr wichtige Marke und ich glaube auch vor allem für die Online Community. Heute ist natürlich alles bunter, extravaganter, so viele Nischen-Brands. Ich bin aber sehr sicher, das würde alles anders aussehen, hätte es zu Anfängen der Foren, Blogs und YouTube kein MAC gegeben. Es war so ein extremer Katalysator… Und hätte es die Makeup-Mädels auf YouTube nicht gegeben, hätte auch YouTube sich anders entwickelt. Für mich daher auch aus zig anderen Gründen zumindest als Brand immer worth the hype.

    • Reply
      Mascha 11. März 2016 at 11:20

      Sigma ist auch bei mir komplett aus der Sammlung geflogen. ZOEVA wird immer besser und das für einen fairen Preis.

      Liebe Grüße
      Mascha

  2. Reply
    Anna D 10. März 2016 at 08:40

    Blendepinsel sind auch immer noch meine meist genutzten Pinsel von allen. Bei mir vor allem der 217. Ich habe noch einen größeren Pinsel von TF, den ich aber nur für die Kanten, ohne Farbe verwende (dann matscht es auch nicht bei mir, wie du ja so trefflich beschrieben hast :D). Ich freue mich im Sommer endlich in die Hakuhodo-Stores in Japan gehen zu können. Ich durfte bei einer Freundin schon durchs Pinselsortiment schmusen und war von der Qualität begeistert…

    • Reply
      Magi 10. März 2016 at 11:36

      Wie cool – Japan! Ich hab’s ja „nur“ auf der IMATS live gesehen, aber so ein Store oder gar mehrere mit japanischen Pinseln – ein Träumchen.

  3. Reply
    Lila 10. März 2016 at 19:03

    Ich finde es gut, dass du die Empfehlung so allgemein gehalten hast. Es geht nicht darum ein Produkt von einer bestimmten Marke zu kaufen sondern ein gutes Produkt zu erkennen.

  4. Reply
    Skinci 13. März 2016 at 17:33

    Gefärbte Borsten sind unbiegsamer und weniger aufnahmefreudig? Zählt das nur für Puderpigment?
    Ich suche nach einem Blendepinsel für Concealer. Möchte nicht deutlich abdecken, nur Ränder zu rötlichen oder bläulichen Verfärbungen abschwächen. Klassische Form der Concealerpinsel funktioniert da für mich nicht.
    Kennst Du den Real Techniques Contour Brush aus der Core Collection ? Der hatte ganz gut funktioniert, leider etwas zu breit, oder zu wenig Kontrolle (unsicher). Qualität definitiv zu mangelhaft, würde gerne in Goss Pinsel investieren. Könnte der Brush 03 funktionieren ? (schmales Gesicht)

    • Reply
      Magi 13. März 2016 at 18:37

      Die Borsten sind natürlich trotzdem biegsam, aber sie haben einen dezent größeren Durchmesser bei selber Grundbeschaffenheit. Das war vor Ort bei HAKUHODO sehr auffällig, weil sie ja viele Pinsel in beiden Versionen haben. Es ist aber gewiss auch von der Haarqualität abhängig und besonders von welchem Tier es stammt. Aber da Ziege am verbreitetsten ist, lohnt es sich das einzukalkulieren. Wobei ich sagen muss, dass ich mich an HAKUHODOs Empfehlung Puder und Cream mit unterschiedlichen Pinseln aufzutragen, nicht halte. Vielleicht ist es ja ein Fehler…

      Was mich am 03 zu dem Zweck stören würde, ist, dass er so eine Spitze hat. Das verleitet eben eher „in der Crease“ zu arbeiten. Er ist mittig widerstandsfähiger als außen. Da wäre der 06, der ja eher breiter ist, besser. Nur hab ich den nicht und kann daher nur vermuten. Der ist ja eher so wie der 217er geformt und die Form schätze ich auch sehr bei Concealer. Intuitiv muss ich aber sagen, dass ich die Pinsel von Wayne tatsächlich nicht direkt dafür wählen würde. Dann schon eher etwas von Hakuhodo (die haben ja auch viele solcher Chubby-Formen – auch als Duo Fiber). Das wäre ja eher die Form von RT ohne das Pieksen.

      • Reply
        Skinci 15. März 2016 at 04:35

        Ich habe hier jetzt rausgelesen, dass es sich nicht lohnt, viel Geld für einen Pinsel mit synthetischen Fasern auszugeben. Aus Sorge eventuell allergisch gegen ein jeweiliges Tierhaar zu sein und ich meine, Du hättest in einem Video mal gesagt, Tierhaar ist besser für Puderprodukte und Synthetikfaser besser für cremige Konsistenzen. Machst Du das anders, wegen persönlicher Vorliebe ?
        Sollte es in Deutschland einen Hakuhodo Shop geben wäre der ja perfekt um die Pinsel mal real zu betrachten und mein Gesicht damit bestreicheln, wenn das denn überhaupt erlaubt ist.

        Da ich weder gegen Katzen oder Hundehaar allergisch bin, weiß ich nicht wie berechtigt meine Sorge ist, wie Du bestimmt weißt, sind Hakuhodo sehr streng mit Rückgabemöglichkeiten. Zumindest laut Homepage.

        Darf ich noch kurz allgemein nach Deiner Einschätzung für Blendepinsel als Concealerpinsel fragen?

        • Magi 15. März 2016 at 12:21

          Ich finde tatsächlich, dass es sich bei Standardformen nicht lohnt, auch wenn der Umkehrschluss nicht sein soll, dass alle gut sind. Aber das versteht sich von selbst. Es gibt sicher spannende Formen, bei denen man individuell auch Sinn in einem hohen Preis sieht, aber bei der Qualität der Haare ist meiner Erfahrung nach schnell Schluss anders als bei Echthaar. Es gibt ja auch Mixborsten. Die sind durchaus sinnvoll.

          Die Sache mit den synthetischen Pinsel für cremige Texturen ist schon etwas relativ. Ich bevorzuge sie vor allem auch wegen der Reinigung, was aber sicherlich auch etwas Einbildung ist, dass sie „sauberer“ würden und hygienischer seien. Aber vor allem sind in einer kleineren Preisklasse synthetische Pinsel nun einmal feiner und reizen die Haut nicht so. So verwende ich für Foundation entweder japanische oder synthetische Pinsel. Grundsätzlich finde ich für alles, was Farbe appliziert, Echthaar besser.

          Ich habe noch nie von einer Allergie auf Pinsel gehört, könnte es aber sicherlich geben. Für viel wahrscheinlicher halte ich Irritation (hab ich leider schon gehabt – brannte den ganzen Tag). Tierhaarallergien gehen ja auch oft mit dem „Drumherum“ einher: Speichel, Schuppen etc. Ich denke, das Risiko ist klein, aber das findet man eben nur individuell in der Praxis heraus. Hakuhodo soll’s irgendwo in Köln geben.

          Klar, wieso nicht Blendepinsel für Concealer? Früher hab ich den 217 dafür genommen.

        • ulli ks 15. März 2016 at 13:12

          Du könntest die Luxe Version des Zoeva Dupes (Luxe Soft Definer) für den MAC 217er probieren. Da hast du dann ein Gemisch aus synthetischem und natürlichem Haar. da riskierst du auch nichts wegen des günstigen Preises ;)

  5. Reply
    ulli ks 15. März 2016 at 13:24

    Liebe Magi!

    Danke für deine ausführliche Beschreibung!
    Auch für mich sind Blendepinsel in meinem Schminkalltag (was für ein Wort) nicht mehr wegzudenken. Meine Sammlung setzt sich da ganz bunt von Ebelin über MAC, Inglot, Real Techniques, Hakuhodo und Wayne Goss zusammen. Wobei ich morgens einfach blind etwas in der Form suche und loslege. Dabei verwende ich Idiotin meine japanischen Pinsel eher selten. entweder ganz simpel begründet, weil sie nicht bei den anderen Pinseln sondern separat stehen oder extra doof, weil ich die guten Stücke nicht verschleißen will? ich weiß es selbst nicht….

    Grundsätzlich komme ich zu der Erkennntnis, dass es kaum unbrauchbare Pinsel gibt, man muss nur den richtigen Zweck dafür finden (oder die Waschfaulheit sorgt dafür, dass ich mich auch noch über den unbeliebtesten Pinsel freue, einfach nur deshalb, weil er sauber ist ;D)

    Tatsächlich empfinde ich die Anwendung der japanischen Pinsel aber ganz anders, irgendwie fließen sie wie Wasser über die Haut. Ich kann es schlecht beschreiben. Aber tatsächlich muss ich auch meine Technik geringfügig daran anpassen…

    Wenn du Pinsel groß und fluffig magst, bin ich gespannt, was du zum Inglot 6ss sagst? Ich finde diesen Pinsel gerade zum zarten Verblenden ganz wundervoll und wenn man ihn direkt in Polen kaufen kann, ist er zudem auch noch unverschämt günstig!

    Was Zoeva betrifft bin ich wirklich die Überarbeitung der Pinsel zur Luxe Version hin enttäuscht. Fast ausnahmslos wurden reine Tierhaare in dämliche Gemische umgewandelt, die die Pigmente nicht gut aufnehmen- da würde ich auch lieber auf den Vorteil verzichten, dass sie weicher sind als ihre tierischen Vorgänger :/

    Lieben Gruß,
    ulli ks

    • Reply
      Magi 15. März 2016 at 20:53

      Ich habe meine Pinsel auch getrennt, mittlerweile (mit Muji) aber etwas großzügiger, bei mir aber genau anders herum. Ich benutze eigentlich nur noch die japanischen. Habe auch andere schon großzügig aussortiert, weil ich sie eh nicht mehr verwenden werde. Sooo teuer sind die japanischen dann doch nicht, dass man im Fall der Fälle nicht nachkaufen könnte…

      Ich finde die Anwendung auch anders und umgewöhnungsbedürftig – aber doch sehr intuitiv.

      Den Inglot habe ich nicht, aber hier: http://www.makeupbyjoyce.com/2012/05/review-comparison-tapered-crease.html ist er im Vergleich zu Kashuk und da steht, dass der Kashuk weicher ist. Damit ist auch schon völlig klar, dass ich den INGLOT nicht kaufen werde. Ich habe INGLOT schon mehrfach vor Ort gesehen und sicherlich auch die Pinsel mal betatscht, aber mir ist nix im Gedächtnis geblieben. Das ist also weder schlecht noch gut, daher ist INGLOT bei mir auch völlig raus aus dem Radar. Einfach nicht mein Ding. Die Dinge, die ich habe/hatte, waren leider sehr ernüchternd. Dabei würde ich so gerne, weil Polen…

      Von ZOEVA habe ich auch nur ganz wenige Pinsel und die liegen auch nur rum. Da sind paar doofe bei und paar, die sind okay, aber leider, leider keiner, der mich begeistert hätte. Liegt sicher auch daran, dass ich nur selektiv welche gekauft habe und keine Formen, die ich schon habe und gerne nutze. Die sind bei dem Preis sicherlich gut, aber wenn man bereit ist etwas mehr für deutlich besser zu investieren, dann naja…

  6. Reply
    Coco 21. März 2016 at 19:55

    Vielen Dank für die Zusammenstellung! In meiner Sammlung befindet sich bisher ein einziger Blendepinsel (von Zoeva), mit dem ich generell ganz zufrieden bin, aber ich glaube, dass da noch Luft nach oben ist. Muss mir deine genannten mal genauer ansehen :)
    Viele Grüße

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